Verlagsgeschichte und Veranstaltungschronik
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1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Verlagsgeschichte:
November 1998
Verlagsgründung durch Marion Quitz und Viktor Kalinke als "Edition Erata. Leipziger Literaturverlag", Sitz in der Kantstraße (Leipziger Südvorstadt)
Januar 1999
Erste Bücher: "Studien zu Laozi. Eine Erkundung seines Deutungspektrums" in zwei Bänden von Viktor Kalinke - dieses Buch begleitet den Verlag als Longseller seither wie ein treuer Freund; sowie "Echo der Stille. Skizzen aus Ägypten" von Marion Quitz anläßlich einer Ausstellung im Goethe-Institut Alexandria - der Verlag begann im ersten Jahr als reines Selbsthilfe-Projekt angesichts der permanenten Verstopfung des Buchmarktes.
Januar 2000
Eröffnung der "Galerie Erata" mit der Ausstellung "Erst die Linke, dann die Rechte. Irritationen und Mortalität" zehn Beteiligten, Dichtern und Künstlern, namentlich Mariam Abdel Al, Steffen Balmer, Gabriele Francik, Viktor Kalinke, Oliver Kossack, Thomas Kunst, Undine Materni, Marion Quitz, Thomas Winter und Michael Touma - damit öffnete sich der Verlag als Begegnungsort verschiedener Genres, Ort für Austausch und Streit und Kammerspielbühne für Kreative; anfangs stand die Bildende Kunst im Vordergrund, es entstanden zahlreiche Kataloge.
ab Frühjahr 2001
Anna H. Frauendorf realisiert und kuratiert in den kommenden Jahren zahlreiche genreübergreifende, synästhetische Projekte (Ausstellungen, Hörbuchproduktion, Konzertlesungen, Illustration)
März 2002
„Von Sumatra bis Lamento über Belgrad“ - Cornelia Marks entdeckt für den Verlag die poetischen Visionen von Miloš Crnjanski (1893-1977) wieder , der nimmt innerhalb der Avantgarde mit seiner von Introversion gekennzeichneten Theorie des "Sumatraismus" einen exotischen Platz einnimmt. Intuition, Assoziation, grenzenlose Befreiung erhob er zu seiner Poetik, worin es um die Kraft der Visionen, um inneres Erleben, subjektives Gestalten und um den Gegensatz zwischen Realität und Irrealität geht - ein weiterer Autor, dem er Verlag dank engagierter Übersetzer ein langjähriger Begleiter und Wiederentdecker wurde. Zugleich beteiligten wir uns zum ersten Mal an der Leipziger Buchmesse und dank damals noch großzügig ausgeschütteter Förderung für lesende Autoren durch die Bertelsmann-Stiftung am noch überschaubaren Festival "Leipzig liest"
April 2002
Lesekonzert aus Texten von Laozi mit Wolfram Dix et al. im Dresdner Zentrum für Zeitgenössische Musik
Mai 2002
Mala Vikaite stößt zum Verlag und vermittelt moderne litauische Literaturen - es beginnt eine langjährige Zusammenarbeit mit "books from Lituania" (Vilnius)
Oktober 2003
Beteiligung am Gastlandauftritt Litauens auf der Frankfurter Buchmesse
November 2003
5 Jahre Edition Erata (3 Jahre Galerie) - 55 Buchproduktionen
Januar 2004 ff.
Couralon - die kreative Szene Leipzigs trifft sich auf Einladung von Janina Fleischer, Volly Tanner & Viola Stockmann, disklutiert, trinkt und tanzt in den Verlags- und Galerieräumen.
März 2004
Markus Sahr veröffentlicht seine Übersetzung von Yvette K. Centenos "Im Garten der Nussbäume" und begründet damit die "portuigiesische bibliothek", die erstmals zahlreiche Texte der Exilopposition in deutscher Sprache zugänglich macht.
Mai 2004
Beginn der Kooperation mit "ostragehege", der renommierten Dresdner Zeitschrift für Kunst und Literatur in Form gegenseitiger Autorenempfehlungen, gemeinsamer Messeveranstaltungen, Werkausgaben von ostragehege-Autoren wie Peter Gehrisch und Axel Helbig; erste Kooperationen mit dem Polnischen Institut Leipzig
August 2005
Umzug in größere Verlags- und Galerieräume in der Brockhausstraße (Leipzig-Schleußig) - nach einem erschöpfenden halben Jahr Umbau und Renovierung eröffnet die Galerie mit einem "empty space", befreundete Musiker und Künstler feiern mit uns die Eröffnung, eine Befreiung, bis tief in Nacht, als Sturm aufkommt und fast alle alten Linden in der Brockhausstraße entwurzelt auf den Dächern der Autosn landeten (die damals noch geduldet auf den Gewhwegen parkten) - ein unvergeßlicher Auftakt.
Oktober 2005
Offizielle Neueröffnung der Galerie mit dem Maler- und Musikerduo Michael Goller und Peter Piek, die hier ihr Vordiplom im selbstgegründeten Studiengang zelebrieren, und dem dadaistischen Festival "Kurzfilm-Surreale". Der Name des Verlages auf ERATA Literaturverlag gestutzt.
ab Mai 2006
Erste Poesiefilme und Buchtrailer auf Youtube, inspiriert durch Billy Collins (New York).
März 2007
Uraufführung des Dokumentarfilms "DichterSehen", die erste abendfüllende Filmproduktion des Verlags: Neun Dichertinnen und Dichter geben in ihrer Wohnung vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb -Christoph Meckel (Freiburg), Yvette Centeno (Lisboa), Thomas Böhme (Leipzig-Grünau), Mila Haugova (Bratislava), Thomas Kunst (Leipzig-Südvorstadt), Katrin Heinau (Berlin-West), Wojciech Izaak Strugala (Lwowek Slaski), Gertrud Katzenstein (Berlin-Ost) und Silvio Pfeuffer (Leipzig Plagwitz).
Manuel Alegre, Vize-Präsident des portugiesischen Parlaments und späterer Präsidentschaftskandidat der Sozialisten, der Berufung nach ein Dichter, der seinen Wahlkampf - wie Vaclav Havel - mit der Rezitation von Gedichten bestritt, besucht den Verlag und stellt in Leipzig die deutsche Erstausgabe seines autobiographischen Romans vor, erzählt vom Leben im Untergrund, vom Exil in Algerien und Frankreich und vom Kampf gegen die Salazar-Diktatur.
Juli 2007
Orpheus versammelt die Geister in der Edition Erata. Ein wahrhaft mythologisches Treffen - Sommerfest mit ostragehege-Autoren. Es schwitzen und lesen: Thomas Böhme, Wjatscheslaw Kuprijanow, Udo Grashoff, Judith Zander, Mara Genschel, Carl-Christian Elze, Katrin Merten, Silke Brohm, Viktor Kalinke, Silvio Pfeuffer, Andreas Altmann, Jens Rosch, Uta Wiedemann, Roza Domascyna, Jayne-Ann Igel, Undine Materni, Jens Wonneberger, Kerstin Becker, Katrin Heinau, Patrick Beck, Inger Kock, Sergej Birjukov, Gesche Blume, Andreas Hegewald.
November 2007
Eröffnung des Kurt-Wolff-Buchdepots: Abseits der Buchhandlungsketten stöbern und staunen in den Programmen des Freundeskreises der Kurt-Wolff-Stiftung. Beteiligte Verlage: A1 Verlag, Antje Kunstmann, Aviva Verlag, be.bra verlag, Christoph Links Verlag, Das Wunderhorn, Edition Nautilus, Merlin Verlag, Transit Verlag, Urs Engeler Editor, Wallstein Verlag, Zu Klampen! sowie verschiedene Handpressen mit Künstlerbüchern.
März 2008
"Kurs Südost" in Zusammenarbeit mit SO_Übersetzen - eine Gruppe literarischer Übersetzer aller Altersklassen trifft sich im Verlag – das verspricht Entdeckungen aus Ländern, die mehr als Kriegstraumata und Balkanfolklore zu bieten haben: Witz, Ironie und tiefere Bedeutung, Mutterwitz, Selbstironie und abgründige Erfahrungen, Aberwitz, Hinterfotzigkeit und eine unglaubliche Vielfalt ... Es lesen:Viktor Kalinke: „Ithaka“ von Miloš Crnjanski, Ann Catrin Apstein-Müller: „Tito, Amor Mio“ von Marko Sosič, Susanne Böhm-Milosavljević: „Auf gepackten Koffern“ von Igor Štiks, Klaus Detlef Olof: “Der Kalender der Mayas” von Zoran Ferić, Brigitte Döbert: "Drei Tannen" von Namik Kabil, Will Firth: "Deutschunterricht" von Ivan Dodovski, Andrea Meyer-Fraatz: "Bauerngambit" von Boris Greiner, Matthias Jacob: "Das Wissen vom Nichts" von Stanko Andrić, Blanka Stipetic: "Der Fuchs im Labyrinth" von Miomir Petrović, Patricia Fridrich: "Konstantin der Gottesfürchtige" von Simo Mraović.
Juni 2008
Inskriptionen No. 1 "denkporno" erscheint und wird gehörig begossen und gefeiert. Die "Inskriptionen" gehen einen Schritt zurück: vom scheinbar flüchtigen Medium des Netzes, virtuell, universell ausgebreitet, mit einem Serverausfall unrettbar verloren, zurück zum Holzmedium des Buches, behäbig mit der Hand aufs Papier gedruckt, durch limitierte Auflage nur einem ausgewählten Kreis zugänglich. Dem Papier fehlt, was das Netz ermöglicht: die Unmittelbarkeit der Bezugnahme. Räumliche Entfernungen zwischen den Autoren spielen keine Rolle, ebensowenig zeitliche. Diese Anthologie, die sich als sinnlich greifbares Resultat eines virtuellen Prozesses versteht, vereint kein Sammelsurium, kein vom Herausgeber gebündeltes Nebeneinander, keine Parallelen, die sich hypothetisch im Unendlichen schneiden, aber in res niemals berühren. Die Texte dieser Anthologie bewahren den Atem, das Keuchen und Seufzen aus dem Moment ihrer Entstehung.
November 2008
ERATA wird zehn. Wenn mich als Kind jemand gefragt hätte, was ich nach der Schule werden wolle - ich wäre niemals auf die Idee gekommen zu antworten: Ich werde Verleger. War es vor der Wende die politische Restriktion, die, wenn es ginge, schon den Gedanken an selbständiges Publizieren verboten hätte, so ist es in der Gegenwart die Absurdität des übersättigten Buchmarktes, der eine Verlagsgründung in eine Don-Quichotterie verwandelt. Einen Verlag zu betreiben, ist vor allem: eine Art des Reisens, eine Fahrt erster Klasse durch Ideenlandschaften; einen Verlag zu betreiben, heißt, Gefährte zu sein auf Wanderungen, die im Kopf stattfinden, heißt, Menschen zu begegnen, in Tiefen einzudringen, zuweilen in Abgründe - und dabei Form zu finden. zum Jubiläum kürt der Verlag seinen Zweitnamen zum Rufnamen: Leipziger Literaturverlag, ERATA bleibt als Galerie bestehen.
Mai 2009
Christine Pfammatter stößt mit "Zuviel Sonne" auf den Verlag, ihr erstes Buch, der eine ganze Reihe Kurzprosa folgen wird.
Juli 2009
Ausstellung Vertonte Gedichte von Viktor Kalinke. Inspiriert von der Herausgabe des altbabylonischen Kodex Hammurabi entstand die Idee, den Entwicklungsweg der technischen Reproduktion rückwärts zu beschreiten und zeitgenössische Texte auf Tontafeln zu drücken. Die Vertonten Gedichte werden mit Bleilettern von Hand in vorbereitete Tonplatten gesetzt und anschließend gebrannt: Es entstehen haltbare, zugleich fragile Unikate.
Dezember 2009
Eröffnung des Kulturgenußladens mit Iris Donner & friends (Leipzig) – Jazzimprovisation, Tee- und Honigverkostung
Der Leipziger Literaturverlag leistet sich nicht nur "mutige Übersetzungsversuche, literarische Exkursionen und Entdeckungen" (Ralf Julke). Darüberhinaus präsentiert er in seinem Kurt-Wolff-Depot Bücher anderer, unabhängiger Verlage wie Nautilus, Wunderhorn, Stroemfeld, Thannhäuser, Galrev oder Urs Engeler – Verlage, deren Produktion mittlerweile in 90% der deutschen Buchhandlungen vergeblich gesucht wird. Kollegialität und Solidarität sind die letzten Hoffnungen, auf die sich die Independents besinnen können, um in der Überproduktionskrise des Buchmarkts nicht unterzugehen. In diesem Herbst haben wir das Kurt-Wolff-Depot zum Kulturgenußladen erweitert. Hier kann nicht nur in Büchern und Zeitschriften geschmökert, sondern in geistigen und kulinarischen Genüssen geschwelgt werden: handgeschöpfte Schokoladen, erlesene Tee- und Kaffeesorten, Moskauer Eis, Imkerhonige und etliches mehr - von sorgfältig ausgewählten Manufakturen oder Kleinbauern hergestellt, mit denen wir persönlich bekannt sind – denn Literatur ist, genau betrachtet, eine Lebenskunst, und auch die Liebe zur Literatur geht durch den Magen ...
Sommer 2010 ff.
Beginn der Zusammenarbeit mit dem dem Hamburger Slawisten Prof. Robert Hodel für die zweisprachige Anthologie Hundert Gramm Seele. Serbische Poesie aus einem halben Jahrhundert - damit beginnt eine anhaltende Reihe fundiert kommentierter Übersetzungsprojekte zur russischen und südslawischen Literatur der Moderne.
November 2010
Erich Ahrndt, renommierter Übersetzer aus dem Russischen (Daniil Granin, Valentin Rasputin u.a. bei Volk und Welt erschienen) findet im Alter seine Liebe in der russischen Lyrik: ihr verdanken die Leser Neuübersetzungen von Jessenin, Achmatowa, Achmadulina, Zwetajewa u.a.
März 2011
Walter Thümler stößt mit eigenen Texten und Übersetzungen von C. K. Williams sowie Gennadi Ajgi auf den Verlag, der für sein Werk ein Begleiter wird. "Glockenläuten und Hupen – Spiritualität auf der Straße" hat Premiere, der neue Poesiefilm von Viktor Kalinke dokumentiert in zehn dichten Kapiteln ein Irrlichtern durch den Norden Indiens. Zum Messeauftrit des Gastlandes Serbien hat der Leipziger Literaturverlag mit sieben Neuübersetzungen ein üppiges Programm in der Pipeline: Die "Leipziger Übersetzernacht" im Verlag ist zur Institution geworden, in diesem Jahr lautet das Motto "Serbien sehen und darüber hinaus!" Beteiligt sind: Alhierd Bacharevič, Sabine & Dieter Fahl, Will Firth, Robert Hodel, Margret Millischer, Radmila Lazić, Christine Pfammatter, Markus Sahr, Boško Tomašević, Stevan Tontić, Verica Tricković, Thomas Weiler, Mirjana & Klaus Wittmann, Michael Zgodzay
September 2012
Der Verlag bekommt ein Facelifting: einen neuen Online-Shop mit jetztzeitigen Zahlweisen, die gewisse Menschen in den Staat reich machen, während sie sich im Schlaf umdrehen (ich meine Paypal & co.). Da Buchversand eine buckelige Angelegenheit hat, hört unser Buchladen im Netz auf den Namen "sisifo", in italienischer Schreibweise, die ist einfacher als die deutsche.
November 2013
Verlagsgeburtstag: LLV / ERATA wird 15 mit Wein & Gesang von Undine, Iphigenie & Ophelia und natürlich ... 3x Literatur: Uwe Salzbrenner liest aus seinem Band voller unerhörter Begegebenheiten, Cornelia Marks stellt die bosnische Korczak-Übersetzerin und Dichterin Marina Trumic vor, Erich Ahrndt schenkt uns Nachdichtungen von Bella Achmadulina. Im Anschluß: open space - für spontane Einlagen gibts Freigetränke ... naaa, ist das nichts?
März 2014
krautbuch, eine Initiative des Leipziger Literaturverlages zur Förderung besonderer Buchprojekte, hat den ersten fünf Autoren zur Veröfffentlichung ihre Texte verholfen: Peter Gehrisch: Der glimmende Ring meiner Lichtwissenschaft, Sascha Hesse: Grenlofrei Zenseheit, Christine Pfammatter: Schnee im März, Verica Tričković: Im Steinwald, Katja Winkler: Die besten Jahre
Juni 2014
Zum mongolischen Sommerfest "Es wandern die Zeiten unter dem ewigen Himmel" mit einer gleichnamigen Anthologie taucht als Überraschungsgast Urna Chahar-Tugchi auf - und singt. Welche Freude! Die Mongolen werden hierzulande zuweilen als nomadisierendes Hirtenvolk belächelt. Daß sie eine über 800 Jahre alte literarische Kultur besitzen, ist dem deutschen Leser weitgehend unbekannt. Dieser Band ist darum bemüht, einen ersten Einblick in die Vielfalt einer fremden Dichtung zu geben, der Poesie des „Landes des Ewigen Himmels“. Die hier vorgestellten Gedichte spannen einen Bogen von der Spruchdichtung des 13. Jahrhunderts, die die Weisheit des Tschingis Chaan preist, bis hin zur Lyrik der Gegenwart, die das helle und das dunkle Gesicht der modernen Mongolei zeigt.
Januar 2015
Axel Helbig geht in die Verlängerung und gibt den zweiten Band von "Der eigene Ton" heraus. Die von Axel Helbig geführten Gespräche mit Autorinnen, Autoren, Verlegern und Künstlern verführen zu einem vertieften Zugang zur Literatur. Die Gespräche ergründen Geheimnisse und Privates, das unsichtbar hinter den Werken steht, mitunter geradezu verdeckt werden soll. Axel Helbig gelingt es, das Spannungsverhältnis, den Fluß und die Freude, in die sich Autor und Werk begeben, für den Leser einzufangen. Beteiligte Autoren, Verleger und Künstler: Wulf Kirsten, Zsuzsanna Gahse, Dorothea Grünzweig, Brigitte Oleschinski, Olga Martynova, Oleg und Daniel Jurjew, Jens Wonneberger, Hans Joachim Schädlich, Ulrike Draesner, Catalin Dorian Florescu, Artur Becker, Jan Wagner, Peter Moses-Krause, Andreas Hegewald, Hermann Naumann - ein dritter Band wird folgen.
März 2015 ff.
Nikola Deschauer engagiert sich als Lektorin im Verlag, insbesondere aber nicht nur für Übersetzungen aus dem Spanischen.
Sommer 2016
Platz 1 der LITPROM-Bestenliste im Sommer 2016 geht an Granaz Moussavi: "Gesänge einer verbotenen Frau" (Gedichte, zweisprachig). Ausgewählt und aus dem Farsi übertragen von Isabel Stümpel. Der zweisprachig in Deutsch und Farsi vorliegende Band bietet einen Querschnitt durch Granaz Moussavis Schaffen und damit durch die Träume, Enttäuschungen und Zufluchten der nachrevolutionären Generation Irans, namentlich der Frauen, deren Stimme vor dem islamischen Gesetz nur die Hälfte zählt und deren Kreativität und Mobilität allenthalben beschnitten werden. „...Wände, Wände zum Wahnsinnigwerden ...”
September 2017
Viktor Kalinke hält einen Vortrag auf dem Deutschen Orientalistentag in Jena zur Übersetzung des Buches „Zhuangzi“: Im deutschen Sprachraum existierte bis jetzt keine vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen. Die Zhuangzi-Rezeption wird von der Ausgabe aus dem Jahr 1912 von Richard Wilhelm dominiert, der den Text um ein Drittel gekürzt und neu gegliedert hat. Wilhelms übersetzerische Pionierleistung wird darüberhinaus durch seine Eigenart geschmälert, christliche Namen wie z.B. „Leviathan“ in den altchinesischen Text einzufügen, obwohl diese dort nicht vorkommen. Das daoistische Denken, das auch im Westen in den letzten Jahrzehnten eine Belebung erfahren hat, stützte sich im deutschsprachigen Raum bislang auf eine völlig unzureichende Textgrundlage. Diese Lücke wird durch die Gesamtausgabe geschlossen, die Viktor Kalinke nach siebenjähriger Übersetzungsarbeit herausgegeben hat.
Mai 2018 ff.
Wer mit Zhuangzi reist, vergißt, wo die Schuhe drücken: Tournee mit Lesekonzerten mit Texten aus dem Zhuangzi mit Wolfram Dix (perc), Ya Dong (Pipa) und Viktor Kalinke (voice)
Juni 2018
Europäischer Autorengipfel: Mit Hélia Correia (Portugal) und Laurynas Katkus (Litauen) nehmen gleich zwei Autoren des Leipziger Literaturverlages am Europäischen Autorengipfel teil, den Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat zusammen mit Botschaften und Kulturinstituten in Berlin mit insgesamt zwanzig internationale Autorinnen und Autoren einberufen.
Oktober 2018
Drei Übersetzungen aus dem Georgischen erscheinen im LLV - Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse ist schon seit längerem in unserem Visier. In diesem Jahr geben wir drei Titel heraus, die zum Verständnis dessen, was man georgische Identität nennen könnte, beitragen: drei altgeorgische Märtyrerlegenden, die zu den ältesten Texten überhaupt gehören, die in georgischer Sprache verfaßt wurden, über ihren dokumentarischen Anlaß hinaus aber literarische Qualitäten aufweisen. Außerdem erscheint die Biographie von Ilia Tschawtschawadse, des größten georgischen Dichters, geschrieben von Akaki Bakradse, einem zu Sowjetzeiten oppositionellen Kritiker, dessen Texte im Untergrund oder im Samisdat erschienen, sowie ein Roman über die Reise zweier Italiener nach Georgien, genauer das ehemalige Kolchis, wie es die Griechen nannten.
März 2020
Die Leipziger Buchmesse wird überstürzt abgesagt, das erste Mal, zwei weitere Absagen werden folgen - auch nachdem die anfängliche Panik um die "Pandemie" längst abgeklungen ist. Uns gelingt es ein paar Tage vor dem ersten Lockdown noch, "Die Musik vom Salzsee" aufzuführen, ein Lesekonzert zur Buchpremiere der Reclam-Lizenzausgabe des Buches "Zhuangzi", gepaart mit der Ausstellungseröffnung mit Zhuangzi-Kalligraphien von Thomas Baumhekel, die zwei Jahre länger zu sehen ist, als ursprünglich gedacht. Dank Reclam wird der witzige Zhuangzi ein antiker Bestseller, dem sogar Scobel erste eine Rezension, dann eine ganze Sendung auf 3sat widmet.
November 2020 bis Mai 2021
Unsere Buchpremieren finden statt - auf Zoom! Das Schöne ist, ihr könnte sie heute noch auf Youtube nachschauen. Ansonsten erinnern wir uns nicht so gern an diesen langen Winter. Zeit zum Nachdenken über den Zustand der Welt, die neue Phase des Kapitalismus - Analysen, die hier nachgelesen werden können.
März 2022
Die Messe fällt schon wieder aus, nicht wegen grassierender Infektionen, sondern weil die Konzernverlage kneifen. Portugal tritt zum zweiten Mal als Gastland an, umsonst. Wir haben eine ganze Phalanx neuer Übersetzungen am Start: wieder geht es ins Zoom damit:
- Maria Gabriela Llansol: Lissabonleipzig, Ein Falke in der Faust
- Yvette Centeno: Im Fluß der Erinnerung
- Abdulai Sila: Die letzte Tragödie, Zwei Schüsse und ein Lachen
- Luiz Pacheco: Gemeinschaft
- José Viale Moutinho: Die Flöte des Toten
- Cristina Carvalho: Der Kater aus Uppsala
- Gonçalo M. Tavares: Herr Henri und die Enzyklopädie, Herr Calvino und der Spaziergang
- Hélia Correia: Das dritte Elend, Tänzer im Taumel
Oktober 2022
Mitten in den Herbsferien und während der Frankfurter Buchmesse kündigt die LKG, unsere Auslieferung seit 2009, den Vertrag: infolge der Inflation sind die Logistikkosten in die Höhe geschossen. Tatsächlich denkt die Marge, di vom Buchpreis im Verlag hängen bleibt kaum das Porto. Vierzehn Tonnen Bücher des LLV lagern in den Hallen der LKG. Im Winter 22/23 werden sie rausgeschmssen: die LKG sichickt die Bücherkisten und -paletten mit zehn LKW-Transporten, der Fahrer stellt sie an der Bordsteinkante ab, natürlich nicht frei Haus - die Rücknahme der Bücher hat ihren stolzen Preis. Sie auf vier Etagen am neuen Standort zu lagern, hat zwei Monate lang das Fitnesstudio erspart. Damit sie weiterhin eine Chance haben, an den Leser oder Leserin zu kommen. Der Verlag liefert seitdem die Bestellungen selbst aus, fast wie in de Anfangsjahren, back to the roots - das ist ein erheblicher Zeitaufwand, reduziert aber extrem die Kosten. Wir sind fürs erste krisenfest. Der Name "sisifo" ist Programm geworden - tatsächlich wird das haptische Buch, bei dem für den Versand die Briefwaage nicht fehlen darf, vom Kultur- zum Luxusgut. Ich denke, es wird nicht verschwinden, aber deutlich weniger.
September 2023
charlotte van der mele lotst uns mit den portugiesischen und chinesischen Übersetzungen an Bord in die Evangelische Akademie Wittenberg - zwei berauschende Abende.
Juni 2024
Der junge Dichter Benjamin Baumann wird überraschend für sein Debüt "Kollateralschädel" mit dem Preis des Literaturfestes Meißen ausgezeichnet.
November 2024
Der Verlag bekommt im Netz ein frisches Gesicht, Präsenz und Bestellabwicklung kommen unter ein Dach - der Verlag zum dritten Mal eine Variation seines Namens: "sisifo // Leipziger Literaturverlag".
Dezember 2024
Axel Helbig erhält das Bundesverdienstkreuz für seine (nebenher geleistete) Arbeit in der Redaktion von "ostragehege", die wir 20 Jahre lang begleiten durften.
Januar 2025
"Fangnei. Die Spielregeln der Liebeskunst" von Tamba Yasusyori erscheint in der deutschen Erstübersetzung von Viktor Kalinke. Es ist die dritte aufwendige Gesamtausgabe eines chinesischen Klassikers: dieser wurde knapp 1000 Jahre vom Apotheker des japanischen Kaisers als Schatz gehütet (zum Glück!), aber auch der Öffentlichkeit vorenthalten - eine ganz besondere Entdeckung für die Abenteurer des Geistes.
Veranstaltungschronik:
1998
26. 11. 1998
Gründung des Verlags durch Marion Quitz und Viktor Kalinke als "Edition Erata. Leipziger Literaturverlag", Sitz in der Leipziger Südvorstadt
Erstes Buchprojekt wird die zweisprachige Ausgabe des Daodejing von Laozi.
1999
Oktober 1999
„Echo der Stille“: Marion Quitz (Malerei) & Viktor Kalinke (Text)
Ausstellung am Goethe-Institut Kairo-Alexandria, gleichnamiger Katalog
16. 12. 1999
„Indianer im karierten Hemd”
Buchpräsentation mit Viktor Kalinke
Ausstellungseröffnung: Grafiken von Marion Quitz
2000
14. 1. 2000
Eröffnung der "Galerie Erata" mit der Ausstellung "Erst die Linke, dann die Rechte. Irritationen und Mortalität" zur gleichnamigen Anthologie mit Beiträgen von Mariam Abdel Al, Steffen Balmer, Gabriele Francik, Viktor Kalinke, Oliver Kossack, Thomas Kunst, Undine Materni, Marion Quitz, Thomas Winter und Michael Touma.
Es spielt: Jannique (Leipzig)
17. 3. 2000
“Echo der Stille. Skizzen aus Ägypten”
Eine Ausstellung mit Ölbildern, Graphiken und Animationen von Marion Quitz (diese Ausstellung wurde bereits im Oktober 1999 am Goethe-Institut Kairo / Alexandria gezeigt), zur Eröffnung findet eine Lesung mit Texten über das moderne Ägypten statt
18. 5. 2000
“Zerbrochenes Holz”
Unorthodoxe Kalligraphien zum Laozi, Daodejing auf Papier und Treibholz von Thomas Baumhekel. Während der Ausstellungszeit findet an jedem Donnerstag eine Diskussion zu einem Kapitel des Daodejing statt.
14. 7. 2000
“El Gancho bravo - Tango-Etüden”
Zeichnungen und Malerei von Caroline Thiele zum gleichnamigen Buch - zur Vernissage Gesang von Iris Donner und Band sowie Tanz zum Tango argentino
22. 9. 2000
“liberi terrestris - Kinder der Erde”
Fotographien von Katja Langer, Texte Viktor Kalinke
9. 11. 2000
„Moskowskaja - Bilder aus dem neuen Russland"
Dia-Vortrag mit Robert Rudolph über seine Beobachtungen in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg und Sibirien
17. 11. 2000
“GEIGERAD oder das lied von den brennenden perlen”
Eine Traumerzählung von Christoph Schwarz mit musikalischer Improvisation, Zeichnungen: Katrin A. Knief
“horch: gronk-, gulg- und glaumreich rächt sich die nacht. handig umrucht von brüchigen wolken, als ob qualkende kröten, gepanzert, krarrend, in die schwarzen bäume gestellt, zu gurfen anfingen. Oh, dieses drakende gorren über den schindeldächern...”
2001
2. 2. 2001
Britta Schulze (Leipzig): “women in love”
Holzschnitte, Malerei, Zeichnungen – Vernissage
außerdem: “Die Kunst : den Ort zu finden”
Buchpremiere mit Viktor Kalinke
Ausstellung nur bis 26. 2. 2001
12. 4. 2001
„Neue russische Kunst“ aus St. Petersburg und Krasnodar:
Wladimir Chacho, Inna & Mark Li, Wladimir Grig, Tatjana Schkarina, Olga Kowtun, Wladimir Tolmatschow, Waleri Mimilijan u.a.
Performance, Installation, Buchpräsentation
Ausstellung bis 24. 5. 2001
1. 6. 2001
Ingo Garschke (Leipzig): Zeichnungen, Graphik, Plastiken zur Anatomie und Morphologie
Ingo Garschke ist Spezialist für künstlerische Vivisektion – atemberaubend
Ausstellung bis 12. 7. 2001
16. 6. 2001
„Duo mit Messer“
Holzschnitt-Werkstatt zum Mitmachen unter Leitung von Inka Grebner von 10 bis 17 Uhr
Die besten Arbeiten werden als Künstlerbuch gedruckt !
21. 6. 2001
„Anatomie und Morphologie in der Kunst“
Vortrag von Ingo Garschke
13. 7. 2001
Thomas Wolf (Leipzig): „Nachbarschaften. Im kleinen Kreis. Sektor 1“
Fotographien aus dem Zyklus und Unikate: Schlicht-Wesentliches, sozialer Schlamm und Kontrapunktisches
21. 8., 28. 8., 4. 9. und 11. 9. 2001, 17 bis 19 Uhr
„Isis und Osiris auf Papier“
Mona Ragy Enayat, bekannte Malerin und Sängerin, verknüpft in diesem Workshop die Wissensvermittlung über alte ägyptische Symbole und ihre Mythologie mit der Gelegenheit zur freien künstlerischen Gestaltung. Das Blatt ist sozusagen vor Beginn des kreativen Arbeitens zwar weiß, aber nicht leer – sondern gefüllt mit geheimnisvollen, spannenden, rituellen, abenteuerlichen Geschichten, die zwischen Okzident und Orient pendeln. Ob in Schriftgestaltung, Malerei und Graphik, Tattoo, Objekten, Basteleien oder selbstgeschriebenen Erzählungen – die Anregungen durch die ägyptische Tradition ermöglichen es, sich im Spiegel der Kultur selbst zu entdecken. Der Workshop erstreckt sich aufbauend über vier Nachmittage. Am Ende werden die besten Arbeiten in einem Künstlerbuch veröffentlicht und in einer Ausstellung gezeigt.
Für Teilnehmer zwischen 9 und 99
Materialien und Werkzeuge können nach eigenem Geschmack mitgebracht werden
30. 8. 2001
NACHBARSCHAFTEN. IM KLEINEN KREIS. SEKTOR 1
Fotographien und Instrumente von Thomas Wolf
Finissage mit Gerd Schenker (mdr-Orchester)
Finissage
14. 9. 2001
Wolfgang Brenner (Borchen): „LanDsichten. Collagen“
Was einem Zufallsfund oder einer Laune zu verdanken ist, basiert in Wirklichkeit auf einer vorab reflektierten Beschränkung, auf die manuelle Bearbeitung folgt: der Zufall wird bildwürdig. Hat das objet trouvé seinen Ort in der Collage gefunden, erübrigt sich die Frage nach der Zweckdienlichkeit oder Herkunft.
4. 10. 2001
Michael Meinicke (Wabern-Uttershausen):
Lesung aus dem Erfolgsroman “Ostkreuz” über die DDR-Beat-Generation
26. 10. 2001
Christiane Franke (Leipzig): „Himmel, Erde und der Luftraum dazwischen“
Radiergummi-Drucke zu Versen aus der Sammlung Atharvasamhita und Fahnen-Installation – eine Annäherung an Indien
„Mich reizte vor allem die Andersartigkeit der Leute und der Kultur, die Menschen, das Chaos und die Farben. Beeindruckend war der Kontrast von Ruhe und Lärm, der Einsamkeit und dem Gedränge in den Städten. Man fühlt sich wie in eine andere Zeit hineinversetzt. Für mich war die Schönheit der Landschaft im Himalajagebirge und auf den Andamanen faszinierend. Die Felder, die Berge, das Gestein, die Erde. Dann das Feuer, die Fahnen,die Klöster und Brücken. Das Zeichnen war für mich eine Möglichkeit des Festhaltens, Bewahrens und Innehaltens. Ich habe mir viel Zeit gelassen damit und arbeite letztlich schon fast drei Jahre an diesem Thema. Das ist vielleicht eine Art Zitat dieser Kultur, eine Huldigung ihrer Dinge und Farben. Eine Art Danksagung. Wenn ich einen Mönch mit seinem leuchtend roten Gewand auf einem Pferd durch die öde Wildnis reiten sah, war das für mich einfach überwältigend.“
Öffentliche Hörspielaufnahme der "Großen Hymne an die Erde"
14. 12. 2001
Anna Kling (Weimar, Minneapolis): “Verlockungen”
„Snails”, “A tender feeling”, “Langsamkeit” und “Strudel” ¾ Tentakelwunderkosmosmalerei, Videoinstallationen, Stills und erotische Weihnachtsbäckerei
2002
8. 2. 2002
Annette Degenhart (Leipzig): “Dank Dir, Poet”
Zeichnungen, Holzschnitte, Illustrationen zur Literatur
Lesung und Buchpräsentation mit Susann Kreller
“Ich verwende ausschließlich gefundene Holzplatten, die Holzsorten sind daher oft verschieden, das Holz mal mehr, mal weniger trocken. So reißt und bricht es ganz unterschiedlich aus beim Schneiden.”
24. 2. 2002, 20 Uhr
„Freiheit macht Arbeit“
Lesung und Bilderschau mit Viktor Kalinke
zur Eröffnung der Fortuna-Werkstätten Dresden, Prießnitzstr. 44-48
15. 3. 2002
Lev Silber (Nishni Nowgorod): „Das verborgene Gesicht Rußlands“
Altgläubige, Stadtlandschaften, Porträts (Fotografie)
„Prefers to be guided by his own feelings. Takes pictures of a person in his or her habitat, in the process of activity or work. The psychological contact and trust between the artist and a model is considered to be a must. Prefers to work with artistic persons and old believers. Concentrates on direct photographic procedures and printing, pictures per se, ignores artificial techniques.“
mit einer Lesung von Sabine Fahl aus Fjodor Abramows „Aus dem Geschlecht des Awwakum“ und Improvistionen von Leonhard Kähler zu musikalischen Themen der Altgläubigen
20. 3. 2002, 20 Uhr
Viktor Kalinke: „Herbst auf Sumatra“
Ein poetischer Dialog mit Miloš Crnjanski
Zur Lesung werden Holzschnitte von Inka Grebner gezeigt, Veranstaltungsort: Evangelisches Studienhaus, Sommerfelderstr. 20, Leipzig
21. 3. 2002, 20 Uhr
„Von Sumatra bis Lamento über Belgrad“
Zu den poetischen Visionen des Serben Miloš Crnjanski – Eine Hommage mit Dusan Hajduk-Veljkovic und Viktor Kalinke
Milos Crnjanski (1893-1977) nimmt innerhalb der Avantgarde mit seiner von Introversion gekennzeichneten Theorie des "Sumatraismus" einen exotischen Platz ein. Es erscheint unmöglich, diese spezielle Richtung in eine Schublade einzuordnen. Strömungen wie der Zenitismus und der Konstruktivismus konnten Milos Crnjanski künstlerisch kein Zuhause bieten. Er war sozusagen Einzelkämpfer, dessen charakteristische Motivik sich durch sein gesamtes Schaffen zog. Intuition, Assoziation, grenzenlose Befreiung erhebt er zu seinen Dichtungsprinzipien, worin es um die Kraft der Visionen, um inneres Erleben, subjektives Gestalten und um den Gegensatz zwischen Realität und Irrealität geht.
22. 3. 2002, 20 Uhr
Thomas Kunst: „Vielleicht in Briefen, aber wenigstens in Briefen“
Gedichte und Prosa
23. 3. 2002, 20 Uhr
Gregor Runge und Nora Bossong (Literaturinstitut Leipzig)
Neue Texte
27. 4. 2002, 19 Uhr 30
„5 Töne betäuben des Menschen Ohr“
Musik und Texte zu Laozi’s Daodejing mit Viktor Kalinke (voice), Wolfram Dix (perc), Andreas Brinsa (perc) & Lutz Ambrosius (viol)
Ort: Zentrum für Zeitgenössische Musik, Schevenstr. 17, 01326 Dresden
3. 5. 2002
Michael Triegel und Juan de la Cruz: „Die Dunkle Nacht”
32 Radierungen zur aus dem graphischen Werk
Lesung aus “Gottes Fleisch” (Essay von Viktor Kalinke) und den “Bekenntnissen” des Augustinus
23. 5. 2002
Liljana Dirjan (Skopje): „Schwere Seide“
Gedichte als offene Form intimer Kommunikation – die Lyrikerin liest, Übersetzung aus dem Mazedonischen: Sabine Fahl
„Dirjans Texte beschränken sich manchmal aphoristisch, asketisch auf wenige Zeilen, ein andermal entwerfen sie einen ganzen autobiographischen Roman. Offener Geist – offene Form. Das ganze Leben und die ganze Erfahrung – von der Körpererfahrung des Gebärens und der Mutterschaft bis zur Erfahrung des Schreibens selbst, von der Erfahrung der Einsamkeit und Armut bis zur Berührung mit fernen Zivilisationen und Landschaften...“ (Stevan Tontic)
21. 6. 2002, 20 Uhr
Anna H. Frauendorf (Berlin, Leipzig): "anKIRYLna"
Vernissage mit Programm und Versteigerung
ein kammerspiel aus blei, silber und schwarz
zeichnungen, karton-drucke und fotografie
Ein Kammerspiel der leisen, polyphonen Klänge erwartet den Besucher der Ausstellung "anKIRYLna". Daß der Mensch ein Labyrinth sei - davon zeigt sich Anna H. Frauendorf überzeugt und zieht Linien übers Bild, ruhelos, sich verdichtend, ein Ariadnefaden, der einen Ausgang weisen soll: Phantasie. Mit Bleistift und Ritzungen entstehen Figuren und organische Konstellationen, eine eigenwillig poetische Welt, die den Assoziationen Raum läßt. Vom dokumentarischen Wirklichkeitsabbild abstrahieren auch die seriellen Schwarzweiß-Fotografien der BAHNHÖFE, sie beschreiben einen Umschlagpunkt hin zum Zeichenhaften. Die Farbserie SCHUBLADEN nimmt dagegen eine soziologische Studie in Angriff. Mit neugierigen Augen untersucht sie, was innerhalb einer Wohnung den Blicken der Gäste sonst nicht zugänglich ist.
Ausstellung bis Ende September
4. 10. 2002
Yvette Kießling (Leipzig): Heidenhimmel
Arbeiten mit Acryl, Radierungen und Zeichnungen
25. 10. 2002
Thomas Böhme (Leipzig): Das vernachlässigte Geschlecht
Fotografien von Jungen zwischen 13 und 19
Vernissage, Versteigerung und Buchpremiere
Thomas Böhme liest aus “Schwarze Archen”
29. 11. 2002 bis 28. 2. 2003
Inna Li (St. Petersburg): Häuser
Malerei, Grafik und Mischtechniken
Vernissage mit Versteigerung
Vierundzwanzig Gedichte in Begleitung Klavierimprovisationen von Stefan Neumeier zu Gedichten von Swen Friedel und Johanna Schwedes "Menschen kommen und gehen, ziehen ein und aus, aber die Häuser und so mancher Baum überlebt eine oder mehrere Generationen." (Inna Li)
"Einen Schmelztiegel künstlerischer Motive offeriert Inna Li, Meisterin der Serie; Zitate aus der Renaissance wie auch aus afrikanisch-indianischen Kulturen lassen sich in ihren kubo-surrealen Werken erkennen."
(Viktor Kalinke, Neue russische Kunst)
2003
30. 1. 2003, 20 Uhr
“rein theoretisch adieu”
live-Uraufführung des gleichnamigen Hörbuches mit Thomas Kunst (Texte, Sprecher), Ralf-Ingo Ebert (piano, perc), Dieter Altmann (git) und Annekathrin Bahls (clar)
14. 3. 2003 bis 17. 4. 2003
Peter Hankel (Seligenstadt bei Frankfurt a.M.): Zwischen System und Intuition
Die Modulvariationen, Konzeptionelles Künstlerbuch und konkrete Malerei
20. – 22. 3. 2003
Unser Programm zur Leipziger Buchmesse
20. 3. 2003, 20 Uhr
Kultur-Träger:
Volker Sielaff (Dresden) und Jens Rosch (Berlin) - “Einsamkeit eines Katers & Allerlei Beschwörungen”, Poesie & Prosa
Eine verrückte Mischung aus Burroughs und Beat-Sound auf der einen und östlicher Prägung, auf der anderen Seite.
21. 3. 2003, 20 Uhr
litauRATURen - Fortsetzung folgt: Gintaras Grajauskas (Klaipeda) und Laurynas Katkus (Vilnius) - “Tauchstunde zur Knochenflöte”
Neue Lyrik aus Litauen
Gintaras Grajauskas ist der stille Großmeister moderner litauischer Lyrik. Als Sänger und Bassgitarist in der Funkband "Rokfeleriai", Mitarbeiter in Radio- und TV-Stationen zeichnet sich seine Sprache durch eine lakonisch-leichte Melancholie aus, deren unter die Haut gehende Musikalität und Komposition hierzulande nichts Vergleichbares kennt. Seine Gedichte wurden ins Englische, Deutsche, Schwedische und Polnische übersetzt. 1993 erhielt er den Gele-Preis für ”Tattoo” (Tatuiruote), 1999 den Preis des Lyrikfestivals ”Frühling der Poesie” und den Simonaityte-Literaturpreis für ”Knochenflöte” (Kauline dudele).
Laurynas Katkus studierte Lituanistik in Vilnius sowie Vergleichende Literaturwissenschaft in Leipzig und Berlin, arbeitete beim Radio, in Verlagen und als Übersetzer, 1998 erschien sein erster Gedichtband ”Balsai, rašteliai” (”Stimmen und kleine Briefe”). Seine Texte wurden bislang ins Englische, Deutsche, Slowenische, Polnische und Lettische übertragen, er selbst übersetzte Hölderlin, Benn, e. e. cummings, Yeats und Sontag ins Litauische. Katkus ist Mitglied im P.E.N. Er fühlt sich der Leipziger Literaturszene noch immer verbunden, wie seine jüngsten Veröffentlichungen zeigen (edit Nr. 29 / Herbst 2002, Lyrikband “Tauchstunden” Edition Erata Leipzig).
Mala Vikaite (Berlin) präsentiert beide litauischen Dichter in deutscher Übersetzung.
in Zusammenarbeit mit “Books from Lithuania” (Vilnius)
22. 3. 2003, 20 Uhr
dichter Dialog: Gertrud Katzenstein (Berlin) und Viktor Kalinke (Leipzig) – „Die Ohren der Landschaft & aus der Ferne ruft Ariadne“
“Ruf an den höchsten Gott, daß mit Vergessen er uns versieht. Ich, die Nachtigall, will singend lieben...” (Gertrud Katzenstein, aus: Philomelas gesticktes Lied, nach Ovid)
“Ungesagtes : angerissen : weite : geöffnete Landschaft des Tagebaus : zerklüftet, von Kohle schwarz bestäubt : zum vorsichtigen Gehen anhaltend : sprechen wir ungestüm : schlagen uns die Worte um den Kopf : damit wir uns nicht aus den Ohren verlieren : wenn wir uns trennen vorm Abend.” (Viktor Kalinke, aus: Die Ohren der Landschaft)
Gertrud Katzenstein studierte klassischen Gesang in Dresden und Altphilologie in Berlin, Arbeiten: Libretti, Übersetzungen (z.B. die Catull-Gedichte), mehrere CD-Einspielungen u.a. mit C. René Hirschfeld („Satyren“, „Lieder & Sonette“, „Spanische Lieder“, „Bis ein anderer kommt...“)
Viktor Kalinke liest aus den Bänden “Indianer im karierten Hemd”, “Die Kunst : den Ort zu finden” und “Herbst auf Sumatra”: balancierend zwischen Entrücktheit und irdischer Lust, entfalten die Texte eine Fülle sinnlicher Szenerien und steigern mit ekstatischen Zwischentönen die Intensität des Erotischen, ohne plakativ zu werden
22. 3. 2003, 20 Uhr, Zeitgeschichtliches Forum
Thomas Böhme liest aus „Schwarze Archen“ – Prosa
Moderation: Ulf Heise
Thomas Böhme spürt den Morbiditäten falsch verstandener Männlichkeit nach, die er im gleichen Atemzug zu rehabilitieren versucht. Seine Geschichten - aus der Perspektive des Träumenden erzählt, des Reisenden, der sieht, ohne sich vom Fleck zu bewegen - bergen eine soziale Radikalität, die sich als philosophischer Science fiction verstehen läßt. Der Leser scheitert an dem Versuch, sich in der Idylle einer untergegangenen Welt gemütlich einzurichten. Nicht zuletzt nimmt er die Spielregeln des routinierten Literaturbetriebes satirisch aufs Korn.
25. 4. 2003 bis 6. 6. 2003
Kati Küstner: Narragramme - Arbeiten zu Trixter und den Grimmschen Märchen
Spezifisch für die als “Narragramme” bezeichneten Grafiken und Malereien von Kati Küstner sind erzählerische Techniken. Im Zentrum des “Trixterzyklus” steht die Schelmenfigur der nordamerikanischen Indianer. Der Trixter wandert, als Schöpfer und Zerstörer zugleich durch die Welt. Lebenskraft spendend und verweigernd, ist er der Betrüger, der selbst immer betrogen wird. In den Episoden der Acryltafelbilder verwandelt er sich als Mensch, Rabe oder Steppenwolf. Gelächter, Humor und Ironie durchpulsen die Arbeiten. Der neueste Zyklus “Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!” spiegelt die schöpferische Auseinandersetzung der Künstlerin mit Geschlechterbeziehungen in der Kinderliteratur wider. Diese Werke sind in der für Kati Küstner spezifischen Spachteltechnik in Acryl, zum Teil in großformatigen Tafelbildern gearbeitet. Spröde, doch zugleich höchst poetische Grafiken zeigen die acht Radierungen zu den Bremer Stadtmusikanten.
10. 5. 2003, 18 Uhr 30, Schloß Falkenhein
Viktor Kalinke (Leipzig): „Die Kunst : den Ort zu finden“ und neue, unveröffentlichte Texte
Anläßlich der Frühjahrs-Ausstellung mit Arbeiten von Gabi Francik und Katrin Kunert (beide Leipzig) im Herrenhaus Falkenhain trägt Viktor Kalinke in einer „Stufenlesung“ auf drei Etagen lyrische Texte zu den Bildern vor. Auf der ersten Stufe behandeln sie Schwierigkeiten eines Textmenschen beim Aufenthalt in Bildwelten. Auf der zweiten Stufe kramt Viktor Kalinke in seinem Fundus nach poetischen Entsprechungen zu einzelnen Werken der beiden Künstlerinnen, um auf der dritten Stufe Arbeiten zum Besten zu geben, die von den Bildern inspiriert wurden. Im Anschluß spielt das mdr-Streichquartett Werke von Felix Mendelsohn-Bartholdy, Sulchan Zinzadse und Franz Schubert.
13. 6. 2003 bis 17. 7. 2003
Michael Goller (Chemnitz): Labyrationen – Malerei
Vernissage mit Buchpräsentation, Musik und Versteigerung
Es liest: Mike Wassermann
6. 7. 2003, 11 Uhr, Peterskirche Erfurt, Forum Konkrete Kunst
Peter Hankel, Seligenstadt: „Die Modulvariationen – mein Konkretes Bilderbuch“
19. 9. - 21. 9. 2003
Künstlerbuch-Messe Chemnitz
im Wasserschloß Klaffenbach: Präsentation des Verlages und Lesung mit Viktor Kalinke aus “Herbst auf Sumatra”
9. 10. - 14. 10. 2003, Frankfurter Buchmesse
Präsentation der Werke “Das verborgene Gesicht Rußlands” von Lev Silber, “In der Mitte der Peripherie” von Mark Rozov sowie “Neue russische Kunst” von Nina Mordowina in der Ausstellung Books on Russia
17. 10. - 21. 11. 2003
Hitch (Berlin): Industriefotografie
Die Fotografien wurden in Deutschland und während zahlreicher Auslandsaufenthalte in Südostasien, Europa, USA, Kanada, Island, China und Nordafrika aufgenommen und sind nicht nachträglich computermäßig bearbeitet. Die Arbeiten gewähren Einblicke in Industrieanlagen, die zum Teil schon zerfallen oder abgerissen sind. Die Faszination an geometrischen Strukturelementen offenbart sich sowohl an den postindustriellen Architekturbildern als auch in geheimnisvoll wirkenden Nahaufnahmen von Oberflächen, deren Gegenstand sich erst auf den zweiten Blick enträtseln läßt.
25. 10. - 2. 11. 2003
Buchschau auf der Ulmer Herbstmesse
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels / Landesverband Baden-Württemberg präsentiert unsere Neuerscheinungen in Ulm.
21. 11. 2003, 20 Uhr 30
5. couraLon: “Was interessiert uns das Publikum... Anspruch oder Quotenjagd?“
Janina Fleischer, Volly Tanner & Viola Stockmann laden ein
27. 11. 2003, 20 Uhr
EIN-BLICK: 5 Jahre Edition Erata (3 Jahre Galerie) - 55 Buchproduktionen
Die Gäste sind eingeladen, sich mit ihren Beiträgen einzubringen. Autoren können ihre Texte vortragen, Musiker ihre Kompositionen, Maler und Graphiker können ihre Mappen mit den neuesten Arbeiten herumreichen. Galerie + Verlag verwandeln sich für einen Abend in eine Kontakt- und Ideenbörse. Gezeigt werden außerdem – nur an diesem Abend – ausgewählte Werke der Sammlung ERATA.
28. 11. 2003, 18 Uhr, Moritzbastei Leipzig
Abschlußabend der “Literarischen Woche”: Verlagspräsentation
mit Kati Küstner, Christiane Franke und Viktor Kalinke
5. 12. 2003, 18.00 Uhr
“Im Kreis”
Buchpremiere mit Uta Hauthal (Dresden) & den „femmes vocales“
Eine Dreiecksgeschichte, nichts Ungewöhnliches. Andreas Herwig, Fernsehjournalist, Anfang Vierzig, ist in Mustern steckengeblieben, die sich fortlaufend wiederholen. Beruflicher Erfolg paart sich mit einer zerriebenen Ehe. Seit Jahren flüchtet er sich in kurzlebige Leidenschaften. Die einzige, die ihm das Heimkommen leicht macht, ist die 5jährige Tochter Ricarda. Plötzlich taucht in der Erinnerung sein Bruder auf, der als Kind gestorben war - und alles verändert sich. - Uta Hauthal erzählt packend und sinnlich die Geschichte eines Mannes, der glaubte, daß ihm die Welt zu Füßen liege, und erkennen muß, daß sein berauschendes Selbstgefühl nur eine Flucht vor sich selbst und seiner familialen Verstrickung ist.
19.30 Uhr
Alla Nesterova & Mark Rozov (Moskau, Hannover): Grafik und Fotografie, Buchpremiere
”Mark Rozov nutzt die Fotografie nicht als Abbild tatsächlicher oder inszenierter Realitäten, sondern als Medium für surrealistische Fantasie- und Traumsujets.” (Ulrich Schönborn)
18. 12. 2003, 20 Uhr
Sung Hee Kim (Klavier): spielt Werke von Beethoven, Chopin, Liszt und Improvisationen nach koreanischen Motiven
Sung Hee Kim, geb. in Seoul, Sung Hee Kim, geb. in Seoul, war von 1975 bis 1979 an der National-Universität Seoul Schülerin von Jihoo Chung, Ungyong Kang und Seok Kim. Von 1979 bis 1983 studierte sie an der Musikakademie Detmold bei Prof. E. Besch und am Konservatorium Amsterdam bei Prof. Haitsuiker. Sie hat Lehraufträge für Klavier an den Universitäten Taegu und Seoul inne und war bereits in Seoul, Kwanju, Bloomington, Miami, Düsseldorf, Heide, Mainz und München mit Solo-Konzerten zu hören. Zu unserem vorweihnachtlichen Galerieabend spielt sie 32 Variationen c-moll (WoO 80) und die Sonate Nr. 23 f-moll Op. 57 von L.udwig van Beethoven, die Ballade 1 g-moll und Ballade 4 f-moll von Frédéric Chopin sowie La Campanella von Franz Liszt
2004
23. 1. 2004, 21 Uhr
6. couraLon
Viola Stockmann, Volly Tanner & Janina Fleischer LADEN ANFANG JANUAR EIN (keine öffentliche Veranstaltung!)
Leipziger Buchmesse 2004
25.-28.3.2004
25. 3. 2004
Marion Quitz: Zweisamkeit im Neonlicht
Lesung, Musik und Vernissage
Die Leipziger Malerin Marion Quitz stellt ihr neues Buch vor. Darin sind nicht nur ihre aktuellen Zeichnungen enthalten, sondern erstmals auch eigene Texte.
"Es gibt kein Richtig und Falsch, kein Yin und Yang, kein Tag und Nacht in Marion Quitz' Arbeiten. Sie sind frei von dichotomen Vereinfachungen und offen, eine Vielzahl von Lebensvorkommnissen, die in Form von Fabeln und Phantasien bildhaft codiert sind, stumm zu erzählen. Die Literatur, hier erstmals mit eigenen Texten vertreten, bietet Marion Quitz Anstöße zum Dialog, von dem aus sie immer wieder in die Einsamkeit des Monologs zurückkehrt und ganze Familien metaphysischer Figuren erfindet: Tiere und Mischkreaturen, die in der Verrücktheit ihrer Zusammenstellung die Schwierigkeiten bezeichnen, die mit Begehren, Freundschaft, Zerwürfnis, Brüchigkeit und Anerkennung einhergehen. Mann und Frau diffundieren, ihre Grenzen lösen sich in Marion Quitz' Welt auf. Ihr Hauptthema bleibt die 'kulturelle Kluft' zwischen beiden Geschlechtern, über die Worte keine Brücke schlagen können, um einander zu erreichen. Allein der Körper und der Traum sind imstande, in einen Austausch zu geraten, der die Schattenhaftigkeit der Begegnung übertrifft." (Viktor Kalinke, in: Ostragehege 33, 1/2004)
26. 3. 2004
Viktor Kalinke: Wie ich Amerika entdeckte
Die Mexiko-Texte von Viktor Kalinke schärfen historisches Bewußtsein und magische Vorstellung. Sie schlagen eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart, ihre Eindringlichkeit holt die vergessenen Seiten der Konquista ans Licht. Ergänzt um Zeichnungen von Marion Quitz, die in ihrer Surrealität die geistige Welt der Maya beschwören, entsteht ein faszinierendes Künstlerbuch.
26. 3. 2004, 20:30
Yvette K. Centeno, Im Garten der Nußbäume. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr
Portugal vor und nach der Revolution, beschrieben zuweilen mit dem zornigen Gestus einer Erzählerin, die wünschte, daß “jeder Buchstabe tötete statt tot zur Erde zu fallen”. Zugleich skizziert der Roman das Innenleben der Figuren, ihren latenten Wahnsinn, ihre Leidenschaft, ihr Verlangen. Markus Sahr, mit der Prosa Yvette K. Centenos seit vielen Jahren vertraut, stellt seine jetzt erschienene deutsche Übersetzung vor.
27. 3. 2004
Sergej Birjukov: "Dlja golosa i slucha" ("Für Stimme und Gehör") - Eine Performance
Moderation: Mala Vikaite
Der Dichter, Lautpoet und Literaturwissenschaftler Sergej Birjukov stellt sein neues, in der Edition Erata erschienenes Buch „Jaja ~– Dada oder die Abschaffung des Artikels“ vor. Lesung und Performance in deutscher, russischer und Transrational-Sprache. Gemeinsame Improvisation mit seiner Tochter Elizabeth Birjukova (Querflöte), Studentin an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig. Außerdem erklingen die Werke Sequenza von Luciano Berio und Voice von Toru Takemitsu.
23. 4. 2004 bis 4. 6. 2004
Lutz Naumann (Leipzig): „Horizonte“
Kreide-Arbeiten
9. 5. 2004, Akademie der Künste Berlin
Thomas Kunst erhältze den F.-C.-Weiskopf-Preis der Akademie der Künste
In der Begründung der Jury heißt es: "Die Dichtungen und lyrische Prosa Thomas Kunsts zeichnen sich durch opulente Bildphantasie, durch eine hohe Musikalität der Textkomposition und Wortmagie aus. Wie kaum ein anderer in der deutschsprachigen Gegenwartsdichtung perfektioniert dieser Lyriker seit seinem Debütband 'Besorg noch für das Segel die Chaussee' (1991) die Kunst, prägnante thematische Durchführung, kontrapunktisch gesetzte Störfiguren und fintenreiche Materialvariation in raumgreifende Ligaturen einzubinden. Thomas Kunst kombiniert mit Vorliebe kindheitsferne Bilder mit unmittelbarer Wahrnehmung und Projektionszeichen, die oft in südliche Gestade verführen, zu einem ebenso sprachverspielten wie sprachskeptischen Imaginationsgewebe."
Thomas Kunst, 1965 in Stralsund geboren, lebt in Leipzig und war 2003 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Er hat bisher vier Gedichtbände und zwei Romane veröffentlicht. 2003 erschien sein Hörbuch REIN THEORETISCH ADIEU in der Edition Erata (Leipzig). Der mit 5.000 Euro dotierte F.-C.-Weiskopf-Preis wird alle zwei Jahre an Autoren sprachkritischer und -reflektierender Werke verliehen. Die Preisverleihung findet am 9. Mai 2004 in Berlin statt. Die Laudatio hält Peter Geist.
28.-29. 5. 2004, Lwówek Slaski
Die Literarische Arena e.V. (Dresden) lädt herzlich ein zum Besuch der EUROPATAGE 2004.
Das Projekt „Vademecum - Begegnungen auf niederschlesischem Boden” dient dem Austausch von Autoren und Künstlern der drei benachbarten Länder, Deutschland, Polen und Tschechien.
Freitag, 28.05.2004, 19:00 Uhr
Galeria Mieszczanska, Stary Ratusz, Rynek (Altes Rathaus auf dem Markt, Galerie): Eröffnung, Begrüßung, Benefizkonzert
Samstag, 29.05.2004, 10:30 Uhr
Dom Vademecum (Lwówek Slaski ul. Wl. Reymonta 17)
Begegnung im Dom Vademecum, „sonare”, Anklänge an Orpheus
ab 16:00 Uhr
Stary Ratusz, Rynek (Altes Rathaus auf dem Markt):
Literarischer Marathon mit musikalischen Zäsuren
Beteiligte Autoren und Musiker:
Urszula Koziol (Wroclaw) , Anna Janko ( Warschau), Maciej Cislo (Warschau), Renata Maria Niemierowska (Wroclaw), Marek Sniecinski (Wroclaw), Wojciech Izaak Strugala (Lwówek slaski), Libor Martinek (Opava), Bettina Eberspächer (Neckargmünd), Richard Pietraß (Berlin), Helmut Ulrich (Berlin), Viktor Kalinke (Leipzig), Ulf Großmann (Dresden), Inger Kock (Dresden), Peter Gehrisch (Dresden), Georg Wieland Wagner (Marimbaphon und Klavier, Dresden), Eleonora Gehrisch (Gesang, Dresden)
11. 6. 2004 bis 16. 7. 2004
Roman Manewitch (Skulptur) & Anatoli Tanel (Malerei)
25.06.2004, 20:30 Uhr
7. couraLon
Janina Fleischer, Volly Tanner & Viola Stockmann laden ein (geschlossene Veranstaltung)
28. 8. 2004, 20 Uhr, WEISSENFELS, NOVALISSTRASSE 13
Lesung mit Viktor Kalinke (Leipzig): Über Flüsse und Pflanzen
„Wie lange / noch dienst du mir / Natur / zum Gleichnis ...“ Ein lyrischer Querschnitt
im Rahmen des Kunstprojekts „BRAND - SANIERUNG“
8. 10. 2004
Ausstellungseröffnung: Daniel Grunewald (Leipzig): Der Kopf des Architekten (Zeichnungen)
Daniel Grunewald vereint zwei Talente, die bildenden Künstlern nur selten gleichermaßen gegeben sind: Sicherheit des Strichs und skurril anmutende, gedankliche Tiefe. Letztere mag von Kafka oder Borges inspiriert sein – sie läßt auf weitergehende Überraschungen hoffen.
Buchpremiere: Tanja Heinze liest aus ihrem Debüt „Der Schnee des letzten Sommers“ – mit Illustrationen von Daniel Grunewald
Diese Geschichte ist ein Psychogramm. Und sie ist ein Roman. Johannna führt ein geliehenes Leben. Die Unfähigkeit, Glück und Lebensfreude in sich selbst zu finden, verführt sie immer wieder, sich anderen Menschen anzuschließen. Zweierbeziehungen mißlingen. Die Realität wird zum fortwährenden Selbstbetrug, die Erzählerin zum Produkt ihrer Umwelt. Sie spiegelt in ihren Gedanken eine Gesellschaft, die per eMail kommuniziert, kaum noch wirkliche Begegnungen zuläßt und an ihrer Modernität notwendigerweise erkranken muß.
12. 11. 2004
Udo Haufe (Dresden): „Die Unendlichkeit der Jahresringe“ - Druckgraphik
Katrin Vogel (piano), Torsten Pfeffer (perc) und Tobias Klich (git) spielen Sätze von J. S. Bach und eine Improvisation zu Steve Reich „Clapping music.“
10. 12. 2004 bis 28. 2. 2005
Tatiana Petkova (Plovdiv, Leipzig): „QUERBEET“
Druckgraphik, fotoshapes, Videosequenzen
Quaderförmiges wölbt und dellt sich zur Höhle, Türöffnungen fließen ins Offene, Gesichter mutieren zur Landschaft. Petkovas Graphiken bergen eine heftige, expressive Linienführung, unbändige Energie und geheimnisvolle Details. Ohne Unterlaß fordert die Künstlerin auf zur “Befragung unserer Existenz” (Peter Guth). Die Ausstellung zeigt erstmals Petkovas Auseinandersetzung mit fotografischen Medien. Zur Vernissage liest die Schauspielerin Corinna Waidbauer. Außerdem ist Balkan Brass (“Fundstück-Musik”) zu hören.
2005
2. 2. 2005, 19 Uhr, Finnland-Institut Berlin
Buchpremiere: Pentti Saarikoski: TIARNIA
Der Tiarnia-Zyklus, eine Folge von drei Gedichtbänden, liegt erstmals komplett in deutscher Sprache vor. Das Buch wird von den Übersetzern Richard Semrau und Sabine Fahl erstmals vorgestellt.
Leipziger Buchmesse
17. bis 20. 3. 2005
Stand B317, Halle 5
Auf sieben Veranstaltungen und an unserem Stand – dieses Jahr nicht mehr beim Gemeinschaftsstand des Börsenvereins, sondern an einem eigenen Stand im Bereich „Buch + Kunst“ – können Sie uns kennenlernen, mit uns ins Gespräch kommen und in unsere neuen Bücher hineinschnüffeln. Viel Spaß!
17. 3. 2005, 13 Uhr, Messegelände, Forum Halle 3, Stand B403
Tanja Heinze (Wuppertal) liest aus “Der Schnee des letzten Sommers”
Diese Geschichte ist ein Psychogramm. Und sie ist ein Roman. Johannna führt ein geliehenes Leben. Die Unfähigkeit, Glück und Lebensfreude in sich selbst zu finden, verführt sie immer wieder, sich anderen Menschen anzuschließen. Zweierbeziehungen mißlingen. Die Realität wird zum fortwährenden Selbstbetrug, die Erzählerin zum Produkt ihrer Umwelt. Sie spiegelt in ihren Gedanken eine Gesellschaft, die per eMail kommuniziert, kaum noch wirkliche Begegnungen zuläßt und an ihrer Modernität notwendigerweise erkranken muß.
17. 3. 2005, 19 Uhr 30 im Verlag
monday shake sharon & pigg präsentieren: “Mondphasen” (Duplex C-Prints)
Seit 1999 experimentieren Ralph Klement (pigg) & Simona Heilemann (sharon) an der künstlerischen Umsetzung von Körperbildern, die pornografische Plattitüden meidet, ohne sich gesellschaftlichen Tabus zu unterwerfen. Als Resultat entstehen Bilder mit überraschender Tiefenwirkung. Extreme Beleuchtung und weiche Grauwerte wecken die Lust des Betrachters, sich an ästhetische Grenzen zu begeben. Klement, dessen Arbeiten auf internationalen Symposien, auf der Art Cologne, der Art Frankfurt, im Berliner Bundestag & im Dresdner Landtag zu sehen sind, präsentiert heute ein von ihm entworfenes Buch, das zu einem Text von Horaz Körperregionen unter dem Motto “Mondphasen” abbildet.
18. 3. 2005, 14 Uhr, Messegelände, Nordisches Forum, Halle 4, C304
in Zusammenarbeit mit dem Finnland-Institut und der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft Berlin
Pentti Saarikoski: TIARNIA und der Ausklang der finnischen Postmoderne
Der Tiarnia-Zyklus, eine Folge von drei Gedichtbänden, liegt erstmals komplett in deutscher Sprache vor. Das Buch wird von den Übersetzern Richard Semrau und Sabine Fahl vorgestellt. Auf der Insel Tjörn geschrieben, bilden die Texte das Spätwerk des postmodernen Klassikers der finnischen Poesie. Dieses Buch versammelt Texte von faszinierender Musikalität. Saarikoski gilt als der Allan Ginsberg Finnlands. Hier hat alles Platz, was sich sprechen läßt. “Semrau ist es gelungen, einen deutschen Text herzustellen, über den sich genauso sprechen läßt wie über das finnische Original.” (Stefan Moster, Dt.-Finn. Jahrbuch)
18. 3. 2005, 15 Uhr, Messegelände, Forum Halle 5, Stand A304
Pentti Saarikoski: TIARNIA und der Ausklang der finnischen Postmoderne
18. 3. 2005, 19 Uhr 30, im Verlag
Pentti Saarikoski: TIARNIA und der Ausklang der finnischen Postmoderne
19. 3. 2005, 14 Uhr, Messegelände, Forum Halle 3, Stand B403
Peter Gehrisch präsentiert: “Wojciech Izaak Strugala, Phantasmagorien”
Strugalas Dichtung nährt sich von religiöser Empfindung und den Gründen der Philosophie, den Mythen genauso wie von den naheliegenden Alltagsdingen, den Widernissen der Zeit, die sein gleichermaßen zu Leiden und Lobpreisung befähigtes Ich anzuerkennen weiß. Vom Richtpol der Liebe bewegt, rückt er das Maß des Menschlichen ins Bild. Der Dichter korrespondiert in seiner Poesie wie kein zweiter polnischer Gegenwartsautor mit deutschen Klassikern und Romantikern, insbesondere Hölderlin und Novalis. Für sein Werk wurde Strugala mehrfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Jan-Kochanowski-Preis 1994). Der Übersetzer & Nachdichter Peter Gehrisch stellt das Buch auf deutsch vor.
19. 3. 2005, 19 Uhr, Spizz-Keller (Am Markt)
Preisverleihung des Hörspiel-Nachwettbewerbs „Auf der Suche“
Der Hörspielsommer e. V. veranstaltet wieder einen Nachwuchswettbewerb in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse. Diesmal heißt das Thema "Auf der Suche". Die schönsten Stücke werden in einer gemütlichen Jurte auf der Buchmesse vorgespielt. In der Jury sitzen u.a. der Preisträger des Vorjahres sowie Vertreter des MDR, des Hörspielsommer e.V. und der Edition Erata. Der Gewinner wird mit einer Hörbuch-Produktion in der Edition Erata prämiert.
19. 3. 2005, 19 Uhr 30, im Verlag
Silvio Pfeuffer: „Tausend Sonnen sind eine vermisste Million“
Pfeuffers am technischen Zeitalter erprobte Sprache legt die Absurditäten des Banalen bloß. Mann und Frau bleiben bei ihm an Lappen hängen, die aus Rätseln geschnitten sind, wenn sie Sex auf Skiern machen, sich moralisch hinrichten, von der Monogamie des Regens doof werden, sich Orgasmen wie bevormundete Quallen auf den Rücken setzen, sich nur dann nicht verraten, wenn sie schweigen, und sich gehen lassen, wenn sie sich nichts angehen.
20. 3. 2005, 15 Uhr, Polnisches Institut
Peter Gehrisch präsentiert: “Wojciech Izaak Strugala, Phantasmagorien”
22. 4. 2005
Grafik zur Literatur
Die Schriftsteller Ralph Grüneberger & Manfred Jendryschik zeigen Werke aus ihren Privatsammlungen. Zur Vernissage liest Peter Gosse aus "Neles Selen", Beiträge zur bildenden Kunst.
30. 4. 2005, 19 Uhr 30, Gut Haferkorn, Bockelwitz bei Leisnig
Viktor Kalinke: “Die Kunst : den Ort zu finden” - Liebesgedichte und Kurzprosa
Kalinkes Texte balancieren zwischen Entrücktheit und irdischer Lust, sie entfalten eine Fülle sinnlicher Gesten und Szenerien.
(im Rahmen des “Sächsischen Literaturfrühlings”)
5. bis 7. 5. 05
Minipressen-Messe Mainz
Verlagspräsentation am Stand
10. 5. 2005, 20 Uhr
"Zwangsneurotische Verzwingung - von der Leidenschaft des Sammelns"
Lesung und Gespräch mit Ralph Grüneberger und Manfred Jendryschik
(im Rahmen des Sächsischen Literaturfrühlings)
23. 5. 2005, Haus des Buches, 20 Uhr
Gesche Blume liest aus „Lilith im blauen Kleid“
Verlagspräsentation zu den Autorengesprächen
27. bis 29.5.2005
Kunstmesse Halle
20. 6. 2005, 19:30, Polnisches Institut
Herkus Kuncius liest aus „Ornament“. Aus dem Litauischen Mala Vikaite
Herkus Kuncius, geb. 1965 in Vilnius, ist ein lustvoller Provokateur gegen litauische / literarische Konventionen. Er nutzt in seiner Prosa die Mittel der Parodie und Negation, bedient sich freizügig am kulturellen Fundus der Welt. Für manche ist er ein Vergewaltiger, für andere der radikalste Erneuerer der litauischen Literatur, der die christliche Kultur ihres Sinns entwertet und entleert, der Zweifel weckt an der kommunikativen Macht der Literatur überhaupt.
21. 06. 2005, 19 Uhr, Schulstrasse 1A, Frankfurt am Main
Baltikum am Main
Ausstellungseröffnung: „Das Land und das Ich“, Fotokunst aus dem Baltikum
Ramune Pigagaite (geb. 1966) aus Litauen hat mehrere Fotoserien über das ländliche Leben in ihrer Heimat geschaffen, die ihr auch in Deutschland, wo sie seit 1992 lebt, Renommee eingebracht haben. Bei der Ausstellungseröffnung stellt sie ihren gerade in der Edition Erata erschienenen Fotoband "Dorfbewohner" vor. Begrüßung: Hartmut Holzapfel, MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst im Hessischen Landtag
22. 6. 2005, 20 Uhr, Literaturhaus, BOCKENHEIMER LANDSTRASSE 102, Frankfurt am Main
Herkus Kuncius liest aus „Ornament“
Reihe: Die Sprachen und Literaturen des Baltikums
Juli 2005
Umzug in die neuen Verlagsräume in Schleußig.
Besser: lesen!
Die kommerzielle Kunstszene Leipzigs hat sich aus dem Sozialraum verabschiedet und in den Mikrokosmos der ehemaligen Baumwollfabrik eingesponnen, um ihre Kräfte zu bündeln. Wir halten Stellung! Ab Juli 2005 finden Sie uns in der Brockhausstr. 56 in Schleußig, einem der schönsten Leipziger Wohnviertel, dem Elster und Pleiße den Charakter einer Flußinsel verleihen. Was sich durch den Umzug nicht ändern wird: Wie bisher werden wir uns nicht auf die Suche nach dem „reinen, für sich stehenden Werk“ begeben, das sich im Nachhinein allzu häufig als Produkt einer Mode entpuppt. Wie bisher werden wir Raum bieten für die genreübergreifende Begegnung, wo sich – nicht nur – (kunstinteressierte) Literaten und (literarisch interessierte) Künstler treffen können, um sich bei ausgesuchten Weinen auszutauschen oder auszuspannen. Was sich ändern wird: Ab August öffnen wir die Galerie von Dienstag bis Sonnabend ab 20 Uhr.
Freitag, den 5. 8. 2005, ab 19 Uhr im neuen Verlagsdomizil
Wir feiern mit Bildern vom Umbau, Film und Lesung
Ab September 2005 bieten wir eine Alternative zum ARD-Filmmittwoch: eine Reihe herausragender vergessener Filme bzw. Autorenfilme, auf die Sie im Kino oder Fernsehen vergebens warten.
Im September: Für Freunde der russischen Sprache - sowjetische Filmklassiker bei ERATA
Präsident Putins Deutschkenntnisse, die er in geheimer Mission in Dresden dereinst erworben hat, versetzte (West-) Deutschland in Erstaunen und brachte Gerhard Schröder zu der Erkenntnis, daß sein Freund Wladimir Dresden besser kenne als er selbst... Wir sind der Meinung, es ist höchste Zeit, daß Sachsen vom großen Bruder lernt und im Gegenzug seine Russischkenntnisse wieder etwas aufpoliert. Immer mittwochs zeigen wir ab 19.30 Uhr sowjetische Streifen im Original, die zu internationalen Filmklassikern wurden. Die Filme laufen in der russischen Originalfassung. Zu Beginn wird eine Einführung in deutscher Sprache gegeben. Kommentare und Gespräche im Anschluß sind willkommen.
23. 9. 2005
Peter Piechaczyk, Farbe und Quarktaschen – rhythmus-inspirierte Malerei und Graphik
Vernissage und offizielle Eröffnung der Galerie Erata in der Brockhausstraße
Die Kunst von Peter Piechaczyk, Mitglied der berüchtigten Künstlergruppe „Querschlag“, läuft gegen den Leipziger neorealistischen Trend. Anleihen bei den Kubisten und der klassischen Moderne verhelfen dem Künstler zu Leichtigkeit und südlich erscheinenden Farben.
„Er hat keine Dusche und auch kein warmes Wasser. Von der vollsanierten Südvorstadt-Wohnung mit Badewanne ist er in das Rotlichtviertel Dessauer Straße gezogen. Ob dieser Radikalumzug jetzt wieder eine von Peter Piechaczyk’s Kunstaktionen ist, könnte man sich fragen. Für seine Freunde, Bekannte und für einige Kommilitonen der HGB jedenfalls, sind seine ausgefallenen Ideen ein Markenzeichen. Es ist schon passiert, daß Piechaczyk und sein Freund Michael Goller ihr übliches Werkzeug bei Seite legten und stattdessen mit den Füßen malten. Nach und nach hat Piechaczyk in seinen Bildern die räumliche Tiefe herausgenommen, sein Stil ist außerdem durch leicht surreale Darstellung, durch helle, wilde Farben gekennzeichnet. Thematisch ist sein Ziel Bewegung festzuhalten, das Leben und Gefühle zu spiegeln, er erzählt kaum Geschichten in seinen Bildern, sondern macht rhythmische, musikalische Zustandsaufnahmen. Piechaczyk malt seine Bilder zügig, aber nicht spontan.“ (Melanie Arns)
„Das meiste hab ich schon ewig im Kopf oder woanders, im Unbewussten. Es lässt sich nun mal nicht alles sofort auf die Leinwand bringen, manche Themen sind hartnäckig, einiges greife ich erst nach Jahren wieder auf.“ (P. P.)
Literaturherbst in Schleußig
Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember können Sie freitags unsere Autoren und Übersetzer mit ihren druckfrischen Werken erleben. Den „Anfang“ bildet – im Wortsinn – der fulminante Roman von Yvette K. Centeno, die Goethe, Brecht und Celan ins Portugiesische übersetzte und international für ihre Pessoa-Studien bekannt ist. Im November begrüßen wir den Preisträger der diesjährigen Schiller-Ehrung Christoph Meckel, der sich sowohl als Dichter und Prosaautor als auch als Graphiker einen Namen gemacht hat. Neben den gestandenen Autoren haben auch Debüts ihren Platz im Programm.
14. 10. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Yvette K. Centeno, Anfang - Lesung mit Markus Sahr
Eine Frau in Lissabon, zwischen Familie, Arbeit und dem unwiderstehlichen Wunsch nach einem ursprünglichen Atmen, nach Anfang. Sie könnte “Irrlicht“ heißen oder “Schicksal“, “Destiny”, “D.”, ebenso “Granada”, “Granat”, die rote Farbe des Lebens. In ihrem amourösen Briefwechsel mit einem Amerikaner unterschreibt sie mit “y” (gelesen “why”), “es ist die Frage schlechthin” - warum? Für jeden dieser Namen spricht etwas; gegen sie aber spricht, daß sie vereinheitlichen, auf ein Gesicht reduzieren, wo “die Frau” mehrere Gesichter hat - und damit auch mehrere Namen haben müßte oder keinen. Yvette K. Centeno geboren 1940, lebt in Lissabon. Sie übersetzte Shakespeare, Goethe, Stendhal, Brecht und Celan ins Portugiesische. An der Universidade Nova lehrt sie als Germanistin vergleichende Literaturwissenschaft. Auf Deutsch erschien 2004 “Im Garten der Nußbäume”. Der Übersetzer Markus Sahr stellt das Buch vor.
21. 10. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Michael Goller, Peter Piechaczyk, Das Malbuch – Buchpremiere und Finissage
“das buch ist einfach kult. schon vor der veröffentlichung ist es in künstlerkreisen kult gewesen. es ist verrückt und trotzdem tiefsinnig. es ist bestimmt nicht gut geschrieben. auf keinen fall. es ist ohne ende durchgeknallt. einfach kult. und es ist sehr poppig. es gibt da ja kategorien. pop1 pop2 pop3 und das malbuch ist so ungefähr pop5. es ist brutal. sexistisch. aber auch liebevoll und zärtlich. vor allem aber ironisch.” (p. p.) – In einer autobiographischen „Art Fiction“ kolportieren die Maler Michael Goller und Peter Piechaczyk ihren Spagat zwischen Alltag, Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Verrücktsein, ein Buch, das Lust macht auf Kunst.
23. 10. 2005, 16 Uhr, in der Tegeler Str. 25, Berlin
Buchpremiere: Roland Lampe, Glück ist das Ende aller Poesie
Wie kurz oder lang darf Kurzprosa sein? Wo endet die Lyrik, wo beginnt es, dramatisch zu werden? Kein Wort zuviel, keines zuwenig. Da sitzt einer in der Bahn und wundert, ja, empört sich, daß ihn eine schöne Frau „einfach nicht anlächelt“. Oder er hockt zu Hause am Kamin und träumt sich ans Fenster „mit dem Stein in der Hand“.
28. 10. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Gesche Blume, Lilith im blauen Kleid – Buchpremiere
Eine halb gerauchte Zigarette auf einem Blumenuntersatz. Der Duft von Eichenmoos im Textil eines nassen Kleides aus der Jahrhundertwende. Der Rest einer geschälten und halb gegessenen Orange, die in den Rinnstein gerollt ist. Jemand, der vergißt, daß er Tomatensuppe bestellt hat, während er noch in die rote Farbe vertieft ist, am Fenster sitzt, vor dem es weiter regnet. – Facettenreiche Alltagssituationen, in Nichts aufgelöst, das sind die Erzählungen von Gesche Blume – denn in einem Zeitalter der Auflösung leben wir. Dekadenz, hätten ihre Figuren gern gesagt. Gesche Blume behauptet von sich, sie sei schon im Koma auf diese Welt gekommen und seither nicht mehr wirklich erwacht.
2. 11. 2005, 20 Uhr
Film-Mittwoch: Kurzfilm-Surreale
4. 11. 2005, 20 Uhr
Vernissage: Christoph Meckel, Passage – Druckgraphik
Meckels Graphikzyklus “Passage” bildet den Anfang einer insgesamt auf zehn Bände angelegten Edition seiner “Weltkomödie in Bildern”. Wie in einem surrealen Comicstrip agieren die Figuren vor einer Kulisse aus verödeten Fabrikbetonlandschaften, Flugzeugfriedhöfen, riesigen Grasfeldern und ummauerten Großstadtvierteln. Die drastische Zeichensprache dieser Bilder-Geschichten, die zuweilen Einflüsse von Callot über Grosz bis zu Klee und Chagall zeigt, macht auf groteske Weise gleichermaßen Ungerechtigkeit und Zorn, Verzweiflung und Hoffnung, Gelächter, Güte, Zeit und Zeitverderben sichtbar.
Seit 1956 ist Christoph Meckel parallel als Graphiker und Schriftsteller tätig und bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet – darunter der Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik (1978), der Georg-Trakl-Preis (1982), der Kasseler Literatur-Preis für Grotesken Humor (1993) und den Weimarer Schillerring (2005).
11. 11. 2005, 20 Uhr
Lesung: Roland Lampe, Glück ist das Ende aller Poesie
Wie kurz oder lang darf Kurzprosa sein? Wo endet die Lyrik, wo beginnt es, dramatisch zu werden? Kein Wort zuviel, keines zuwenig. Da sitzt einer in der Bahn und wundert, ja, empört sich, daß ihn eine schöne Frau „einfach nicht anlächelt“. Oder er hockt zu Hause am Kamin und träumt sich ans Fenster „mit dem Stein in der Hand“.
18. 11. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Axel Helbig, Gottes Denksofa fraßen unsere Herzwanzen - 33 Verführungen zur Literatur der Moderne
Von Lorca und Apollinaire über Beckett, Pound und Schwitters bis zu Ginsberg – Helbig stellt in seinen Essays herausragende Wortkünstler der modernen Literatur vor. Er spürt ihrer Sprache, ihren Geschichten, ihren Figuren und ihrem Leben nach. Aus all dem ist eine Textsammlung entstanden, die den Leser auf eine skurrile und kurzweilige Reise durch die literarische Moderne mitnimmt.
19. 11. 2005, 15 Uhr
Hans Fallada: Geschichten aus der Murkelei
Märchenstunde mit Didi: Theatermacher Dietmar Voigt erzählt Märchen für große und kleine Leute.
23. 11. 2005, 20 Uhr
Film-Mittwoch: Kurzfilm-Surreale
25. 11. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Inger Kock, Flüsternder Eukalyptus – Erzählungen
Inger Kocks Texte sind ein zerbrechliches Flüstern und aufgehobene Schreie. Dabei beherrscht die in Concepcion (Chile) geborene Autorin das Deutsche ebensogut wie ihre spanische Muttersprache. Das Spiel mit Wörtern flicht sie auf eine ganz besondere Weise ihre Geschichten ein.
26. 11. 2005, 15 Uhr
Buchpremiere: Constanze John & Lene Christiane Werner: Aber noch war das Glück
Ein Mann und eine Frau haben sich gefunden. Sie leben miteinander in einer Landschaft mit gelbem Haus, einem Brunnen und brüllendem Vieh. Eines Tages verläßt der Mann das gelbe Haus, um Teewasser zu holen. So beginnt die Geschichte einer Reise in einer Welt neben der Welt – samt Heimkehr. Aber noch war es das Glück... Zu diesem Prosastück der Autorin Constanze John schuf die Leipziger Malerin Christiane Werner Farbdrucke. Das aufwendig ausgestattete Buch erschien 2005 im Viktoria-Verlag Meißen.
30. 11. 2005, 20 Uhr
Film-Mittwoch: Kurzfilm-Surreale
3. 12. 2005, 15 Uhr
Nordische Trollmärchen
Märchenstunde mit Didi: Theatermacher Dietmar Voigt erzählt Märchen für große und kleine Leute.
3. 12. 2995, 20 Uhr
Daniel Dexter – Neue Texte, neue Lieder
„Die haben das Laub einfach zusammengekehrt. Eine Horde Ein-Euro-Jobber. Ich habe sie kommen sehen und mich nicht von der Stelle gerührt. Jetzt ist die ganze Wiese kahl, bis auf jenes winzige Blatt, das sich direkt unter meinem Arsch befunden haben muß.“ Auf ihrer Reise durch die Zone entdecken die beiden Sirianer Trevor und Kaitlin Möglichkeiten, ihren 30-Stunden- All-Tag zu heiligen. Der Blick von außen. Daniel Dexter, Ikone des staubigen Untergrunds, singt, spricht, schreit und flüstert sich in verteilten Rollen durch 15 Jahre Eigensinn.
7. 12. 2005, 20 Uhr
Film-Mittwoch: Kurzfilm-Surreale
9. 12. 2005, 20 Uhr
Silvio Pfeuffer “Tausend Sonnen sind eine vermisste Million”
Vernissage und Lesung: Andrea Lange, Holzschnitte
Silvio Pfeuffer revanchiert sich für die Illustration seiner Texte und schreibt Gedichte zu Holzschnitten von Andrea Lange. Heute sind sie zu hören. Pfeuffers am technischen Zeitalter erprobte Sprache legt die Absurditäten des Banalen bloß. Mann und Frau bleiben bei ihm an Lappen hängen, die aus Rätseln geschnitten sind, wenn sie Sex auf Skiern machen, sich moralisch hinrichten, von der Monogamie des Regens doof werden, sich Orgasmen wie bevormundete Quallen auf den Rücken setzen, sich nur dann nicht verraten, wenn sie schweigen, und sich gehen lassen, wenn sie sich nichts angehen.
14. 12. 2005, 20 Uhr
Film-Mittwoch: Kurzfilm-Surreale
16. 12. 2005, 20 Uhr
Buchpremiere: Viktor Kalinke, Gottes Fleisch, Teil 1
Drei Jahre stecken in diesem Essay, nun ist der erste Band erschienen. Der Autor stellt das Buch vor und lädt ein zum Streit.
„Von Identität zwischen Mensch und Gott kann in keiner Religion die Rede sein, und auch die christlichen Kirchenväter haben sich rasch von dieser Implikation der Christus-Idee abgewandt. Die Bewegung der Religion auf das Ziel hin, den Menschen nach dem Vorbild Gottes zu veredeln, stumpft die Richtungsneutralität möglicher Entwicklungsdialektiken ab, wie sie beispielsweise der altchinesische Daoismus beobachtet hat. Entwicklung wird nicht mehr genommen, wie sie verläuft, sondern hinsichtlich eines anstrebenswerten Zielzustandes, der stets unerreichbar bleibt, gewertet: die Vergöttlichung des Menschen. Mit der Identifikation von Gott und dem historischen Menschen Jesus von Nazareth, vermittelt über die Idee der Jungfrauengeburt und Gotteskindschaft, unternimmt das Christentum den Versuch, profane Familienverhältnisse heilig zu sprechen, raubt dem Überirdisch-Göttlichen jedoch seine transzendente Würde. Dieses Buch geht den latenten Prägungen nach, die das Christentum unserer ‚aufgeklärten’ westlichen Lebensweise vererbt hat.“
17. 12. 2005, 15 Uhr
Märchen der Romantik
Märchenstunde mit Didi: Theatermacher Dietmar Voigt erzählt Märchen für große und kleine Leute.
17. 12. 2005, 19 Uhr
Adventsingen der Gesangklasse Iris Donner
2006
Leipziger Buchmesse 2006
16.-19.3.2006
In unseren Verlagsräumen und an unserem Stand im Bereich “Buch + Kunst” können Sie mit uns ins Gespräch kommen und in unsere neuen Bücher hineinschnüffeln. Besuchen Sie uns!
Stand C 519, Halle 5
Donnerstag, 16. 3. 2006, 14 Uhr, Leseforum Halle 5, C606
“Donna Juana”: Tanja Heinze liest aus ihrem neuen Roman
Das Buch handelt von einem weiblichen Don Juan, von betrogenen Ehefrauen im streitbaren Dialog mit Gott und der Welt - eine gelungene Gesellschaftssatire!
20 Uhr, im Verlag
“Fluchtkind”: Reinhard Bernhof stellt seinen neuen Roman vor
Improvisation auf der Geige: Foigel Ilia
21 Uhr
“Neue Linien” - konkrete Kunst von Susanne Werdin
Feiern Sie mit uns die Ausstellungseröffnung (mit Musik und Versteigerung)
"Variation über ein Geheimnis: Sichtbarwerden des Unsichtbaren. Die Welt besteht nicht aus Quadraten, aber deren Zusammenstoßen, Überlappen, In- und Auseinanderfallen ist ein sichtbares Gleichnis für das, was fortwährend geschieht. Susanne Werdins Exerzitien führen in dieses Gleichnis ein." (Elmar Schenkel)
Freitag, 17. 3. 2006, 11 Uhr Leseforum Halle 5, C606 und 20:30 Uhr im Verlag
“Westliche Wasser”: Buchpräsentation mit dem bosnischen Schriftsteller Murat Baltic
Übersetzerin: Barbara Nollmann, Moderation: Silke Brohm
Baltic erzählt von einem rätselhaften Fremden aus Jerusalem, der durch Zeiten und Länder, Träume und Visionen wandert, um nach einer Arznei gegen den Schmerz und den Haß zu suchen. Sails Weg führt nun zu den Deutschen.
13:30 Uhr, Forum International, Messe Halle 4, D403
Kleine Sprachen – große Literaturen
Lesung mit Eugenijus Ališanka (LT) und Tamas Jonas (HUN),
Moderation: Katharina Narbutovic
14 Uhr, Leseforum Halle 5, C606
Fernando Pessoa: Über Juden- und Freimaurertum
Der Übersetzer Markus Sahr stellt die deutsche Erstveröffentlichung dieses wichtigen Fragments aus dem Nachlaß Pessoas vor, Moderation: Viktor Kalinke
15:30 Uhr, Leipzig liest Forum, C606
Ralph Grüneberger: Politessenblut - Männergeschichten
Grüneberger überrascht durch die Vielfalt der sprachlichen und stilistischen Möglichkeiten.
18-19:30 Uhr, Polnisches Institut
Kleine Sprachen – große Literaturen
Lesung mit Guntis Berelis (LV), Auguste Corteau (GR), Miljenko Jergovic (HUNG), Herkus Kuncius (LT), Ervin Ounapuu (EST) & Jani Virk (SI)
Sonnabend, 18. 3. 2005, 14 Uhr, Leseforum Halle 5, C606
Peter Gehrisch präsentiert : “Hans-Theodors Karneval oder Das Federnorakel”, Roman
Die Flucht aus dem Bombeninferno Dresdens – gesehen mit den Augen eines Kleinkindes, dem das Geschehen wie ein mörderischer Karneval erscheint – Absurditäten der Nachkriegsjahre, Schule und Junglehrerdasein in der DejDejEr formen das Bühnenbild für ein erzählerisches Varieté, das gesellschaftlichen und politischen Ereignissen in travestierender Weise Gestalt verleiht – nach der Art barocker Romane.
14:45 Uhr, Forum International, Messe Halle 4, D403
Kleine Sprachen – große Literaturen
Lesung mit Herkus Kuncius (LT) & Marek S. Huberath (PL)
Moderation: Hans-Christian Trepte
20 Uhr, im Verlag
Fernando Pessoa: Über Juden- und Freimaurertum
Der Übersetzer Markus Sahr stellt die deutsche Erstveröffentlichung dieses wichtigen Fragments aus dem Nachlaß Pessoas vor, Moderation: Viktor Kalinke
22 Uhr im Verlag
Litauische Lesenacht: Lietuva, Literatur und andere Lustbarkeiten - Herkus Kuncius & Eugenijus Ališanka zu Gast bei ERATA
Spielleiterin: Mala Vikaite, Edition Erata in Zusammenarbeit mit “Books from Lithuania” (Kultusministerium Litauen)
Herkus Kuncius löst die ökonomischen Probleme unserer Zeit, indem er im Mund seines Romanhelden, eines dekadenten Bernsteinvolkskünstlers, Edelsteine und die nimmermüde Hoffnung auf Reichtum wachsen läßt. Doch bald schon entpuppt sich die adrette Zahnärztin, die bei der Bergung seiner Schätze behilflich ist, als Mitglied einer großen Familienverschwörung...
Sonntag, 19. 3. 2005, 14 Uhr, im Verlag
Peter Gehrisch präsentiert : “Hans-Theodors Karneval oder Das Federnorakel”, Roman
19. 4. 2006, 20 Uhr
Die Langsamkeit des Schnitts
Slow motion cinema 1:
Dziga Vertov: Entuziazm (Simfonija Donbassa), 1930 (1972), 65 min
21. 4. 06, 20 Uhr
Frühjahrsbestellung 1: Katrin Heinau liest aus ihrem neuen Erzählband „Vier Männer“
„Bevor ich die vier Erzählungen schrieb, habe ich mich gefragt: wie komme ich an die Erinnerung, an die Innensicht einer dritten Person, zumal wenn es sich um einen Mann handelt? So sind diese Erzählungen eine Art Übung im Männerverstehen geworden. Alle vier Männer befinden sich in einem Moment der Krise, des Übergangs. Ihr äußerer Handlungsspielraum ist beengt, sie befinden sich in einem Hotelzimmer, einem Krankenbett, in der Schlaflosigkeit oder unter einer schwarzen Brille. Die Erinnerung, die angestoßen wird, ist von Lektüre bestimmt: sie haben, wie auf einem klassischen Porträt, sozusagen ein Buch in der Hand.“ Katrin Heinau beweist, daß Frauen auch Geschichten über Männer erzählen können, ohne sie der Häme eines falsch verstandenen Feminismus preiszugeben.
26. 4. 2006, 20 Uhr
Die Langsamkeit des Schnitts
Slow motion cinema 2:
Jonas Mekas: Walden. Diaries, Notes and Sketches, 1969, 180 min
28. 4. 2006, 20 Uhr
Christiane Lene Werner (Leipzig): „Gitterplätze“ (Zeichnungen und Drucke)
In dieser Ausstellung werden neben Tuschezeichnungen vor allem kombinierte Druckgrafiken gezeigt. Dabei handelt es sich durchgehend um Unikate, bei denen aus Holz geschnittene Motive und Flächen eingefärbt, gedruckt und mit anderen Materialien kombiniert sind.
3. 5. 2006, 20 Uhr
Uraufführung: „Kleine Tode“, 8 min, Luxus Film 2006, R & D: Mala Vikaite, Viktor Kalinke
Das Reich der Mitte bereitet sich auf ein „chinesisches Jahrhundert“ vor und schreckt, um dieses Ziel zu erreichen, nicht vor der Kalkulation zahlloser Toter zurück. Dies offenbart eine Geheimrede von Chi Haotian, Chinas Ex-Verteidigungsminister, aus der im Film ausführlich zitiert wird. Der Film nimmt eine Reihe grotesker Todesarten vorweg und konterkariert die alptraumhaften Geheimpläne als ungewollten Witz.
Die Uraufführung des Filmes findet am 5. 5. im Rahmen des Filmfests in Schwerin statt.
5. 5. 2006, 20 Uhr
Thomas Böhme liest aus „Dämmerung mit Dingen“ (Erzählung)
Ein Rilke-Motiv und eine zum Sperrgebiet erklärte Insel. Alker und Bell – ein ungleiches Paar – unterwegs nach Norden, denn Norden bedeutet, den längeren Atem zu haben. Sie haben eine Vereinbarung getroffen. Die Vereinbarung lautet: Nur einer von beiden kehrt zurück. Fünf Jahre nach Erscheinen von „Dämmerung mit Dingen“ (Druckhaus Galrev) liest Thomas Böhme erstmals in Leipzig aus dieser Erzählung.
12. 5. 2006, 20 Uhr im Literaturcafé (Haus des Buches)
„Durch jede Stunde durch jedes Wort blutet die Wunde der Schöpfung fort ...“
Friedemann Berger, Thomas Böhme, Roland Erb, Carl Christian Elze, Adel Karasholi, Viktor Kalinke & Andreas Reimann lesen zu Ehren von Gottfried Benn.
13. 5. 2006, 20 Uhr
Lesung & Buchpremiere: Sascha Heße - Bewegungen des Zweifels
In Fragmenten und Aphorismen – Formen, die dem Trümmerhaften unserer hiesigen Existenz entsprechen sollen – werden in vorliegendem Buch jene elementaren Fragen behandelt, die sich dem menschlichen Bewußtsein von jeher aufdrängen – die Fragen nach dem Woher und Wohin, dem Warum und Wozu, nach der Wahrheit, nach Gott und dem Tod. Der Autor legt Wert darauf, im Offenen nicht nur zu beginnen, sondern auch zu enden. Wirklichkeit läßt sich für ihn nicht in eine Weltanschauung einschließen. Enthält sein Denken Widersprüche, so gilt ihm dies gerade nicht als Makel – vielmehr als untrügliches Zeichen des Versuchs, wahrhaftig zu sein.
19. – 21. 5. 2006
„Brunnen-Mund“ - Europa-Tage in Lwowek Slaski (Polen)
Lesungen mit Peter Gehrisch, Wojciech Izaak Strugala, Viktor Kalinke, Volker Sielaff, Marek Sniecinski u.a. zum gleichlautenden Motto aus Rilkes „Sonette an Orpheus“
2. 6. 2006, 20 Uhr
Vernissage Jens Ossada: Der Mensch und sein System – Malerei und Objekte
Zwischen Plan und Ergebnis steht der Bauch und so ist es nicht verwunderlich, daß bei dieser Darstellung von Kunstobjekten und Lyriktexten zu Themen wie z.B. Gesellschaft, Krieg und Konsum ein starkes, kritisches Bauchgefühl durchscheint. Ob als experimenteller Materialkünstler, analytischer Vulkaniersohn oder lyrischer Wortfetzenreiher – ossada reißt mit den hier gezeigten Objekten und den im Themenkomplex „Der Mensch und sein System“ entstandenen Gedichten Mauern aus Tabus, Moral und Gesetzen ein und sucht das Dahinter. Suchen Sie mit. Zur Vernissage erklingt Musik von Peter Piek. Michael Goller liest aus dem legendären „Malbuch“ und hält die Laudatio.
14. 6. 2006, 20 Uhr, Slow motion pictures
Deutsch-Ossig
Dokumentarfilm von Bernd Mast, Nach Fotografien von Matthias Lüttig, 1994
Deutsch-Ossig, ein dazumal sozialistisches Dorf in der Lausitz, wird leer gezogen, wird weggebaggert. Die Bilder sprechen für sich. Kein Wort fällt. Ravels „Bolero“ treibt es auf die Spitze.
„Glück auf, machs gut“
Dokumentarfilm von Bernd Mast und Constanze John, 2002
Eine Steinkohlenkokerei mitten in der Stadt. Die letzte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Vor fünfzehn Jahren wurde sie geschlossen. Der Filmemacher und Fotograf Bernd Mast/ Zwickau und die Schriftstellerin Constanze John/ Leipzig dokumentieren einen Endpunkt sächsischer Industriegeschichte.
16. 6. 2006 , 20 Uhr
Lesung Udo Tiffert: Liebe ist so übel nicht
Udo Tiffert hat seine Geschichten von 2002 bis 2005 in einem Band zusammen gefaßt. Sie spielen in Berlin, in der Lausitz, an Flüssen, auf Brücken. Menschen versuchen ihr Verhältnis zu Nächsten zu erhalten, zu verbessern. Tiffert unterbricht diese Lesung mit aktuellen (fast) erfundenen Nachrichten, Akutsatire und rahmt sie mit einem Gedicht. Poesie und Humor sitzen auf der Vortreppe und sonnen sich.
6. 7. 2006, 18 Uhr
Musizierstunde mit Jens Lübeck
18. 9. 2006, 20 Uhr, Haus des Buches
Stevan Tontic: "Handschrift aus Sarajevo"
Stevan Tontic (1946) kehrte nach fast neun Exiljahren in Deutschland (1993 – 2001) nach Sarajevo zurück, wo er einst Philosophie studierte und als Verlagslektor arbeitete. Sein in der belagerten Stadt geschriebener Lyrikband Handschrift aus Sarajevo machte ihn in mehreren Sprachen bekannt. Die deutsche Übersetzung ist bei «Landpresse» (Weilerswist 1994, 1995, 1998) und in der Edition Erata als Hörbuch (2004) erschienen und wurde mit dem Horst-Bienek-Förderpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und dem Preis der Stadt Heidelberg «Literatur im Exil» ausgezeichnet.
22. 9. 2006, 20 Uhr
Vernissage Angela Hohlfeldt (Stuttgart, Zürich) “...gostopgo… Standbilder und SeismoGraphien”
Ein Bild ist ein Zu-Stand eines Entwicklungsprozesses, der unterbrochen wurde. In einem bestimmten Moment. Nicht früher, nicht später. Andere in dieser künstlerischen Verwandlung enthaltenen Zustände waren oder sind potentiell. Gewöhnlich unsichtbar. In ”...gostopgo… Standbilder” werden aus der Fülle von Möglichkeiten Momente des laufenden digitalen Gestaltungsprozesses von der Künstlerin ausgewählt, gespeichert und sichtbar gemacht. Zum einen laden Drucke ein zum Verweilen im Zustand. Zum andern werden die Standbilder als bewegte Folge gezeigt. Der Betrachter vollzieht somit den Wandel - das stete Werdenvergehen – einer komplexen Gestalt nach, er ahnt, wie viele potentielle Bilder er übersah und sieht ein, dass es am Ende einer solchen Reihe kein Ende gibt.
24. 9. 2006, 15 Uhr, Künstlergut Prösitz, im Rahmen der “Sächsischen Literaturtage”
Viktor Kalinke: "Die Kunst : den Ort zu finden" - Liebesgedichte und Kurzprosa
Kalinkes Texte protokolliert subjektiv, was unter dem Stichwort Globalisierung einer Einheitskultur zum Opfer zu fallen droht. Seine Lyrik balanciert zwischen Entrücktheit und irdischer Lust, sie entfaltet eine Fülle sinnlicher Gesten und Szenerien: Doppelbödigkeit zwischen Ironie und Endzeitstimmung, schalkhafte Improvisation, Spagat zwischen existenzieller Philosophie und Lautakrobatik. Jeder der Texte baut seine eigene, oft faszinierende Wirkung auf, in ihrem Zusammenklang erzeugen sie geradezu hypnotische Wirkungen auf den Hörer, den ein Wirbel von Assoziationen erwartet; er kann sie weiterspinnen, die Brüche wahrnehmen und ihren Sinn ergründen...
“Kalinke schreibt über Städte und Reisen, Schnittpunkte, über Orte, Helden und Dichter, aber auch über ganz Intimes.” (Heinz Weißflog, Ostragehege 34)
“Kalinkes expressive Poetik kennzeichnet eine komplizierte, feinsinnige Lexik, deren ungewöhnliche Verkürzungen um die existenziellen Fragen des Seins kreisen, ohne jedoch den Menschen zu vergessen, der gleichsam über das Alltägliche gesetzt wird.” (Tatjana Graus, in: Topos, Zeitschrift für Philosophie und Literatur, Moskau, 07 / 2005)
27. 10. 2006, 20 Uhr
Ron Winkler (Berlin) präsentiert Billy Collins (New York): “Schnee schaufeln mit Buddha”
Collins Gedichte sind Akte der Entbanalisierung, Entdeckungen eines mit selbstironischem Humor ausgerüsteten Träumers, der die Kunst des Ertrinkens beherrscht, eine Historie des Wetters verfaßt und die Vögel von Arizona zu adressieren vermag. Billy Collins schreibt nicht nur Poesie, er erzählt sie auch.
3. 11. 2006, 20 Uhr
Lesung Franz Hodjak (Usingen): Was wäre schon ein Unglück ohne Worte, Aphorismen
Dieses Buch enthält eine Auswahl von Notizen und Eintragungen, die sporadisch seit nunmehr etwa dreißig Jahren entstanden und wie ein lockeres Tagebuch geführt worden sind. Das Buch lädt ein, etwas zu finden, was man gar nicht gesucht hat.
10. 11. 2006, 20 Uhr
Vernissage Frank Nitsche (Aschersleben): Ptolemäisches Karussell
Radierungen und Malerei
12. 11. 2006, 20 Uhr, Polnisches Institut (in Zusammenarbeit mit „Literarische Arena e.V.)
Birute Mar (Vilnius): Texte aus Litauen
1969 in Kaunas geboren, hat nach ihrem Studium am St.-Petersburger Institut für Theater, Musik und Filmkunst am Akademie-Theater Vilnius und am Litauischen Nationaltheater gearbeitet. Ihr erster Gedichtband “Nichtabgeschickte Briefe” erschien 1995, der zweite “Solo” – 2001. Ihr Essay-Band “Kokoro” aus dem Jahre 1999 versammelt Reiseeindrücke aus Japan. Birute Mar schreibt außerdem für Oper, Theater und Film und tritt in von ihr selbst inszenierten Stücken für eine Person auf.
Viktor Kalinke (Leipzig): Gediminas’ Kinder
Kalinke liest aus den Texten, die während seines Aufenthaltes in Litauen entstanden sind. “Beinahe ein Gedichtsreisebuch, skizzenhaft wie die schönen und eindringlichen Arbeiten von Delacroix aus Nordafrika.” (Grit Díaz de Arce, Berlin)
17. 11. 2006, 20 Uhr, Doppellesung
Katrin Heinau (Berlin): Evakuierung, Roman
Mit dem Blick der Berlinerin in Sachsen registriert die Autorin Sonderbares und Kurioses der städtischen Kunstszene, in der reale Personen wie Helden von einem anderen Planeten erscheinen.
Utz Rachowski (Reichenbach): Meine Sommer, meine Winter und das andere, Hörbuch
Der Autor erzählt in seiner poetischen Prosa von Kindheit, Freundschaft, Liebe, Verrat und Exil.
24. 11. 2006, 20 Uhr
Lesung Guillaume Apollinaire: Bestiarium
Thomas Eichhorn liest aus den schalkhaften Etüden des französischen Wegbereiters der Avantgarde. »Ein poetisches Divertimento« – Apollinaires Bestiarium läßt sich wohl kaum besser als mit seinen eigenen Worten beschreiben: ein poetisches Spiel, Zerstreuung und Ergötzlichkeit in einem. Hier ist der Text in der meisterhaften Neuübersetzung von Thomas Eichhorn zu hören.
1. 12. 2006, 20 Uhr, Doppellesung "Die Dresdner Nacht"
Uwe Nösner (Dresden): Die gekreuzigte Zeit, Gedichte
Für Uwe Nösner ist die Dichtung eine Möglichkeit, den gelebten Augenblick ins Unermeßliche zu steigern, das meßbar Zeitliche – das ist: das Vergängliche – zu bezwingen.
Peter Gehrisch (Dresden): Tunnelgänge, Gedichte
Die Wahrnehmung, die Welt bestehe als ein transzendentes System von Tunnelgängen, ist bei Peter Gehrisch in der Kindheit entstanden. Pränatale Ängste, Beklemmung und konkrete Bedrohung während der Bombenabwürfe auf Dresden kennzeichnen seinen Erfahrungshintergrund.
2. 12. 2006, 20 Uhr
Lesung Elke Erb (Berlin) und Marek Sniecinski (Wroclaw): Dichterin trifft Übersetzer trifft Übersetzerin trifft Dichter
oder "Wenn Literatur deutsch und polnisch zu Wort und Literaten ins Gespräch kommen" - ein Abend der lyrischen Extraklasse veranstaltet mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Projektes "Begegnungsdreieck Sachsen – Polen – Litauen" der Literarischen Arena e.V.
8. 12. 2006, 20 Uhr
Vernissage Nuno Félix da Costa: Spiegelungen und Überschreibungen: Faust / Prometheus und Goethe / Pessoa
Der portugiesische Künstler und Psychiater Nuno Felix da Costa hat sich von einem bisher unveröffentlichten Prometheus-Fragment Pessoas inspirieren lassen und spielt im Zyklus „Spiegelungen und Überschreibungen“ bildhaft mit (un)möglichen Verbindungen zwischen Goethe und Pessoa. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut kuratiert Holger Brohm (Humboldt-Universität, Berlin) diese Ausstellung. Da Costa gelingt mit großflächig übermalten Fotografien Pessoas und Goethes eine künstlerische Annäherung an dessen Selbstvervielfältigung in unterschiedliche Autorenpersönlichkeiten (Heteronyme). Zur Eröffnung liest Markus Sahr aus den Fragmenten Pessoas.
14. 12. 2006, 19 Uhr
Weihnachtssingen
der Gesangklasse Iris Donner (geschlossene Veranstaltung)
15. 12. 2006, 20 Uhr
Lesung Herberto Helder: Die Schritte ringsum, Erzählungen
Der Übersetzer Markus Sahr stellt den ersten auf Deutsch erschienenen Band des portugiesischen Meistererzählers vor. “Die Schritte ringsum” repräsentieren die Schritte eines Menschen, der in luzider Weise versucht, den Sinn seiner Existenz herauszufinden, da ihm vom Transzendenten her keine Antwort zuteil wird.
2007
Leipziger Buchmesse 2007
22.-25.3.2007
Nun ist sie wieder da, die alljährliche Sintflut von Neuerscheinungen rund um die Buchmesse. Wieder werden unzählige neue Bücher vorgestellt, gepriesen, beworben. In dieses tosende Meer an bestsellerverdächtigen, kollektivbeglückenden und natürlich nie zuvor da gewesenen literarischen Sensationen setzen wir unsere kleinen Inseln, Inseln der Freiheit. Jede Insel entführt in ihre eigene Welt und wer an unserer Odyssee teilnimmt, erlebt eine Reise im Namen der Freiheit: von den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs, über die langen Jahre des Untergrundkampfes zu dieser noch namenlosen Epoche nach der Postmoderne. Die Inselausflügler wandern dabei fernab der touristischen Pfade, die Route führt vielmehr durch allerlei Schutt und Geröll der jüngeren Geschichte. Erstmals zeigen wir in diesem Frühjahr einen Dokumentarfilm, in dem zeitgenössische Dichter und Dichterinnen, u.a. Christoph Meckel und Yvette K. Centeno, über ihr poetisches Handwerk berichten.
22.03.2007, 16:00 Uhr, Leipzig liest Forum Halle 5, Stand D504
Viktor Kalinke: DichterSehen, Teil 1
Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozess: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb - Thomas
Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer
22.03.2007, 17:00 Uhr, Leipzig liest Forum Halle 5, Stand D504
Viktor Kalinke: DichterSehen, Teil 2
Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova
22.03.200, 20:00 Uhr im Verlag
Thomas Böhme: Widerstehendes
Lesung und Ausstellungseröffnung
Fotografien zufällig entdeckter Objekte, an denen das Beharrungsvermögen fasziniert oder die Flüchtigkeit, ihre Beschädigungen und Zerstörungen, ihr Fehl-am-Platze-Sein. Zu jeden Foto hat Thomas Böhme ein Prosastück geschrieben, in dem er über die Herkunft des Abgebildeten spekuliert und ins Erzählen kommt: von der Geschichte hinter den Dingen.
22.03.2007, 22:00 Uhr im Verlag
Viktor Kalinke: DichterSehen - Premiere !!
Neun Dichertinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb -Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer. In Anwesenheit des Regisseurs sowie Autoren.
23.03.2007, 16:30 Uhr, Leipzig liest Freizeitforum, Halle 3, Stand F400
Krzysztof Siwczyk: Im Reich der Mitte
Antimetaphysisch, antimetaphorisch, antinarratorisch - diese Texte wirken. Lesung polnisch-deutsch, übersetzung: Andre Rudolph. In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig
23.03.2007, 17:00 Uhr, Leipzig liest Forum International, Halle 4, Stand B412
Manuel Alegre: Rafael
Manuel Alegre, Vize-Präsident des portugiesischen Parlaments, ist der Berufung nach Dichter. Heute stellt er in Leipzig die deutsche Erstausgabe seines autobiographischen Romans vor und erzählt vom Leben im Untergrund, vom Exil in Algerien und Frankreich und vom Kampf gegen die Salazar-Diktatur. Übersetzung: Markus Sahr, in Zusammenarbeit mit „Die Fähre e. V.“
23.03.2007, 20 Uhr, Haus des Buches
Manuel Alegre: Rafael
Manuel Alegre, Vize-Präsident des portugiesischen Parlaments, ist der Berufung nach Dichter. Heute stellt er in Leipzig die deutsche Erstausgabe seines autobiographischen Romans vor und erzählt vom Leben im Untergrund, vom Exil in Algerien und Frankreich und vom Kampf gegen die Salazar-Diktatur. Übersetzung: Markus Sahr, in Zusammenarbeit mit „Die Fähre e. V.“
23.03.2007, 22:00 Uhr im Verlag
Viktor Kalinke: DichterSehen
Neun Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb - Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
24.03.2007, 15:15 Uhr, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 4
Peter Dombrowski: Velates
Velates ist ein Kauz, der die These zu leben scheint, daß Naivität und intellektuelle Durchtriebenheit nicht nur friedlich koexistieren, sondern darüber hinaus eine reizvolle Symbiose eingehen können. Köstliche Geschichten von Herrn V.
24.03.2007, 15:40 Uhr, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 4
Oliver Bendel: Nachrückende Generationen (oder als Hörbuch)
Nelli und ihre Freundin Sara langweilen sich auf Partys, klauen in einer Boutique, sie haben Cyber- und Telefonsex und begehen beinahe einen Raubüberfall auf offener Straße. Sie verabreden sich im Chat mit einem Mann, der sie fast vergewaltigt. Und doch geht es irgendwie weiter, ganz anders, als man vermutet.
24.03.2007, 16:05 Uhr, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 4
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
Die Geschichte des desertierten Wehrmachtsoffiziers Paul Schwichtenberg, der 1945 in Hinterpommern die Vertreibung miterlebt. Als die Rote Armee einmarschiert, erscheint Schwichtenberg der Tod, mit dem er eine Partie Schach um sein Leben spielt.
24.03.2007, 16:30 Uhr, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 4
Viktor Kalinke: DichterSehen
Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
24.03.2007, 18:30 Uhr, Polnisches Institut Leipzig
Krzysztof Siwczyk: Im Reich der Mitte
Vom Ansatz her antimetaphysisch, antimetaphorisch, antinarratorisch wirken diese Texte in ihren Pointen
dennoch erzählerisch und existenziell. Den Hörer erwarten Lakonie und spannende Registerwechsel. Lesung polnisch-deutsch, Übersetzung: Andre Rudolph.
24.03.2007, 20:00 Uhr im Verlag
Erata-Literaturnacht: Neue Prosa
Peter Dombrowski: Velates, Oliver Bendel: Nachrückende Generationen, Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel. Drei literarische Debüts: Hier verschaffen sich neue Stimmen mit zwei Romanen und Kurzgeschichten Gehör.
24.03.2007, 23:00 Uhr im Verlag
Viktor Kalinke: DichterSehen
Neun Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb. - Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
25.03.2007, 10:30 - 11:00 Uhr, Leipzig liest Forum Halle 5, Stand D504
Axel Helbig: Der eigene Ton - Gespräche mit Dichtern
Der Ausgangspunkt für die Entstehung dieses Buches war die Neugier des Lesers. Aber auch das Verlangen, gerade mit jenen Autoren ins Gespräch zu kommen, deren Bücher etwas abverlangen und verunsichern. Beteiligte Autoren: Arnold Stadler, Norbert Gstrein, Herta Müller, Reinhard Jirgl, Franz Hodjak, Günter Kunert, Christoph Meckel, Adolf Endle, Elke Erb, Ilma Rakusa, Katja Lange-Müller, Kathrin Schmidt, Peter Gehrisch, Raoul Schrott, Christoph Wilhelm Aigner, Christian Lehnert, Kurt Drawert, Marcel Beyer, Lenka Reinerova
30. 3. 2007, 20 Uhr
Margit Kraus: "Sanft"
Lesung
11.04.2007, 20:00 Uhr
Viktor Kalinke: DichterSehen
Neun Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb. Zu sehen sind: Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
18. 4. 2007, 19 Uhr, Galerie auf Zeit, Dortmund, Viktoriastraße 14
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
Die Geschichte des desertierten Wehrmachtsoffiziers Paul Schwichtenberg, der 1945 in Hinterpommern die Vertreibung miterlebt. Als die Rote Armee einmarschiert, erscheint Schwichtenberg der Tod, mit dem er eine Partie Schach um sein Leben spielt.
4. 5. 2007, 20 Uhr
Jenny Feuerstein (Köln): „Traumstille. Orte“ - Vernissage und Buchpremiere
Die Künstlerin zeigt eine ausgewählte Reihe von Schwarzweiß-Fotografien aus ihrem aktuellen lyrisch-fotografischen Buchband „In meiner Tasche aus Gedanken“. Der nahe Blick auf die Dinge – der Ausschnitt/der Anschnitt aber auch der Blickwinkel und die jeweilige Lichtsituation – entrückt alles Gesehene seiner Wirklichkeit, zeigt es im Traum und in der Realität zugleich.
4. 5. 2007, 22:00 Uhr
Viktor Kalinke: DichterSehen
Neun Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb. Zu sehen sind: Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
17. - 20. Mai 2007, Stand J35
Mainzer Minipressen-Messe
Erata ist auf der legendären Kleinstverlags-Messe mit einem Stand vertreten und präsentiert die aktuellen Künstlerbuch-Editionen - ein Grund mehr, an diesem Wochenende einmal am Mainzer Rheinufer entlangzubummeln.
24. - 28. Mai 2007
Litauisch-deutsche Übersetzerwerkstatt
Mala Vikaite beteiligt sich an der Übersetzer-Werkstatt im Thomas-Mann-Haus Nida (Litauen), arrangiert von "Books from Lithuania". Von ihr sind bei ERATA erschienen: Herkus Kuncius - Ornament, Gintararas Grajauskas - Knochenflöte, Laurinas Katkus - Tauchstunden.
25. - 27. Mai 2007
„Ich bin der Zauberer des Staubs“ - Europatage in LWÓWEK ŚLĄSKI (LÖWENBERG) & JAGNIĄTKÓW (AGNETENDORF)
Schirmherr: Steffen Heitmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
mit: Krystyna Lars, Stefan Chwin, Gdańsk; Andreas Altmann, Berlin; Wilhelm Bartsch, Halle; Hans van de Waarsenburg, Maastricht, Antonin Bajaja, Zlín, Jana Stroblová, Prag, Wojciech. Izaak Strugała, Lwówek Śląski
27. 05., 14 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus (JAGNIĄTKÓW - AGNETENDORF)
Peter Gehrisch: Tunnelgänge, Gedichte (deutsch / polnisch)
Peter Gehrisch und sein Übersetzer Józef Zaprucki stellen die polnische Ausgabe des Gedichtbandes "Tunnelgänge" vor.
8. 6. 2007, 20 Uhr
Andreas Hegewald (Dresden): any new dimensions - Ledige Sätze
Neue Zeichnungen - Vernissage & Buchpremiere. Lineaturen im fleischlosen Antlitz aus der Fremde des Aussehens oder doch im nach vorn drängenden Geschiebe einer Handschrift bis an den Rand des Punkts ...
8. 6. 2007, 22:00 Uhr
Viktor Kalinke: DichterSehen
Neun Dichterinnen und Dichter geben vor laufender Kamera Auskunft über den kreativen Prozeß: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb. Zu sehen sind: Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugova, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer.
22. 6. 2007, 20:00 Uhr, Buchhandlung Kuhn in Feucht, Hauptstraße 55
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
Die Geschichte des desertierten Wehrmachtsoffiziers Paul Schwichtenberg, der 1945 in Hinterpommern die Vertreibung miterlebt. Als die Rote Armee einmarschiert, erscheint Schwichtenberg der Tod, mit dem er eine Partie Schach um sein Leben spielt.
7. 7. 2007, 18:00 Uhr
Orpheus versammelt die Geister in der Edition Erata. Ein wahrhaft mythologisches Treffen
Die Dresdner Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE, benannt nach der gleichnamigen angesandeten Elbinsel, ruft ihre Geister nach Schleußig, auf die Leipziger Elsterinsel. Dort hat die EDITION ERATA ihren Sitz. Gemeinsam laden OSTRAGEHEGE und ERATA zur literarischen Sommernacht. Autoren der Anthologie "Orpheus versammelt die Geister" sowie Autoren und Freunde der Zeitschrift OSTRAGEHEGE tragen ihre Texte vor. (Bei gutem Wetter im Freien.) Es wird nicht nur ein Fest für die Ohren, sich der Beschwörungsmagie heutiger Wortkünstler hinzugeben, sondern auch ein Fest der Begegnung und Sinne. Hier trifft sich, wer etwas zu sagen hat.
Es lesen: Thomas Böhme, Wjatscheslaw Kuprijanow, Udo Grashoff, Judith Zander, Mara Genschel, Carl-Christian Elze, Katrin Merten, Silke Brohm, Viktor Kalinke, Silvio Pfeuffer, Andreas Altmann, Jens Rosch, Uta Wiedemann, Roza Domascyna, Jayne-Ann Igel, Undine Materni, Jens Wonneberger, Kerstin Becker, Katrin Heinau, Patrick Beck, Inger Kock, Sergej Birjukov, Gesche Blume, Andreas Hegewald.
19. 7. 2007, 18 Uhr
Musizierstunde mit Jens Lübeck
3. 9. 2007, 19:30 Uhr, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Königswall 18
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
28. 9. 2007, 20 Uhr im Verlag
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
Die Geschichte des desertierten und als Pfarrer verkleideten Offiziers Schwichtenberg auf seiner Flucht aus Pommern. Gerhard Weinreich gibt bei der Lesung Einblick in seine "Kopfwerkstatt" als Schriftsteller.
12. 10. 2007, 20 Uhr im Verlag
Stefanie Golisch (Monza) präsentiert: Charles Wright "Worte sind die Verringerung aller Dinge"
Die Übersetzerin Stefanie Golisch aus Monza präsentiert den ersten deutschsprachigen Gedichtband des in Amerika gefeierten Lyriker Charles Wright, der für seine Arbeiten unter anderem mit dem Pulitzer Prize for
Poetry und dem National Book Award ausgezeichnet wurde. "Mich interessieren drei Dinge, in der Lyrik wie im Leben: Landschaft, Sprache und die Idee des Göttlichen." Aus diesem Dreigestirn entwickelt sich
Wrights poetisches Universum. In seinen schönsten Gedichten läßt Wright die Dinge sprechen, ohne sie zu bewerten. Dabei bewegt er sich maßgeblich im Umkreis des fernöstlichen Denkens, das von jeher den alltäglichen Dingen des Lebens Würde zuerkennt. Den Gegenpol dazu bildet ein unruhiges Ich, das seine Wurzeln in unserer westlichen Zivilisation weder verleugnen kann noch will.
21 Uhr
Reinhard Sandner: Ausstellung „tangens h-moll“
Vernissage
Der in Dresden lebende und arbeitende Künstler Reinhard Sandner ist ein erzählender Maler. Seine Werke sind geprägt von Erlebtem und Erfahrenem, von Konflikten und Fragestellungen aus widersprüchlichen Empfindungen. Er setzt seine Figuren gestenreich und unverschlüsselt ein und gibt so Befindlichkeiten über Körperhaltung und Form wieder. Seine Bilder sind geprägt von stillen, fast nachdenklichen Farben und dem Spiel mit Hell und Dunkel.
Die Ausstellung wird bis zum 1. November in den Galerieräumen der Edition ERATA zu sehen sein.
22 Uhr
Reinhard Sandner & Lothar Sprenger: „Rauchzeichen“ (25 min)
Film
"Rauchzeichen" ist eine poetische Filmreise durch eine Landschaft, die noch lebhafte Spuren des Braunkohleabbaus trägt. Es ist auch eine Erkundung von Sinnlichkeit und Würde alter Gemäuer. Gedreht haben ihn zwei bildende Künstler: der Maler Reinhard Sandner und der Fotograf Lothar Sprenger. Ihre gemeinsame Vorliebe für ausgedehnte Spaziergänge um Lauchhammer und ihre Einsichten über die Geschwindigkeit der Wandlungen brachten sie auf die Filmidee. Wortlos und bildgewaltig erzählen Sandner und Sprenger von Menschen, verwehtem Ruß und einer Landschaft, die es so nicht mehr gibt. Der Film entstand zwischen 1994 und 1997. Als er geschnitten wurde, begann man mit den Einebnungen und Sprengungen.
14. 10. 2007, 13 Uhr 30, Buchmesse Frankfurt, Internationales Zentrum, 5.0 D 901
Carlos A. Aguilera (Frankurt) stellt vor: Theorie der chinesischen Seele
Der mehrfach preisgekrönte und aus Kuba emigrierte Autor Carlos A. Aguilera erzählt eine Stunde über die Insel in der Karibik, die Freiheit des Wortes und stellt seinen endlich auf Deutsch, in der Edition ERATA erschienenen Roman vor.
16 Uhr, Buchmesse Frankfurt, Leseinsel JUNGE VERLAGE, Halle 3.1 D145
Katrin Heinau (Berlin) stellt vor: Der Papst ist ein Schwede
Eine Frau aus Polen erzählt sich bis an das Bett ihrer Zuhörerin in Berlin. Es geht um das Eigene und Fremde, um Auschwitz und Krakau, um Sprache. Eine zärtliche Annäherung.
17. 10. 2007, 20 Uhr, Aachen liest, Ein Projekt der VHS Aachen und des Heinrich Böll Hauses Langenbroich
Carlos A. Aguilera im Gespräch mit Jürgen Nendza: Theorie der chinesischen Seele
In der Reihe „Kosmos Literatur“ werden internationale Autoren mit muttersprachlichen Texten und deutschen Übersetzungen vorgestellt. Das Projekt will dabei auch über die europäischen Grenzen hinaus zu lebhaften Begegnungen mit Schriftsteller/innen führen, die für ganz unterschiedliche Schreibkulturen, Traditionen und Denkungsarten stehen. Auf diese Weise fließen in Aachen Beispiele der Literaturen aus aller Welt zu einem kleinen literarischen Kaleidoskop zusammen.
31. 10. 2007, 20 Uhr, HOMbrucher BUCHhandlung, Harkortstr. 71, Dortmund
Gerhard Weinreich: Schwichtenbergs letztes Spiel
Die Geschichte des desertierten und als Pfarrer verkleideten Offiziers Schwichtenberg auf seiner Flucht aus Pommern. Gerhard Weinreich gibt bei der Lesung Einblick in seine "Kopfwerkstatt" als Schriftsteller.
2. 11. 2007, 20 Uhr
Gregor Nitzsche: mondmilch (Gedichte)
Vernissage und Lesung
Diese Ausstellung ist nicht nur für Frauen. Doch die Graphiken zu Gregor Nitzsches Gedichtzyklus „mondmilch“, stammen von vierzehn Künstlerinnen: Astrid Bredereck, Ulrike Dornis, Bettina Haller, Susann Hoch, Elke Hopfe, Margarete Lindau, Stephanie Marx, Gudrun Petersdorff, Irina Rössler, Gabriele Sperlich, Katrin Stangl, Susanne Theumer, Judith Weißig und Susanne Werdin. Zur Vernissage sind die Originale zu sehen und die Gedichte, begleitet von musikalischen Improvisationen, zu hören. "Zu einer ersten Zusammenarbeit mit einem Graphiker kam es 2002 im Rahmen einer Veröffentlichung im Kunstverein Aschersleben. Sven Großkreutz, ein Freund meines Bruders, studierte damals an der HGB in Leipzig. So entstand ein originalgraphisches Buch mit Radierungen. Daraus resultierte mein Wunsch eigene Graphik-Lyrik-Mappen herauszugeben. Im Laufe der Jahre entstanden dann mehrere Mappen mit verschiedenen Künstlern. Da an Kassette No. 2 "mondenworten" nur männliche Künstler beteiligt waren, griff ich die Idee von K. G. Hirsch auf, Mappe No. 3 "Mondmilch" nur mit Künstlerinnen zu gestalten. Ein Grund meiner Aktivitäten als Herausgeber sind die sehr eingeschränkten Möglichkeiten, Lyrik überhaupt zu veröffentlichen. Sehr froh bin ich immer wieder über die Bereitschaft der Künstler, meine Projekte so selbstlos zu unterstützen." (G.N.) Zur Eröffnung der Austellung liest Heinz Barth (Halle) mit musikalischen Improvisationen von Gregor Nitzsche
22 Uhr
Eröffnung des Kurt-Wolff-Buchdepots
Im traditionellen Buchhandel haben unabhängige Verlage im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Konsumenten kaum eine Chance. Wenn von überall her Informationen auf den Leser einprasseln, versucht er sich abzuschotten und schlägt einen Bogen um das anstrengende Medium Buch. Wie schafft es der Leser, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden? Nicht die unübersichtliche Ramschkiste, sondern die qualitätsbedachte Auswahl hilft dem anspruchsvollen Leser, sich im Dschungel des Marktes zu orientieren. Hier ergreifen wir die Initiative und widmen einen Raum unserer Galerie Büchern aus konzernunabhängigen Verlagen mit literarischen und zeitgeschichtlichen Programm, die sich der Kurt-Wolff-Stiftung verbunden fühlen. Kurt Wolff (1887 - 1963): gründete 1913 in Leipzig den wichtigsten Verlag für expressionistische Literatur, verlegte u.a. Franz Kafka und Georg Trakl. Einige Schriftsteller wie Franz Werfel und Kurt Pinthus arbeiteten als Lektoren im Verlag. Die Bücher zeichneten sich durch eine hochwertige und schöne Ausstattung aus. Durch ihre moderaten Preise waren sie auch für finanziell weniger betuchte Käufer erschwinglich. Die unabhängigen Verlage, die sich in der Kurt-Wolff-Stiftung engagieren, fühlen sich bis heute diesem Anspruch verpflichtet. Stöbern und staunen Sie im Kurt-Wolff-Buchdepot - hier finden Sie die spannendsten Buchproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum. Beteiligte Verlage: A1 Verlag, Antje Kunstmann, Aviva Verlag, be.bra verlag, Christoph Links Verlag, Das Wunderhorn, Edition Nautilus, Merlin Verlag, Transit Verlag, Urs Engeler Editor, Wallstein Verlag, Zu Klampen! sowie verschiedene Handpressen mit Künstlerbüchern.
26. 11. 2007, 20 Uhr
Ulrich Zieger "Der Bürgermeister" - ein Solo
Der Autor in der Hauptrolle. Endlich ! Ein außerordentlich verstiegener Vortrag - die Ansprache eines Unparteiischen am Rande des Haifischbeckens. Machen Sie die Probe nach der Aufführung! Genießen Sie die Erstaufführung in der Türfüllung der Edition ERATA! Ulrich Zieger ist als Schriftsteller („Willkommen und Abschied“) und Übersetzer (Jean Genet: „Ein verliebter Gefangener“) bekannt. Sein Talent als Schauspieler stellt er an diesem Abend unter Beweis - eine unvorstellbare Geschichte, in der sich absurdeste Provinzbeschreibungen zu einer vom Wahnsinn regierten Welt zusammenfügen. Ulrich Zieger: Geboren 1961 in Döbeln/Sachsen. Lebte seit 1981 in Ostberlin, wo er für einige Jahre u.a. der freien Theatergruppe "Zinnober" angehörte und die literarischen Zeitschriften "Schaden" und "Verwendung" mitherausgab. Im Frühjahr 1989 Ausreise und Umzug nach Montpellier/Frankreich. Seit 1990 zahlreiche Veröffentlichungen im Berliner Verlag Druckhaus Galrev. Sein Werk umfasst mehrere Gedichtbände, Theaterstücke, Erzählungen und einen Roman. Gemeinsam mit dem Musiker Bert Wrede schuf er drei Hörspiele. Seit 1998 lebt Ulrich Zieger in Berlin. Preise: Nicolas-Born-Preis für Lyrik, Förderpreis zum Brandenburger Literaturpreis, Förderpreis zum Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preis für Dramatik der Stadt Jena, Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
7. 12. 2007, 20 Uhr
Katrin Heinau, Ulrich van Loyen, Jorge de Sena (Markus Sahr), Viktor Kalinke
Literaturabend
Drei Autoren und ein Übersetzer lesen an diesem Abend aus ihren aktuellen Neuerscheinungen und stellen sich der Diskussion: Katrin Heinau erzählt die Geschichte einer Polin, die sich in Berlin bis ans Bett einer Bekannten redet, um dann mit ihr nach Krakau aufzubrechen. Ulrich van Loyen's Romanzen behandeln Zwischenstationen, auf der Stelle tretende Romanansätze, in denen die großen Aufbrüche zu kleinen, die endgültigen Lieben zu Affären mutieren. Markus Sahr präsentiert "Die Großkapitäne "Großkapitäne" des bedeutenden portugiesischsprachigen Erzähleres Jorge de Sena, von dem nach zwei Suhrkamp-Bänden nun das dritte Prosabuch in deutscher Übersetzung vorliegt. Frisch erschienen ist auch der zweite Teils des als Trilogie geplanten Essays "Gottes Fleisch" (endlich!). Viktor Kalinke beleuchtet darin die Spuren, die das Verhältnis von Mann und Frau in antiken Rechtsbüchern hinterlassen hat.
22 Uhr
Torsten Pfeffer (Leipzig): dem nur zeit elf (Malerei)
Vernissage
Auf verschiedenen Leinwandformaten werden die unterschiedlichsten Raumperspektiven untersucht und entgegen aller Gesetzmäßigkeit zu einander in Beziehung gesetzt. Die bekannten Fixpunkte zur visuellen Orientierung sind in Auflösung begriffen. Wo befinde ich mich als Betrachter und wo ist sicherer Halt? Es bleibt die Frage wie unwahscheinlich bzw. spekulativ diese Acrylgemälde tatsächlich sind. Wo ist denn nun oben und wo unten? Torsten Pfeffer: geb. 1977 in Leipzig, Studium: klassische Musik an der Hochschule für Musik Köln (Abteilung Aachen) sowie der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, lebt und arbeitet seit 2004 als freischaffender bildender Künstler und Musiker in Leipzig, letzte Projekte: Kompositionsauftrag der Wagnergesellschaft, Leipzig zu den Wagnerfesttagen 2007 / Uraufführung am 20.05.07, Filmmusik zum Dokumentarfilm "Dichtersehen" von Viktor Kalinke
8. 12. 2007, 20 Uhr
Gesangschule Iris Donner präsentiert: Neue Talente
Weihnachtssingen
2008
Leipziger Buchmesse 2008
13.-17. März
13.03.08, 12:00-12:30, Forum International Halle 4, B502
Nina Chabias: Guttapercha des gänsehäutigen Gehänges
Ü: Henrike Schmidt
»Chabias« ist der vielleicht rätselhafteste und zugleich anstößigste Name in der russischen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Sergej Birjukov)
13.03.08, 12:30-13:00 , Forum International Halle 4, B502
Carlos Aguilera: Theorie der chinesischen Seele
Ü: Udo Kawasser
"... diese phantastische Reise durch China ist vor allem eine wunderbare Reise durch die totalitäre Geisteshaltung." Idalia Morejón, Encuentro de la cultura cubana, Spanien
13.03.08, 20:00, ERATA / Kurt-Wolff-Depot
Nina Chabias: Guttapercha des gänsehäutigen Gehänges
Lesung und Ausstellungseröffnung
Ü: Henrike Schmidt, Zeichnungen von Djioma Djumabaeva
»Chabias« ist der vielleicht rätselhafteste und zugleich anstößigste Name in der russischen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Sergej Birjukov)
Zur Buchpremiere wird die Ausstellung mit Zeichnungen der St. Petersburger Künstlerin Djioma Djumabaeva mit Arbeiten zur Chabias sowie mit Arbeiten des Berliner Künstlers Jan Brokof zu "Vendelzeit" von Katrin Heinau eröffnet.
14.03. 08 10:30 Uhr, Leseinsel Junge Verlage Halle 5, D200
Ulrich van Loyen: Stilles Weites Land
“Ulrich van Loyens Erzählungen erinnern an den magischen Realismus eines Gabriel Garcia Marquez.“ (Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten)
14.03. 08 16:30 Uhr, Leseinsel Junge Verlage Halle 5, D200
Marc Degens: Hier keine Kunst
14.03.0817:00 – 18:00 Uhr, Forum International Halle 4, B502
Autoren aus Serbien, Rußland und Mazedonien
Miloš Crnjanski: Ithaka
Ü: Viktor Kalinke
Einer der herausragendsten Vertreter der serbischen Moderne wird hier mit seinem fulminanten Debüt, das während des Ersten Weltkriegs entstand, erstmals in deutscher Sprache vorgestellt.
Wjatscheslaw Kuprijanow: Im Geheimzentrum
Ü: Peter Steger
Ivan Dodovski: Der große Koffer
Ü: Will Firth
Mit feiner Ironie und viel Wortwitz begleitet Dodovski seine Protagonisten durch die soziale Krisenzone des Systemwechsels in Ex-Jugoslawien.
14.03. 08, 18:30 – 20:00, Polnisches Institut
Bittgesuche und andere Obsessionen - Polnische Schwingungen in der Leipziger Luft
Urszula Koziol, Marek Sniecinski, Katrin Heinau
Ü: Peter Gehrisch, Bettina Eberspächer
in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig
Urszula Koziołs Bittschriften mit ironischer Nebenbedeutung fußen auf jüngster Geschichte und gewähren Einblick in die Tiefenstruktur polnischer Identität. Die Verführungskraft der Erzählungen Marek Sniecinskis steckt in der Wahrnehmung des Lesers, selbst Gegenstand der Lektüre des Autors zu sein. Katrin Heinau erzählt von einer fiktiven Reise nach Polen, erzählt in einer Nacht. Eine junge Polin redet sich bis ans Bett ihrer stummen Zuhörerin, die in der Fremde mit ihrer Neigung zu Frauen konfrontiert wird.
14.03.08 ab 20 Uhr, ERATA / Kurt-Wolff-Depot
Geheimnisse der slawischen Seele
ERATA Literaturnacht
mit Roland Lampe, Ulrich van Loyen, Bärbel Klässner, Marek Sniecinski, Katrin Heinau, Wjatscheslaw Kuprijanow, Carlos Aguilera, Marc Degens, Urszula Koziol
15. 03.08 11:30, Leseinsel Junge Verlage Halle 5, D200
Bärbel Klässner: Der zugang ist gelegt
„später wollte ich die sprache durch mich selbst ersetzen das musste misslingen die sprache ersetzte mich durch nichts ungesprochen blieben die nächte“
15. 03.08 17:00, Markt 11 - Innenstadt
Geheimnisse der Seele eines Verlags
ERATA im Gespräch mit Henner Kotte
15.03. 08, 20 Uhr, ERATA / Kurt-Wolff-Depot
"Kurs Südost"
in Zusammenarbeit mit SO_Übersetzen - Verein zur Förderung literarischer Übersetzungen aus slawischen Sprachen Südosteuropas e.V.
Eine Gruppe von literarischen Übersetzern aller Altersklassen auf „Kurs Südost“ – das verspricht Entdeckungen aus Ländern, die mehr als Kriegstraumata und Balkanfolklore zu bieten haben: Witz, Ironie und tiefere Bedeutung, Mutterwitz, Selbstironie und abgründige Erfahrungen, Aberwitz, Hinterfotzigkeit und eine unglaubliche Vielfalt ...
Es lesen:
Viktor Kalinke: „Ithaka“ von Miloš Crnjanski
Ann Catrin Apstein-Müller: „Tito, Amor Mio“ von Marko Sosič
Susanne Böhm-Milosavljević: „Auf gepackten Koffern“ von Igor Štiks
Klaus Detlef Olof: “Der Kalender der Mayas” von Zoran Ferić
Brigitte Döbert: "Drei Tannen" von Namik Kabil
Will Firth: "Deutschunterricht" von Ivan Dodovski
Andrea Meyer-Fraatz: "Bauerngambit" von Boris Greiner
Matthias Jacob: "Das Wissen vom Nichts" von Stanko Andrić
Blanka Stipetic: "Der Fuchs im Labyrinth" von Miomir Petrović
Patricia Fridrich: "Konstantin der Gottesfürchtige" von Simo Mraović
Viktor Kalinke - Miloš Crnjanski: Ithaka
Einer der herausragendsten Vertreter der serbischen Moderne wird hier mit seinem fulminanten Debüt, das während des Ersten Weltkriegs entstand, erstmals in deutscher Sprache vorgestellt.
Ann Catrin Apstein-Müller- Marko Sosič: Tito, Amor Mio
Marko Sosić wurde 1958 in Triest geboren, studierte Regie in Zagreb, hat unter anderem zwei Romane geschrieben und ist derzeit künstlerischer Leiter des Ständigen Slowenischen Nationaltheaters in Triest. Sein Roman Tito, amor mijo schildert das Leben einer slowenischen Familie in Triest Ende der Sechzigerjahre aus der Sicht eines etwa zehnjährigen Jungen.
Susanne Böhm-Milosavljević - Igor Štiks: Auf gepackten Koffern
Igor Štiks wurde 1977 in Sarajevo geboren und lebt momentan in Chicago.Für seinen Erstlingsroman Ein Schloss in der Romagna erhielt er 2000 den kroatischen Slavic-Preis, 2006 folgte der Ksaver Sandor Gjalski-Preis für den Roman Elijahova stolica. In der Erzählung Auf gepackten Koffern schildert der Ich-Erzähler die bewegte Geschichte seiner Familie im 20. Jahrhundert und die Bedeutung gepackter Koffer für die Zukunft.
Brigitte Döbert - Namik Kabil: Drei Tannen
Namik Kabil ist ein erfolgreicher Drehbuchautor, Romancier undTheaterschriftsteller, der auf dem diesjährigen Filmfestival von Sarajevo für sein Szenario zu einem Dokumentarfilm den ersten Preis bekommen hat. Mit seinem Bühnenstück Drei Tannen greift er eines der schwierigsten Kapitel bosnisch-herzegowinischer Verhältnisse auf: Es spielt im Srebrenica der Jahre 2004, 1997 und 1988.
Will Firth - Ivan Dodovski: Deutschunterricht
Ivan Dodovski, geboren 1974 in Bitola, Mazedonien, ist Publizist, lebt zurzeit in England und schreibt an seiner Doktorarbeit im Bereich der Literaturwissenschaft.In der Erzählung Deutschunterricht versetzt ein pensionierter Arzt eine mazedonische Provinzstadt in helle Aufregung.
Patricia Fridrich - Simo Mraović: Konstantin der Gottesfürchtige
Simo Mraović wurde 1966 geboren und studierte Russistik und Kroatistik in Zagreb. Seine Gedichte wurden ins Italienische, Polnische und Ungarische übersetzt. Der Roman Konstantin der Gottesfürchtige (2002) handelt von einem in Kroatien lebenden Serben und seinen Empfindungen, als sich Kroatien 1991 für unabhängig erklärt. In einem Rückblick erzählt er von seinem Vater, der einen hohen Posten bei der jugoslawischen Armee innehatte und den Gedanken von Freiheit und Brüderlichkeit auf eine sehr persönliche Weise umzusetzen verstand.
Matthias Jacob - Stanko Andrić: Das Wissen vom Nichts
Stanko Andrić, 1967 in Strizivojna geboren, studierte Französisch und Latein an der Universität Zagreb. Sein 1995 in Form eines Wörterbuchs erschienener Prosaband Das Wissen vom Nichts versammelt kürzere geistreiche philosophische bzw. sophistische Texte, die zwischen fiction und faction, Logik und Paradoxon, oszillieren.
Andrea Meyer-Fraatz - Boris Greiner: Bauerngambit
Bauerngambit beschreibt die Metamorphose des unfreiwilligen Uhrmachers Boris Greiner (*1959) zum Autor des vorliegenden Romans und schaut dabei auf ein „halbes“ Leben in sich verändernden Zeitumständen zurück.
Klaus Detlef Olof - Zoran Ferić: Der Kalender der Mayas
Zoran Ferić, 1961 in Zagreb geboren, studierte an der Philosophischen Fakultät von Zagreb und arbeitet derzeit als Gymnasialprofessor für Kroatisch. Ein Erzähler doppelbödiger Kurzprosa und Romane voller Paranoia, Sex und Humor. Der Roman Der Kalender der Mayas handelt von einer Gruppe von Pensionisten, die beschlossen haben, ihre letzte Klassenreise zu wiederholen. Zwölf an der Zahl, besteigen sie in Opatija das Schiff, in der Hoffnung auf gutes Gelingen und erneuerte Jugend. Doch es erwartet sie eine Kette komischer und mysteriöser Geschehnisse, die ihre Kreuzfahrt zu einer Reise ins Metaphysische werden lässt.
Blanka Stipetić - Miomir Petrović: Der Fuchs im Labyrinth
Miomir Petrović, 1972 in Belgrad geboren, schreibt Romane und Theaterstücke. In seinem Werk behandelt er universelle menschliche Fragen vor dem Hintergrund europäischer und serbischer Geschichte. In Der Fuchs im Labyrinth beseitigt ein Psychologe Leichen und ein Mörder rettet Kunstwerke. Zwei Epochen, zwei Männer, eine Frage: Ist das Böse unser Schicksal?
16. 03.08 10:30, Leseinsel Junge Verlage Halle 5, D200
Katrin Heinau: Der Papst ist ein Schwede
Eine Frau aus Polen erzählt sich bis an das Bett ihrer Zuhörerin in Berlin. Es geht um das Eigene und Fremde, um Auschwitz und Krakau, um Sprache. Eine zärtliche Annäherung.
16. 03.08 14:30, Museum in der "Runden Ecke", Dittrichring 24, ehem. Stasi-Kinosaal
Peter Gehrisch: Hans-Theodors Karneval oder Das Federnorakel
Ein bilderpraller Roman, der die Geschichte von 1945 bis zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei 1968 auf eigenwillig-närrische Weise beleuchtet, ohne daß der Ernst des Geschehenen dabei verloren geht.
17. 3. 2008, 19.30 Uhr, Frauenzentrum Weimar, Johanna-Schopenhauer-Str. 21
Bärbel Klässner: Der zugang ist gelegt
Lesung mit anschließender Feier
19. März 2008 um 20 Uhr, Stadtbücherei Stuttgart, Max-Bense-Saal, Konrad-Adenauerstr. 2
3durch3. reihe sprachkunst: Hartmut Geerken - Sergej Birjukov - Valeri Scherstjanoi
In der Reihe "3durch3" treffen sich diesmal die russische und deutsche Sprachkunst. Sergej Birjukov ist einer der wichtigsten Vertreter und Kenner der gegenwärtigen russischen Poesie-Avantgarde. Valeri Scherstjanoi, international renommierter Schrift- und Lautpoesiekünstler entführt in sein Lautland. Beide begegnen dem Dichter, Jazzmusiker und Mykologen Hartmut Geerken und seiner Feier des Genitivs. (Die Reihe 3durch3 wird vom Kunsttempel in Kassel, der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadtbücherei Stuttgart veranstaltet.)
11. – 13. 4. 2008
Bücher beflügeln - Literatur und nachhaltige Entwicklung
Tagung in Villigst
Unter dem Thema „Bücher beflügeln – Literatur und nachhaltige Entwicklung“ bieten wir den Teilnehmern und Autoren die Möglichkeit sich über den Zusammenhang und das Zusammenspiel von Literatur und Entwicklung auszutauschen. Eingeladene Autoren sind: Carlos Aguilera aus Kuba und Kiran Nagarkar aus Indien. (Veranstalter: litprom | Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. & Evangelische Akademie in Iserlohn)
12.4. 2008, 22 Uhr, Ort: Mosaik, Oranienstr. 34, Berlin
Katrin Heinau, Oliver Bertz & Günter Wagner lesen aus "Vendelzeit"
Lange Buchnacht in der Oranienstraße
17.4. 2008, 20.00 Uhr, Literaturcafé im Haus des Buches, Leipzig
Tim Hagemann liest aus seiner Übersetzung Kierkegaards Berliner Tagebücher
Moderation: Markus Sahr
Tim Hagemann (Tübingen) liest aus seiner Übersetzung des ersten Berliner Tagebuchs des großen dänischen Theologen und Philosophen (in: S. K., Schriftproben, Philo Verlagsgesellschaft 2005). Kierkegaard war beinahe so stark an Kopenhagen gebunden wie Kant an Königsberg. Die weite Welt konzentrierte sich für ihn in einem einzigen Punkt - Berlin. Unmittelbarer Anlass für seine erste Reise dorthin war die skandalträchtige Lösung seiner Verlobung und sein Bedürfnis, für eine Weile unterzutauchen. In Berlin arbeitet er an seinem ersten Opus und besucht die Vorlesungen Schellings. Seine Notizen lassen miterleben, wie die Bewältigung der gescheiterten Verlobung in die Genese von "Entweder - Oder" mündet. Veranstaltung des Sächsischen Vereins zur Förderung literarischer Übersetzung "Die Fähre" e.V.
18. 4. 2008, 20 Uhr, Theater "Verlängertes Wohnzimmer", Frankfurter Allee 19, Berlin
Roland Lampe: Alles dreht sich um nichts
An der Schnittstelle zwischen Kurzprosa, Lyrik und Aphorismus bettet der Berliner Autor seine Beobachtungen zwischen hintersinnige Gedanken und feinsinnigem Humor - treffsicher auf den Punkt gebracht.
24. 4. 2008 20 Uhr, Stadtbibliothek Essen, Hollestr. 3
Bärbel Klässner: Der zugang ist gelegt
„später wollte ich die sprache durch mich selbst ersetzen das musste misslingen die sprache ersetzte mich durch nichts ungesprochen blieben die nächte“
27.4. 2008, 18 Uhr, Ort: Nachbarschaftsgalerie der KungerKiezInitiative, Karl-Kunger-Str. 15, Berlin
Katrin Heinau liest aus "Der Papst ist ein Schwede"
18.5. 2008, 19 Uhr, Ort: Café 46, Waller Heerstr. 46, Bremen
Katrin Heinau liest aus "Der Papst ist ein Schwede"
Eine Veranstaltung von wort:injektion und Bremer Literaturkontor
23.5. 2008, 20 Uhr, ERATA
Hein Semke: Bestiarium-Calendarium
Vernissage und Buchpremiere, musikalische Improvisation von Thérese Himmel, Theresa Balté - die Witwe des Künstlers - reist zur Vernissage von Lissabon nach Leipzig
Das Bestiarium-Calendarium ist ein Blockbuch in Format 80 x 52,5 cm. Es besteht aus einem Umschlag und 174 Blättern mit Text und Filzstift-Zeichnungen auf Papier. Es ist eines von acht Künstlerbüchern, die Hein Semke 1970 gestaltete. "Dies ist ein Buch zum Sehen, Lesen und Hören. Denn die Reime und Rhythmen der Verse und Sprüche nach einem einfachen Geschmack ergänzen das Vergnügen der Sinne und erweitern seine Dimension. Jeder Monat des Kalendariums wird eröffnet von einer exotischen Figur, Vogel-Schlange (das Feste und das Flüchtige in der Sprache der alten Alchimisten), eingerollt in sich selbst und dabei ihren Schwanz verschlingend, wie ein Ouroboros, der auf geheimnisvolle Weise die Lektion der Zeit verkündet: er kreist, geht vorüber und kehrt zurück in einem ewigen kosmischen Tanz." Yvette K. Centeno
Der Hamburger Hein Semke ist 1919 an anarchistischen Aufständen beteiligt und wird für 6 Jahre ins Zuchthaus gesperrt. Nach seiner Entlassung studiert er Kunst und emigriert nach Lissabon. Zwischen 1958 und 1986 gestaltet er seine 34 Künstlerbüch er. Sie vereinen Texte, Aquarelle, Zeichnungen, Monotypien, Holzschnitte und Collagen und entwickeln seine immer wiederkehrenden Themen – religiöse, politische, ästhetische Reflexion; Feier der Frau und der Liebe; Zauber der Natur: Blumen, Bäume, Fische; Gesellschafts- und Selbst-Satire. Von unterschiedlichem Umfang und zumeist großformatig bieten sie ein Gesamtbild von der reichen Persönlichkeit des Künstlers. 1972 veranstaltet die Gulbenkian Stiftung eine Retrospektive seines Werkes. 1991 stellt das Nationale Kachel-Museum sein keramisches Oeuvre aus. Die Bundesrepublik Deutschland verleiht ihm 1978 das Bundesverdienstkreuz; Portugal 1990 den Orden des Infante D. Henrique. Seitdem scheint er vergessen. Der ERATA Literaturverlag würdigt den Künstler postum mit der Reproduktion seines "Bestiarium-Calendarium" - der ersten deutschsprachigen Buchpublikation von Hein Semke.
27. 5. bis 13. 7. 2008
Wjatscheslaw Kuprijanow kommt aus Moskau, geht auf Lesereise und macht Station in Tübingen (27. 5.), Stuttgart (28. 5.), Maeck (30. 5.), Marburg (1. 6.), Saarbrücken (3. 6.), Bad Homburg (6. 6.), Erlangen (10. 6.), Ansbach (11. 6.), Passau (11. und 12. 6.), Berlin (16. und 17. 6.), Lyrik Park (13. 7.)
13. 6. 2008, 20 Uhr, ERATA
Jacinto Lucas Pires (Portugal) kommt nach Leipzig
Leipziger Studierende lesen die Übersetzung seiner Texte, es wird ein Kurzfilm gezeigt. Das Programm sieht die Vorstellung des Künstlers, die Lektüre von Ausschnitten aus den Erzählungen "L" und "Palavras" (Wörter) sowie die Vorführung des Kurzfilms Cinemaamor (20 min) und im Anschluß eine offene Diskussionsrunde vor. Eine Veranstaltung des Instituto Camões, Universität Leipzig
Jacinto Lucas Pires wurde am 14. Juli 1974 in Porto (Portugal) geboren. Er hat an der Katholischen Universität von Lissabon Jura und an der New Yorker Film Academy Film studiert. 1996 veröffentlichte er sein erstes Buch und arbeitet heute als Theater- und Filmschaffender. Für zwei Kurzfilme hat er das Drehbuch geschrieben und Regie geführt: Cinemaamor (1999) und B.D. (2004). Für Cinemaamor (Kinoliebe) erhielt er den Kino-Klub-Preis auf dem luso-brasilianischen Filmfestival in Santa Maria da Feira. Da seine Bücher bisher noch nicht in Deutschland erschienen sind, laden wir Sie ein, im portugiesischen Original und in deutscher Übersetzung ausgewählte Auszüge aus seinen Werken zu hören. Auf Initiative des Instituto Camões befindet sich Lucas Pires zur Zeit auf Lese- und Vortragsreise durch verschiedene deutsche Städte, die ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Köln und Mainz führt und die er mit dem Abend in Leipzig am 13. Juni beenden wird.
17. 6 2008 20.00 Uhr Jena, Schillers Gartenhaus
Bärbel Klässner: „Der zugang ist gelegt – allons!“
Lesung zusammen mit Wulf Kirsten und Willem von Toorn
eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V.
20. 6 2008 20.00 Uhr Berlin, Cafè Viridis
Bärbel Klässner: „Der zugang ist gelegt"
Verein zur Steigerung der Lebensqualität e.V.
27. 6 2008 ab 20.00 Uhr, ERATA-Sommerfest
Emeka Udemba: Chicken kings, Metal kings, Market kings
Vernissage und Buchpremiere
Am 27. Juni ists soweit: wir steigern die Inflation der Hof- und Gartenfeste, feiern unser diesjähriges Sommerfest, eröffnen am selben Abend die Photographie-Ausstellung "Chicken kings, Metal kings, Market kings" des nigerianischen Künstlers und Kurators Emeka Udemba, und verlieren uns sprachakrobatisch in "denkpornos". Verkappte und echte Dichter reisen an, falsche und spielerische Identitäten werden enttarnt, Poesiekurzfilme gezeigt: alles dreht sich um die Nr. 1 der gedruckten Ausgabe von INSKRIPTIONEN - das Podium diskutiert über die Vergabe des Titels und wahrlich, es darf gestritten werden. Für Trink- und Essbares ist gesorgt, für ganz Standhafte gibts Russkyi Standard. Den konkreten zeitlichen Kontext von Lagos / Nigeria überschreitend, lassen diese Fragmente “visueller Ikonographie” ihren Ursprung hinter sich, um neue Geschichten zu erzählen. Die Intention dieser Arbeiten ist es, in den Raum jenseits der Sprache zu gelangen. Die Bilder verlagern ihre Perspektive im Auge des Betrachters von malerischen Szenerien zum Bewußtsein um die Räume und Prozesse, denen sie ihre Existenz verdanken.
Inskriptionen Nr. 1: denkporno
Party zur Publikation der ersten Ausgabe von Inskriptionen mit Beiträgen von crysantheme, Kraba vel Job, Katrin Heinau, Patrick Beck, Viktor & Zhenja, Andreas Hegewald u.v.m.
Diese Anthologie geht einen Schritt zurück: vom scheinbar flüchtigen Medium des Netzes, virtuell, universell ausgebreitet, mit einem Serverausfall unrettbar verloren, zurück zum Holzmedium des Buches, behäbig aufs Papier gedruckt, durch limitierte Auflage nur einem ausgewählten Kreis zugä,nglich. Das Buch kommt ohne Codes und Decodierung aus, die konkrete Sprache genügt. Dem Papier fehlt, was das Netz ermöglicht: die Unmittelbarkeit der Bezugnahme. Räumliche Entfernungen zwischen den Autoren spielen keine Rolle, ebensowenig zeitliche. Diese Anthologie, die sich als sinnlich greifbares Resultat eines virtuellen Prozesses versteht, vereint kein Sammelsurium, kein vom Herausgeber gebündeltes Nebeneinander, keine Parallelen, die sich hypothetisch im Unendlichen schneiden, aber in res niemals berühren. Die Texte dieser Anthologie bewahren den Atem, das Keuchen und Seufzen aus dem Moment ihrer Entstehung.
4. 7. 2008, 19 Uhr, Uni Halle, Philosophische Fakultät II: Seminar für Slavistik, Innenhof
Teatr DADAZ: Auf den Seiten der Avantgarde / Po stranicam Avangarda
Präsentation des Buches von Nina Chabias: Guttapercha des gänsehäutigen Gehänges
mit Sergej Birjukov
11. 7. 2008, 16-18 Uhr
Musizierstunde der Klasse Jens Lübeck
20 Uhr
Wjatscheslaw Kuprijanow liest in Leipzig: Das Geheimzentrum
6.-10. 8. 2008, Budapest, International Cultural Artistic Foundation
SEA AND WORDS, WHICH SEPARATE AND UNITE: International reunion of Poets
Mehrsprachige Lesung u.a. mit Viktor Kalinke in Budapest, Pilisjászfalu, Esztergom und Muzsla
17. 10. 2008, 20 Uhr
Gustavo Machado: Moçambique (Fotografie)
Im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs präsentiert der Fotograf Gustavo Machados in Leipzig die Perspektive eines Portugiesen auf das heutige Mosambik. Die Arbeiten entstanden im Rahmen eines Projektes von Médicos do Mundo – Portugal (“Ärzte der Welt”) entstanden die Fotografien im Rahmen eines Projektes in den Provinzen Matola und Namaacha. Wärme und Lächeln kontrastieren mit dem Leiden und der Zerbrechlichkeit der von der HIV-Epidemie gepeinigten Menschen. Gustavo Machado wurde 1983 in Porto geboren, er studierte zunächst moderne Sprachen und Literatur und schloß 2005 ein Studium der Fotografie und audiovisuellen Kommunikation an. Seine Arbeiten wurden auf dem “ASEF Forum for Young Photojournalists”, organisiert von World Press Photo, in Manila und am Polytechnischen Institut in Porto gezeigt. Zur Eröffnung der Ausstellung sind Gedichte von Glória de Sant’Ana und Ana Mafalda Leite gelesen und Klänge aus Afrika zu hören. Im Anschluß liest der Übersetzer Markus Sahr aus den Erzählungen „Die Großkapitäne“ von Jorge de Sena. Die Ausstellung wird vom Instituto Camões, Portugal, in Zusammenarbeit mit ERATA, veranstaltet. // Em Ano de Diálogo Intercultural a exposição de Gustavo Machado transporta até Leipzig a visão de um português sobre Moçambique, mais concretamente sobre as regiões de Matola e Namaacha em colaboração com os Médicos no Mundo – Portugal. As imagens colocam sorrisos em paridade com o sofrimento, cores vivas e quentes com as fragilidades do homem. Gustavo Machado é um fotojornalista do Porto, as imagens moçambicanas. No dia da inauguração leremos poemas de Glória de Sant’Ana e Ana Mafalda Leite em contexto de sons e imagens africanas.
18. 10. 2008, 11 Uhr, Frankfurt am Main, Stand der Republik Serbien
"Ithaka" vom Milos Crnjanski, vorgestellt von Stevan Tontic und Cornelia Marks
Moderation: Vida Ognjenovic (Präsidentin des Serbischen PEN)
Donnerstag 23. Oktober, 20:00 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e. V.
Daniela Danz stellt die Dichterin und Fotografin Jenny Feuerstein vor
1. November, 20.00 Uhr, im Café Bahnwärterhäuschen Tharandt
Patrick Beck liest aus "Swantegard"
ERATA wird zehn. Wenn mich als Kind jemand gefragt hätte, was ich nach der Schule werden wolle - ich wäre niemals auf die Idee gekommen zu antworten: Ich werde Verleger. War es vor der Wende die politische Restriktion, die, wenn es ginge, schon den Gedanken an selbständiges Publizieren verboten hätte, so ist es in der Gegenwart die Absurdität des übersättigten Buchmarktes, der eine Verlagsgründung in eine Don-Quichotterie verwandelt. Einen Verlag zu betreiben, ist vor allem: eine Art des Reisens, eine Fahrt erster Klasse durch Ideenlandschaften; einen Verlag zu betreiben, heißt, Gefährte zu sein auf Wanderungen, die im Kopf stattfinden, heißt, Menschen zu begegnen, in Tiefen einzudringen, zuweilen in Abgründe - und dabei Form zu finden.
Am 14. November werden wir feiern.
14. 11. 2008, 20 Uhr
ERATA wird ZEHN - Geburtstagsparty mit Überraschungen
- Sascha Heße wird "Den Anker in die Luft werfen" - Aphorismen
- Markus Sahr liest aus "erdnah" von Yvette K. Centeno - Gedichte
- Susanne Detering liest aus "Sieben Mädchenblicke auf dieselbe Landschaft" von Esther Tusquets
- Patrick Beck bringt "Swantegard" zu Gehör
Im Anschluß: "Leipzig sucht den Supadichta" - open space mit Heidi Elkenreich empfiehlt unveröffentlichte Texte: "Das müssen Sie lesen!"
18. November, 20.00 Uhr, in der Buchhandlung Lesezeichen Dresden
Patrick Beck liest aus "Swantegard" - Hörbuchpremiere
23. 11. 2008, 11 Uhr, Informationszentrum "Europa Direct", Neumarkt, Josef-Haubich-Hof 1, Köln
Serbische Kulturtage: "Ithaka" vom Milos Crnjanski, vorgestellt von Stevan Tontic und Viktor Kalinke
28. 11. 2008, 20 Uhr - Doppellesung
Olaf Velte (Wehrheim) liest "Von Raabe zu den Rauhen Gärten" (Prosa und Gedichte)
"Träumt Raabe"
Veltes Erzählung nähert sich Wilhelm Raabe, der seit der Chronik der Sperlingsgasse ein bekannter und beliebter Schriftsteller war. 1862 siedelt er mit seiner Frau nach Stuttgart, der damaligen deutschen Literatur-Hauptstadt, und hofft, hier weiter voran zu kommen. Wichtige Bekanntschaften entstehen - man trifft sich in Künstlergesellschaften und an Stammtischen. Während Raabes erste Tochter zur Welt kommt und er stur an seinen Prosa-Arbeiten schreibt, verschärft sich die politische Lage. Preußen und Österreich beanspruchen die Vorherrschaft in Deutschland, die Debatten werden erbittert. Raabe ergreift mit seinen norddeutschen Bekannten die Partei von Bismarck und steht bald isoliert im Süddeutschen. Velte hat bei alledem den Moment der ästhetischen Entscheidung im Auge, in welchem Raabe seine erzählerische Grundhaltung von der des gern gelesenen Unterhaltungs-Autors zu einer harschen Version des Realismus verschiebt. Bald arbeitet er mit modernen Mitteln der Zeit- und Perspektivensprünge - und verliert einen Gutteil seiner Leserschaft. Am Tage der deutschen Mobilmachung 1870 verlassen die Raabes ihre Wahlheimat Stuttgart.
"Schindäcker rauhe Gärten"
Velte liest aus seinem neuen Lyrikband, der im Frühjahr verlegt wurde. Von dem kleinen Weltkreis im hessischen Taunus geht die Reise nach Warmbronn, Halberstadt, Kütten, Swinemünde, London, Krumau und retour in die alte Landschaft am Fuße des Limes. Die Wegenetze weiten sich ins Historische und lassen längst versunkene Lieder erklingen. Das Ende markiert bei günstigem Verlauf ein Tabak-Raucher-Blues.
Olaf Velte: 2003, Förderpreis der Deutschen Schillerstiftung, lebt in Wehrheim
Christine Pfammatter (Leuk) liest aus „Zuviel Sonne“ (Erzählungen)
Immer wartet jemand. Wir alle warten. Wir warten auf den Bus, den Flieger, wir warten auf Antwort, Lob und Zuneigung. In der Erzählung “Das Zimmer“ wartet eine Frau. Sie wartet auf den Geliebten. Aber wo? Sie wartet in einem “vernachlässigten Haus“. Und zieht sich im Zimmer aus, wo es nur einen Stuhl und eine Matratze gibt. Der Mann aber, auf den sie wartet, wird nicht kommen. Sie bleibt allein. Sie weiß das. Es gibt keine Illusionen. Das Ende einer Beziehung. Ein leerer Raum in einem abbruchreifen Haus. Hier haben sie sich geliebt. Als könnte die Liebe die Umwelt ändern, als wäre Liebe unfähig, die Vernachlässigung zu akzeptieren, verwandelt sich das schäbige Zimmer in ein Paradies. In Pfammatters Momentaufnahmen, die eine göttliche Komödie weiterschreiben, öffnen sich die Geschichten durch Beiläufiges: Das letzte Rendezvous im vernachlässigten Haus, dieses Warten wird zu einem ganzen Leben. Ein heruntergekommenes Haus ist, was es ist. Eine kaputte Beziehung ist, was sie ist. Das weiß Pfammatter, das weiß die Wartende. Aber sie gestaltet die Liebe nach der Liebe, sie gestaltet – nicht anders als wir auch – nicht zuletzt die Sprache, der wir die Erinnerung verdanken.
5.12.2008, 19.30 Uhr, Frauenbibliothek MonaLiesA, Haus der Demokratie Leipzig
Bärbel Klässner: „Der zugang ist gelegt"
5. 12. 2008
Weihnachtssingen der Gesangklasse Iris Donner
2009
Ausstellung bis zum 5. 3. 2009
Rita Lü: "Wandern in Erbauungsschluchten / Arbeiten zur Literatur"
Rita Lü arbeitet und experimentiert mit alten und neuen Medien und Techniken. Ihre Bilder und Installationen spüren den unsichtbaren, aber wirkungsvollen Mechanismen und Kräften nach, in deren Spannungsfeld der Mensch steht. Bei der Untersuchung der Frage, welche Einflüsse das individuelle wie das gesellschaftliche Dasein bestimmen, spielen in ihren Arbeiten immer wieder literarische Aspekte eine Rolle. Die Ausstellung in der Galerie Erata stellt Installationen und Zeichnungen vor, die in Auseinandersetzung mit Literatur entstanden sind, oder die Literatur provokativ, subversiv, berührend und komisch als Sinn- und Gestaltungselement einsetzen. Zu sehen sein wird u.a. die Fotosynthesenreihe „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, die mit den Mitteln von Zeichnung und experimenteller Fotografie zu einem Parforceritt in eine Herzhöhle unserer Zivilisation einlädt: den Haushalt. Die 23-teilige Bild/Textinstallation „Kopftücher-Kreuze“ zu Clara Viebigs 1908 erschienenem Roman „Das Kreuz im Venn“ stellt die Frage nach der Definitionsmacht religiöser Grundsätze für individuelles und gesellschaftliche Verhalten, während die übermalten Buchseiten der Installation „Die Leiden der Tugend / De Sade überzeichnet“ den Zusammenhang von Lust, Macht und Gewalt mit unerwarteter Komik thematisieren. Zu sehen sind weiterhin Arbeiten aus dem „Vanitas-Zyklus“ und neue Zeichnungen.
Freitag, 20. 2. 2009, 22.00 Uhr, Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus
UNERHÖRT oder ZUNGENDREIMALEINS - Patrick Beck liest Texte aus "Inskriptionen No. 1"
Die Schriftsteller Martina Hefter, Volker Sielaff und Patrick Beck lesen ihre Gedichte, Erzählungen, poetischen Prosastücke. Zwei Schauspieler interpretieren diese Texte, lesen, sprechen, rezitieren. Davor und dazwischen gibt es Live-Lichtmalerei der Künstlerin Claudia Reh, mit dem Sound von Balog, Erik Heyde. Die Bühne richtet Friederike Lettow ein. Texte zum Hinhören in der Reihe neubaunacht des Staatsschauspiels. Lesen ist auch: Übersetzen. Rauschen der Wörter, vom Kopf in den Körper. Wie einer oder eine liest, davon will dieser Abend erzählen. Und wie der eine anders liest als der andere. Der Dichter anders als der Schauspieler. Der andere Schauspieler anders als der eine Dichter. Wann wird, aus demselben Text, ein anderer? Und wie geht sie: die Verwandlung des Gedichts in der Stimme? In Kooperation mit Literaturforum Dresden e. V.
23.-27. 2. 2009 in Bremen, Saarbrücken, Düsseldorf, Dresden und Berlin
Jean-Michel Maulpoix auf Lesereise durch Deutschland: Eine Geschichte vom Blau. Aus dem Französischen von Margret Millischer
- Montag, 23. 2., 19h30, Bremen, Institut Français, Contrescarpe 19
- Dienstag, 24. 2., 19h30, Saarbrücken, Lesung mit Karlheinz Stierle, Villa Europe, Kohlweg 7
- Mittwoch, 25. 2., 19h, Düsseldorf, Médiathèque de l'Institut français, Bilker Str. 7-9
- Donnerstag, 26.2., 19h30, Dresden, Institut français, Kreuzstr. 6
- Freitag, 27. 2., 19h30, Berlin, Institut français, Kurfürstendamm 211
Buch und Veranstaltungen wurden ermöglicht mit freundlicher Unterstützung des französischen Außenministeriums, vertreten durch die Französische Botschaft in Berlin.
LEIPZIGER BUCHMESSE 2009
12.-15.3.2009
Sie finden uns tagsüber in Halle 5, Stand E201 und abends zu unseren Veranstaltungen unter dem Motto "Wohnrecht im Paradies"
12. März 2009 16:00 - 17:00 Uhr Café Europa, Halle 4, Stand D505
Edo Popovic, Max Maldacker, Velibor Čolić: Schwarzer Humor und die südosteuropäische Wirklichkeit
In diesem Frühjahr erscheinen zwei Romane, die die südosteuropäische Wirklichkeit auf höchst eigene Weise reflektieren: Bei Alberto von Velibor Colic (ERATA) und Die Spieler von Edo Popovic (Verlag Voland & Quist). Colic schreibt eine Parabel auf die multikulturelle europäische Gegenwart, die zu einer Hommage an die vielen anonymen Opfer des bosnischen Krieges wird, während Popovic in einer Parodie des kriminalistischen Genres die Verstrickungen zwischen Politik, Medien und Mafia im heutigen Kroatien analysiert. Beide Bücher erscheinen im Rahmen des Projekts TRADUKI, einem europäischen Netzwerk für Literatur und Bücher. Die Übersetzerin und Mitarbeiterin der S. Fischer Stiftung Alida Bremer stellt die beiden Autoren und das Projekt TRADUKI in einem Gespräch vor.
Donnerstag, 12.03.09, 20:30 Uhr, ERATA
Wohnrecht im Paradies 1: ERATA-Doppellesung mit Herbert Kollenz „Marmotta“ und Gesche Blume „Untemperiert“
Herbert Kollenz erzählt in seinem Roman von einem akademischen Helden, den Nahrungsergänzungsmittel fit machen für sein Altersglück in jenem Sommer, in dem Italien in Deutschland Fußball-Weltmeister geworden ist. Und sie haben es nicht bemerkt...
Gesche Blumes Erzählungen handeln von Eiswürfeln und Heizlüftern, lüsternen Herrenbeinen und frisierten Baroninnen.
Zur Doppellesung eröffnen wir die Ausstellung „Wiederkehr“ mit Zeichnungen von Marion Quitz.
Wiederkehr ist eine Übertragung des niedersorbischen Liedtitels Stoj ta lipa ins Deutsche. Ihre Liebe zur Niederlausitz und zur sorbischen Sprache, die vom Aussterben bedroht ist, drückt die Künstlerin neben Ihren Bildern in Ihren Interpretationen sorbischer Lieder aus, die sie auf der Gitarrenlaute begleitet. “Räume, die im Nichts enden und weite Ebenen lassen an Wüste denken oder an einen gefrorenen Raum. Schweigen und Stille kann als ihr zentrales Thema aufgefaßt werden, wenn man in den Grafiken den Beziehungen zwischen den Gauklern, Schlangen, verwandelten Tieren und Personen nachspürt. Sind diese mit Zeichentusche inszenierten lautlosen Stücke sozusagen das Echo der ge hörten und gelesenen Geschichten aus früheren Jahren?” Richard Künzel (Programmdirektor Goethe-Institut)
13. März 2009 11:00 - 13:45 Uhr Forum Kleine Sprachen - große Literaturen, Halle 4, Stand D401
Velibor Čolić, Dragan Velikic, Georgi Gospodinov, Nikos Themelis, Ildikó Lovás - Die Erfindung des Balkans: Politik, Geschichte und literarische Fiktion
Moderation: Alida Bremer
13. März 2009 15:30 - 16:45 Uhr Forum Kleine Sprachen - große Literaturen, Halle 4, Stand D401
Ildikó Lovás, Velibor Čolić - Zugang zur Adria: James Bond in der Batschka
Moderation: Dagmar Schruf
Freitag, 13.03.2009, 20:30 Uhr, ERATA
Wohnrecht im Paradies 2: ERATA-Hörbuch-Nacht mit Miloš Crnjanski „Ithaka“ (Nachdichter: Viktor Kalinke) & Oliver Bendel „Nachrückende Generationen“
Eine Hörbuchpremiere als Film: „Ithaka“ ist keine harmlose Gedichtsammlung für den Nachttisch, „Ithaka“ ist die grausame Abrechnung mit dem alten Mitteleuropa und aktueller denn je zum Verständnis der fortwährenden Konflikte auf dem Balkan. Zu hören ist die Originalstimme von Crnjanski, der Nachdichter Viktor Kalinke, gepaart mit Filmdokumenten aus dem Ersten Weltkrieg. In „Nachrückende Generationen“ verabreden sich Nelli und Sara im Chat mit einem Mann, der sie zu Hause fast vergewaltigt. Als Nelli schließlich Robert Gewalt antut, scheint dies für beide das Ende zu sein. Und doch geht es irgendwie weiter, ganz anders, als man vermutet. Tatort-Schauspieler Johannes Gabriel hat in knapp vier Stunden den Roman von Oliver Bendel eingesprochen.
Sonnabend, 14.03.2009, 20:30 Uhr, ERATA
Wohnrecht im Paradies 3: ERATA-Übersetzer-Nacht mit Margret Millischer (Wien), Jan Weinert (Berlin), Sergej Birjukov (Halle), Margitt Lehbert (Hörby), Michael Kegler (Frankfurt), Elmar Schenkel (Leipzig)
Eine kongeniale Shakespeare-Nachdichtung, Erstübersetzungen von Don Coles & Les Murray, heiter-melancholische Kurzprosa des Portugiesen Gonçalo M. Tavares, „Eine Geschichte vom Blau“ des Franzosen Jean-Michel Maulpoix, der ein Versprechen Rilkes eingelöst hat und die Entdeckung des russisch-jüdischen Dichters Leonid Aronson. Mitveranstalter: Die FÄHRE - Sächsischer Verein zur Förderung literarischer Übersetzung e.V., Edition Rugerup, Verlag der Apfel
Sonnabend, 14.03. 2009, 14:00 - 15:00 Uhr, Halle 4, Stand D500
Miloš Crnjanski heute
Reihe Literatur Mittel- und Osteuropas: Cornelia Marks und Stevan Tontić im Gespräch über die deutsche Übersetzung von Crnjanski´s "Ithaka". Veranstalter: Kulturministerium der Republik Serbien
Sonnabend, 14.03.2009, 17:00 Uhr, Ort: Leseinsel JUNGE VERLAGE, Halle 5
Velibor Čolić: Bei Alberto, Übersetzerin: Alida Bremer
Mitveranstalter: TRADUKI - Übersetzungen aus, von und in Südosteuropa
In Albertos Kneipe treffen sich Verlierer und großherzige Clochards, auf dem Bahnhof Poe in der fiktiven Stadt Narseille, irgendwo zwischen Sarajevo, Dubrovnik und Marseille. Online-Beschreibung: In Albertos Kneipe treffen sich Verlierer und großherzige Clochards, auf dem Bahnhof Poe in der fiktiven Stadt Narseille, irgendwo zwischen Sarajevo, Dubrovnik und Marseille. Krieg und Tod werden gleich zu Beginn als etwas angekündigt, das sich später ereignen wird, als Katastrophe, die auf brutale und tragische Weise auch das Schicksal der „Kinder vom Bahnhof Poe" kennzeichnet. Sie hängen zwischen den Wänden der Kneipe herum, in der man Jazz und Rock hört, Majakowski, Baudelaire und Bukowski zitiert, im Viertel der Ausländer, Einsamen und Verrückten, eine groteske Gesellschaft von Trinkern, Junkies, Kranken, Betrügern und Huren verschiedenster Hautfarbe und Nation. Manchmal klingen sie wie Tom Waits, gelegentlich strippen sie zu „White Rabbit", ihre Schicksale sind oft bizarr bis an die Grenze des Unwahrscheinlichen, doch ihre „Dämmerzone" ist eine letzte Zuflucht vor dem, was der Krieg dieser Stadt gebracht hat. Velibor Čolić fragt sich durch die Oberfläche bis zu den grundlegenden Werten von Gut und Böse hindurch, seine obskure Narseiller Bahnhofskneipe ist Erkennungsmelodie genug, um die – wie es an einer Stelle heißt – „Apostel des für immer verlorenen westlichen Paradieses" anzurufen.
Montag 16.03.2009 – 19:00 Uhr, Eckermann-Buchhandlung Weimar, Marktstraße 2
„Was gestern morgen war, ist heute – Frauen in der Zeit“
Mit Bärbel Klässner (Autorin), Christiane Dietrich (Supervisorin, Coach) und Christiane Kloweit (Kabarettistin). Im Rahmen des Festivals "Abbruch, Umbruch, Aufbruch oder was? Akteure der Wendezeit in Thüringen geben Auskunft" (www.literarische-gesellschaft-thueringen.de), in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen
8. 5. bis 30. 6. 2009
Anne Büssow & Eckhard Froeschlin: „Schwarze Seite“
Radierungen & Künstlerbücher
Graphik und Buchdruck bilden Schwerpunkte im vielseitigen Schaffen des Künstlerpaares. Im Jahr 1999 wurde Eckhard Froeschlin mit dem Graphikpreis der Porträtbiennale Tuzla (Bosnien Herzegovina) und dem Hans-Meid-Preis für Buchkunst ausgezeichnet. Wir freuen uns, Arbeiten des in Baden-Württemberg lebenden und arbeitenden Künstlerpaares in Leipzig vorstellen zu können. In seinen Radierungen porträtiert Eckhard Froeschlin bekannte Künstler, wie Henri Matisse, Max Beckmann, David Alfaro Siqueiros, Edvard Munch, Auguste Renoir, Edward Hopper und Vincent Van Gogh in ungewöhnlicher Intimität und zugleich Entrücktheit. Edvard Munch beispielsweise steht nackt und nur mit einem Hut auf dem Kopf in seinem Atelier in Ekely. Der alte Auguste Renoir wird sitzend in seiner Wohnzimmerbehausung dargestellt. Seine von schwerer Krankheit stark deformierte Hand vermag kaum den Pinsel zu halten. Den mexikanischen Wandmaler David Alfaro Siqueiros brachte seine engagierte Kunst ins Gefängnis von Lecumberri, wo er unbeirrt weitermalte und zum Symbol für Widerstand und Freiheit wurde. Obgleich sich hinter jeder Figur, jeder Darstellung jeweils eigene, individuelle Geschichten verbergen, spiegeln alle Bilder die Isolation des Künstlers und eine auffallend enge, bedrängende Raumsituation wider. In ihnen „durchdringt Froeschlin Grundfragen der künstlerischen Existenz überhaupt.“ (Werner Meyer) Daneben werden in der Ausstellung neue Arbeiten der Edition „Schwarze Seite“ gezeigt, der Künstlerbuchpresse, die Anne Büssow und Eckhard Froeschlin im Jahr 1990 gegründet haben. Für die Herstellung der Künstlerbücher wird Originaldruckgraphik mit Buchdruck im Handsatz kombiniert und per Abziehpresse auf ausgesuchte, teils handgeschöpfte Papiere gedruckt. Die Künstlerbücher der „Schwarzen Seite“ stellen eine eindrucksvolle Verbindung zwischen den Medien Wort und Bild her.
Sonntag, 17. Mai 2009, 11 Uhr, Museum Lindwurm in Stein am Rhein
Christine Pfammatter liest aus ihrem Erzählband "Zuviel Sonne"
In siebenundneunzig Miniaturen fängt Pfammatter das Leben ein: Der Schreibstift scheint ihr ständiger Begleiter – kunstvoll verwandelt sie beiläufige Beobachtungen in experimentelle Kürzestgeschichten. So entfaltet sich eine menschliche Komödie der besonderen Art, in der Leicht-Sinn und Schwermut und natürlich die Liebe ihren Platz haben. Christine Pfammatter erfindet ihre Geschichten nicht, sie findet sie: auf den Strassen, in sich selbst und in den Menschen, denen sie Tag für Tag begegnet. Die Autorin lebt und arbeitet zurzeit in der Künstlerwohnung Chretzeturm in Stein am Rhein.
21. bis 24. 5. 2009, Mainz, Rheinufer
ERATA auf der 20. Mainzer Minipressenmesse
3. Juni 2009, 11 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf / Polen
Patrick Beck stellt Swantegard vor
14. Juni 2009, Kollwitzplatz Berlin
ERATA auf dem 12. LITERATURFEST auf dem Kollwitzplatz
Die Durchführung unseres Literaturfestes, an dem Buchhandlungen, Bibliotheken, Antiquariate und wichtige Verlage aus Berlin teilnehmen, bildet einen weiteren Schwerpunkt unseres Vereins. Die Verlage stellen ihr Programm sowie ihre AutorInnen vor. Es findet so ein berlinweiter Austausch unter den Verlagen statt, der durch wichtige Gespräche mit dem interessierten Publikum bereichert wird.
Freitag, 3. 7. 2009, 18 Uhr
„paranoia, pink“ - Inskriptionen No. 2 feiert sein Erscheinen
mit Texten von Patrick Beck, Kerstin Becker, Beke, Gesche Blume, Thomas Böhme, Albert Cahier, Maria Clara, crysantheme, Sascha Heße, Florian Stoelk, Immortelle, Andreas Hegewald, Herbert Kollenz, Thomas Kunst, Logik des Traums, Jens Rosch, Ralph Stieber & Tan Go, Zeichnungen von Rita Lü
Das Sommerfest ist eine Gelegenheit der anderen Art, Literatur und Autoren zu begegnen: beim Trinken, Essen, Tanzen – und fast wie nebenbei: beim Hören. Im 20. Jahr der Wende ist es uns ein besonderes Vergnügen, die Geheimen Identitäten mancher Autoren zu lüften … Das Fest wird musikalisch begleitet von Sascha Heße & Niklas Meier mit neuen "Fantasien für Klarinette und Klavier" – es wird zudem das letzte Fest unter der Flagge von „erata“ sein - nutzt die Chance ... Zum Sommerfest eröffnen wir die Ausstellung "Vertonte Gedichte" von Viktor Kalinke. Inspiriert von der Herausgabe des altbabylonischen Kodex Hammurabi entstand die Idee, den Entwicklungsweg der technischen Reproduktion rückwärts zu beschreiten und zeitgenössische Texte auf Tontafeln zu drücken. Die Vertonten Gedichte werden mit Bleilettern von Hand in vorbereitete Tonplatten gesetzt und anschließend gebrannt: Es entstehen haltbare, zugleich fragile Unikate.
13.9. 2009, 22 Uhr / 20.9.2009, 21 Uhr / 27.9.2009, 22 Uhr
Katrin Heinau und ihr Hörspiel "Vendelzeit" auf ALEX Offener Kanal Berlin: "Tinnitus"
Mittwoch, 16. September 2009, 19:00 Uhr, BAIZ (Christinenstraße 1, Ecke Torstraße, U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
—- ES IST DOCH BLOSS GELD!
Grundlose Bedingungen im Zeitalter unbegrenzter Möglichkeiten. Eine Lesung zur Woche des Grundeinkommens mit Ann Cotten, Ralph Gabriel, Katrin Heinau, Viktor Kalinke, Annette Kaut, Kai Pohl, Helko Reschitzki, Julia Trompeter und anderen.
Mittwoch, 30. 9. 2009, 19.30, Kollwitz-Buchhandlung, Danziger Straße 59, Berlin-Prenzlauer Berg
BALKANSALAT
Die Zutaten: junge Literatur aus Bosnien, Bulgarien, Kroatien und Mazedonien. Es lesen:
- Blanka Stipetic aus dem Roman „Die fünfte Kolonne“ von Vlado Bulic (Kroatien)
- Will Firth aus dem Erzählband „Der große Koffer“ von Ivan Dodovski (Mazedonien)
- Ines Sebesta aus dem Roman „Man nannte ihn Ombre“ von Emil Tonev (Bulgarien)
- Cornelia Marks aus den Gedichten von Hadzem Hajdarevic und Mile Stojic (Bosnien-Herzegowina).
Es wird auch reichlich Gelegenheit zum Gespräch geben: über die Texte, Sprachen und Autoren, übers Übersetzen an sich, über „Gott und die Welt“.
8. Oktober 2009
Herta Müller erhält den Literaturnobelpreis
Sie habe „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“ gezeichnet, hieß es in der Würdigung. Begründet wurde die Vergabe des Nobelpreises mit der Intensität der von ihr verfassten Literatur. Von Herta Müller erschien im Leipziger Literaturverlag ein zwölfseitiges poetologisches Gespräch unter dem Titel "Das Leben läßt sich nicht fangen", das Axel Helbig mit der Schriftstellerin führte. Herta Müller ist die erste Autorin des Leipziger Literaturverlags, die den Nobelpreis erhält.
9. Oktober bis 9. Dezember 2009
Im Schatten der Kolossalfiguren
Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung mit Sylvia Kabus, Kristian Pech, Horst Drescher und Reinhard Bernhof
In diesem Herbst durchbricht der Leipziger Literaturverlag seine strikte Ausrichtung auf belletristische und künstlerische Titel und bringt keine sogenannten Wenderomane, sondern drei Sondereditionen zu den historischen Ereignissen von 1989 heraus und eröffnet aus diesem Anlaß die Ausstellung „Im Schatten der Kolossalfiguren“. Das gleichnamige Buch „IM SCHATTEN DER KOLOSSALFIGUREN“ versammelt wichtige Dokumente des Leipziger Aufbruchs im Herbst 1989, zur Rolle Leipziger Schriftsteller und des Einflusses der Stasi auf die Leipziger Literaturszene. Es geht um Zivilcourage und Ungehorsam, um Demokratie und Denunziation, Emanzipation und Duckmäusertum. Die Ursprünge der Leipziger Bürgerrechtsbewegung gerieten zunehmend in Vergessenheit oder wurden durch den Heldenstadtmythos und seine wendehalsigen Protagonisten verschleiert. Die von Sylvia Kabus und Reinhard Bernhof herausgegebene Untergrundzeitschrift „UMFELDBLÄTTER“ aus den Jahren 1988/89 ist nicht im Schutz von Kirchendächern entstanden, sondern in Privatwohnungen. Die Texte von Wilhelm Bartsch, Thomas Böhme, Kurt Drawert, Horst Drescher, Volker Ebersbach, Elke Erb, Rolf Henrich, Dieter Mucke, Kristian Pech, Hans-Ullrich Prautzsch, Winfried Völlger reflektieren über Verantwortung gegen Naturzerstörung und lügnerische Verklärung, "ein gerade noch genügendes Vorhandensein von Natur", wie Kristian Pech es nannte. Der Fotoband „DRESDEN 1. MAI 1989“ dokumentiert die letzte offizielle Maidemonstration, im Frühjahr vor der Herbstrevolution – sie erscheint heute harmlos, war eine friedliche Demonstration, keine Revolution. Die Staatsmacht zeigte sich in bunten Uniformen – in Ausgehuniform, nicht im Kampfanzug. Der Umzug bot ein Bild der Lächerlichkeit und jeder wußte es... Zur Ausstellungseröffnung am 9. Oktober 2009 zeigen wir erstmals überhaupt das im September 1989 illegal in der Michaeliskirche aufgenommene Video von Peter Franke von einem der ersten Auftritte der Mitglieder des Leipziger Neuen Forums, als derartige Aktionen noch von Inhaftierung und Verfolgung bedroht waren. Zur Ausstellungseröffnung und Buchpremiere lesen die Autoren Sylvia Kabus, Kristian Pech, Horst Drescher und Reinhard Bernhof.
Sa 10.10.2009 20:00, Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, Berlin
China im Kopf
Ein Gespräch über imaginäre und reale Geographien im Modus des Schreibens und Phantasierens über China, mit: Byung-Chul Han, Carlos Aguilera, Li Dawei, Ariel Magnus, Christian Y. Schmidt. Moderation: Sabine Peschel
Eintritt frei, Sprachen Deutsch-Englisch-Chinesisch-Spanisch
Die kulturellen Netzwerke zwischen China und dem Rest der Welt pulsieren: Auch deutschsprachige Schriftsteller entdecken die Volksrepublik als literarisches Thema. Die Auseinandersetzung bringt Ungeahntes hervor. Welche Bilder verdichten sich in der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur? Inwieweit überschneiden sich dabei Selbst- und Fremdzuschreibungen von Autoren? Eingestimmt mit einem Vortrag des Kulturtheoretikers Byung-Chul Han zur „Zeit der Heimat“, diskutiert der runde Tisch aktuelle Chinabilder aus der Innen- und Außenperspektive.
Carlos Aguilera (*1970, Havanna) wurde 1995 mit dem Preis der UNEAC ausgezeichnet. 1997 Gründung der Untergrund-Zeitschrift „Diaspora(s)“. Seit 2003 lebt er in Deutschland; ihm wird bis heute die Rückkehr nach Kuba verweigert.
Li Dawei (*1963, Beijing) freier Autor für „Jintian“, lebt in Los Angeles. In seinem neuen Roman „Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam“ (Knaus 2009) verwebt er Comic und Text.
Byung-Chul Han (*Seoul) Kulturphilosoph und Literaturwissenschaftler, Privatdozent an der Universität Basel. In „Hyperkulturalität. Kultur und Globalisierung“ (Merve Verlag 2005) stellt er Reflexionen zu asiatischen Denkräumen in der Globalisierung an.
Ariel Magnus (*1975, Buenos Aires) veröffentlichte er neben seinen Romanen „Sandra“ (2005), „La abuela“ (2006) einen Krimi im chinesischen Viertel von Buenos Aires „Un chino en bicicleta“ (2007 Literaturpreis Premio La otra Orilla).
Christian Y. Schmidt (*1956), freier Autor und Journalist, 1989-1996 Redakteur des Satire-Magazins Titanic. Seinen Alltag in Beijing dokumentieren der Roman „Allein unter 1,3 Milliarden“ (2006), die taz-China-Kolumne „Im Jahr des Ochsen“ und die Kolumnensammlung „Bliefe von dlüben“ (2009).
In Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse
21.10.2009, 19 Uhr, Stadtmuseum Dresden (Eingang Landhausstraße), Wilsdruffer Str. 2
15 Jahre Ostragehege, Buchpremiere "Skeptische Zärtlichkeit" - Verlagspräsentation des Leipziger Literaturverlags
Am 21. Oktober 2009 wird die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE ihr 15-jähriges Bestehen mit einer Lesung im Stadtmuseum Dresden (Landhaus) feiern. 15 Jahre sind eine für Literaturzeitschriften beachtliche Zeit. Möglich geworden ist dieses Jubiläum durch die öffentliche Kulturförderung, die kreative Begleitung durch einen Beirat sowie durch die ungebrochene Neugier der wechselnden Redaktionen. Neugier auf das Neueste und Frischeste in der deutschen Literatur und auf das, was sich in den anderen Literaturen ereignet. Der Drang, die junge Szene zu beobachten und dem literarischen Debüt eine Tür offen zu halten, tat sein Übriges.
An diesem Abend werden die Dichter Dieter Krause (Dresden) und Marek Śnieciński (Wrocław) aus ihren Büchern und aus älteren Ausgaben von OSTRAGEHEGE lesen und zugleich neue Gedichte vorstellen. Aus Anlass der Präsentation des Bandes "SKEPTISCHE ZÄRTLICHKEIT" und der aktuellen Ausgabe von OSTRAGEHEGE, in welcher neue Lyrik aus Taiwan enthalten ist, werden – in Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e. V. – die taiwanische Autorin und Übersetzerin Wei Tang (Teipeh) und der Dichter Volker Sielaff (Dresden) ihre Übersetzungen chinesischsprachiger Poesie aus Taiwan vorstellen und einen Einblick in die Lyrikszene von Taiwan geben. Während des Abends setzen Karla Pfützenreuter (Percussion) und Georg Wieland Wagner (große Trommel) musikalische Zäsuren mit zeitgenössischer Kompositionen und Improvisationen..
9. Oktober bis 4. Dezember 2009
Im Schatten der Kolossalfiguren
Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung mit Sylvia Kabus, Kristian Pech, Horst Drescher und Reinhard Bernhof
In diesem Herbst durchbricht der Leipziger Literaturverlag seine strikte Ausrichtung auf belletristische und künstlerische Titel und bringt keine sogenannten Wenderomane, sondern drei Sondereditionen zu den historischen Ereignissen von 1989 heraus und eröffnet aus diesem Anlaß die Ausstellung „Im Schatten der Kolossalfiguren“.
Der Fotoband „DRESDEN 1. MAI 1989“ dokumentiert die letzte offizielle Maidemonstration, im Frühjahr vor der Herbstrevolution – sie erscheint heute harmlos, war eine friedliche Demonstration, keine Revolution. Die Staatsmacht zeigte sich in bunten Uniformen – in Ausgehuniform, nicht im Kampfanzug. Der Umzug bot ein Bild der Lächerlichkeit und jeder wußte es...
13. November 2009, 20 Uhr
Jutta Pillat: Lyrische Porträts
Sprünge sind programmiert, auf die sich der Zuhörer einlassen sollte, wenn er Texte über die unterschiedlichsten Persönlichkeiten hört. Namen und Benennungen tauchen kurz, wie von einem Licht angestrahlt, auf, und sie versinken wieder. Ein Wesenszug wird angeleuchtet – ist es das kleine Glück eines Menschheitsvertreters, der gebrochene Laut eines Dichters, das blaue Bild eines Gesichtes, ein inwendiges Lachen oder die momenthafte Lebensart eines Künstlers, eines Kranken oder die eines Königs? In den minimalen Skizzen verstecken sich mitunter große, dramatische Geschichten, Verhaltensweisen, Lebensverläufe, Projektierungen, Beschreibungen, Wünsche. Jungfrau Johanna, der „König“ von Leipzig, Aphrodite, die Porzellankünstlerin, der Vertriebene, der Maler Neo Rauch, der Vater oder der Leukämiekranke - sie alle und andere werden versammelt sein bei dem Versuch eines lyrischen Figurenkabinetts - nicht aus Wachs, sondern aus Worten geformt.
Do. 19.11.09 um 19.30
Träumen -- Der inneren Bilderwelt begegnen
Lesung, Vortrag und Diskussion mit Jörg Prosch zum Buch von Almuth und Werner Huth
1. Träume - Botschaften einer unvertrauten Welt
2. Kurze Geschichte des Umgangs mit Träumen
3. Traumauslegung - Instrumentarien
4. Einübung der inneren Haltung
5. Bewährte Methoden der Traumdeutung
6. Ergebnisse der physiologischen Traumforschung
7. Merkmale des Traumbewußtseins
8. Träume alleine deuten
21. November. 2009, 17 Uhr, Literaturhaus Zürich
Christine Pfammatter, Paul Nizon und Christoph Simon lesen
21. November 2009, ab 16 Uhr, Werkstatt für Kunstprojekte (Karl-Heine-Str. 46, Leipzig), Literaturfestival textenet.de
Carsten Zimmermann liest aus "licht etc."
Das lyrische Subjekt in „licht etc.“ hält sich in scheinbar alltäglichen Gegenden auf. Es befindet sich bei feldern; es bewegt sich behutsam in den städten; es errichtet einen Beobachtungsposten im traumgeflecht – im Netz der Gedanken nämlich, die wir naiver Weise für die Welt halten. Es erforscht, je nachdem mit Ernst oder Humor oder einer unergründlichen Mischung, den Umgang mit Sprache, den Prozeß der Sinngebung, und es erforscht zugleich die rätselhafte Vertrautheit mit dem, was sich diesem Prozeß immer schon entzieht.
Viktor Kalinke liest aus "Empörte Flut"
Eine apokalyptische Sintflut, die Westeuropa unter Wasser setzt, ereilt die Helden dieses Romans während einer Urlaubsreise: Herr Klopsig, ursprünglich Bahnangestellter, und die adlige Kunstliebhaberin Frau Edelsüß verschlägt es nach Berlin, wo die Flut an der ehemaligen Zonengrenze stoppt – ein Ereignis, das von der Regierung zum Anlaß genommen wird, die liberale Diktatur auszurufen. Nicht nur Alkohol und Autofahren, sogar das Fallenlassen von Papier auf Sandwege wird bei Strafe verboten. Herr Klopsig und Frau Edelsüß erleben eine Welt, in der Europa halb überflutet, Afrika zu einer Stätte der Hochkultur und Rußland erneut zur Weltmacht aufgestiegen ist. Mit wachem Möglichkeitssinn und voller Witz lotet Viktor Kalinke den Spielraum zum Zusammenleben nach einer zukünftigen Apokalypse aus.
21. November 2009, 20 Uhr, Literaturhaus Lettrétage, Methfesselstr. 23-25, 10965 Berlin. www.lettretage.de
Stadt ohne Meer: Karen Sünder liest Erzählungen von Esther Tusquets
Im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen, in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Leseglück. Karen Sünder studierte von 1994-96 Schauspiel und Tanz am Centre de Danse du Marais, Paris, und setzte ihre Schauspielausbildung an der Berliner Actorfactory bei Johannes Hitzblech fort. Darüberhinaus absolvierte sie ein Studium der Theaterwissenschaft und Komparatistik an der Universität Bayreuth und der Freien Universität Berlin. Neben diversen freien Theaterprojekten führten sie verschiedene Rollen unter anderem an die Städtischen Bühnen Münster, das Théâtre de l´Europe, Paris, die Bayreuther Festspiele und das Hebbel am Ufer, Berlin. Außerdem arbeitete sie als Regie- und Ausstattungsassistentin am Wolfgang-Borchert-Theater, Münster.
21. November, Eppelheimer Buchladen, Eppelheim, 14:30 Uhr
Herbert Kollenz liest aus "Marmotta"
26. November, Kreisarchiv, Ladenburg , 19:30 Uhr
Herbert Kollenz liest aus "Marmotta"
4. Dezember 2009, ab 18 Uhr
Eröffnungsparty des Kulturgenußladens mit Iris Donner & friends (Leipzig) – Jazzimprovisation
Tee- und Honigverkostung
Der Leipziger Literaturverlag leistet sich nicht nur "mutige Übersetzungsversuche, literarische Exkursionen und Entdeckungen" (Ralf Julke). Darüberhinaus präsentiert er in seinem Kurt-Wolff-Depot Bücher anderer, unabhängiger Verlage wie Nautilus, Wunderhorn, Stroemfeld, Thannhäuser, Galrev oder Urs Engeler – Verlage, deren Produktion mittlerweile in 90% der deutschen Buchhandlungen vergeblich gesucht wird, gerade weil sie sich dem Mainstream verweigern und literarische Qualität verbürgen. Kollegialität und Solidarität sind die letzten Hoffnungen, auf die sich die Independents besinnen können, um in der Überproduktionskrise des Buchmarkts nicht unterzugehen. In diesem Herbst haben wir das Kurt-Wolff-Depot zum Kulturgenußladen erweitert. Hier kann nicht nur in Büchern und Zeitschriften geschmökert, sondern in geistigen und kulinarischen Genüssen geschwelgt werden: handgeschöpfte Schokoladen, erlesene Tee- und Kaffeesorten, Moskauer Eis, Imkerhonige und etliches mehr - von sorgfältig ausgewählten Manufakturen oder Kleinbauern hergestellt, mit denen wir persönlich bekannt sind – denn Literatur ist, genau betrachtet, eine Lebenskunst, und auch die Liebe zur Literatur geht durch den Magen ...
05. Dezember, Reilingen, Weihnachtsmarkt, 19 Uhr
Herbert Kollenz liest aus "Marmotta"
11. Dezember 2009, 20 Uhr
Michael Goller & Mike Wassermann: Konkretes Vergessen
Ausstellungseröffnung und Lesung
Buch und Ausstellung unternehmen den Versuch, sich ganz einzulassen auf die Suche nach einer neuen Seinsform zwischen Text und Bild. Etwas Ungenanntes. Erst der Dialog ermöglicht es. Das Buch wird notwendig als Ort dieser Begegnung. Flüchtig und gleichzeitig das Ganze einfordernd. Am Wendepunkt zwischen Konkretem und Vergessen. Um den Dialog zu ermöglichen, nimmt Michael Goller als Autor wieder das Pseudonym Mike Wassermann an. Der Autor wird dadurch Gestalt und greift aktiv in den Dialog ein. Stimmen zu Michael Gollers Zeichnungen: http://www.l-lv.de/galerie/goller.htm
15. Dezember, Internationales Studienzentrum der Uni Heidelberg / Max-Weber-Haus, 18 Uhr
Herbert Kollenz liest aus "Marmotta"
2010
Dienstag, 16. März 2010, um 19.30 Uhr, Literatur-Etage im Künstlerhaus Hannover, Sophienstraße 2
Carlos A. Aguilera: Theorie der chinesischen Seele
Moderation: Gabriela Jaskulla, der deutsche Text wird von Moritz Dürr (Schauspielhaus Hannover) gelesen.
www.literaturbuero-hannover.de
Leipziger Buchmesse 2010
Auf der Buchmesse vom 18. bis 21. März finden Sie uns
in Halle 5, Stand E202 gemeinsam mit
OSTRAGEHEGE, Zeitschrift für Literatur und Kunst
Donnerstag, 18. März 2010, 17:30 Uhr, Messegelände, Leseinsel Junge Verlage
Viktor Kalinke, Empörte Flut
Eine apokalyptische Sintflut, die Westeuropa unter Wasser setzt, stoppt an der ehemaligen Zonengrenze stoppt – ein Ereignis, das von der Regierung zum Anlaß genommen wird, die liberale Diktatur auszurufen. Mit wachem Möglichkeitssinn und voller Witz lotet Viktor Kalinke in seinem Roman den Spielraum zum Zusammenleben nach einer zukünftigen Apokalypse aus.
Donnerstag, 18.03.2010, 20:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Leipziger Literaturnacht
mit Ilona Schlott, Viktor Kalinke, Dieter Krause, Suzanne Latour, Carsten Zimmermann und Sascha Heße
Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Käthe Bauer, Musik: Thomas Flemming, Sascha Heße u.a.
Kurze und eigenwillige Texte zwischen Leichtigkeit und Gewicht, melancholischer Betrachtung und skurrilem Humor. Scharfe Analyse und liebevoller Blick zugleich. Immer im Auge behaltend, daß Leben Detail ist, was beachtet werden will, soll das Ganze gelingen – das ist die Leipziger Literaturnacht.
„Ich bin nicht bekifft, ich bin immer so. Ich laufe schon ein Leben lang herum, als hätte ich eine LUPE vor der Linse. Als wäre ich mit dem Keplerschen Fernrohr im Kepele schon auf die Welt gekommen. So daß ich jede Seattlemaus für einen Dinosaurier der Neuzeit halte...“ (Ilona Schlott)
"Die Herstellung meiner Bilder ist nicht Umsetzung einer geistigen Idee, sondern in erster Linie ein körperlicher Akt. Diese Körper- bzw. Materialbezogenheit kulminiert schließlich in der Wahrnehmung der Bilder, die wiederum auf den Körper gerichtet ist, denn sie ist an den Vollzug der Sinne gebunden. Dabei werden verschiedene Lesarten zugelassen: Mein Werk soll inspirieren und eine direkte Verbindung zum Menschen herstellen, unabhängig davon, wovon meine Bilder ausgegangen sind und was sie letztendlich ‚darstellen’ sollen. Der Zugang zu meinen Bildern ist kein Privileg und setzt kein Wissen voraus. Die Sinnlichkeit der Bilder soll eine ästhetische Erfahrung bewirken, die das Kulturdiktat intellektueller Vernunft revidiert, Terminiertes entgrenzt und zur Emanzipation des/der BetrachterIn führen soll." (Käthe Bauer)
Freitag, 19. März 2010, 11:30 - 12:00, Messegelände, Leipzig liest Forum, Halle 5, Stand E600
Suzanne Latour, Spickerdeel
Was wie eine Kriminalerzählung um einen norddeutschen Bürgermeister, seine Frau und einen Zigeuner mit satirischen Untertönen beginnt, entwickelt sich im Fortgang des Romans zu einer Parabel um Ehrgeiz, Wahn und Leidenschaft – und die zerstörerische Gewalt der Liebe.
Freitag, 19. März 2010, 15:00 - 15:30, Messegelände, Leipzig liest Forum, Halle 4, Stand D113
Skeptische Zärtlichkeit – Junge deutschsprachige Lyrik
mit Michael Braun (Moderation) sowie: Dorothea Grünzweig, Jan Wagner, Sonja Harter, Viktor Kalinke (Verleger) und den beiden Herausgebern Ulf Großmann und Axel Helbig
Michael Braun (SWR), ein profunder Kenner der deutschsprachigen Lyrikszene, stellt die Anthologie „Skeptische Zärtlichkeit“ vor, in der sich 29 Dichter sowohl mit ihren Texten als auch poetologischen Überlegungen zu Wort melden. Auf diese Art ist eine reiche Sammlung entstanden, die es ermöglicht, das weite Feld der neuesten deutschsprachigen Lyrik zu überschauen und zugleich einen Einblick in die Beweggründe und Arbeitsweisen heute schreibender Dichter zu nehmen. Diskutiert wird über die Rolle, die der Lyrik in der Gegenwartsliteratur und auf dem Buchmarkt noch / nicht mehr zukommt. „Für Entdecker und Entdeckungen ist Skeptische Zärtlichkeit geradezu ein Fund.“ Bernd Heimberger
Freitag, 19. März 2010, 18:30 Uhr, Leipziger Marktgalerie, Markt 11-15
Verlagspräsentation mit Viktor Kalinke
Moderation: Henner Kotte
Freitag, 19. März 2010, ab 21 Uhr, Alte Hauptpost, Historische Schalterhalle
Party der "jungen Verlage"
Wir sind dabei! Es laden ein: Ventil Verlag, Luftschacht Verlag, Verbrecher Verlag, Plöttner Verlag Leipzig, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Milena Verlag, Mitteldeutscher Verlag, mairisch Verlag, Verlag Voland & Quist, JungleWorld, spector books, Reprodukt, Lilienfeld Verlag, bilgerverlag, Onkel & Onkel, Salis Verlag, Textmanufaktur, Online-Netzwerk Junge Verlagsmenschen, LuboK-Verlag, Leipziger Literaturverlag
19. März 2010, 20 Uhr, Buchhandlung Lesezeichen Dresden
Dieter Krause liest aus "Farbkammern"
Sonnabend, 20. März 2010, 11:00 - 11:30, Messegelände, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 1
Carlos Aguilera (Kuba): Rede der Toten Mutter, Übersetzung: Elisabeth Müller
In Zusammenarbeit mit LITPROM – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. – im Rahmen des europäischen Projektes ›Shahrazad - Geschichten fürs Leben‹.
Carlos A. Aguilera zählt zu den interessantesten zeitgenössischen Autoren Kubas. In dem Eine-Frau-Stück, in dem außer der Mutter nur drei Pappfiguren auftreten, geht es um die Kollision zweier Krankheiten: Staat und Mensch. Aguilera zeigt, wie diese beiden Welten aufeinander prallen. Die Kollision erzeugt ein Delirium. Daher die irren Bilder. Das allsehende Auge im Stück ist eine religiöse Anspielung. Zugleich geht es um das Orwellsche Thema der allgegenwärtigen Kontrolle – nicht nur in den ehemals kommunistischen Staaten ist sie zur Pandemie geworden.
Sonnabend, 20. März 2010, 13:30 - 14:00, Messegelände, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 1
Jean-Michel Maulpoix: Der Geistschreiber und Kommentar zu Rilke
Übersetzer: Jürgen Strasser & Margret Millischer
Ein Schriftsteller ist ein imaginäres Geschöpf. Man träumt von ihm, man begegnet ihm nicht. Er existiert nicht, er tut nur so als ob. Es ist fast nur ein Name, eine Art ausgemachtes Bild oder spät eintretende Legende, die Photographie eines einzigen Mannes, die von vielen gemacht wurde. Jean-Michel Maulpoix, Begründer der Neuen Poesie in Frankreich, zeigt nicht die spektakulären Sehenswürdigkeiten, sondern die Kleinigkeiten des Lebens, die kaum in einen Reiseführer Eingang finden, uns aber dennoch so vertraut erscheinen, weil wir ihnen an vielen Orten hundertfach begegnet sind.
Sonnabend, 20. März 2010, 14:00 - 14:30, Messegelände, Congress Center Leipzig - Mehrzweckfläche 1
Rui Zink (Portugal): Crisis, what crisis? Übersetzung: Michael Kegler
In Zusammenarbeit mit dem Camões-Institut und der Universität Leipzig
Rui Zinks jüngster Roman stellt erneut die Reise in den Mittelpunkt, hat das Touristische gar im Titel. Es geht um Urlaub in einer Krisenregion und einen Reisenden, der den Tod sucht. Das fiktive Weltuntergangszenario befindet sich mitten in einem tatsächlichen Elendsgebiet. Es ist die letzte Einnahmequelle eines am Rande Europas verarmten Landes, wo die Menschen nach ihrem Job für die Katastrophentouristen in Hütten ohne Strom leben und wieder auf Eseln reiten. Ein fiktives Krisengebiet im wirklichen, als Abenteuerspielplatz für reiche Asiaten aus den neuen Boom-Regionen der Welt. Eine bitterböse Satire auf Portugal natürlich, aber auch auf bestehende Verhältnisse in Europa und die gegenwärtige tatsächliche Krise.
Sonnabend, 20. März 2010, 15:00 - 16:00, Messegelände, Forum Kleine Sprachen, Halle 4, Stand D401
Hadžem Hajdarević: Land, das es nicht gibt, Überetzer: Astrid Philippsen, Cornelia Marks, André Schinkel
In Zusammenarbeit mit TRADUKI – Literarische Begegnungen mit Südosteuropa.
Bosnien droht immer wieder aus dem Blick der Mittel- und Westeuropäer zu fallen: In diesem paradiesischen Bergland haben die Kulturen und Religionen jahrhundertelang die Klinge gekreuzt. Erst wenn die Konflikte eskalieren, wenn es heiß wird und wieder zu spät ist, gerät Bosnien in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch zwischen den Kriegen ist Leben, zwischen den Kriegen blüht die Poesie. Der zweisprachige Gedichtband von Hadžem Hajdarević, einem der herausragenden Dichter des modernen Bosnien, lädt erstmals das deutsche Publikum ein, mit wachen Sinnen, offenen Herzens und unschuldig wie Kinder, in ein Meer von Farben, Gerüchen und Klängen zu tauchen, um das Leben an jedem Tag, in jeder Stunde, jeder Sekunde, in seinem vollen Reichtum wahrzunehmen.
Sonnabend, 20. März 2010, 16:00 - 17:00, Messegelände, Forum Kleine Sprachen, Halle 4, Stand D401
Zilhad Ključanin: Wasserhochzeit, Übersetzung: Astrid Philippsen
In Zusammenarbeit mit TRADUKI – Literarische Begegnungen mit Südosteuropa
Zilhad Ključanin, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Bosniens, erzählt von der Liebe und der Sehnsucht der Menschen nach ihren Wurzeln, ihrem Verhältnis zum Fluß, einer Metapher der Zeit, die kreist und in den Biographien verschiedener Generationen wiederkehrt – das Wasser führt Menschen zusammen und trennt sie.
Sonnabend, 20. März 2010, 20:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Leipziger Übersetzernacht
In Zusammenarbeit mit: TRADUKI– Literarische Begegnungen mit Südosteuropa, Verlagsstiftung Sarajevo, Universität Leipzig, Camões-Institut, DGLB, SHARAZAD – Geschichten fürs Leben
Moderation: Viktor Kalinke, Mala Vikaite
Mitwirkende: Elisabeth Müller (Carlos Aguilera, Kuba), Cornelia Marks, André Schinkel und Astrid Philippsen (Hadžem Hajdarević, Zilhad Ključanin, Bosnien), Jürgen Strasser & Margret Millischer (Jean-Michel Maulpoix, Frankreich), Michael Kegler (Rui Zink, Portugal), Markus Sahr (Helder Macedo, Portugal) und Will Firth (Igor Isakovski, Mazedonien)
Die Leipziger Übersetzernacht ist zur Institution geworden. Jedes Jahr treffen sich am Abend des Buchmessesamstag internationale Autoren und ihre Übersetzer ins Deutsche im Leipziger Literaturverlag, um sich in einer öffentlichen Werkstatt über aktuelle Projekte auszutauschen.
Samstag, 20. März 2010, ab 22 Uhr in der NaTo, Karl-Liebknecht-Straße 46
European Borderlands. Lange Nacht der europäischen Poesie
Lesungen und Gespräche mit Gintaras Grajauskas, Eugenijus Ališanka (Litauen), Uladzimir Arloŭ, Vera Burlak, Volha Hapeyeva (Belarus), Tadeusz Dąbrowski (Polen) und Jan Wagner (Deutschland)
Eine Veranstaltung der Allianz Kulturstiftung in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin
Moderation: Jörg Magenau
Im Herbst 2009 fand auf Initiative der Allianz Kulturstiftung und in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin ein Literaturfestival in Litauen und der Republik Belarus statt. Der Festivalzug aus 14 Autoren, vornehmlich Lyrikern aus Litauen, Belarus, Deutschland, Polen, der Schweiz und der Ukraine, nahm in der europäischen Kulturhauptstadt Vilnius Fahrt auf und fuhr von dort aus weiter in die Hauptstadt der Republik Belarus Minsk. Die Festival-Reihe European Borderlands will Autoren aus EU-Ländern und aus jenen, die jenseits der EU-Grenzen leben, miteinander ins Gespräch bringen und neue Verbindungen schaffen. Wir wollen eine Auswahl der beteiligten Autoren der deutschen Öffentlichkeit in Lesungen und Gesprächen vorstellen: Eugenijus Ališanka und Gintaras Grajauskas (Litauen), Volha Hapeyeva, Vera Burlak und Uladzimir Arloǔ (Belarus), Tadeusz Dąbrowski (Polen) und Jan Wagner (Deutschland) tragen in einer Langen Nacht der europäischen Poesie einige ihrer Gedichte vor und berichten von den Erfahrungen und Eindrücken, die sie im Rahmen der European Borderlands-Reise in Litauen und Belarus sammeln konnten. Vor allem die Autoren aus Litauen und Belarus können erzählen, welche Rolle die Literatur und die Schriftsteller in ihren Ländern spielen und welche Schwierigkeiten das Publizieren beeinträchtigen. Und es soll natürlich auch um die EU und ihr Verhältnis zu den Ländern gehen, die "draußen vor der Tür" stehen.
Änderungen vorbehalten.
23. März 2010, Sternwarte Radebeul
Dieter Krause liest aus "Farbkammern"
29. 4. 2010, 20.00 Uhr im Lingnerschloß Dresden
Patrick Beck liest aus Inskriptionen Nr. 1 und 2
Freitag, der 14. Mai 2010, 20 Uhr, Ort: Deutsches Institut Florenz (Borgo Ognissanti 9, 50123 Firenze)
VASTA, TACITA TERRA - WEITES, STILLES LAND di Ulrich van Loyen
siamo felici di annunciare, in data 14 maggio, alle ore 20, una serata di letteratura e musica, dedicata alla letteratura contemporanea tedesca, con particolare attenzione ai temi della letteratura ex-DDR e della loro continuità.
Ne discuteranno il traduttore italo-tedesco Antonio Staude e l’autore Ulrich van Loyen, che presenterà un racconto dalla sua raccolta “Stilles Weites Land” (Erata Verlag Leipzig) in inedita traduzione italiana (che qui anticipiamo in PDF, insieme al Comunicato Stampa). Fra l'altra si parlerà del romanzo "Der Turm" di Uwe Tellkamp, ora apparso in Italia "La Torre", e della "Medea" di Christa Wolf, e de "L'amico estraneo" di Christoph Hein (e/o ed.).
È prevista, oltre al dibattito in lingua italiana, una lettura musicata del racconto, con interazioni musicali del flautista-performer Alessandro Gigli. www.deutschesinstitut.it
20. 5. 2010, 20 Uhr
Doppellesung und Ausstellungseröffnung mit Esther Mohnweg und Ilona Schlott
Erstmalig werden in Leipzig Zeichnung und Malerei der Künstlerin und Autorin Esther Mohnweg zu sehen sein. Vom 20. Mai bis zum 26. Juni lädt der Leipziger Literaturverlag zu einer Werkschau dieser vielseitigen Virtuosin in seine Räumlichkeiten ein. Nachdem im März das Buch "Winterschlaf" von Esther Mohnweg erschienen ist, zeigt der Verlag die darin enthaltenen Zeichnungen und weitere Arbeiten im Original. Diese Doppellesung umrahmen Bilder von beeindruckender Intensität, ausgedrückt in großflächigen Farbkompositionen aus blaugrauen, roten bis rosa Tönen, durchzogen von schwarzen Konturen. Sie kombinieren die Zartheit von Aquarellen mit der wilden und groben Ausdrucksweise expressionistischer Manier. Der Kontrast verzerrt die dargestellten Gesichter und Körper bis zur Unkenntlichkeit, spielt mit der Schärfe des Blicks und eröffnet daraus ganz neue Sichtweisen. Es entstehen tiefe Ein- oder weite Überblicke, die Assoziationen zu topografischen Aufnahmen oder zu anatomischen Studien ermöglichen.
11. Juni 2010, Berliner Buchhändlerkeller
Jürgen Große liest anläßlich der Verleihung des Günter-Bruno-Fuchs-Preises
Donnerstag, 24. 6. 2010, 16 Uhr
Musizierstunde mit Jens Lübeck
2. 7. 2010, 18 Uhr, Literatur-Sommerfest
Zum Sommerfest liest Jürgen Große aus seinem neuen Aphorismenband "Fünf Zeitbilder", dazu stellt die Berliner Künstlerin Elke Pollack ihre bildnerischen Arbeiten aus. Und: wieder entpuppen neue Inskriptionen-Autoren ihre Identität - bei kulinarischem Genuß wird gelesen, was das Zeug hält ... mit Beiträgen von Patrick Beck, Thomas Böhme, Wassili Busskläff, Maria Clara, crysantheme, Flo, karolin, Herbert Kollenz, Roy Kral, Nurio Quevadis, J. W. Rosch, Lena Ryschkova, Arno Schmidt, Tan Go & Zhenja - Ist es ein wortverliebtes Geflüster im Netz? Eine Textschlacht ohne Gesicht? Oder ist es ein kollektives Experimentieren mit den Möglichkeiten des Digitalen? Die gedruckte Ausgabe ist die Jahresbilanz der Inskriptionen. Sie summiert unnütze, kollabierende, hermetische, hermeneutische, orthopädische, asklepiadeische, elegisch wimmernde, im Plusquamperfekt oder im Indikativ träumende Hymnen und Geschichten ohne Inhalt – Anzeichen luziden Wahnsinns.
14. September 2010, Schillingbar, Weser/ Ecke Reuterstraße in Neukölln, 21 Uhr
Katrin Heinau feiert Buchpremiere mit Hochstaplern ...
15.10.2010, 20 Uhr
Goðan Daginn
Buchpremiere mit Gedichten von Jens Rosch und Radierungen von Mechthild Mansel
Im Innern der Berge drehen sich Erzadern
zu unwahrscheinlichen Sonnen, die ihre Bestimmung
erst nach Öffnung des Raumes erfahren werden.
Ich wollte immer auffliegen wie ein Vogel aus der Schlucht; nun lebe ich außen im Kristall. Aber nun geben Sie mir bitte den Weg frei, ich schwinge wieder - ich war so müde - auf Flügeln geht dieser Gang - mit meinem blauen Anemonenschwert - in Mittagsturz des Lichts - in Trümmern des Südens - in zerfallendem Gewölk - Zerstäubungen der Stirne - Entschweifungen der Schläfe. (Rosch : Featuring : Benn : Gehirne : Auszüge)
Donnerstag, 4. 11. 2010, 20 Uhr, Berlin
Alhierd Bacharevič liest aus "Die Elster auf dem Galgen", dt. von Thomas Weiler
Veranstaltung der Evangelischen Akademien Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Veranstaltungsort: Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Inselstraße 27-28, Berlin (Nikolassee)
Freitag, 12. November 2010, 13.00–13.45 Uhr, Aussstellungsfoyer "Haus des Buches" Leipzig
Filmvorführung „DichterSehen“
Regie: Viktor Kalinke, Musik: Torsten Pfeffer
Viktor Kalinke porträtiert neun Dichterinnen und Dichter, die vor laufender Kamera Auskunft geben über den kreativen Prozess beim Schreiben: Orte, Anfänge, biographische Brüche, das Verhältnis zu Körper und Bild sowie der Umgang mit dem Literaturbetrieb. Der Fokus des Films liegt auf dem Moment der Entstehung von Texten, auf dem schöpferischen Augenblick und dessen Kontext: der Poesie. Die Autoren werden zum Interpreten ihrer selbst. Zu sehen sind: Christoph Meckel, Yvette Centeno, Thomas Böhme, Mila Haugová, Thomas Kunst, Katrin Heinau, Wojciech Izaak Strugala, Gertrud Katzenstein und Silvio Pfeuffer. Veranstalter: Sächsischer Literaturrat im Rahmen des Festes "Gut zum Druck"
12. 11. 2010, 20 Uhr
Ausstellungseröffnung "Ichwelten" mit Arbeiten von Sabrina Roick
Sabrina Roick, geb. 1984, präsentiert Werke im Stil der abstrakten Malerei, die Ihre Sinne schärfen und zum Entdecken, Nach- und Weiterdenken anregen sollen. Lassen Sich als Betrachter inspirieren, fesseln und berühren.
Buchpremieren:
1) "Sergej Jessenin: Der Winter singt - es ist ein Schreien" mit Erich Ahrndt
Sergej Jessenin gilt als Inbegriff des russischen Dichters: wortmächtig und reich an Bildern kommen seine Verse daher, urwüchsig, unverkrampft, wie selbstverständlich in ihrer Schlichtheit. Schon als Fünfzehnjähriger hört er den Winter singen, ja schreien. Zunächst bewegt sich Jessenins Lyrik in dörflicher Idylle, wird gespeist von seiner Liebe zur ländlichen Natur. Die umwälzenden Ereignisse der Oktoberrevolution rufen neue, ungebärdige Töne wach, beflügeln seine Phantasie zu kühnen Visionen. Im Poem Inonien (entstanden im Januar 1918) lesen wir: „Her die Welt! Ich will geschmeidig / Packen sie, sie umzustülpen ... / Und acht Flügel schwinge weit ich / Wogende Gewitterstürme“. Im naturliebenden Dorfdichter steckt auch der zügellose Bohèmien der Moskauer Kneipen – dieser Widerspruch bestimmt lebenslang seine Existenz. Vergebens versucht er, die „schwarze Kröte und die weiße Rose“ zu verbinden.
2) Peter Gehrisch: Das reicht für eine Irrfahrt durch Polen" - Texte von Anna Janko, Zbigniew Herbert, Urszula Koziol, Czeslaw Milosz, Wislawa Szymborska, Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki u.v.a.
Polnische Poesie ist eine Fahrt ins Abenteuer des freien Gedankens. Sie findet Anregung und Vorbilder im Konzert der Kulturen, in der Welt- wie der nationalen Literatur. Die polnische und die europäische Landschaft, der Mensch, die oft vertrackte Geschichte bilden die Themen in diesem Band. Es sind Gedichte, die dem Übersetzer nach 1989 begegnet sind, als der ungezwungene Austausch möglich wurde, als Deutsch-Polnische Tage der Literatur in Dresden und Wroclaw stattfinden konnten und das Projekt ORPHEUS/ORFEUSZ ins Leben gerufen wurde, das Poeten aus Ost und aus West zusammenführte: Nachholestunden in Geschichte, Ethik, Philosophie, Nachbarschaft, Weltbegreifen.
Sonnabend, 13. November 2010, 15.00–15.45 Uhr, "Haus des Buches" Leipzig, Raum 005
Helder Macedo: „Weiße Flecken von Afrika“. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr
Veranstalter: Sächsischer Literaturrat im Rahmen des Festes "Gut zum Druck"
10. 12. 2010, 20 Uhr
Hubertus Giebe: Der geschliffene Elfenbeinturm
Buchpremiere und Ausstellungseröffnung
Giebe preist in seinen Essays jene wahrhaftigen Maler, deren Werke ihn angetrieben haben - Pablo Picasso, Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Bernhard Heisig. Zum Dank brennt er intellektuelle Feuerwerke für diese Großen ab. Aber er redet nicht, um seine Bilder zu erklären, er zerredet nichts. Analytische Hilfestellungen für eine Entschlüsselung seiner Bilder sind aus den hier vorgelegten Texten nicht zu erwarten. Weit stärker treibt ihn etwas anderes zum öffentlichen Reden und Schreiben. Giebe zeigt sich provoziert vom geistigen Absturz des Kunstmarktes. Er versucht, die Ursachen für diesen absurden Crash aufzudecken. Er versucht, die Marktmechanismen der erfolgreichen Jubelinszenierung des postpostmodernen Kunstkitsches zu begreifen und begreiflich zu machen. Der theoretische Kunst-Megadiskurs, sagt Giebe, schwanke zwischen Trivialisierung und Heiligsprechung, zwischen bizarr verstiegenen Theorien des Absoluten und scheinheiliger Naivität.
Patrick Beck: Ich habe ein Haus aus Licht gebaut. Imaginäre Orte
Buchpremiere
Es sind wundersame Welten, in die uns Patrick Beck entführt. Unbekannte Orte, stille Plätze, voller Impressionen und Empfindungen, voll zauberhafter Begegnungen. Dieser Band vereint kurze Prosastücke, Gedankenfetzen, die mit poetischer und zugleich anschaulich klarer Sprache Augenblicke festhalten, Momentaufnahmen wiedergeben. Dabei entstehen farbenprächtige Naturgemälde und pittoreske Traumsequenzen, welche den Leser völlig im Unklaren lassen, ob er in die Welt oder in einen Spiegel blickt.
Katrin Heinau: Hochstaplerroman
Buchpremiere
Fred Schiller, ein Held am unteren Ende der sozialen Leiter, kündigt seine Hartz IV-Karriere und versucht das Leben auf der Straße. Es verschlägt ihn aufs märkische Land, er verliebt sich, bricht in ein Sommerhaus ein. Als er das Kind der Besitzer vor dem Ertrinken im Dorfteich rettet, müssen diese sich mit dem Eindringling arrangieren. Er wird mit seinem "Freund" verwechselt und nun ergreift Fred Schiller die Chance. In New York von reichen Sammlern unterstützt, kommt er bei dem bedeutendsten Galeristen der Welt unter Vertrag und erfindet aus Not und Spielerinstinkt ein gigantisches Werk ... Katrin Heinaus neuester Roman führt am Rand der Gesellschaft entlang hinauf in den Irrwitz des Kunstbusiness. Erneut gelingt es der Autorin, ihre Beobachtungen zu Politik, Arbeitswelt und Staat mit präzisem Ton in bitterböse Wahrheiten zu fassen.
2011
11. Januar 2011, ScharfrichterHaus Passau, Milchgasse 2, Passau
Alhierd Bacharevič liest aus "Die Elster auf dem Galgen", deutsch von Thomas Weiler
Lesung im Rahmen der Tagung "Internationaler Jugendaustausch mit undemokratischen Staaten" der Evangelischen Akademien Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Veranstaltungsort: Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Inselstraße 27-28, 14129 Berlin (Nikolassee)
Bilder und Video von der Lesung
3. Januar 201, 20:00 Uhr , Stadtmuseum Dresden (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2
Dresdner Buchpremiere: Peter Gehrisch (Dresden/Lwówek Śląski – PL) und Agnieszka Wolny-Hamkało (Wrocław – PL) lesen aus der druckfrischen Anthologie „Das reicht für eine Irrfahrt durch Polen“
Georg Wieland Wagner (Marimba, Piano) und Eleonora Gehrisch (Gesang) setzen musikalische Zäsuren.
4.3. 2011, 19 Uhr, Salon Rouge, Institut français de Vienne, Währingerstrasse 30, Wien
KEHRT RILKE AUS FRANKREICH ZURÜCK?
Präsentation: Dr. Margret Millischer, Übersetzung von Jean-Michel Maulpoix – Kommentar zu „Briefe an einen jungen Dichter“ von Rainer Maria Rilke
Vortrag: Prof. Dr. Gerald Stieg (Sorbonne Nouvelle/Paris)
Moderation: Jean-Claude Crespy (Rilke-Übersetzer)
In deutscher Sprache, freier Eintritt
Gemeinsam mit den Duineser Elegien haben Rainer Maria Rilkes Briefe an einen jungen Dichter in Frankreich eine unglaubliche Erfolgsgeschichte aufzuweisen. Sie sind ein Verkaufsschlager und begeistern nach wie vor unzählige Leser. Viele Franzosen kennen überhaupt nur dieses Werk von Rilke, es wurde immer wieder interpretiert und analysiert, steht auf den Listelisten der Universitäten und wird an junge Leute verschenkt. Der französische Literaturwissenschaftler und Dichter Jean-Michel Maulpoix hat einen Kommentar zu Rilkes Briefe an einen jungen Dichter verfasst, der von Margret Millischer ins Deutsche übersetzt wurde und kurz vorgestellt werden soll. Der große Rilke-Kenner, Professor Gerald Stieg, der die Arbeit verschiedener Rilke-Übersetzer ins Französische für die Pleiade-Ausgabe koordiniert hat, wird über die Rilke-Rezeption in Frankreich sprechen, die einen Sonderfall darstellt und systematisch erforscht werden sollte. Allein von den Duineser Elegien existieren 14 Übersetzungen, die meisten sind nach 1997 entstanden. Der Kulturattaché Jean-Claude Crespy, selbst ein angesehener Rilke-Übersetzer ins Französische, wird diesen Abend moderieren und über seine Arbeit, die Schwierigkeiten bei der Übertragung von Rilkes Poesie und die Aufnahme durch das französische Publikum sprechen.
Verica Trickovic liest aus "Als rettete mich das Wort"
Frauenstammtisch - Frauen finden ihren eigenen Standpunkt
Leitung: Angelika Vogt
Ort: Konrad-Adenauer-Str. 15, 30853 Langenhagen
Dienstag, 15.3.2011, 19:00, Literaturbüro Dresden, Villa Augustin am Albertplatz, Antonstr. 1, 01097 Dresden
Lesung von Sreten Ugričić, László Végél und Verica Tričković
Ein serbischer Dichter, Sreten Ugričić, und ein serbisch-ungarischer Autor, László Végél, sowie eine
serbisch-deutsche Autorin, Verica Tričković, stellen sich vor: eigenwillige und unüberhörbare
Stimmen.
Leipziger Buchmesse 2011
17.-20.3.2011
Halle 5, Stand C205
Donnerstag, 17.03.2011, 19 Uhr, Jazzclub Tonne, Königstraße 15, 01099 Dresden (www.jazzclubtonne.de)
Literatur über Grenzen - Leseabend mit Alhierd Bacharevic und Ignacy Karpowicz
Die Organisatorinnen Malgorzata Sroka (Bosch-Kulturmanagerin, Literaturbüro Dresden e.V.)
Jadwiga Günther (conduco e.V. Dresden) & Tina Wünschmann (Kultur Aktiv e.V.) freuen sich, im Vorfeld der Leipziger Buchmesse auch in Dresden Aktuelles aus der polnischen und belarussischen Literaturszene präsentieren zu können. Ignacy Karpowicz und Alhierd Bacharevic verbindet die Erfahrung "wenn auch unter sehr unterschiedlichen Umständen" des Fremdseins, ihre Werke die Auseinandersetzung mit dem Ort der Herkunft und der Identität. Umrahmt von Karolina Trybalas Gesang versricht der Abend eine unterhaltsame Reise durch Mitteleuropa, Lethe und den Kosmos.
Alhierd Bacharevic: *1975 in Minsk, lebt seit 2007 in Hamburg. Im Herbst 2010 erschien im Leipziger Literaturverlag sein Roman Die Elster auf dem Galgen, den er zusammen mit Übersetzer Thomas Weiler
präsentiert - eine rare Botschaft aus der belarussischen Literaturwelt.
In der Elster auf dem Galgen begibt sich der Ich-Erzähler ins freiwillige Exil einer (auffällig an Hamburg erinnernden) nördlichen Hafenstadt. Er blickt mit Abstand zurück auf sein Land und die Hauptfigur Vieranika, die Bacharevic als eher schlichtes Durchschnittsgemüt in einem (teilweise auffällig an Belarus erinnernden) autoritären Staat präsentiert. Beengte Wohnverhältnisse, Pionierlagergeschichten, pubertierende Jungs, triste Studienjahre und Fluchten in virtuelle Welten " in Vieranika dürften sich viele Minskerinnen wiederfinden, vielleicht wehmütig, vielleicht auch unangenehm berührt. Die junge Frau gerät an eine Stelle in der Bezirksabteilung des staatlichen Sicherheitsdienstes und ist dem Regime treu zu Diensten. An ihrer unreflektierten Systemgläubigkeit zerbricht die Beziehung zu ihrem Freund, dem Ich-Erzähler, und der Plot steuert auf ein dramatisches Finale zu, das schon im ersten Satz des Romans eingeleitet wird: zIn circa fünf Minuten ist sie tot.
Donnerstag, 17.03.2011, 15:00 – 16:00, Café Europa, Halle 4, Stand E 401
Miloš Crnjanski entdecken
Katharina Raabe spricht mit dem Crnjanski-Kenner und Gewinner des diesjährigen Leipziger Buchpreises Martin Pollack über Crnjanskis Ithaka und Kommentare, Alexander Fabisch liest.
Donnerstag, 17.03.2011, 19:00 – 22:30, Galerie ARTAe, Gohliser Straße 3
In diesem unendlichen Blau. Lyriknacht
Wie jedes Jahr lädt die edition AZUR am ersten Messetag zu einer Lyriknacht in ihr Leipziger Wohnzimmer: die schmucke Galerie Artae. Zu hören sind fünf Dichterinnen und Dichter aus Serbien, die zu Exkursionen in eine äußerst lebendige und heterogene Lyriklandschaft einladen. Präsentiert werden damit auch die beiden 2011 neu publizierten Anthologien serbischer Lyrik: Robert Hodel gab im Leipziger Literaturverlag die zweisprachige Anthologie Hundert Gramm Seele. Serbische Poesie aus einem halben Jahrhundert, heraus, und Dragoslav Dedović im Drava Verlag die Zusammenstellung Eintrittskarte / Ulaznica - ein Panorama der zeitgenössischen serbischen Lyrik.
19:00–19:45 Uhr Zvonko Karanović und Dragana Mladenović
20:00–21:00 Uhr Nancy Hünger, Stephan Turowski, Jan Röhnert
21:30–22:30 Uhr: Vladimir Kopicl, Stevan Tontić, Radmila Lazić
Donnerstag, 17. März 2011, 20:00 Uhr, Haus des Buches
Helder Macedo: Weiße Flecken von Afrika
Mosambik, Opposition im Lissabon des Salazar-Regimes, London, das freie Afrika – Helder Macedo, der zur Leipziger Buchmesse persönlich aus seinem Londoner Exil anreisen wird, stellt mit dem Übersetzer Markus Sahr Stationen seines autobiografischen Romans vor.
Veranstalter: Die FÄHRE e.V.
Donnerstag, 17. März 2011, 20:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Leipziger Literaturnacht: Die Puppenspieler mit Walter Thümler, Michael Goller & Peter Piek
Moderation: Silke Brohm
Kurze und eigenwillige Texte, herrlich abgedrehte Passagen, poetisches Wortgemetzel, ein Herunterziehen schöner Fassaden – das ist die Leipziger Literaturnacht.
Außerdem: Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Michael Goller & Peter Piek
Donnerstag, 17. März 2011, 22:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Viktor Kalinke: Glockenläuten und Hupen – Spiritualität auf der Straße
Filmpremiere
Der neue Poesiefilm von Viktor Kalinke dokumentiert in zehn dichten Kapiteln ein Irrlichtern durch den Norden Indiens.
Freitag, 18.03.2011, 13:00 – 14:00, Forum International, Halle 4, Stand B 601
Moderne serbische Klassiker: Danilo Kiš, Aleksandar Tišma, Miloš Crnjanski, Ivo Andrić
Anlässlich neuer wie älterer Übersetzungen der „Modernen Klassiker“ diskutieren Slawisten und Übersetzer der Autoren. Die Verlage Suhrkamp und Leipziger Literaturverlag geben 2011 Neuauflagen von Miloš Crnjanskis Büchern heraus, während der Verlag Zsolnay eine neue Übersetzung von Ivo Andrić in Angriff nimmt. Aber auch Danilo Kiš und Aleksandar Tišma erfreuen sich zahlreicher Übersetzungen in den letzten Jahrzehnten. Zu Danilo Kiš und Ivo Andrić spricht die Übersetzerin Katharina Wolf-Grießhaber, zu Ivo Andrić und Aleksandar Tišma trägt Miranda Jakiša (Humboldt-Universität zu Berlin, Slawistik) bei. Der Verleger Viktor Kalinke (Leipziger Literaturverlag) kommentiert Miloš Crnjanski. Prof. Dr. Gabriella Schubert (Friedrich-Schiller- Universität Jena, Slawistik) spricht über das Deutschlandbild von Aleksandar Tišma. Außerdem wird das 2011 erschienene Buch von Cornelia Marks Von Sumatra bis Lamento für Belgrad: zu den poetischen Visionen des serbischen Schriftstellers Miloš Crnjanski kurz vorgestellt. In Anwesenheit von Katharina Raabe (Lektorin Suhrkamp Verlag), es moderiert Eva Kowollik.
Freitag, 18. März 2011, 15:45 – 16:15 Uhr, Messegelände Halle 4, Serbischer Stand
Autoren und Autorinnen stellen sich vor: Radmila Lazić
Der Lyrikband von Radmila Lazić Das Herz zwischen den Zähnen (Leipziger Literaturverlag) wird in Anwesenheit der Übersetzerin Mirjana Wittmann vorgestellt. Durchs Programm führt Viktor Kalinke (Leipziger Literaturverlag). Es liest Silke Brohm.
Freitag, 18. März 2011, 16:30 Uhr, Messegelände Halle 5, Stand C205 (Verlagsstand)
Skeptische Zärtlichkeit – Der eigene Ton
Axel Helbig (Herausgeber der Zeitschrift Ostragehege) und Viktor Kalinke (Verleger des Leipziger Literaturverlags) diskutieren über den Mehrwert der Literatur jenseits des Marktes, die Unmöglichkeit des großen Geschäfts mit der Lyrik und die Freuden des literarischen Entdeckens.
Freitag, 18. März, 18.30 Uhr, Polnisches Institut
Alhierd Bacharevic liest aus: Die Elster auf dem Galgen
Es übersetzt Thomas Weiler, es moderiert Eva Kowollik.
Freitag, 18. März 2011, 20:30 Uhr, Gohliser Schlößchen
Lyrik im Schlößchen: Boško Tomašević
Diese Gedichte handeln von "unserem Heimweh nach der Barbarei" (Cioran) und nur zum geringen Teil von unserer Zivilisiertheit. Sie werden getragen von einer Poetik des Absurden. Der Mensch ist eingetaucht in die Situation des Orientierungsverlusts innerhalb der humanistischen Werte. Er hat sich zwar eine technologisch hochentwickelte Zivilisation geschaffen, aber er ankert nicht in einem ruhigen Hafen seiner Geschichte. Sich selbst gegenüber stets gleichgültig und endlich, hält der Mensch an der Schönheit des Zweifels fest und schöpft daraus neue Kräfte. Die Poesie steht für die Freude, Illusion und Melancholie dieser ewigen Erneuerung unserer Unvollkommenheit. Denn immer werden wir das sein, was wir nicht sind. Das Dichten als sprachliche Form, die zum Wesen vordringt, ermöglicht das Sprechen über das Dasein, über die Existenz selbst.
Sonnabend, den 19. März 2011, um 14:00 Uhr, Halle 5, Stand C205 (Verlagsstand)
Margret Millischer präsentiert die Neuentdeckung Rilkes Briefe an eine venezianische Freundin und spricht über die Schwierigkeiten, Rilke aus dem Französischen ins Deutsche zu übersetzen. Rilke lernte Mimi Romanelli 1907 während eines Venedig-Aufenthaltes kennen. Die auf Französisch geführte Korrespondenz zwischen Rilke und Mimi Romanelli wurde bisher ausschließlich in Italien und Frankreich veröffentlicht. Die zweisprachige Ausgabe beinhaltet sowohl das französische Original als auch erstmals die deutsche Übersetzung der Briefe, die Rilke als europäischen Kosmopoliten zeigen, der in vielen Sprachen und Ländern Zuhause war.
Sonnabend, 19. März 2011, 20:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Leipziger Übersetzernacht: Serbien sehen und darüber hinaus!
Mitwirkende: Alhierd Bacharevič, Sabine & Dieter Fahl, Will Firth, Robert Hodel, Margret Millischer, Radmila Lazić, Christine Pfammatter, Markus Sahr, Boško Tomašević, Stevan Tontić, Verica Tricković, Thomas Weiler, Mirjana & Klaus Wittmann, Michael Zgodzay
Moderation: Viktor Kalinke, Silke Brohm
Die Leipziger Übersetzernacht ist zur Institution geworden. Jedes Jahr treffen sich am Abend des Buchmessesamstag internationale Autoren (u.a. aus den USA, aus Belarus, Frankreich, Polen, Kroatien und Serbien) und ihre Übersetzer ins Deutsche im Leipziger Literaturverlag, um sich in einer öffentlichen Werkstatt über aktuelle Projekte auszutauschen.Gefördert durch Portugiesische Nationalbibliothek, Lissabon, das Serbische Kulturministerium, Belgrad, und das Polnische Institut
Samstag, 19. März, 20 Uhr, Horns Erben, Arndtstraße 33, 04275 Leipzig
Auswärtsspiel
Moderation: André Hille
Sächsische Autoren sind nach Polen, Ungarn und Tschechien gereist und haben sich inspirieren lassen zu neuen Texten. Patrick Beck, Katharina Bendixen, Diana Feuerbach und Lars Reyer lesen aus ihren Geschichten, Briefen und Blogs und erzählen von ihren Erlebnissen.
Sonntag, 20. März 2011, 14:10 – 15:00 Uhr, Messegelände Halle 4, Serbischer Stand
Tritt ein! Serbische Lyrik: Lesung und Präsentation von neuen Anthologien
Für Leipzig wurden zwei neue und üppige Lyrikanthologien zusammengestellt. Robert Hodel stellt seine zweisprachige Antholgie Hundert Gramm Seele zu serbischer Poesie vor, die zwischen 1940-1960 geborene Dichter versammelt (Leipziger Literaturverlag) und der Drava Verlag präsentiert die neueste Zusammenstellung serbischer Gegenwartspoesie mit dem klingenden Titel Eintrittskarte (Drava). Ausgewählte Gedichte werden gelesen. Durchs Programm führt Olivera Stajić im Gespräch mit Silke Brohm, Viktor Kalinke (Leipziger Literaturverlag), Robert Hodel (Universität Hamburg) und Peter Wieser (Drava). Anwesende Autoren und Autorinnen: Dragana Mladenović, Vojislav Karanović, Enes Halilović, Vladimir Kopicl, Jovan Zivlak, Marija Kneževič, Zvonko Karanović. Die Gedichte liest die Dichterin Ulrike Almut Sandig.
Donnerstag, 24. März, 20 Uhr, Literaturwerkstatt Berlin (Kulturbrauerei, Knaackstr. 97)
Alhierd Bacharevic liest aus: Die Elster auf dem Galgen
Es übersetzt Thomas Weiler.
Veranstalter: literabel.de
Donnerstag, 31.3. 2011, 20:00 Uhr, Literaturwerkstatt Berlin (Kulturbrauerei, Knaackstr. 97)
Berlin - Moskau
Lesung und Gespräch: Wjatscheslaw Kuprijanow (Autor, Moskau) und Hendrik Jackson (Autor, Berlin)
Moderation: Peter Geist (Literaturwissenschaftler, Berlin)
Die Verbindung zwischen Berlin und Moskau hat große kulturelle Tradition. Bücher sind darüber geschrieben und große Ausstellungen organisiert worden. Aber in den vergangenen Jahren hat sich diese Beziehung gelockert. Über die poetische Landschaft in Russland erfährt man in Berlin fast nichts. Es ist an der Zeit, wieder darüber zu diskutieren. Zwei Dichter, zwei Übersetzer, zwei Mittler zwischen den Kulturen sprechen über neue und alte Verbindungen und Tendenzen.
13. April 2011, 20 Uhr, Buchhandlung "LeseZeichen", Prießnitzstraße 56, Dresden
Hubertus Giebe: Arbeiten zur Literatur
Ausstellung vom 10. 4. bis 25. 7. 2011
Lesung mit Hubertus Giebe am 13. April 2011: "Der geschliffene Elfenbeinturm", Essays
Donnerstag, 14. April 2011, 19.00 Uhr, Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg
Walter Thümler – Ist jemand da
Musik: Maria Ackermann (Klarinette)
„Bei der Lektüre der Gedichte von Walter Thümler entstehen - wie als Erwiderung - Gestalten und eine sich selbst erschaffende Gebetsstille (gleichsam im wortlosen Schweigen) - weit zurückliegende Impressionen, Vermutungen, kostbare Erinnerungen.“ Gennadij Ajgi
wer bittet für uns
daß die Schale nicht zu hart
werde Wir uns nicht
schämen uns zu
schämen
Freitag, 13. Mai 2011, 20 Uhr
Utz Rachowski: Beide Sommer & Viktor Kalinke: Nichtstun als Handlungsmaxime
Zwei Buchpremieren
28. Mai 2011, 19:30 Uhr
Ilona Schlott & Heiner Reinhardt: Steißvogel mit Saxophon
Ort: Peterskirche in Püchau
28. Mai 2011, 20 Uhr
Verica Tričković liest aus Als rettete mich das Wort
Gastautoren: Sylvia Günther (Lavaherz, Gedichte) sowie Autoren des Forums Liebfrauenberg (Ružica Cvetković-Pfeifer, Ranko Ćetković, Snežana Minić und Dino Burdžović)
Veranstaltungsort: Galerie Neunauge,Taunusstrasse 9, 63457 Hanau
Sonntag 29. Mai 2011, von 11-19 Uhr
Literaturfest am Kollwitzplatz, Berlin
Der LLV ist mit einem Stand dabei!
Dienstag, 31. 5. 2011, 20 Uhr, Oper Leipzig
Laozi-Lieder, vertont von Federico Biscione, aus dem Chinesischen von Viktor Kalinke
4. Juni, 20 Uhr, Landhaus Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Stadtmuseum Dresden, Städtische Galerie)
NACHT DER POESIE
Sachsen ist ein Land der Dichter, wie auch die kürzlich erschienene Anthologie „Es gibt eine andere Welt – Eine Anthologie aus Sachsen, Neue Gedichte“ (poetenladen, Leipzig) eindrucksvoll belegt. Sechs unverwechselbare Stimmen präsentieren sich den Gästen des evangelischen Kirchentages und gehen mit ihren Texten den Fragen nach: Wie relevant sind Religion, Glaube, Transzendenz für die moderne Poesie?
Lesung mit Ulrike Almut Sandig, Undine Materni, Sascha Heße, Viktor Kalinke, Volker Sielaff und Patrick Beck. Moderation: Axel Helbig
Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag.
Gefördert vom 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Eintritt frei.
Mittwoch, den 8. Juni 2011, 19.30 Uhr
Katrin Heinau: Hochstaplerroman
Ort: Buchhandlung "Die Buchkönigin", Hobrechtstraße 65, 12047 Berlin-Neukölln, www.buchkoenigin.de
Donnerstag, 9. Juni 2011, 20.00 Uhr
IM OSTEN VIEL NEUES: Literarisches Podium mit SYLWIA CHUTNIK (Polen), ALHIERD BACHAREVIC (Belarus) und OSTAP SLYWYNSKI (Ukraine)
Ort: Zakk, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf
Eintritt: 6,- € VVK & erm. / 8,- €/ 12,- € Two in one Podium & Konzert
Auf dem literarischen Podium präsentieren junge Autorinnen und Autoren aus Polen, Belarus und der Ukraine ihre Werke und sprechen über die außergewöhnlich lebendige und abwechslungsreiche Literaturszene in ihren Ländern.
Sylwia Chutnik (geb. 1979 in Warschau): Kulturwissenschaftlerin, Gender Studies-Absolventin, Autorin, Aktivistin und „radikale Hausfrau“, Gründerin und Leiterin der Stiftung „Mama“, die sich für die Rechte der Mütter in Polen einsetzt. Für ihren Debütroman „Frauentaschenatlas“ erhielt sie 2008 den Preis der größten polnischen Wochenzeitschrift Polityka „Paszport Polityki“ und wurde 2009 für den renommierten polnischen Literaturpreis „NIKE“ nominiert.
Alhierd Bacharevic (geb. 1975 in Minsk): belarussischer Schriftsteller, veröffentlichte mehrere Erzählbände und Romane im unabhängigen Minsker Verlag Lohvinau: "Die natürliche Färbung" (2003), "Keine Gnade für Valentina H." (2006) und "Praktisches Hilfswerk zur Zerstörung der Städte", für das er den Literaturpreis "Hliniany Viales" bekam. Sein neuer Roman "Die Elster auf dem Galgen" ist 2011 auf Deutsch im Leipziger Literaturverlag erschienen. Alhierd Bacharevic lebt in Hamburg.
Ostap Slywynski (geb. 1978 in der Ukraine): Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker, unterrichtet polnische Sprache und Kultur an der Lemberger Universität. Er ist Autor von vier Gedichtbänden, zahlreichen Publikationen in Zeitschriften und Anthologien sowie Mitherausgeber der Anthologie für zeitgenössische ukrainische und weißrussische Literatur. Er übersetzt aus dem Polnischen, Bulgarischen, Mazedonischen, Englischen und Belarussischen. Seit 2006 organisiert er das Internationale Literaturfestival unter dem Dach des "Forums für Herausgeber" in Lemberg und ist Mitherausgeber der dreisprachigen Zeitschrift „Radar“, in der neueste Literatur aus Deutschland, Polen und der Ukraine vorgestellt wird.
Moderation: Rainer Mende
Lesung: Simon Roden
Montag, den 13. Juni 2011 um 19 Uhr
Katrin Heinau: Hochstaplerroman
Ort: DIE LINKE. Neukölln, Richardplatz 16, 12055 Berlin-Neukölln
Freitag, den 17. Juni 2011 um 20.30 Uhr
48 Stunden Neukölln im Rahmen von Wahnsinn! Wohlstand! Hörspiele und Hörstücke des Labels Tinnitus-Hörspiele mit Performance und Lesung.
Ort: Alte Kindl-Brauerei - zuhause e.V., Werbellinstraße 50, Berlin-Neukölln. www.48-stunden-neukoelln.de.
17. 6. 2011, 20:00 Uhr, Maxim Gorki Theater Berlin
Billy Collins (New York) liest zur Eröffnungsnacht des Poesiefestivals Berlin "Weltklang - Nacht der Poesie", Übersetzung: Ron Winkler, Moderation: Knut Elstermann
Meister der Dichtkunst entfachen ein Feuerwerk zeitgenössischer Lyrik, das ihre ganze Bandbreite präsentiert: von der klassischen Lesung über Rap und Lautpoesie bis hin zum Songwriting. Es treten auf: Marcel Beyer Deutschland Iva Bittová Tschechien Yves Bonnefoy Frankreich Tsead Bruinja und dem Musiker Jaap van Keulen Niederlande Billy Collins USA El Général Tunesien Kim Hyesoon Südkorea Silvio Rodríguez Kuba und Kathrin Schmidt Deutschland
Freitag, 1. Juli 2011, 18 Uhr
"echofrakturen" - Literarisches Sommerfest
Die „Inskriptionen No.4“ sind gedruckt und harren in der Buchbinderei auf Klebstoff für den Rücken ... Zu unserem Sommerfest einladen, das wir in diesem Jahr gemeinsam mit OSTRAGEHEGE feiern, werden Hundert Exemplare zum Signieren ausgebreitet auf unseren Tischen liegen. Und zu trinken & zu essen gibt es ... Und nicht zuletzt: Es wird gelesen: Jens Rosch, Ilona Schlott, Frank Norten, Karolin Pfeffer - um nur einige Namen zu nennen. Wie in den Inskriptionen werden auch im neuesten Ostragehege-Heft Arbeiten von Ulrich Hachulla zu sehen sein. Und so ist es nur folgerichtig, daß wir an diesem Abend eine Ausstellung mit Ulrich Hachullas Graphiken in den Räumen des Verlags eröffnen. Als weiteren „spezial guest“ erwarten wir Kerstin Hensel. Zwei geniale Musiker aus der Ukraine werden den Abend abrunden: Elena und Ruslan Kratschkowski sind Akordeonisten der Superklasse. Lassen Sie sich überraschen!
Donnerstag, 18. August 2011, 20:00 Uhr
Palais.Poesie
mit Patrick Beck, Dieter Krause und Kerstin Polzin.
Ort: Barockgarten des Japanischen Palais, Palaisplatz 11, Dresden
Freitag, 2. 9. 2011, ab 19 Uhr
LateNate der BARDINALE
mit Ralph Hammerthaler, Sandra Trojan, Artur Becker, Patrick Hofmann, Utz Rachowski, Ralph Grüneberger, Adel Karascholi, Viktor Kalinke, Christoph Kuhn, Roza Domascyna, Patrick Beck, Peggy Mädler, Gundula Sell, Klaus Funke und Inka Parei
Ort: Villa Augustin, Antonstr. 1, Dresden
Sonnabend, 17. 9. 2011, 20 Uhr, Buchhandlung Loschwitz, Friedrich-Wieck-Str. 6, Dresden
Markus Sahr: Portugal! Literatur–Kultur–Kulinarik
Den roten Faden dieses Abends bilden Autoren, die während der langen Diktatur in Portugal im Exil lebten oder nicht publizieren durften: Das Buch Yvette Centenos über den Vater, der sein Leben lang gegen die Diktatur ankämpfte, seine Arbeit verlor, unter Hausarrest gestellt wurde und kurz vor dem Sieg der »Nelken« an Bauchspeichelkrebs starb. Mit der Übersetzung dieses Romans ins Deutsche (2004) begann in Leipzig eine »portugiesische bibliothek«. Die Kurzgeschichten Herberto Helders, die auch nach wiederholter Lektüre faszinierend und rätselhaft bleiben. Der Erzählband Jorge de Senas über die vielen Prototypen der Diktatur, der im brasilianischen Exil entstand. Ein autobiographischer Roman Manuel Alegres, des zweifachen Präsidentschaftskandidaten der letzten fünf Jahre, über seine Zeit im Exil in Paris und Algerien. Der Roman Helder Macedos, der von England aus seinen postkolonialen Blick auf die Ereignisse seiner Kindheit und Jugend in Afrika richtet.
Markus Sahr studierte Germanistik und Allgemeine Rhetorik, arbeitete als Journalist und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und unterrichtete Deutsch in Portugal und England. Er übersetzt aus dem Portugiesischen und Englischen. Im Herbst erscheint sein erster Roman »Taschkenter Hefte«.
Donnerstag, 13.10.2011 15h Frankfurter Buchmesse Halle 5.1, Gemeinschaftsstand der Republik Serbien D-975
Miloš Crnjanski: Zottelige Pferde auf Island
Vorstellung des Buches mit der Übersetzerin Elvira Veselinović und dem Journalisten Milorad Živojnov
Miloš Crnjanski ist der herausragende Name der serbischen Avantgarde. Den über 700 Seiten umfassenden autobiografischen Roman "Bei den Hyperboräern", aus dem der Ausschnitt über Island als Separatum auf der Buchmesse vorgestellt wird, schrieb er 1940 als jugoslawischer Diplomat in Rom. Sein Buch ist ein subtiles literarisches Zeugnis über das Ende einer Epoche und zugleich eine anrührende Ode an die Schönheit und den Sinn des Lebens in den Weiten des nördlichen Europas. Crnjanski verbindet in seinem Roman das Kulturerbe des Südens mit dem antiken Mythos von Hyperboräa - dem Land jenseits des Nördlichen - und den Eindrücken seiner Reise nach Island, Jan Mayen und Spitzbergen aus dem Jahr 1937, zu pazifistischen wie auch literarischen Visionen. Das als Sonderdruck gerade erschienene Kapitel "Zottelige Pferde auf Island" ist ein zeitloser, "in wahren Farben" geschriebenen Reisebericht über die Insel und darüber hinaus ein antinationalistisches Plädoyer und ein engagierter Beitrag zur gesamteuropäischen Identität.
Elvira Veselinović ist promovierte Philologin und Übersetzerin des Werkes. Milorad Živojnov ist langjähriger Auslandskorrespondent verschiedener serbischer Medien aus Deutschland.
Freitag, 14. 10. 2011, Kulturgenußladen
Esther Mohnweg: Zuerst versinkt der Horizont. Berlingedichte & Fotografien
Buchpremiere und Ausstellungseröffnung
Freitag, den 4. November 2011 um 18:30 Uhr im Generalkonsulat der Republik Serbien in Hamburg (ГЕНЕРАЛНИ КОНЗУЛАТ РЕПУБЛИКЕ СРБИЈЕ ХАМБУРГ), Harvesterhuder Weg 101, Hamburg
SERBISCHE LYRIK HEUTE
Es werden zwei in diesem Jahr erschienene Anthologien und ein Gedichtband vorgestellt:
- "Hundert Gramm Seele/ Deset deka duše": Serbische Poesie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts herausgegeben und übertragen von Prof. Dr. Robert Hodel
- "Eintrittskarte-Ulaznica Serbien": Panorama der Lyrik des 20. Jahrhundert, herausgegeben von Dragoslav Dedović
- "Als rettete mich das Wort" von Verica Tričković
Moderatorin: Snežana Minić-Veljović
Verica Tričković, Dr. Sead Porobić, Dr. Robert Hodel, Dragoslav Dedović werden über die neuere serbische Lyrik sprechen und diskutieren.
Samstag, 5. November, 19:30 im Literaturhaus Lettrétage, Methfesselstraße 23-25, Berlin
Berlin-Dresden / Dresden-Berlin
mit Simone Kornappel, Tom Bresemann, Volker Sielaff und Patrick Beck.
Dienstag, 8. November. 19.30 Uhr an Deck des Herbergsschiffes „Die Koje“, Leipziger Straße 15, Dresden
Berlin-Dresden / Dresden-Berlin
mit Simone Kornappel, Tom Bresemann, Volker Sielaff und Patrick Beck
08.11.11 Halle/Saale, Café ROTER HORIZONT, 19 Uhr
Mile Stojić und Cornelia Marks: Cherubs Schwert
Gedichte und Essays
mit Live-Musik von Toni Geiling (Violine, solo)
09.11.11 Magdeburg, Literaturhaus, InterLese-Kolloquium 18 Uhr
Mile Stojić und Cornelia Marks: Cherubs Schwert
Gedichte und Essays
mit Dichtern aus verschiedenen Ländern, die jeweils ab 19 Uhr lesen
Weitere Lesungen Mile Stojić und Cornelia Marks: Cherubs Schwert
10.11.11 Landsberg Gymnasium, 9:35 Uhr
11.11.11 Wettin Gymnasium, 9:35 Uhr
Freitag, 11. November, 20 Uhr, Kultur-Genuß-Laden
Zwei Buchpremieren mit Sascha Heße und mit Markus Sahr
Sascha Heße geht in seinem neuen Buch „In Afrika sind die Buchstaben versteckt“ Fragen des alltäglichen Miteinanders, der Kunst und dem Sinn des Lebens nach. Markus Sahr lässt Traditionen, Sprache und Lebensweise in Usbekistan in einer sehr persönlichen Sichtweise lebendig werden. Zwischen den Lesungen gibt es Raum für visuelle Begegnungen:
Ausstellungseröffnung mit Gerhard Wichler
In dieser Ausstellung erwartet Sie zum einen eine Reihe von Zeichnungen / Aquarellen, zum anderen Karton/Linoldrucke, allesamt Arbeiten der letzten fünf Jahre.
Inspiriert sind sie zum einen durch die Beschäftigung mit Geographie und Atlanten, aber auch mit technischen Strukturen, z.B. Leiterplatten.
Dienstag, 29. November 2011, 20.00 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, Dresden
Literarische Alphabete
Walter Thümler liest eigene Gedichte und Übersetzungen von Gennadij Ajgi und C. K. Williams.
Sonntag, 4. Dezember 2011,19 Uhr
"Frauenworte": Ein lyrischer Abend mit Verica Tričković, Karin Henningen und Bisera Suljić-Boškailo
Ort: Kunstverein Meerholz e.V., Hanauer Landstraße 31, 63571 Gelnhausen-Meerholz
Freitag, 9. 12. 2011, 20 Uhr
Weihnachtssingen mit Iris Donner & friends
17. 12. 2011, 20 Uhr
Marion Quitz: Malerische Landschaften und zeichnerische Poesien - Ausstellung bis 10. 3. 2012
Leipzig Plagwitz, Lindenau und Schleußig standen Modell, ließen sie in den sonnigen Monaten Oktober und November diesen Jahres auf Entdeckungsreise gehen und ihren neuen Wohn- und Arbeitsort erkunden. Ihre ursprüngliche Heimat, der Spreewald, Biosphärenreservat und unerschöpfliche Quelle für geheimnisvolle Phantasien drängte sich ebenso als Künstlermuse in das bildnerische Thema. So eröffnet sich dem Besucher eine kontrastreiche Bilderreihe, die Tier- und Pflanzenwelt, Architektur und die menschlichen Figur in Ihre eigenwillige Form, Farbe und Linie übersetzt.
Die Bilderschau erhält zur Vernissage einen musikalischen Rahmen mit Liedern aus der Lausitz, der Slovakei, Russland, Irland.
2012
Donnerstag, 12. 1. 2012, 20 Uhr, Stadtmuseum Dresden, Landhaus
Cyprian Kamal Norwid: Über die Freiheit des Wortes
Buchpremiere mit dem Übersetzer und Dichter Peter Gehrisch
Musikalische Zäsuren setzen Georg Wieland Wagner und Peter Till.
Donnerstag, den 19.01.2012, 19.30 Uhr, Janusz-Korczak-Bibliothek, 13187 Berlin-Pankow
Verica Tričković liest mit Sylvia Guenther
geboren 1961 in Nerav (Makedonien), lebt seit 1999 in Isernhagen bei Hannover. Veröffentlichungen von Lyrik und Erzählungen in Literaturzeitschriften und Anthologien in Bosnien-Herzegowina, Deutschland, England, Kroatien, Makedonien, Polen, der Schweiz und Serbien.
Mittwoch, 1. Februar 2012, 19:30 Uhr, Leipziger Stadtbibliothek
Marina Zwetajewa: Es liest Erich Ahrndt
Buchpremiere mit dem Übersetzer Erich Ahrndt
Auch mir sprang das Blut in die Wangen
So rot - und gelockt war mein Haar ...
Auch ich bin gewesen einst, Wanderer!
Verweil! Wie lebendig ich war!
Mittwoch, 22. Februar 2012, 19:30 Uhr, Lettrétage Berlin, Methfesselstraße 23-25
Neue Übersetzungen amerikanischer Lyrik
Christine Pfammatter, Norbert Lange, Mathias Traxler und Tobias Amslinger stellen neue Übersetzungen von James Laughlin und Charles Bernstein vor
James Laughlin war der Gründer eines der bedeutendsten Verlage für amerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts. In seinem Verlag New Directions publizierte er die frühen Gedichte von Lyrikern wie Dylan Thomas und Marianne Moore. Keineswegs sollte man jedoch über sein eigenes lyrisches Schaffen hinweg sehen. Laughlins literarischer Kosmos umfasst das Leben in all seinen Facetten: ob sexuelle Liebe, persönliche Erinnerungen an Dichterfreunde und geliebte Familienmitglieder, Laughlin beschreibt das Geschehen immer mit reichlich Anmut und Witz. Seine kurzen Verse vermitteln durch ihre Verdichtung eine große Klarheit. Christine Pfammatter ermöglicht mit ihrer Neuübersetzung von Laughlins dichterischem Werk einen frischen Blick auf den oft zu Unrecht unterschätzten Lyriker und Verleger.
Charles Bernstein, geboren 1950 in New York, wird der literarischen Avantgardebewegung der sogenannten Language Poetry zugeordnet. Bernsteins Arbeiten werden häufig durch ihre innovative Sprache als postmodern
bezeichnet. Er selbst beschreibt seine Dichtung als Spiel zwischen den Genres und Formgattungen. Bis dato veröffentlichte er mehr als 16 eigenständige Gedichtbände und drei Bücher mit Aufsätzen und Reden.
Bernstein lehrte an verschiedenen Universitäten, wie der Columbia, der Brown University und in Princeton. Heute lehrt er an der University of Pennsylvania.
In der Lettrétage haben Interessierte nun die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Übersetzungsarbeit zu gewinnen. Die Bernstein-Übersetzer Norbert Lange, Mathias Traxler, Tobias Amslinger und Léonce W. Lupette
arbeiten derzeit an einer Übersetzung des Gedichtbandes All the Whiskey in Heaven / Selected Poems und präsentieren exklusiv ihre ersten Ergebnisse - direkt aus der Übersetzungswerkstatt!
14. März 2012 um 13 Uhr im Gymnasium Querfurt, Geistpromenade 29
Mile Stojić und Cornelia Marks: Cherubs Schwert
Gedichte und Essays
Leipziger Buchmesse 2012
Sie finden unseren Messestand vom 15. 3. bis 19. 3. 2012 zwischen 10 und 18 Uhr in Halle 5, Stand D221.
Abends sind wir mit unseren Gästen im Verlag. Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Donnerstag, 15. März 2012, 20:15 Uhr
„Welcher König hat hier gehaust“
Leipziger Literaturnacht mit Martin Jankowski, Christine Pfammatter, Viktor Kalinke, Patrick Beck & Jens Rosch
Poesie als Tat, Gedichte als Instrumente der Erkenntnis, Augenblicke als Tor zur Wirklichkeit – das ist die Leipziger Literaturnacht. Im Rhythmus des Alltags die Ewigkeiten befragen. Im Spiel mit der Sprache Unfassbares definieren. Mitten im Zweifel das Leben feiern. Martin Jankowskis poetisches Thema ist die Unfassbarkeit des Lebens.
Außerdem: Ausstellungseröffnung mit Aktzeichnungen von Hubertus Giebe
Mit anatomischer Präzision nähert sich Giebe dem Körper – und enthüllt gleichsam die Seele. In Viktor Kalinkes Lyrik paart sich Lebenslust mit Ernüchterung und gebärt Melancholie. Kalinke begreift die Interpunktion als atemgesteuerte Binnengliederung, die er zur Hauptsache erhebt: im Innern Verdichtung, an den Rändern fließende Übergänge.
Freitag, 16. März 2012, Leseinsel Kunst + Design (Halle 3, Stand G603), 12.30 - 13 Uhr
Hubertus Giebe & Viktor Kalinke: Welcher König hat hier gehaust. Liebesgedichte und Handzeichnungen - Ein Gespräch
Viktor Kalinkes Lyrik weiß um die Zufälligkeit des Überlebens. Wie beiläufig entstehen Verbindungen zwischen entfernt liegenden Gedanken – von Anfang und Ende kann keine Rede mehr sein. In der Grammatik spiegelt sich die Ewigkeit ... Hubertus Giebes Zeichnungen sind souveräne Fingerübungen, behutsames Erproben von Farbwirkungen. Das Wichtige ist nicht die Technik, sondern der geistige Prozeß: die Konzentration, mit der Giebe die Reduktion der Mittel betreibt. Zweifelsohne geht sinnlicher Reiz von den Zeichnungen aus, gesteigert, indem das Auge auf Distanz bleiben kann und nicht mit dem Objekt der Begierde verschmilzt. Kalinkes Texte und Giebes Zeichnungen: beide fußen auf Beobachtung, sind angereichert durch geschichtliche Neugier, die den Blick schärft, durchdrungen von unbedingtem Formwillen – vereint in diesem ungewöhnlichen Band.
Freitag, 16. März 2012, 15:30 Uhr, Halle 5, Stand D221
Der eigene Ton. Vom Finden der eigenen und Übersetzen aus anderen Sprachen
Axel Helbig (Herausgeber der Zeitschrift Ostragehege) und Viktor Kalinke (Verleger des Leipziger Literaturverlags) diskutieren über den Mehrwert der Literatur jenseits des Marktes, die Unmöglichkeit des großen Geschäfts mit der Lyrik und die Freuden des literarischen Entdeckens.
Freitag, 16. März 2012, 16 Uhr, Stand der Republik Serbien (Halle 4, Stand D500)
Milan Mladenović: Kind aus dem Wasser- Liedtexte der Kultband EKV
Danko Rabrenović, Journalist der WDR Sendung Balkanizer, Elvira Veselinović, Übersetzerin der Liedtexte, und Milorad Živojnov, serbischer Journalist in Bonn stellen den zweisprachigen Band vor. Mit Simultanübersetzung.
Freitag, 16. März 2012, 18.30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Mile Stojic & Cornelia Marks: Cherubs Schwert
In der Bibel sind die Cherubim mit besonderen Aufgaben bedachte Engel hohen Ranges. Sie wurden von Gott als Wächter vor dem Zugang zum Paradies aufgestellt. Mile Stojics (geb. 1955 in Dragicina, Bosnien Herzegownina) Texte sprechen vom Schmerz, den ein Menschenherz empfindet, das sich nach Frieden und Freude sehnt. Für den Sarajevoer Dichter Hadžem Hajdarevic ist Mile Stojic vor allem ein Dichter der Liebe, in jenem göttlichsten und irdischsten Verständnis dieses Begriffs. Seine Texte strahlen für uns einen besonderen Zauber aus, weil sie Europa aus einem anderen, südlicheren Blickwinkel beleuchten. Auch sein Umgang mit der Sprache ist ein besonderer: Elemente der Poesie, der Essayistik, des Feuilletons, der Dramatik und des Wortspiels werden mit virtuoser Leichtigkeit verknüpft. Der Dichter - eigens zur Buchmesse nach Leipzig gereist - wird von seiner Übersetzerin und Nachdichterin Cornelia Marks vorgestellt.
16. März 2012 um 21 Uhr
Hilfe! Die Jugos kommen! Milan Mladenovićs Vermächtnis
mit Elvira Veselinović, Milorad Živojnov,
Mileta Prodanović, Uglješa Šajtinac, Srđan Srdić,
Moderation: Rüdiger Rossig, taz & Danko Rabrenović, WDR 5 - Funkhaus Europa
in Zusammenarbeit mit Crnjanski e.V.
Sonnabend, 17. März 2012, 20:15 Uhr
Anspruchsvolle Texte – kongeniale Übersetzer - Leipziger Übersetzernacht: Buchvorstellung, Austausch, öffentliche Werkstatt
mit Markus Sahr (Gabriel Maria Llansol) , Peter Gehrisch (Cyprian Kamil Norwid), Erich Ahrndt (Marina Zwetajewa), Mala Vikaite (Litauische Anthologie), Elvira Veselinović (Miloš Crnjanski, Milan Mladenović), Cornelia Marks (Mile Stojić), Jürgen Strasser (Paul Tillard), Will Firth und Andrej Nikolaidis (Montenegro), angefragt: Margret Millischer (Jean-Michel Maulpoix)
Die Leipziger Übersetzernacht ist zur Institution geworden. Jedes Jahr treffen sich am Abend des Buchmessesamstag Übersetzer aus dem Portugiesischen, Französischen, Polnischen, Russischen, Bosnisch-Kroatischen und Serbischen, um sich in einer öffentlichen Werkstatt über aktuelle Projekte auszutauschen. Vorgestellt werden Texte von Gabriel Maria Llansol (Portugal), Marina Zwetajewa (Rußland), Cyprian Kamil Norwid (Polen), Jean-Michel Maulpoix und Paul Tillard (Frankreich), Miloš Crnjanski und Milan Mladenović (ehemaliges Jugoslawien), Mile Stojić (Bosnien-Herzegowina), Andrej Nikolaidis (Montenegro) und eine Anthologie mit litauischen Gegenwartsautoren.
23. März 2012, Leuk, Schweiz
Christine Pfammatter liest aus "Andere Namen"
20. April 2012, Stadtbibliothek in Nürnberg
Buchpräsentation Jean-Michel Maulpoix: "Schritte im Schnee"
Donnerstag, 3. 5. 2012, 19 Uhr, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
ITHAKA, SUMATRA und IRIS BERLINA - eine Erinnerung an Milos Crnjanski, mit Viktor Kalinke
Freitag, 11. 5. 2012, 20 Uhr
Rita Lü: Zeichnungen und Arbeiten zu Jean-Michel Maulpoix "Schritte im Schnee"
Wie komponiert man Schnee? Und wie dichtet man ihn? Debussys gleichnamiges Prélude gab den Anstoß zu diesen Texten. Gedanken über Flüchtigkeit und Vergänglichkeit, über Liebe, Geburt und Tod. Berührende
Zeilen voller Sensibilität und Schönheit. Die Acrylstiche und Tuschezeichnungen, die Rita Lü für dieses Buch anfertigte, übertragen die Sensibilität und Ausdruckskraft der Texte in eine eigene, poetische Bildersprache.
23. Mai 2012 um 19.30 Uhr, Lettrétage Berlin-Kreuzberg
Christine Pfammatter stellt den neuen Prosaband "Andere Namen" vor
Freitag, 25. Mai, 19.30 Uhr, Literaturbüro München
Lyrikpreis München 2012 - Erster Leseabend
Nominiert sind u. a. Kerstin Becker, Bärbel Klässner und Patrick Beck
1. Juni 2012, 20 uhr, im panda theater/kulturbrauerei Berlin
Berliner Premiere des "sekundenbuchs" von Martin Jankowski
Gäste: Jinn Pogy, Tom Bresemann, Maroula Blades (UK) und Florian Hegemann (git)
Sonnabend, 2. Juni, 19.00 Uhr, Buchhandlung Schriftgut, Dresden-Laubegast
Lesung und Finissage
Patrick Beck liest aus "Ich habe ein Haus aus Licht gebaut" und neue Texte zur Finissage der Ausstellung "Lichtgezeiten" von Rita Geißler. In der Ausstellung "Lichtgezeiten" hat die Dresdner Grafikerin Rita Geißler unter anderem Texte aus der Reihe "Imaginäre Orte" von Patrick Beck gestaltet und mit eigenen
Kaltnadelradierungen kombiniert. Gitarre: Thomas Renft.
Akademie der Künste, Berlin, 11 - 17 Uhr
Lyrikmarkt zum Poesiefest
14. 6. 2012, Haus des Buches Leipzig, 19 Uhr
15. Juni 2012, 19 Uhr, A Livraria, Berlin Torstr. 159
Gabriela Maria Llansol: Lissabonleipzig
Bd. 1: Die unerwartete Begegnung des Verschiedenen
Bd. 2: Die Musikprobe
Buchvorstellung mit João Barrento (Herausgeber, Lissabon), Markus Sahr (Übersetzer, Leipzig) und Maria Etelvina Santos (Espaco Llansol, Sintra)
In Lissabonleipzig wird die Poesie von Künstlern, Komponisten, Dichtern und Philosophen zum Strahlen gebracht, deren geistiger Stammbaum in die Vorgeschichte der europäischen Idee der Gewissensfreiheit hineinreicht. Llansol erkennt, daß die Gewissensfreiheit ohne poetische Wurzeln zu einer fatalen Rückwärtsentwicklung des Menschen führt, die in Fundamentalismen des Glaubens oder der Vernunft mündet: Die Poesie, die den Dingen innewohnt, ist wichtiger als die Meinung, die wir von ihnen haben.
Freitag, 29. 6. 2012, 18 Uhr
Sommerfest: Inskriptionen No. 5 "TRAUMASPIELE" und Buchpremiere "Wolfsgrenze" mit Jiří Polák
Die Inskriptionen feiern mit Erscheinen dieses Bandes ihr fünfjähriges Bestehen. Für ein Kind des Internets ist das ein gestandenes Alter. Je länger die Inskriptionen fortbestehen, desto weniger muß an dieser Stelle gesagt werden: Das Blog ist „eine literarische Spielwiese, ein gemeinschaftliches Skizzenbuch, ein Textdiskussionsinstrument“ (marsborn auf freitag.de). Diese demokratische Offenheit schmeckt nicht jedem. Gedichtet wird im Verborgenen, doch ist deswe-gen der Dichter selbst zur Existenz im Verborgenen verdammt? Von Malern kennen wir Exzesse und Besäufnisse, von Musikern zerstörte Hotelzimmer. Nur der Dichter hat sich diskret hinter seinen schwarzen Rollkragen zurückzuziehen? Er soll sich devot seinem Verleger anvertrauen, der ihm Predigten über Verkaufszahlen und Marktstrategien hält? Nein! Das Blog ist ein Labor, ein Ort für das Wagnis, das die Schubladen der Konvention zu sprengen hilft. Lyrik als die subjektivste aller Textgattungen wird hier nicht als Ladenhüter beiseite getan, sondern hat Raum, sich zu zeigen. Jeder ist hier zunächst sein eigener Lektor, öffnet sich durch die Teilnahme jedoch der kollektiven Begutachtung und Kommentierung. Diese Verblendung von Individualität und Kollektivität gehört zum Experiment mit stets ungewissem, oft überraschendem Ausgang. Die Inskriptionen bieten Freiraum. Das heißt Raum für unabhängige, neue Literatur und Freiheit von den unseligen und kunstfeindlichen Marktzwängen. Auch das Verspielte, Abseitige, Unfertige findet seinen Platz in den virtuellen Gärten der Inskriptionen. Gerade darin besteht ja der Spaß! Wir nehmen nichts weg, wir erfinden nichts hinzu – die interessantesten Texte des letzten Jahres wurden für dieses Heft erlesen...
Sonnabend, 7. 7. 2012, 20:50 Uhr Altenbach (Leipziger Land)
Viktor Kalinke: Welcher König hat hier gehaust
Lesung zur "Nacht der offenen Dorfkirchen"
In Viktor Kalinkes Lyrik paart sich Lebenslust mit Ernüchterung und gebärt Melancholie. Kalinke begreift die Interpunktion als atemgesteuerte Binnengliederung, die er zur Hauptsache erhebt: im Innern Verdichtung, an den Rändern fließende Übergänge.
Donnerstag, 12. Juli, Chemnitz, 20.00 Uhr, Buchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V.
Lesung mit Patrick Beck und Volker Sielaff
Patrick Beck liest aus "Ich habe ein Haus aus Licht gebaut" und neue Texte, Volker Sielaff aus "Selbstportät mit Zwerg" und neue Gedichte.
Dienstag, 17. Juli 2012, 19:30 Uhr, Eintritt 5 Euro / Erm. 4 Euro
Lesung mit Autor/innen des Nachdichtungsprojekts NORD-SÜD-PASSAGE
Einschließlich Präsentation der Ergebnisse der Übersetzerfortbildung
Es lesen: Claire Warren, Christine Pfammatter, Ludovic Bablon und Tom Bresemann
Das Projekt Nord-Süd-Passage wird von der Berliner Literaturkritikerin Sabine Günther im Auftrag des in Marseille ansässigen Vereins Passage & Co.-deutsch-französischer Kulturaustausch in Europa organisiert. Vom 13. - 17. Juli 2012 findet in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum der TU und dem Centre Français de Berlin eine deutsch-französische Autoren-Übersetzungswerkstatt und eine Fortbildung für junge LiteraturübersetzerInnen statt. Wir laden Sie schon um 17:00 Uhr ganz herzlich zum Runden Tisch über Berufsfelder und -chancen für Literaturübersetzer ein. Im Anschluss daran, um 19.30 Uhr, findet die Lesung mit den vier Nord-Süd-Passage-AutorInnen statt, auf der auch die Ergebnisse der Übersetzerfortbildung unter Leitung des französischen Literaturübersetzers François Mathieu vorgestellt werden.
Christine Pfammatter: 1969 in Leuk-Stadt geboren. Studium der Philosophie, Literatur und Kunstgeschichte in Bern und Fribourg. Nach Veröffentlichungen in manuskripte, entwürfe, ndl, Nord-Süd-Passage sowie in der Anthologie Natürlich die Schweizer! (Hrsg. Reto Sorg), erschien 2008 ihr Erzählband Zuviel Sonne (Leipziger Literaturverlag) und 2012 das Kurzprosawerk Andere Namen (Leipziger Literaturverlag). Sie hat das Buch Dylan schrieb Geschichte von James Laughlin übersetzt (Leipziger Literaturverlag, 2012). Christine Pfammatter lebt und arbeitet in Berlin.
Donnerstag, 16. August, 20.00 Uhr, Kirche Groß Zicker, Rügen
Gedichte auf dem Mönchgut
Patrick Beck und Volker Sielaff lesen u.a. vom Möchgut inspierte Gedichte und Texte.
08. September 2012 ab 17.00 Uhr
Erstes Kiez-Lesefest im Rahmen der Sprachwoche-Berlin
Autorinnen und Autoren, u.a. Christine Pfammatter, rund um die Tucholskystrasse stellen Ihre Werke vor.
Zwischendurch spielt Plastic ZouZou, die Autoren signieren Ihre Bücher, Zeit für Gespräche rund ums Buch.
6. Oktober 2012, 18.00 Uhr, im Garten des Klubhauses "Heinrich Budde"
Zwetajewa-Feuer erstmals in Leipzig - in Regie von Erich Ahrndt
Am Sonnabend, dem 6. Oktober, um 18.00 Uhr wird im Garten des Klubhauses „Heinrich Budde“ in der Lützowstraße 19 (Nähe S-Bahnhof Gohlis) das an 45 Orten in der Welt (u.a. in Dresden) entfachte Zwetajewa-Feuer erstmals auch in Leipzig veranstaltet. Am Vorabend des 120. Geburtstags von Marina Zwetajewa, der großen russischen Dichterin des 20. Jahrhunderts neben Anna Achmatowa, lesen ihr Leipziger Nachdichter Erich Ahrndt und eine deutsch-russische Sprechergruppe Zwetajewas Verse in deutscher Übersetzung.
12. Oktober 2012, 20 Uhr, KWD
Eva Wal (Bonn): Nachts auf hoher See
Schrift-Grafiken und Videogedichte, Lesung aus "Inskriptionen No. 5" mit Martin Jankowski, Niko Skrotzki & Gesche Blume
Die Schriftgrafiken sind Eva Wals eigene Gedichte in grafischer Form. Linien aus Schrift ziehen sich von links nach rechts und von rechts nach links, von oben nach unten und wieder andersherum. Sie ergeben Gebilde wie gewebte Stoffe oder Texturen. Formen, geschlossen wie etwa Möbiusschleifen oder offen, Gestalten, in Ruhe oder Bewegung, konkret oder abstrakt. Gedichte in Schrift zu übersetzen, bedeutet sie für eine andere Sinneswahrnehmung zu erschließen und dorthin als autonome Wesen zu entlassen. Die Dichterin erprobt über das Schreiben mit der Hand in freier Form den Klang des Gedichts. Erst, wenn sich ein Gedicht im Fluss des Schreibens mit dem Sprechen vereint, hat es den richtigen Klang gefunden. So wundert es vielleicht nicht, dass Eva Wal ihre Gedichte immer wieder mit improvisierten Klängen verbindet, collagiert und immer wieder auch in einem weiteren Schritt zu bewegten Bildern setzt und ein Videogedicht produziert. Das Gedicht wird zu einem Wesen mit vielen Gesichtern. Doch es bleibt eine Einheit, etwas Ganzheitliches in komplexem Zusammenhang.
"Der Ausstellungstitel Nachts auf hoher See ist Titel einer meiner jüngsten Gedicht-Editionen, die ich alle drei Monate, also quartalsweise, seit dem Jahr 2006 produziere und herausgebe. Sie sind handgebundene Liebhaber- und Sammlerstücke in streng limitierter Auflage und enthalten jeweils etwa zehn Gedichte und eine Grafik.Thematisch ist Nachts auf hoher See inspiriert von der Begegnung und Zusammenarbeit mit afrikanischen Flüchtlingen, die den lebensgefährlichen Weg über das Meer von Afrika nach Europa gewagt haben in der Hoffnung auf ein Leben mit Menschenrechten, ohne Hunger, Krieg und Gewalt. Die Auseinandersetzung mit der aktuellen politischen Situation und der Geschichte, die zu ihr geführt haben mag, führte auch zu einer neuen Auseinandersetzung mit mir selbst, meinem Leben als privilegierter Europäerin, aber auch als Individuum mit Prägungen, Befindlichkeiten, Konflikten und der Suche nach Freiheit im Denken und Handeln. Die psychische Dimension Nachts auf hoher See zu sein bedeutet hier, sich einem Element ausgeliefert und ohne Halt orientieren zu müssen, der eigenen Angst und dem eigenen Mut zu begegnen, um zu überleben." (Eva Wal, 2012)
Die Inskriptionen feiern mit Erscheinen dieses Bandes ihr fünfjähriges Bestehen. Für ein Kind des Internets ist das ein gestandenes Alter. Je länger die Inskriptionen fortbestehen, desto weniger muß an dieser Stelle gesagt werden: Das Blog ist „eine literarische Spielwiese, ein gemeinschaftliches Skizzenbuch, ein Textdiskussionsinstrument“ (marsborn auf freitag.de).
8. - 11. November 2012
Martin Jankowski präsentiert portugiesische Übertragungen aus dem "sekundenbuch" auf FLUPP - dem ersten internationalen Literturfestival in den befriedeten Slums von Rio de Janeiro (Brasilien).
Donnerstag den 29.11.2012, 19.00 Uhr, "Kleine Synagoge" Erfurt
Utz Rachowski liest aus "Beide Sommer"
Der Link zu der Veranstaltung ist: http://www.kas.de/erfurt/de/events/52843/
Freitag, 7. Dezember 2012, Vortragssaal der Bibliothek im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München
Lyrikpreis München - Finale
u. a. mit Patrick Beck
Freitag, 7. Dezember 2012, 20 Uhr, Kultur-Genuß-Laden
TIEFSEH - Die Bilder, die Wörter, das Schiff - und ACHMATOWA
Lesung aus dem neuen Roman von Peter Gehrisch, Vernissage mit Arbeiten von Marko Raffler: Grafiken und Gemälde und Buchvorstellung "Unsrer Nichtbegegnung denkend", Texte von Anna Achmatowa in neuer Übersetzung von Erich Ahrndt
Seemannsgarn
Marko Rafflers Bilderkosmos verweigert sich vordergründig jeder Raum-Zeit-Verortung, denn in der Bildfindung als auch in der Aussage sind seine Bilder mehr dem absurd-Surrealen als dem Realen verbunden, als eine originäre Position bildender Kunst sind seine Arbeiten jedoch vollkommen gegenwärtig. Die meist klein- bis mittelformatigen Arbeiten verbinden eigenwillige und mehrdeutige Bildideen mit malerisch-grafischer Raffinesse und Sensibilität für Form und Farbe. Scheinbar erzählerische Ansätze werden vom Künstler gern zu Gunsten der Form und Bildfindung unterlaufen, gegenständlich-figürliche Elemente werden neu zusammengefügt. Die Logik dieser Bilder ist dabei weniger eine narrative als vielmehr eine bildnerische, oft gehen Gegenstände, Figuren in eine bloße Bildform über. Auf diesem Weg entstehen Bilder, die einer merkwürdig-entrückten Welt der Anspielung, der Assoziation und der Metapher entstammen. Neben diesen Aspekten geht es Marko Raffler aber immer auch um ganz grundlegende grafische wie auch malerische Lösungen, schließlich geht es ihm um ein überzeugendes Bild, das auf sich aufmerksam macht und für sich selbst steht. Die im Dezember in der Galerie Erata, der Hausgalerie des Leipziger Literaturverlags, stattfindende Ausstellung zeugt von diesem bildnerischen Streben.
14. Dezember 2012, Berliner Literarische Aktion, 20 Uhr
Lesung aus "Inskriptionen No. 5" mit Martin Jankowski, Federico Palatino, Jonas Friedrich
2013
24.01.2013, 19.00 Uhr, Literaturhaus Wien
Margret Millischer im Gespräch mit Mickael Kummer: Briefe an eine venezianische Freundin. Lettres à une amie vénetienne.
Lesung, Gespräch & Film | Französisch & Deutsch
Die auf Französisch geführte Korrespondenz zwischen Rainer Maria Rilke und Mimi Romanelli wurde erstmals von Margret Millischer ins Deutsche übersetzt. Der Regisseur Mickael Kummer schuf im Auftrag des Rilke-Festivals in Sierre einen Film über diesen Briefwechsel. Rilke lernte Mimi Romanelli 1907 während eines Venedig-Aufenthaltes kennen und führte mit ihr über Jahre einen Briefwechsel auf Französisch, der seine Gemütsbewegungen differenziert wiedergibt – von seiner Liebe zu der schönen Venezianerin bis hin zum Stellenwert, den das Schreiben in seinem Leben einnimmt. Margret Millischer und Mickael Kummer sprechen über den Briefwechsel und seine Verfilmung und lesen einige Auszüge aus Rilkes Briefen.
Leipziger Buchmesse 2013
Sie finden unseren Messestand vom 14. 3. bis 17. 3. 2013 zwischen 10 und 18 Uhr in Halle 5, Stand D223. Abends sind wir mit unseren Gästen im Verlag. Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein.Donnerstag, 14. März 2013, 20:15 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Sascha Heße, Walter Thümler, Ines Groß, Konstantin Hanack und Annegret Pannier
Romane als Tor zur Wirklichkeit, Gedichte als konkrete Aufforderung zur Tat, Aphorismen als Instrumente der Erkenntnis – Formenvielfalt ist das Markenzeichen des Leipziger Literatursalons. Die Texte wechseln zwischen Miniaturen, über die Seite hingestreckten Dithyramben und dichter, nüchterner Beschreibung. Thematisch kreisen sie um das „Wie“ zu leben, um Sex und Liebe und das schwierige Eingeständnis von Glück.
Am selben Abend: Ausstellungseröffnung
Die Foto-Ausstellung thematisiert Tod und Vergehen, Schönheit und Augenblick. Paul Friedrich Seiferts Fotografien von verstörender Schönheit hat Sascha Heße heiter-philosophische Aphorismen zur Seite gestellt. Ein Mediziner und ein Dichter wagen einen Blick auf die Schönheit von Kadavern. Bildhaft wollen sie die Furcht vor Tod und Verwesung ausloten, kommentieren und transformieren. Die auf verschiedenen Wanderungen entstandenen Fotografien zeigen durch menschlichen Einfluss gestorbene Tiere, körperliche Überreste auf Asphalt, genauso wie in natürlicher Abgeschiedenheit verstorbene Tiere. Das Augenmerk soll nicht auf Blut und Eingeweiden liegen, sondern auf der verborgenen Schönheit jenseits des Ekels: auf der ausgestreckten Haut einer Schlange oder dem schillernden Gefieder eines Vogels. Angesichts der hohlen Augen einer Katze gerät die Abscheu des Betrachters in den Fokus. Die Fotografien versuchen mit ihrer Ästhetik in Konkurrenz zu der Vorstellung vom Tod, die wir in uns tragen, zu treten. Sie begegnen unserem Impuls, uns vom Tod abzuwenden, um ihn aufzudecken und bewusst zu reflektieren. Vielschichtig spielen Bilder und Texte mit der Begegnung von Tod und Leben und wollen die Verdrängung betrachten. Wie Sascha Heße schreibt „Verwesung ist überall, der Tod macht sie offenbar.“ Was ist es, vor dem wir die Augen abwenden, was bleibt ungesehen? Paul Seifert hat während seines Philosophie- und Medizinstudiums auch sein Interesse jenseits der Anatomie verfolgt und sucht innerhalb der Medizin neue Wege. Seine Auseinandersetzung mit Empathie, Mitgefühl und Begleiten von Leiden hat er in den Bildern toter Tiere auf künstlerische Weise umgesetzt. Der freie Schriftsteller, Musiker und Komponist Sascha Heße veröffentlichte bereits vier Aphorismen-Bände im Leipziger Literaturverlag. Er hat für die Fotografien dieser Ausstellung eigens Aphorismen geschaffen, die mal heiter-philosophisch, mal lyrisch, mal musikalisch das Gesehene aufgreifen.Mit dieser Ausstellung laden wir dazu ein, die Schönheit der Tiere in einem Moment ihres Daseins zu bestaunen, in dem sie meist nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Wir wollen die eingeschliffenen Sehgewohnheiten hinterfragen und vielleicht so neue Bilder vom Tod vorm inneren Auge entstehen lassen, die uns zu einem lebendigeren Leben verhelfen.Musikalische Umrahmung: Charlotte von Bremen-Kühne nd Josephin Helka.
Freitag, 15. März 2013, 15 Uhr, Halle 5, Stand D223
Der eigene Ton. Vom Sprachefinden
Axel Helbig (Herausgeber der Zeitschrift Ostragehege) und Viktor Kalinke (Verleger des Leipziger Literaturverlags) diskutieren über den Mehrwert der Literatur jenseits des Marktes, die Unmöglichkeit des großen Geschäfts mit der Lyrik, die Freuden des literarischen Entdeckens und die traurige Zukunft des eBooks.
Am Ende des Gesprächs liest Wjatscheslaw Kuprianow (Moskau) einen Text - danach laden wir ein zum Sektempfang für alle anwesenden Autoren, Übersetzer, Künstler und am Verlag beteiligte Urheber...
Freitag, 15. März 2013, 17 Uhr, Buchhandlung Hugendubel (an der Thomaskirche)
Ana Djokic: Rezepte fürs Glück
Sonnabend, 16. März 2013, 20:15 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen
Vom Verreisen in Versen – Leipziger Übersetzernacht
Originale, Übersetzungen, Kommentare
Moderation: Viktor Kalinke, Silke Brohm
Mitwirkende: Elin Rachnev, Henrike Schmidt, Ana Djokić, Anke Ludewig, Elvira Veselinović (Miloš Crnjanski), Jakob Taube (Bahrom Ro’zimuhammad), Robert Hodel (Momčilo Nastasijević), Georg Deggerich (Charles Reznikoff), Brigitte Rath & Slávka Rude-Porubská
Dichter und ihre Übersetzer laden ein zu einer literarischen Erderkundung ein: Wer andere Sprachen hört, hat die Chance, sich selbst neu zu entdecken. Von Abenteuerlust, Liebe und Aufbruch wird erzählt, aber auch von Stagnation, Flucht und Exil oder Tod. Sprachspiel steht neben realistischer Dokumentation, unerwartet Vertrautes neben verlockend Unbekanntem. Übertragungen aus dem Usbekischen, Bulgarischen, Serbokroatischen und Englischen ins Deutsche sind zu hören. Präsentiert wird außerdem die Anthologie „Vom Verreisen in Versen“, ein Projekt des internationalen Promotionsstudiengangs „Literaturwissenschaft“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Musikalische Umrahmung: Elisa Ziegler. Gefördert durch das Serbische Kulturministerium, Belgrad, das Kroatische Kulturministerium, Zagreb, den Internationalen Promotionsstudiengang der Universität München LMU München, das Slawistische Institut der Universität Hamburg und (p)ostkartell. verein für angewandte kulturforschung Hamburg.
23. 4. 2013 = Welttages des Buches, Hackescher Markt , Berlin, 11:00 bis 18:00 Uhr
Mini-Buchmesse vor dem Gebäude des Instituto Cervantes
Anlässlich des Welttages des Buches am 23. April, wird vor dem Gebäude des Instituto Cervantes am Hackeschen Markt eine Mini-Buchmesse organisiert. Die Mini-Buchmesse findet in der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr statt. Hier werden Stände mit Büchern spanischer, italienischer, portugisischer, tschechischer und serbischer Autoren und Autorinen ausgestellt. Am Stand, den die Botschaft der Republik Serbien organisiert, können Sie Einblick nehmen in Bücher zeitgenössischer serbischer Autoren/Autorinen in serbischer, deutscher und englischer Fassung. Sie haben auch die Möglichkeit, die Bücher der serbischen Autoren in der Ausgabe des Dittrich Verlags und Leipziger Literaturverlags käuflich zu erwerben. Des Weiteren gibt es am Stand einen Quiz über die Kenntnis der serbischen Literatur. Bei den Gewinnerpreisen handelt es sich selbstverständlich um Bücher! Wir laden Sie herzlich dazu ein, den Welttag des Buches gemeinsam mit uns zu feiern. (Kristina Jovanović)
13.05.13, 19 Uhr, Evangelisches Bildungswerk Regensburg
Alhierd Bacharevič (Autor) und Thomas Weiler (Übersetzer): „Die Elster auf dem Galgen“
Lesung auf Weißrussisch und Deutsch
Paranoia, das sagen die Weißrussen oft, wir leben in einem paranoiden Land. Meist ist das der Versuch, einen Schrecken jenseits aller Vorstellungskraft zu beschreiben. Wenn zum Beispiel Sicherheitstrupps auf wehrlose Demonstranten einknüppeln, KGB-Agenten Journalisten mitten im Interview verhaften und Präsidentschaftskandidaten zusammen schlagen, verschleppen und in fensterlose Gefängniszellen werfen. Der belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevič spricht offen von einem stalinistischen Regime. In seinem Roman „Die Elster auf dem Galgen“ tastet der Autor in langen parataktischen Sätzen und in einer melodisch betörend sicheren Sprache seine Heimat ab. In bildkräftiger Üppigkeit seziert er dabei die despotische Herrschaft Alexander Lukaschenkos, der das Land seit 1994 regiert und auf eine vorgestrige Kolchos-Diktatur herunter gedimmt hat. Erzählt wird die Geschichte von Vieranika, einer jungen Frau mit eher schlichtem Durchschnittsgemüt, das sich der staatliche Geheimdienst zunutze macht. An ihrer bedingungslosen Obrigkeitsgläubigkeit zerbricht die Beziehung zu ihrem Freund, dem Ich-Erzähler, der in Bacharevičs autobiographisch grundierten Roman ins Exil geht.
Eintritt: frei
http://www.uni-regensburg.de/europaeum/belarus
13.06.2013, ab 18 Uhr
Paul Seiffart & Sascha Heße: Tote Tiere - Finissage
Die Foto-Ausstellung thematisiert Tod und Vergehen, Schönheit und Augenblick.
15.06.13, ab 14 Uhr, Ort: Akademie der Künste, Berlin, Hanseatenweg
Lyrikmarkt und Lesung von Martin Jankowski: "sekundenbuch"
28.06.13, 18 Uhr
Sommerfest: asphaltblut auf niemandswiese
Vorstellung der "INSKRIPTIONEN No. 6", Ausstellungseröffnung mit Zeichnungen von Marion Quitz, Buchpreview mit Kurt Mondaugen, Foto-Reisebericht und Kulinarisches aus Israel von Jörg Prosch, Musik von Iris Donner
"Eine literarische Spielwiese, ein gemeinschaftliches Skizzenbuch, ein Textdiskussionsinstrument“ (marsborn auf freitag.de). Wir diskutieren zu den Fragen: Nachdem im letzten Jahr die fünfte Druck-Ausgabe in Gold erschienen ist, stellt sich für uns die Frage, ob es weiterhin das gedruckte Heft neben der Online-Version geben soll. Wen interessiert es, wenn die Texte doch im Netz zu lesen sind? Welche Orientierung schafft eine von der Jury getroffene „Blütenlese“? Welchen Wert hat das Lesen vom Papier? Was bleibt, wenn die Server dieser Welt abgeschaltet werden? Hier können Sie das 6. Heft der INSKRIPTIONEN vorbestellen. Nur solange der Vorrat reicht - limitierte Auflage.
10. 7. 2013, 19:30, Haus des Buches Leipzig
Auf der Suche nach Portugal - eine Sommerreise
Moderation: Markus Sahr. Lesung: Ellen Bräunig. Musik: Uli Singer
Fernando Pessoa im Chor gleichberechtigter Stimmen: Da kommen Camões, der Dichter der Renaissance, der Hilfsbuchhalter aus dem »Buch der Unruhe« ebenso zu Wort wie drei Autorinnen der Gegenwart. Es geht um deutsch-portugiesische Liaisons und ein russisches Mädchen in Lissabon. Klassische Fadomusik und kulinarische Spezialitäten lassen Portugal mit allen Sinnen erfahren.
Eintritt: 6,- EUR (inkl. Speisenverkostung). Veranstaltung des Literaturcafés, des Literaturhauses Leipzig und des Übersetzervereins Die Fähre e.V. Voranmeldung erforderlich unter 0341-9954134.
19. Oktober 2013, Haus des Buches Leipzig
Gut zum Druck: Verlagsfest
Sascha Heße wird um 12:30 Uhr den Anker in die Luft werfen, Zweifel bewegen und die Buchstaben in Afrika verstecken ... - Aphorismen
23. Oktober 2013, 20 Uhr, Magdeburg, Forum Gestaltung Magdeburg (Brandenburger Str. 10)
Forum Gestaltung Magdeburg / Philosophie & Kunst #7: „Denkkino“ / „Eiswüste & Asphaltblut“ - Imagination zwischen Text und Bild
Zwei Live-Experimente mit Veronika Reichl / Kurt Mondaugen / Udo Hagedorn; Moderation: Prof. Dr. Eva Schürmann (OvGU)
Im Rahmen der Reihe „Philosophie & Kunst“ präsentiert das Forum Gestaltung in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der OvGU und dem Verein Expedition Philosophie an diesem Abend zwei einzigartige Projekte, die an der Schnittstelle die an der Schnittstelle zweier Medien, nämlich Sprache und Bild operieren. Zunächst unternimmt die Berliner Autorin und Künstlerin Veronika Reichl mit ihrem „Denkkino“ den Versuch, philosophisches Denken in Filmbildern zu erproben. Die Filme interpretieren kurze Passagen aus Originaltexten von Autoren wie Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Martin Heidegger oder Jean-Paul Sartre. Im zweiten Teil des Abends stellen der Leipziger Autor, Philosoph und Performer Kurt Mondaugen (aka Dr. Rainer Totzke/ Lehrstuhl für Kulturphilosophie, OvGU Magdeburg) und der Berliner Künstler Udo Hagedorn ihr soeben erschienenes experimentelles Bild-Text-Buchprojekt „Eiswüste und Asphaltblut“ vor, bei dem 13 Autoren unabhängig voneinander nach strikten Vorgaben eine Geschichte zu einem abstrakten Bild schrieben. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Eva Schürmann, Kultur- und Medienphilosophin an der Magdeburger Universität. (weitere Informationen zu den beiden Projekten finden Sie auf der nächsten Seite). (EINTRITT: 5/3 Euro)
25. 10. 2013, 20 Uhr, Brockhausstr. 56, Leipzig
Harald Stieding und Marianne F. Schulz: EvasTöchter
Ausstellung und Buchpremiere
Im Atelier des Bildhauers und Grafikers Harald Stieding sah Marianne F. Schulz die Skulpturengruppe EvasTöchter am Rubikon zum ersten Mal: 13 bronzene Frauentorsi stehen, sitzen, lehnen auf Bronzesockeln, unter ihnen eine kalte polierte Edelstahlkonstruktion, die sie miteinander verbindet, die zugleich aber einen Abgrund assoziiert. Sofort drängte es die Autorin, die Frauen zu befragen, wie sie denn in diese Situation gekommen wären. Daraus entstand eine Folge von Erzählungen und Reflexionen über verschiedene Charaktere in Entscheidungssituationen, in der Antike, der christlichen Mythologie und in der Gegenwart angesiedelt. Anlässlich einer Werkschau des Künstlers im Jahr 2010 wurden die Texte unter dem Titel „Evastöchter. Charaktere in Versuchung“ in einer Lesung vergetragen. Die gespannte Stille während dieser Reise durch die Zeiten im Kreuzgang des alten Klosters, die Gespräche nach der Lesung und Pressereaktionen inspirierten die Autorin zu einer Buchveröffentlichung. Lange Gespräche mit dem Künstler und mit dem Grafikdesigner Klaus Martin gaben dem Vorhaben Gestalt. Am 25.10.2013, um 20 Uhr, wird das Buch in den Räumen des Verlages vorgestellt. Harald Stieding zeigt zudem Handzeichnungen als Kaltnadelradierungen und Original-Bronzeskulpturen von EvasTöchtern. Marianne F. Schulz wird aus ihren Evastöchtern lesen. Beide geben einen Einblick in ihr bisheriges Schaffen, Stieding aus 50 Jahren, Schulz aus 5 Jahren.
1. November 2013, 16:15 Uhr, Ort: Dresdner Literaturmesse "Schriftgut", auf dem Ostragehege
Uwe Salzbrenner: Hinter der Membran - Buchpremiere
27. 11. bis 1. 12. 2013
Einladung nach Moskau: LLV am deutschen Gemeinschaftsstand zur NON/Fiction
29. 11.2013, 20 Uhr
Wir laden ein zum Feiern
Verlagsgeburtstag: LLV / ERATA wird 15
mit Wein & Gesang von Undine, Iphigenie & Ophelia und natürlich ... 3x Literatur:
Uwe Salzbrenner liest aus seinem Band voller unerhörter Begegebenheiten, Cornelia Marks stellt die bosnische Korczak-Übersetzerin und Dichterin Marina Trumic vor, Erich Ahrndt schenkt uns Nachdichtungen von Bella Achmadulina. Im Anschluß: open space - für spontane Einlagen gibts Freigetränke ... naaa, ist das nichts?
30. November 2013, 19:30 Uhr, Saal der Gaststätte „Zur guten Quelle“
Verica Trickovic liest aus "Als rettete mich das Wort"
Ort: Gelnhausen, Obermarkt 21, 63571 Gelnhausen
Veranstalter: Kunstverein Meerholz e.V.
2014
Leipziger Buchmesse 2014
13.3. - 16.3.2014
Sie finden uns in Halle 5, Stand D221
13.03.2014, 20:15, Kulturgenußladen
krautbuch - Leipziger Literatursalon
mit: Peter Gehrisch, Sascha Heße, Christine Pfammatter, Verica Tričković, Katja Winkler
In diesem Jahr widmet sich der Literatursalon dem unveröffentlichten Buch. Das Buch ist Ausdruck des ungebrochenen Werkverlangens des Autors. Es trotzt aller postmodernen Dekonstruktion, bleibt unbefriedigt durch eBooks und fühlt sich in der Gestaltungshöhe herausgefordert von den neuen Medien. Von Jahr zu Jahr schwieriger wird es aber, das Buch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen als Kulturgut zu erhalten. Unabhängige Buchhandlungen sind beinahe verschwunden. Die Marktkonzentration hat nun auch die Buchhandlungsketten erreicht, der Internethandel bedroht deren Existenz. Konnte man vor wenigen Jahren noch lediglich von Zensur sprechen, die der Markt mit erbarmungsloser Filterwirkung ausübte, so beobachten wir gegenwärtig die Monopolisierung von Textproduktion, Distribution und Vermarktung in den Händen weniger Akteure auf dem westlichen Buchmarkt. Welche Haltung können Autoren gegenüber der merkantilen Bevormundung einnehmen? Wie kann es gelingen, das Buch an der Marktmacht der Konzerne vorbei auf dem Markt zu platzieren? krautbuch ist eine Initiative des Leipziger Literaturverlages, mit der die Entstehung besonderer Buchprojekte gefördert werden kann. Fünf solcher Projekte werden vorgestellt:
- Peter Gehrisch: Der glimmende Ring meiner Lichtwissenschaft
- Sascha Hesse: Grenlofrei Zenseheit
- Christine Pfammatter: Schnee im März
- Verica Tričković: Im Steinwald
- Katja Winkler: Die besten Jahre
Außerdem eröffnen wir die Ausstellung „...des Köhlers Traum“ mit Fotografien von Gerard van Smirren (Soest) Die Laudatio spricht Hubertus Giebe.
Kohlenstoffhaltige Pigmente können unter günstigen Bedingungen einzigartige Kraftfelder des Sichtbaren bilden. Gerard van Smirren übersetzt diese Kraftfelder in eine erstaunliche Serie von Fotografien. Unter dem Titel ...des Köhlers Traum öffnet sich ein faszinierender Reflexionsraum von narkotisierender Schönheit und rätselhafter Melancholie.
Gerard van Smirren: geb. 1964 in Rotterdam, Studium der Mathematik und Physik in Delft und Leiden, ab 1986 Studium der Renaissance-Ölmaltechniken im Atelier des Künstlers F. Hansens, Abendstudium Kunstgeschichte und Philosophie, seit 1988 freischaffender Künstler. Wir laden Sie ein zu einem spannenden Abend in den Bergwerken der Literatur.
14.03.2014, 18:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel (Petersstraße 12)
Uwe Salzbrenner: Hinter der Membran
Diese Geschichten handeln von merkwürdigen Ereignissen, auf Reisen, nach einem Verkehrsunfall, bei der Arbeitssuche, im Gefängnis der eigenen Wohnung. Was Uwe Salzbrenner erzählt, wirkt dem Leben abgelauscht, ohne Verklärung oder Drama. Den Autor interessiert und verblüfft – im Leben wie beim Schreiben –, wie notwendig wir Menschen uns etwas vormachen. Sofort erhält man zwei Bereiche, den des Alltags und den des Traums. Wo sie sich überschneiden, ist die Welt verändert und zuweilen unverhofft stimmig, selbst wenn die Figuren in ihrem Grunde verstört erscheinen oder in Notlagen geraten.
14.03.2014, 20 Uhr, Café Telegraph (Dittrichring 18)
Beso Chwedelidze: Der Geschmack von Asche
Zum ersten Mal liegt hiermit in deutscher Sprache eine Auswahl von Erzählungen dieses Meisters der georgischen short story vor. Chwedelidzes Texte überraschen durch ihre surrealen Wendungen, die von der absurden Wirklichkeit eines Lebens im gesellschaftlichen Umbruch inspiriert sind. So nehmen in der Erzählung Schwalben die namenlosen Figuren ER und SIE ihr Leben selbst in die Hand und lassen sich nichts mehr vorschreiben. In Der Geschmack von Asche wird wird aus einem High-Society-Journalisten ungewollt ein Kriegsreporter, dessen Notizbücher nun Interviews mit Soldaten, Verletzten und Geiseln sowie die Briefe an seine Mutter füllen. Ob eine Rückkehr in das zivile Leben noch möglich ist, bleibt ungewiß, denn – so die unerwartete Schlußpointe – nur den Toten gelingt es, diesem Inferno zu entfliehen.
mit: Silke Brohm, Beso Chwedelidze, Manana Tandaschwili
Gefördert durch Georgian Publishers & Booksellers Association (GPBA) und Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia
15. März 2014, 11:00 – 11:30 Uhr, Forum International Halle 4, Stand C503
Beso Chwedelidze: Der Geschmack von Asche
Der georgische Autor ist besonders bekannt für seine brillianten, surrealistischen Kurzgeschichten, die von den Absurditäten des Alltags in einer sich fortlaufend verändernden Gesellschaft inspiriert werden.
mit: Silke Brohm, Beso Chwedelidze, Manana Tandaschwili
Gefördert durch Georgian Publishers & Booksellers Association (GPBA), Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia
15.03.2014, 17 Uhr, Halle 5, Stand D221
15.03.2014, 20:15 Uhr, Kulturgenußladen (Brockhausstr. 56)
Die innere Stimme– Leipziger Übersetzernacht. Originale, Übersetzungen, Kommentare
mit: Teresa Balté (Hein Semke), Elvira Veselinović (Miloš Crnjanski), Curt Meyer-Clason (César Leal), Markus Sahr (Maria Velho da Costa), Anastasia und Luka Kamarauli (Beso Chwedelidze) und Will Firth
Wer andere Sprachen hört, hat die Chance, sich selbst neu zu entdecken. Der Leipziger Literaturverlag ist mit großem Abstand der internationalste Verlag ins Ostdeutschland. In diesem Frühjahr sind zu Gast Autoren und ihre Übersetzer aus Brasilien, Georgien, Ex-Jugoslawien und Portugal. Gefördert durch das Serbische Kulturministerium, Belgrad, das Georgische Kulturministerium, Tiflis, die Generaldiektion für Bücher und Bibliotheken, Lissabon.
22.03.2014, ganztägig, weltweit
indiebookday
Donnerstag, den 10. April, 20 Uhr, Stadtmuseum Dresden (Wilsdruffer Str. 2)
Doppel-Buchpremiere: Franz Hodjak & Hubertus Giebe: „Der Gedanke, mich selbst zu entführen, bot sich an“ (Gedichte), "Das Ende wird Nabucco heißen" (Erzählungen)
Franz Hodjaks neuer Gedichtband verbindet bisher unveröffentlichte Gedichte mit Farblithographien des in Dresden bestens bekannten Künstlers Hubertus Giebe, der gerade seinen 60. Geburtstag feierte.
Franz Hodjak stellt darüberhinaus seinen neuen Erzählband "Das Ende wird Nabucco heißen" vor, der vor wenigen Tagen im Leipziger Literaturverlag druckfrisch erschienen ist. Das Leben, die Freuden, Träume, Hoffnungen und Sorgen des kleinen Mannes ziehen sich als Leitmotiv durch die Erzählungen dieses Bandes. Seine Protagonisten zeichnen sich durch die Unbeschwertheit des Taugenichts aus. Zuweilen nimmt die Erzählung jedoch eine kafkaeske Wendung. Es sind die leisen, unaufgeregten Töne, mit denen Franz Hodjaks neuer Erzählband seine Leser gewinnt.
8. Mai 09:30, Alfred Herrhausen Gesellschaft, Unter den Linden 13-15, Berlin
Europäische Schriftstellerkonferenz
Mit Alhierd Bacharevic
Wer oder was ist eigentlich Europa? Gibt es ein literarisches Europa oder kann die Literatur ein Europa schaffen? Ist Europa heute noch ein Sehnsuchtsort oder nur mehr ein Freilichtmuseum? Gemeinsam mit Frank-Walter Steinmeier laden Mely Kiyak, Nicol Ljubić, Tilman Spengler und Antje Rávic Strubel dreißig Autoren aus ganz Europa nach Berlin, um mit ihnen den “Traum von Europa” weiterzuträumen und über Alternativen zur europäischen Politik zu diskutieren. www.europaeischeschriftstellerkonferenz.eu
Freitag, 6. Juni 2014, 20 Uhr, Rathaus Isernhagen, Bothfelder Str. 29, 30916 Isernhagen
Iberisches Blau
Lesung mit Musik & Vernissage, Moderation: Silke von Hoffmann
VERICA TRIČKOVIĆ liest aus ihrem Gedichtband "Im Steinwald"
MIRO NIKLEWICZ, Malerei: Eröffnung der Ausstellung "Spanische Impressionen"
FRANZ GOTTWALD, Gitarre
„Diese Gedichte sind lyrische Impressionen, in deren Mitte ein nicht weiter charakterisierter, individueller Blick steht. Hier nähert sich die Dichterin gelegentlich auch – immer in der ihr eigenen gepflegten Kargheit – einer lautlichen Textgestaltung an. So werden etwa in der serbischen Fassung des Gedichts „Skadarsee“ („Skadarsko jezero“) die im Titel angestimmten Konsonanten „s“ und „k“ leitmotivartig im Gedicht wiederholt, was dem Landschaftsbild etwas Einheitliches und Abgeschlossenes verleiht. In der deutschen Fassung wird ein ähnlicher Eindruck durch die dominanten Zischlaute erreicht. Überhaupt zeigt sich über den gesamten Band hinweg, dass Verica Tričković, etwas paradox ausgedrückt, weniger in zwei unterschiedlichen Nationalsprachen dichtet als vielmehr in einer einheitlichen Dichtersprache, der sie ein deutsches und ein serbisches Gesicht verleiht. Verica Tričković ermöglicht damit einen Innenblick nicht nur in das Bewusstsein einer Frau aus einem andern Kulturraum, sondern auch in das dichterische Potential einer Sprachwelt, die Realität eines wachsenden Bevölkerungsanteils in Deutschland und der Welt ist.“ Robert Hodel, Hamburg
Freitag, 13. 6.2014, ab 12 Uhr, Akademie der Künste, Berlin, Hanseatenweg
L y r i k m a r k t
Freitag, 20.06.2014, ab 18 Uhr, im und vorm Verlag
Sommerfest "Es wandern die Zeiten unter dem ewigen Himmel"
Lesung, Ausstellungseröffnung und Musik mit Klaus Oehmichen, Barbara Große, Urna, Katja Konovalenko u.v.a.
Die Mongolen werden hierzulande zuweilen als nomadisierendes Hirtenvolk belächelt. Daß sie eine über 800 Jahre alte literarische Kultur besitzen, ist dem deutschen Leser weitgehend unbekannt. Dieser Band ist darum bemüht, einen ersten Einblick in die Vielfalt einer fremden Dichtung zu geben, der Poesie des „Landes des Ewigen Himmels“. Die hier vorgestellten Gedichte spannen einen Bogen von der Spruchdichtung des 13. Jahrhunderts, die die Weisheit des Tschingis Chaan preist, bis hin zur Lyrik der Gegenwart, die das helle und das dunkle Gesicht der modernen Mongolei zeigt. Wir laden herzlich ein, mongolische Gedichte in deutscher Übersetzung von Klaus Oehmichen zu hören, Aquarelle und Fotografien aus der Mongolei von Barbara Große zu sehen, Musik zu hören und unterm Ahornbaum mit uns zu chillen. Und: die Inskritptionen gehen in eine neue Runde: gedankenschutt & traumklamauk, der Entwurf des neuen Heftes liegt vor und kann bestaunt werden ...
13. August 2014, 20 Uhr im Park des Japanischen Palais, Palaisplatz 11, Dresden
Lesenacht des Literaturforum Dresden in Kooperation mit dem Palaissommer
Ein Abend mit Dichtkunst, der inzwischen kaum mehr wegzudenken ist aus dem sommerlichen Kulturkalender der Landeshauptstadt. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais. Einer der Höhepunkte des alljährlich stattfindenden, eintrittsfreien (!) Palaissommers. Palais. Poesie ist ein poetisches Sommervergnügen (bei jedem Wetter, notfalls mit Schirm und Regencape), bei dem Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. Dazwischen gibt es Livemusik con Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar).
Japanische Festspiel UG in Kooperation mit Literaturforum Dresden e. V. Der Eintritt ist frei.
Mittwoch, den 27.8. 2014, 20 Uhr, Lettrétage Kreuzberg (Mehringdamm 61)
Christine Pfammatter stellt ihren neuen Prosaband „Schnee im März“ vor.
22.10.2014
Orpheus versammelt die Geister in Dresden
20 Jahre OSTRAGEHEGE
40 Dresdner Autorinnen und Autoren von OSTRAGEHEGE in einer langen Lesenacht aus ihren Werken lesen. Lesung im Festsaal des Stadtmuseums Dresden (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2, (Eingang Landhausstraße)
Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt frei
29.10.2014, DAS LEDERSOFA, im Camille Buchhandlung & Kulturcafé (Trufanowstr. 25, Leipzig)
Zum Thema: „was hast Du 1989 gemacht und was machst Du heute“ lädt die charmante Künstlerin und Moderatorin Maja Gille zum Zuhören und Abschweifen und Mitreden in kleiner Runde ein. Getreu Ihrem Motto: Jeder fragt jeden, sind illustre Gäste eingeladen, in deren Leben es ans „Leder“ ging und geht. Interessante Persönlichkeiten und sicher spannende Geschichten sind garantiert. Mayjia und Band untermalen das Geschehen mit Songs: hier steht Leonard Cohen diesmal auf dem Plan, der seinen 80ten Geburtstag im September feierte. Die Cohen Interepretin Maja Gille spielt Ihre Arrangements mit: Frank Nowicky, Arto Mäkälä und Wieland Götze. Eintritt 10 €
Mayjia: Moderatorin, Songwriterin, Sängerin, Schauspielerin und Schreiberling ( Lyrik, Theaterstücke f Junges Theater) aufgewachsen in Leipzig, München und Berlin Kreuzberg, studiert und ausgebildet in München, Heidelberg tourt als Freiberuflerin mit eigenen Bühnenprogrammen durchs Land, coacht , singt und moderiert. Zuletzt tätig am Theater Freiberg mit eigenen Stücken
Holger Jung - Inhaber des Zirkus Kuss e.V. , ehemaliger Artist der Flying Glorias, Jahrgang 1963
geboren in Leipzig, Kinder und Jugendsportschule Leipzig, Geräteturner beim SC DHfK Leipzig, Leistungsbereich/Jugendnationalmannschaft, Berufsartist Genre "Fliegendes Trapez", Arrangement bei den Glorias Gastspiele im Berliner Friedrichstadtpalast, Tourneen im In u. Ausland, Trainer im Kinder und Jugendbereich in Schulen in und um Leipzig Bereich: Trapez , Turnen , Bodenakrobatik, Mitglied und Vorstand im Verein Zirkus Kuss e.V.
Dietmar Voigt: Schauspieler, Jg. 1953; Philosoph a.D.; seit 35 Jahren mit 180 cm und schlanken 67 kg deutscher Theatermacher, Regisseur, Schauspieler, Trainer und Sprecher zur „Verteidigung der Poesie“; Profi seit 1984; davor und zwischendurch Lehrer, Klubleiter, Kulturverwalter, PRBeauftragter, Barkeeper und Postbote; zwei Intendanzen, 47 Regiearbeiten und über 145 Schauspielrollen in und mit 20 OffTheatern sowie ca. 25 Film, Funk und Fernsehproduktionen; zwei Dutzend literarischmusikalische Programme; 15 Jahre Jugendtheaterleiter in Leipzig; Gewinner des Leipziger REGIEDUELL 2004 und 2006; 30 Monate künstlerisches "Exil" in Wien; jetzt wieder als KLEINE.WELT.BÜHNE.LEIPZIG unterwegs
Johannes Gabriel: Schauspieler, Produzent, Abitur und Facharbeiterausbildung als Maschinen und Anlagenmonteur, Abschluß 1989. Ab 1991 Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Studioausbildung am Staatsschauspiel Dresden, Diplomabschluß 1995, 1995- 2005 Engagement am Neuen Theater Halle, Intendant Peter Sodann ab 2005 freiberufliche Tätigkeit als Schauspieler/Sprecher das neu gegründete "MonophonStudio" realisiert die Produktion von Hörbüchern, Audioguides und Werbung, ab 2008 Mitarbeit bei der Theaterturbine Improvisationstheater, diverse freie Produktionen: u.a. "Mutterland" Lofft Theater Leipzig (Regie: Alexander Schilling) "Schneller. Höher. Weiter. SchwimmStadion" (Regie: Ulrich Hüni) Festival THEATER DER WELT 2008 in Halle
"STADT(VER)FÜHRUNGEN Trabbis Welt" (Regie: Jos Houben), "Merlin oder das wüste Land" Schaustelle Halle (Regie: Stefan Ebeling), "Ein neunundzwanzigster Februar" Schaubühne Lindenfels (Regie: Frank Heuel), "Treibsand" Lofft Theater Leipzig/Nato (Regie: Raschid D. Sidgi), ab 2009 Dozent der Akademie der darstellenden Künste Künstlerisches Wort / Mikrofonsprechen
Viktor Kalinke: geb. 1970 in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing, Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig
Freitag, 14.11.2014 - 19 Uhr, SERBISCH-ORTHODOXE KIRCHE, Schellingstraße 7, 22089 Hamburg
VON LEIPZIG BIS HAMBURG
Gäste: Prof. Dr. Robert Hodel mit „Sind Flügel wohl“ von M. Nastasijević und Verica Tricković mit „Als rettete mich das Wort“ und „Im Steinwald“, Gedichte
Organisation: Serbisch-Orth. Kirchengemeinde Hlg. Erzengel Michael und D&S BOOKS, Jelena Dakić
5.12.2014, 18 Uhr, LLV
Verletzte Worte , Grenlo ZenseihAusstellung kuratiert von Sebastian Sell, Zeichnungen von Patrick Zehrer sowie Lesung mit Sascha Heße und Peter Gehrischeit, Der glimmende Ring meiner Lichtwissenschaft
Mit dem Textprojekt Verletzte Worte führt Sebastian Sell eine Auseinandersetzung, einen ganz konkreten Schlagabtausch mit der Lyrik der DDR. Die ausgestellten Texte schrieb er nicht, sie sind fremde Texte, geschrieben von Dichtern, welche gleichzeitig Spitzel waren. Und er schrieb sie doch, er attackiert sie mit dem Schwarzstift, überschreibt und überwältigt sie, bringt ihre Sprache ins Stottern und Stocken, blockiert Gedanken, zieht sie in Zweifel und konfrontiert ihren Sinn mit Fragen zur Schuld, Glaubwürdigkeit und Erinnerung. Was aus all dem bleibt, ist konkrete Poesie. Sebastian Sell hat Texte von Sascha Anderson, Hildegard Maria Rauchfuß, Heinz Kahlau, Helga M. Nowak, Gerhard Gundermann mit den Schwarzstift „bearbeitet“ und begehbar quer durch die Verlagsräume aufgehangen. Von vorn lesen Sie die geschwärzte Fassung, von hinten den ursprünglichen Text. Passend dazu liest Sascha Heße gegenwärtige Aphorismen, die dem Motto „Grenlofrei Zenseheit“ folgen – ein Graffitispruch, der einst eine Häuserwand im Leipziger Viertel Plagwitz zierte, nun aber der Sanierung zum Opfer gefallen ist. Die Tatsache der Bespitzelung ist derweil zum grenzüberschreitenden Bestseller geworden, dem alternativen Nobelpreis zum Trotz. In seinem neuen Buch verübt Sascha Heße Denkanschläge am laufenden Band und verführt seine Leser, wie gewohnt, an der Nase herum. „Denkanschläge“ sind auch die Zeichnungen von Patrick Zehrer, die für Sascha Heßes neues Buch angefertigt wurden und ab Freitag im Original zu sehen sind. Peter Gehrisch entführt uns schließlich aus der Zone dichterischer Geheimdienstleistungen in die geheimnisvolle Sphäre der Dichtung mit einer kurzweiligen Lesung aus seinem neuen Band „Der glimmende Ring meiner Lichtwissenschaft“. Im Aufruf früher Kindheitserfahrung erscheinen hier Spiegel eines Erinnerungs-Repertoires: das Bombardement auf die Heimatstadt Dresden, die Trümmer- und Ruinenkulisse, die dem Autor für Jahrzehnte präsent ist, zugleich auch der Eindruck einer geistigen Tabula rasa trotz und infolge der stalinistischen Irrsinns-Ideologie.
6.12.2014, 18 Uhr
Weihnachtssingen mit Iris Donner & Band
2015
14. Januar 2015, 20:00 Uhr, im Dresdner Stadtmuseum, (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2
Doppelbuchpremiere des Leipziger Literaturverlags
- Peter Gehrisch - Der glimmende Ring meiner Lichtwissenschaft - Gedichte
- Axel Helbig - Der eigene Ton 2 - Gespräche mit Dichtern
Leipziger Buchmesse 2015
12.-15.3.2015
Sie finden uns in Halle 5, Stand D223
Donnerstag, 12. März 2015, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen (im Verlag)
Der eigene Ton trifft krautbuch - Leipziger Literatursalon
Ein üppiges Programm erwartet den Besucher des Leipziger Literatursalons am Abend des Buchmessedonnerstags. Anekdoten- und kenntnisreich plaudert Axel Helbig (Dresden) über seine Begegnungen mit Dichtern, Künstlern und Verlegern, die er für die Zeitschrift OSTRAGEHEGE interviewt hat. Ein ganz besonderes „krautbuch“-Projekt zaubert Jürgen Muck (Tübingen) aus der Tasche: sein Theaterstück über Aufstieg und Fall des Leipzigers Daniel Paul Schreber, der es erst zum Direktor des sächsischen Oberlandesgerichts schaffte und dann im Irrenhaus landete. Den Bezug zum „tausendjährigen“ Leipzig greift schließlich der Philosoph und Spokenword-Poet Kurt Mondaugen (Leipzig) mit seinem vorläufigen Opus magnum auf: „Leipzig // Nirwana“ – er ist als Performer zu erleben. Schließlich freuen wir uns auf drei Künstler: Hermann Naumann (Dresden), Mariana Rosa und Siegfried Kuntzig (Lissabon). Ihre Bilder sind an diesem Abend erstmals zu sehen.
- Axel Helbig: Der eigene Ton
- Jürgen Muck „Die Seele ist hin oder Der ewige Schreber“
- Kurt Mondaugen: LEIPZIG // NIRWANA
Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Hermann Naumann (Dresden), Laudatio: Gerda Luzenz, sowie Mariana Rosa und Siegfried Kuntzig (Lissabon) Die Aquarelle von Hermann Naumann sind abstrakte Darstellungen geometrischer Figuren und dennoch voll tropischer Sinnlichkeit und Fülle. Die Fotos von Siegfried Kuntzig sollten ursprünglich ein Tagebuch begleiten sollten. Täglich ist er mit der Kamera durch die Straßen von Salvador de Bahia und die umliegenden Orte gezogen, um kleine Begebenheiten auch in Bildern zu dokumentieren. In Portugal lebt er seit 32 Jahren. Es ist so wichtig, unsere Erinnerungen, sei es mittels Lieder, Malereien, Kritzeleien oder Kinderreimen zu erhalten. Aus der Vergangenheit immer wieder hervorgeholt, helfen sie uns, so zu bleiben, die wir wirklich sind: frei und herzlich. Die ca. 15 Bilder in Öl der Ausstellung „Memórias“ (Erinnerungen) von Mariana Rosa sind ein Abriss meiner Kindheitserinnerungen und damit der Gewohnheiten und Lebensweisen meiner Leute. Es war mir wichtig, Alltagsszenen der Menschen, die ihr Leben Tag für Tag sehr mühsam bestritten, wieder ins Leben zu rufen und auf diese Weise die Erinnerungen wiederzuerwecken, die mich auch heute noch durch mein Leben führen.
Freitag, 13. März 2015, 13.30 Uhr, Halle 5, Leseinsel Junge Verlage
Axel Helbig: Der eigene Ton
Anekdoten- und kenntnisreich plaudert Axel Helbig (Dresden) über seine Begegnungen mit Dichtern, Künstlern und Verlegern, die er für die Zeitschrift OSTRAGEHEGE interviewt hat. Auf der Messe führt Axel Helbig ein kurzweiliges Gespräch mit Jan Wagner, dem ersten Lyriker, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde.
Freitag, 13. März 2015, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Leipziger Verlage stellen sich vor
Christine Pfammatter liest aus ihrem Buch „Schnee im März”, in dem sie die Absurdität einer literarischen Weltaneignung hinterfragt. In hybrider Form beschäftigt sie sich mit Politik, Kunst, Magie, Apokalypse, Freiheit, Liebe, Vergänglichkeit, Technologie, Evolution oder Märtyrertum im Wechselspiel von Fiktion und Realität.
Sonnabend, 14. März 2015, 11:00 Uhr, Forum International mit Übersetzerzentrum: Halle 4, Stand C503
Robert Hodel: Vor dem Fenster unten sind Volk und Macht. Russische Poesie der Generationen 1940-60
Die von Robert Hodel herausgegebene zweisprachige Anthologie vereint Texte russischer Dichterinnen und Dichter, die zwischen 1940 und 1960 geboren sind. Jedes lyrische Werk ist mit sechs Gedichten aus unterschiedlichen Schaffensphasen vertreten. Die ältesten Gedichte stammen aus den frühen Sechzigern, die jüngsten aus dem 21. Jahrhundert. Damit gewährt die Anthologie einen repräsentativen Einblick in fünf Jahrzehnte russischer Poesie.
Sonnabend, 14. März 2015, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen (im Verlag)
Schwärzer als Weiß – Leipziger Übersetzerabend: Originale, Übersetzungen, Kommentare
mit Erich Ahrndt, Angelina Polonskaja, Robert Hodel, Elvira Veselinović, Will Firth, Jordan Plevneš, Gianna Frölicher, Bernard Noel und Margret Millischer
Der diesjährige Leipziger Übersetzerabend ist ein Streifzug durch die slawische Literatur. Der erste Teil öffnet den Blick für ideengeschichtliche Wandlungen des heutigen Russlands. Die von Robert Hodel herausgegebene Anthologie spiegelt russische Innenansichten aus der Ära Breschnews bis in die zweite Amtszeit Putins. Sylvia Sasse und Gianna Frölicher erschließen dem deutschsprachigen Leser ein höchst ungewohntes Genre aus den 1920er Jahren: die Inszenierung von Gerichtsverhandlungen als Bühnenstück – ein Omen für die späteren Schauprozesse Stalins. Die Texte von Angelina Polonskaja analysieren ernüchtert die russische Gegenwart.Mit Slobodan Tišma und Jordan Plevneš führt die literarische Reise weiter ins ehemalige Jugoslawien. Die grotesken Romane dieser beiden beiden Autoren schildern exemplarisch die hochfliegenden Träume und den kalten Absturz des Einzelnen in Transformationsgesellschaften, in der die Menschen mit der Frage beschäftigt sind: Was bleibt?Den Gegenpol dazu bildet „Das Buch vom Vergessen“ des französischen Autors Bernard Noel – es ist ein verborgener Schatz, den Margret Millischer hier erstmals für deutschsprachige Leser zugänglich macht.
- Vor dem Fenster unten sind Volk und Macht. Russische Poesie der Generation 1940-60. Aus dem Russischen von Robert Hodel
- Sylvia Sasse & Gianna Frölicher: Gerichtstheater. Drei sowjetische AgitgerichteGericht über eine Kurpfuscherin (1925), Gericht über Gott (1924), Gericht über einen Bücherschänder (1932)
- Angelina Polonskaja: Schwärzer als Weiß. Aus dem Russischen von Erich Ahrndt
- Slobodan Tišma, Das Bernardi-Zimmer, aus dem Serbischen von Elvira Veselinović
- Jordan Plevneš: Das Achte Weltwunder. Aus dem Mazedonischen von Will Firth
- Bernard Noel, Das Buch vom Vergessen. Aus dem Französischen von Margret Millischer
Sonntag, 15. März 2015, 12:30 Uhr, Literaturforum Halle 4: Stand E101
Angelina Polonskaja: Schwärzer als Weiß. Aus dem Russischen von Erich Ahrndt
Angelina Polonskaja hat sieben Gedichtbände veröffentlicht, von denen zwei, ins Englische übersetzt, in den USA erschienen. Für die Mächtigen im Kreml ist sie eine Dissidentin. Schnee und Kälte sind ihre Metaphern für soziale und menschliche Kälte, auch für das Leiden daran. Den Wunsch nach Harmonie versagt sich Angelina Polonskaja, sie will sich der nüchternen Analyse und dem Widerstehen-Müssen stellen. Es ist an der Zeit, diese Lyrikerin, zweifellos eine der bedeutenden Dichterinnen der Gegenwart, im deutschsprachigen Raum vorzustellen.
15. April 2015 um 19:00 Uhr im Café Karl, Walter-Heinze-Str. 1/Ecke Karl-Heine-Str.
Gesche Blume: Lesung aus "Lilith im blauen Kleid" und "Untemperiert"
Freitag, 24.04.2015, 19.45 Uhr und 20.45 Uhr, , Zwickau, Hölderlinstraße 4
Zwickauer Literaturfrühling
Lesungen:
- Laozi, Daodejing: Nichtstun als Handlungsmaxime
- Milos Crnjanski, Ithaka und Iris Berlina
- Viktor Kalinke, Welcher König hat hier gehaust (mit Zeichnungen von Hubertus Giebe)
11. Juni 2015, Berlin
Wissenschaftliches Symposion "Europa im slavischen Prisma" - Festsaal Humboldt
9.00 - Eröffnung
9.15 - Christian Voss: "Alte und neue Grenzziehungen im deutschen und südosteuropäischen Raum"
9.50 - Gabriella Schubert: "Serben und Deutsche im Auf und Ab historischer Ereignisse"
10.25 - Vesna Cidilko: "Rezeption südslawischer Literaturen im deutschen Sprachraum"
11.00 - Kaffeepause
11.15 - Georgi Stardelov: "Das makedonische Weltwunder"
11.50 - Maja Jakimovska Tošić: "Das Achte Weltwunder»: das internationale Echo"
12.25 - Will Firth: "Das Achte Weltwunder": aus der Werkstatt des Literaturübersetzers"
13.00 - Mittagspause
12. Juni 2015, 21:30, Prima Center
Jordan Plevneš: "Das Achte Weltwunder"
Lesung und Gespräch, in Anwesenheit des Autors
Musikalischer Abschluss: Predrag Marić: "Guitar Stories“
Donnerstag, 17. September 2015, 20.00 Uhr, Veranstaltungsraum der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Esmarchstraße 18, Berlin
Katja Winkler liest - begleitet von Michael Cunath auf dem Kontrabass
8. Oktober um 20 Uhr in der Literaturwerkstatt Berlin (Kulturbrauerei)
Sprachfeuer. Lyrik aus Indonesien und Deutschland
In Lesung und Gespräch Agus R. Sarjono Autor, Indonesien und Martin Jankowski Autor, Berlin, Moderation: Claudia Kramatschek Literaturkritikerin, Berlin, Eintritt € 6/4
Indonesien hat mehr als 700 Sprachen, und seine Gegenwartskultur vereint Strömungen aller Himmelsrichtungen mit der Rasanz des asiatischen Aufstiegs seit der Jahrtausendwende. Einer der führenden indonesischen Dichter ist Agus R. Sarjono (*1962 Bandung). Mit genau beobachtender, sinnlicher Lyrik kreist er stets um die Frage nach Menschlichkeit, der Bedeutung von Gefühlen und gemeinsamen Werten, ohne den Sinn für Absurdität und Ironie zu verlieren. Sein neuer Band, von Berthold Damshäuser übersetzt, erscheint jetzt im regiospectra Verlag. Sarjono liest gemeinsam mit dem Berliner Lyriker Martin Jankowski (*1965 Greifswald) Texte, die zu einer Entdeckungsreise in die Poesielandschaften des Landes einladen. Jankowski stellt an diesem Abend erstmals seinen Gedichtband »sasakananas INDONESIEN MATERIAL« (Leipziger Literaturverlag 2015) vor.
Agus R. Sarjono ist Herausgeber des indonesischen Lyrikmagazins »Jurnal Sajak«. Er ist der deutschen Poesie seit langem verbunden: Zu seinen Nachdichtungen gehören Werke von Brecht, Goethe und Rilke. Kürzlich wurde der Band »Sprachfeuer. Eine Anthologie moderner indonesischer Lyrik« (regiospectra Verlag 2015) veröffentlicht, den er gemeinsam mit dem Übersetzer Berthold Damshäuser herausgegeben hat.
Martin Jankowski realisiert seit 2002 zahlreiche deutsch-indonesische Literaturprojekte und publiziert Lyrikbände sowie Sachbücher zu Indonesien. Jüngst erschien sein Essayband »Indonesien lesen, Notizen zu Literatur und Gesellschaft« (regiospectra Verlag 2014). Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Indonesien.
Mittwoch 14.10.
Martin Jankowski im Radio:
13-14 Uhr Radio HR2 „Doppelkopf“
19:30 Uhr Kulturradio SR2 „Bücherlesen“
Martin Jankowski live in Frankfurt am Main
Freitag, 16.10.
14:00 – 15:00 Buchmesse/Stand des Bundespresseamtes
19:30 – 21:00 Buchhandlung Weltenleser – mit A.S. Laksana und Gunawan Maryanto, Ulla Lenze und Andreas Stichmann
Sa, 17.10.
12:00-16:00 Zentrale Stadtbücherei Frankfurt - mit Intan Paramaditha, Iksaka Banu, Abidah El Khalieqy, A.S. Laksana, Cok Sawitri, Gunawan Maryanto, Zen Hae.
Weltempfang – Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung Halle 3.1 L 25
Freitag, 16. Oktober 2015, 11.30 – 12.30
Poesie in die Stadt Lesung und Gespräch Deutsch/Englisch
An Bemühungen, Poesie in die Stadt zu bringen, fehlt es wahrlich nicht: Lyrikfestivals allerorten, Plakate an öffentlichen Plätzen, mitunter sogar Gedichte in U-Bahnen. Doch wie geht es Poetinnen, deren Werke hierzulande nur in Übersetzung zugänglich sind? Welche Besonderheiten stellen sich, wenn möglichst viel Publikum erreicht werden soll? Zwei Poetinnen, die in Frankfurt am Main als Stadt der Zuflucht lebten bzw. leben, sprechen über ihre Hoffnungen und Erfahrungen und lesen ihre Gedichte in Russisch und Farsi (die Übersetzungen werden in Deutsch gelesen).
Anzhelina Polonskaya (Russland), Lyrikerin, Journalistin; bisher 7 Gedichtbände, übersetzt in mehrere Sprachen; letzte Publikation Schwärzer als Weiß, Leipzig 2015. In Moskau letzthin wegen ihrer kritischen Haltung zu Putin bedroht. Seit Sommer 2015 ICORN-Autorin in Frankfurt am Main.
Pegah Ahmadi (Iran/Deutschland), Lyrikerin, Literaturkritikerin; hat mehrere Gedichtbände publiziert und Anthologien herausgegeben; mehrere Übersetzungen in fremde Sprachen. Von 2009 bis 2011 ICORN-Autorin in Frankfurt am Main. 2011-2012 Fellow Brown University/USA. Lebt in Köln-Porz.
Moderation: Peter Ripken, International Network of Cities of Refuge ICORN
21.10.2015 19.30 Uhr, Zeitgeschichtliches Forum, Leipzig
"wie jene taube in der bahnhofshalle"
Lesung und Gespräch
Die Bekenntnishaltung der versammelten Autoren ist eindeutig: bei allen Achtungszeichen ist die Zuneigung und Sympathiebekundung zu ihrer wunderbaren Stadt Leipzig nicht zu übersehen. Ihre Stimmen sind Echo. Sie sind Liebeserklärung. Sie sind uns nahe; wert, ihnen zu lauschen.
Neben gestandenen Autoren wie Andreas Reimann, Hans Ulrich Treichel, Adel Karasholi oder Jan Kuhlbrodt melden sich auch jüngere Lyriker zu Wort: Kerstin Preiwuß, Sascha Heße, Undine Materni, Volly Tanner, Maren Uhlig, Hannelore Crostewitz, Grit Kurth, Bettine Reichelt, Jayne Ann Igel. Nicht zu vergessen sind Lyriker, die nicht mehr unter uns weilen: Helmut Bartuschek, Friedemann Berger, Wolfgang Hilbig und Georg Maurer.
Im Gespräch über den 2015 entstandenen Band werden Elia von Scirouvsky und Dr. Jutta Pillat sein.
Aus den Texten lesen: Kerstin Preiwuß und Elmar Schenkel. Musikalisch begleiten wird Reiko Brockelt mit dem Saxophon.
Sonntag, den 25. Oktober 2015; 17.00 Uhr
LINZER SALON: mit Margit Schreiner und Till Mairhofer
Moderation: Bettine Reichelt, Leipzig
Der Linzer Salon engagiert sich seit einigen Jahren für einen Literaturaustausch zwischen Österreich, insbesondere der Region um Linz, und Sachsen. Auch in diesem Jahr freuen wir uns, wieder zwei Autoren aus Oberösterreich in Leipzig begrüßen zu dürfen: Margit Schreiner und Till Mairhofer. Es erwartet uns an diesem Nachmittag eine abwechslungsreiche Mischung aus Prosa und Lyrik. Margit Schreiner liest aus ihrem neuen Roman „Das menschliche Gleichgewicht“. Till Mairhofer stellt nach einer kurzen essayistische Einleitung zu seiner Verbindung mit Leipzig neue Lyrik vor.
12.11.2015, Goethe-Institut in Belgrad, 20 Uhr, Adresse: Knez Mihailova 50, 11000 Beograd
Ana Djokic und Anke Ludewig lesen aus dem Roman „Rezepte fürs Glück“
Lesung und ein Gespräch über die Entstehung des Buches, das Kennenlernen der Autorin und der Übersetzerin und die Herausforderungen an die Übersetzung.
www.goethe.de/belgrad
14.11.2015, 20 Uhr in Rangsdorf, in der Galerie Kunstflügel
Lesung mit Katja Winker im Rahmen der GEDOK-Literaturtage
9. Dezember 2015, 19 Uhr, Hermann-Ehlers-Akademie in Kiel, Niemannsweg 78
Dr. Jürgen Strasser liest Paul Tillard
„Eine Gurgel voller Luft reicht aus, um einem das Leben wieder zurückzugeben”, meint Paul Tillard, und seine Auffassung wirkt beinahe provokant, wenn man weiß, was er als KZ-Häftling durchgemacht hat. Als eines der ersten Mitglieder der Résistance wurde er 1942 in Paris gefangen genommen und deportiert. Seine Haft
überlebte er nur knapp. Er erfuhr aber auch, was Zusammenhalt und Solidarität unter Häftlingen zu bewirken vermochten. Und so liest sich der Roman trotz allen Leids als ein packendes Zeugnis von Zuversicht, Hoffnung und menschlicher Größe. Die Begegnung mit Deutschen zeigt auf bewegende Weise, wie Hass in zuversichtlichere Töne umschlagen kann, wenn Menschen aufeinander zugehen: „So schwach es auch sein mag, ein Licht bringt immer noch seine Helligkeit sogar in die tiefste Finsternis”.
Dr. Jürgen Strasser ist Romanist, Historiker und Mitglied des Österreichischen PEN Clubs. Er hat den Roman Paul Tillards übersetzt und wissenschaftlich kommentiert.
2016
Leipziger Buchmesse 2016
17.-20.3.2016
Sie finden uns in Halle 5, Stand G223
Donnerstag, 17. März 2016, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen (im Verlag)
Literatursalon
Ein üppiges Programm erwartet den Besucher des Leipziger Literatursalons am Abend des Buchmessedonnerstags:
- Hubert Witt: Ackermann und der Tod – eine fulminante Neuübersetzung
- Mayjia Gille: SEIT TAGEN WARTE ICH IN DEN SAROTTIHÖFEN – das Debüt
- Uwe Nösner: Gescheiterte Reformation – eine Stimme aus Dresden
- Wolfgang Eschker: Blitze und Blitzableiter - Geistreiches zum guten Schluß.
Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Rolf Münzner und Mayjia Gille.
Freitag18. März 2016, 19:30, Buchhandlung Hugendubel
Leipziger Verlage stellen sich vor - Mayjia Gille: SEIT TAGEN WARTE ICH IN DEN SAROTTIHÖFEN – das Debüt
Ein Labyrinth aus Schönheit und Schrecken, Schmerz und Glück. Dort finden wir, was wir lange vermissten: Liebe.
Samstag, 19. März 2016, Halle 5, 11:30 – 12:00, Stand G200 (Lesebühne Junge Verlage)
Martin Jankowski: sasakananas -INDONESIEN MATERIAL - gedichte & notate
Seit 2002 reiste Martin Jankowski immer wieder nach Indonesien, um den tropischen Archipel der 17 000 Inseln am Äquator zu erkunden: Nicht als Abenteuerer, Tourist oder Handlungsreisender, sondern als Lyriker. Von Sumatra bis Papua haben ihn seine poetischen Expeditionen geführt und es sind Hunderte Texte über Begegnungen mit Land, Leuten und Poesie entstanden. Erste Gedichte aus diesem Material erschienen in Magazinen und Anthologien, einige wurden in Indonesien, aber auch international rasch bekannt; bereits vor Jahren wurde in Indonesien selbst ein Buch veröffentlicht, das sehr erfolgreich war. Jetzt, da Indonesien auch von der deutschen Literaturszene stärker wahrgenommen wird, ist es an der Zeit, dieses ungewöhnliche poetische Material auch deutschen Lesern zugänglich zu machen, mit dem sich erstmals ein deutscher Autor intensiv und mit verschiedensten lyrischen Mitteln diesem faszinierenden Thema nähert. Erstmals werden diese Gedichte, die zunächst in Indonesien und anderen Ländern erschienen und wahrgenommen wurde, nun als Buch auch im deutschen Sprachraum zugänglich gemacht. Bei der Auswahl für den vorliegenden Band werden neben den bislang bekanntesten Texten auch etliche unveröffentlichte sowie einige bewusst in der Urform der lyrischen Reisetagebücher präsentierte Fassungen berücksichtigt. Die Texte bieten sowohl für Indonesienkenner als auch für Neueinsteiger in das Thema eine repräsentative Übersicht über das atemberaubend vielfältige Phänomen Indonesien. Ein kurzer Essay des Autors erläutert die Hintergründe an ausgewählten Beispielen. Von Martin Jankowski ist bereits im Leipziger Literaturverlag erschienen: "sekundenbuch".
Samstag, 19. März 2016 | 20:15, Kulturgenussladen (im Verlag)
Leipziger Übersetzernacht - Originale, Übersetzungen, Kommentare
Mitwirkende: Wolfgang Eschker, Martin Jankowski, Udo Kawasser, Desanka Maksimović, Margret Millischer,
Victor Rodríguez Núñez, Isabel Stümpel, Dana Todorovic, Verica Tričković, Elvira Veselinović
Moderation: Viktor Kalinke
Mit freundlicher Unterstützung von litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V., Französische Botschaft , Ministerium für Kultur der Republik Serbien
Beobachtungen, poetische Anmerkungen, Werkstatt – woher schöpft der Autor seine Inspiration? Wie gelingt es dem Übersetzer, dem Original gerecht zu werden und zugleich Wirkung in der eigenen Sprache zu erzielen?
Musikalische Begleitung: Das Trio "Die Lyrischen Saiten" bezieht sich in seinen Klängen auf poetische Hörerlebnisse. Die drei Instrumentalisten treten mit Cello, Gitarre und Percussion auf. Zu hören sind musikalische Fragmente aus Klassik und Rock, aus Streichern und dezentem Schlagzeug. Viele der Miniaturen tragen einen phantastischen oder meditativen Charakter und bereichern das gelesene Wort zurückhaltend, aber stimmig.
Sonntag, 20. März 2016 | 10:00 – 11:00 Uhr, Café Europa, Halle 4, Stand E401
Mit einem seltsamen Geruch nach Welt & Das Buch vom Vergessen - Lesung und Gespräch
Mitwirkende: Udo Kawasser, Margret Millischer, Victor Rodríguez Núñez, Moderation: Nikola Deschauer
Mit freundlicher Unterstützung von litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V., Französische Botschaft Art der Veranstaltung
Nur wenige können so nett, alltäglich, wunderbar seltsam und Gewinner der Geschichte zugleich sein. Das Vergessen als Quelle, als Raum, aus dem der Dichter seine Inspiration schöpft
Víctor Rodríguez Núnez ist für mich ein einzigartiger Dichter. Man kann ihn mit niemandem, der heute in irgendeiner anderen Sprache schreibt, die ich lesen kann, vergleichen. Es scheint, als wäre sein Leben von Anfang an von einem Schicksal bestimmt worden, dem er hellsichtig und ehrgeizig mit großer Genauigkeit folgte. Einem Plan, der ihm zeigte, worauf er schauen musste und wie er den Menschen in sich freilegen konnte, damit er sich in einen Zeugen und Schöpfer verwandelt. Die Macht seines Erbes, die Intensität seiner Einfühlung und sein Sinn für die Erweiterung des Lebensraums sind gewaltig. Nur wenige haben die Gabe, so viele Saiten anzuschlagen, mit Vallejo in einen Zwiegespräch zu treten und gleichzeitig so frei und einzigartig zu sein. Nur wenige können so nett, alltäglich, wunderbar seltsam und Gewinner der Geschichte zugleich sein. Und seine Zweige und Wurzeln sprießen weiter. (Tomaš Šalamun, Slowenien)
Bernard Noel, Das Buch vom Vergessen. Aus dem Französischen von Margret Millischer Bernard Noel, Jahrgang 1930, ist Lyriker, Romancier, Essayist, Historiker und Kunstkritiker. Seine Bedeutung in Frankreich als wichtiger und vielseitiger Autor ist unbestritten, manche bezeichnen ihn sogar als „einen der großen lebenden französischen Schriftsteller“, dem nur ein Buchstabe für den No(b)el-Preis fehlt.
Sonntag, 20. März 2016 | 11:00 – 11:30 Uhr, Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E505
Ich bitte um Erbarmen - Lyrische Diskussionen mit dem Gesetzbuch des Zaren Dušan
Mitwirkende: Wolfgang Eschker, Desanka Maksimović
Moderation: Viktor Kalinke
Stefan Dušan der Große (um 1308 – 20.12.1355) herrschte in Serbien von 1331 – 1346 als König sowie von 1346 – 1355 als Zar. Unter seiner Herrschaft erlebte der serbische Staat seine Blütezeit. Zugleich sollten durch ein einheitliches Recht die neu eroberten Gebiete fest an das Reich gebunden werden. Diese Gründe waren es hauptsächlich, die zur Entstehung des berühmten „Dušanov zakonik“ (Gesetzbuch des Zaren Dušan) führten, des wichtigsten Gesetzbuches im mittelalterlichen Serbien. Mit diesem Gesetzbuch nun tritt Desanka Maksimović rund sechshundert Jahre später in eine „lyrische Diskussion“, wie es im Untertitel ihrer Gedichtsammlung „Ich bitte um Erbarmen“ heißt. Es ist die Auseinandersetzung zwischen dem, der sich berechtigt glaubt, eine Position über Menschen und Dingen einzunehmen und demjenigen, der sich mit ihnen eins weiß und unermüdlich für sie eintritt – eine Auseinandersetzung, die Jahrhunderte alt ist und bis in die Gegenwart andauert.
Desanka Maksimović: geb. 1898 in Rabrovica bei Valjevo in Serbien. Studium in Belgrad (1919 – 1923) und Paris (1924/25). Zahlreiche Reisen im In- und Ausland. Von 1926 bis 1953 Gymnasiallehrerin in Belgrad. Gestorben 1993 in Belgrad. Debütierte 1920 in der Zeitschrift „Misao“ (Der Gedanke) mit den Gedichten „Jedna smrt“ (Ein Tod) und „Pitanje“ (Frage). Veröffentlichte neben Romanen, Erzählungen und Kurzgeschichten, Reisebeschreibungen und vielen Kinderbüchern vor allem Gedichte und Poeme, u.a. die Lyriksammlungen „Pesme“ (Gedichte, 1924), „Miris zemlje“ (Duft der Erde, 1955), „Zarobljenik snova“ (Gefangener der Träume, 1960), „Tražim pomilovanje“ (Ich bitte um Erbarmen, 1964), „Nemam više vremena“ (Ich habe keine Zeit mehr, 1973), „Nebeski razboj“ (Himmlischer Webstuhl, 1991), „Ozon zavičaja“ (Ozon der Heimat, 1991). Zahlreiche Ehrungen und Preise im In- und Ausland, u.a. Zmaj-Preis (1959), Vuk-Preis (1974), Njegoš-Preis (1984) sowie „Goldener Kranz“ der Stadt Struga (1988).
Sonntag, 20. März um 19:30 Uhr im Theater o.N. (Kollwitzstr. 53, Berlin Prenzlauer Berg)
WELTLITERATURSALON EXTRA - Buchpremiere mit dem Dichter Victor Rodriguez Nunez (Kuba) und seinem Übersetzer, dem Autor Udo Kawasser (Wien)! Moderation Timo Berger.
Eintritt 5/3,- €, präsentiert von der Berliner Literarischen Aktion in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Literaturverlag und dem Theater o.N.
22.3.2016, 19 Uhr, Inselgalerie Berlin-Mitte, Torstr. 207, Berlin
Katja Winkler und Gerd Adloff lesen Gedichte
Platz 1 der LITPROM-Bestenliste im Sommer 2016:
Granaz Moussavi: Gesänge einer verbotenen Frau
Gedichte. Ausgewählt und aus dem Farsi übertragen von Isabel Stümpel
Der zweisprachig in Deutsch und Farsi vorliegende Band bietet einen Querschnitt durch Granaz Moussavis Schaffen und damit durch die Träume, Enttäuschungen und Zufluchten der nachrevolutionären Generation Irans, namentlich der Frauen, deren Stimme vor dem islamischen Gesetz nur die Hälfte zählt und deren Kreativität und Mobilität allenthalben beschnitten werden.
Donnerstag, 9. Juni 2016, Lissabon
Portugiesische Ausgabe der Tagebücher von Hein Semke: Die innere Stimme, hrsg. von Teresa Balté
Freitag, 10. Juni 2016, 19.30 Uhr, Galerie Forum Amalienpark (13187 Berlin-Pankow, Breite Straße 2a)
Katja Winkler liest Lyrik aus »Die besten Jahre«
begleitet von Michael Cunert auf dem Kontrabass.
23.6.2016,19 Uhr Alte Schmiede (Wien), 4. Internationalen Wiener Lyrik-Fests POLIVERSALE
Bernard Noel liest aus dem Buch vom Vergessen
Bernard Noël, *1930 in Sainte-Geneviève-sur-Argence, Aveyron, Dichter, Essayist, Kunst-Kritiker, Romancier mit einem vielgestaltigen Werk von über 60 Büchern, lebt im nordfranzösischen Maurigny. Fulminant und aktuell wie 1958 sind die »Extraits du corps« Bernard Noëls, in denen der Körper aus dem binären Denken befreit und in eine empfindungsgenaue Halluzinatorik übersetzt wird, die auch fürs Schreiben eine Art Gründungsakt(e) darstellt. »Das Buch vom Vergessen«, 2012 auf Französisch erschienen, nimmt das Schreiben und Denken des Unmöglichen beim »Vergessen« auf und variiert es in der Art einer Beobachtungsexerzitie. Bücher (Auswahl): Anna – nicht die, die ihr denkt. Prosa (2008); Un temps sans lieu. Poèmes (2013); Monologue du nous. Prose (2015); Oeuvres I-IV (P.O.L., 2010–2015). Weitere Informationen: http://www.alte-schmiede.at/programm/poliversale-2016-14-abend-zeitvermessung-und-koerperempfindung/
1. Juli.2016, ab 18 Uhr, bei schönem Wetter draußen vorm Verlag
Inskriptionen No. 8: denkspurrillenauto
Zwei Jahre sind vergangen, in denen keine gedruckte Ausgabe der Inskriptionen erschien. Eine neue Herzfrequenz? Der gelungene Ausgleich zwischen Abstand und Nähe? Oder herrschte einfach nur Flaute, fühlten sich die Textschreiber gelangweilt? Sind sie – zeitweilig – in den Streik getreten? Nichts von alldem. Und dennoch hielt sich in der zweiten Jahreshälfte 2014 der Eindruck, die Inskriptionen als Projekt hätten sich erschöpft. Das zaghaft, zarte Motto „Überglaste Stunden“, nach einer Zeile von Christine Lavant, dräute selten über das Lienzer Becken hinaus. Auch wenn manch einer Gedichte als „verglaste Gebete, Präparate auf dem Objektträger“ betrachtet, entschieden wir uns dagegen, die Verglasung im Untertitel zu verwenden. Nach der Flaute kam die Wiederbelebung. Entgegen der Beschwerde einer Kommentatorin, die Autoren würden sich in den Solipsismus verabschieden, sich selbst genügen und um sich selbst kreisen, sind wir auf substanzielle Bezugnahmen gestoßen. Rätselhafter noch als in früheren Ausgaben erschienen uns die Identitäten der Schreibenden: CatherinaSforza wirkt verwandt oder bekannt mit Farob Bebt. Ist N=yx eine Zweite Ableitung aus der mathematischen Unvernunft, die der Tastatur von J. W. Rosch entspringt? Sind rapunzel und Frau Kleist Schwestern? Was nun also folgt, ist die Einladung zur Party: Am 1. Juli ab 18 Uhr laden wir zum ersten Inskriptionen-Wettlesen ein: Bei Bier und Kuchen hinter einem Vorhang vor aufdringlichen Blicken des Publikums geschützt, darf jeder Autor entsprechend der Anzahl seiner Heteronyme jeweils wahlweise drei Gedichte oder einen Prosatext zu Gehör bringen. Die Zuhörer können entspannen, den Stimmen lauschen und mit ihrem Votum den Gewinner des Großen I-Pokals bestimmen. Im Anschluß an die Preisverleihung wird der Grill angeheizt. Kommt und hört!
6.10. 2016, 19 Uhr
Doppellesung im Rahmen des Leipziger Literarischen Herbstes
- Dordshdsowdyn Enchbold: Paanan
Die Geschichte von Zermaa, Zeweg und einer Hündin, die ein Geschenk des Himmels war. Aus dem Mongolischen von Renate Bauwe. Mit Zeichnungen von Erschüügijn Otgonbajar Buchpremiere mit der Übersetzerin Renate Bauwe und dem Künstler OTGO, der Illustrationen für dieses Buch beigesteuert hat.
- Uwe Nösner: Geschichte der theosophischen Ideen. Wege zu den Quellen schöpferischer Religiosität
Buchpremiere mit dem Autor und neun farbigen Wortbildern von Jürgen Dreißig
6. Dezember, Hilbert-Raum in Berlin, Reuterstraße 31, um 19 Uhr
Walter Thümler stellt seinen neuen Lyrikband vor: "Immer geschieht etwas"
„Immer geschieht etwas“ ist Walter Thümlers sechster Gedichtband. Seine Gedichte thematisieren unsere Angst vorm Leben, unser Eingesperrtsein in die eigene Vorstellungswelt und die unausweichliche Tatsache von Krankheit und Tod. Angesichts dessen ist Wehmut die kontrapunktierende Stimmung einer grundsätzlichen Bejahung allen Daseins und Feier der Schönheit der Erde. Auffälliges Merkmal ist das Ausbleiben der Ironie. In Walter Thümlers Bestandsaufnahme der conditio humana klingt immer Hoffnung mit, Ausblicke ins Lachen und Lächeln.
2017
30. Januar 2017, 19 Uhr, Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel
Jürgen Strasser liest Paul Tillard: Das Brot der verfluchten Zeiten
Anlässlich des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Holocausts. Zweisprachige Lesung Deutsch und Französisch. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut Français Kiel. Eintritt: 4€ / 3€ (ermäßigt)
Kann man in einem Konzentrationslager einen Ansatz von Hoffnung und Lebensmut bewahren? Paul Tillard bejaht diese Frage auf eindrucksvolle Weise. Ein gleichermaßen erschütternder wie ermutigender Text über Zivilcourage und Solidarität in finsterster Zeit.
Leipziger Buchmesse 2017
23.-26.3.2017
Sie finden uns in Halle 5, Stand G223
Donnerstag, 23. März 2017, 12:30, LVZ-Autorenarena (Halle 5, C100)
Laurynas Katkus: Moskauer Pelmeni
Donnerstag, 23. März 2017, 20:15 Uhr, Kulturgenußladen (im Verlag)
Literatursalon
Ein üppiges Programm erwartet den Besucher des Leipziger Literatursalons am Abend des Buchmessedonnerstags:
- Myron Hurna: Erlkönigs Erlösung
- Reinhard Bernhof: Unbekannte Reise nach Irkutsk
- Walter Thümler: Immer geschieht etwas
- Gregor Mirwa: Eine Sekunde vor dem Erwachen
Außerdem eröffnen wir die Ausstellung „Zeit.Fenster“ mit Arbeiten von Marion Quitz.
Freitag, 24. März 2017, 10:30 Uhr, Halle 5, Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand G200
Myron Hurna: Erlkönigs Erlösung & Gregor Mirwa: Eine Sekunde vor dem Erwachen
Myron Hurnas Gedichte horchen die Sprache ab nach semantischen und lautlichen Eigentümlichkeiten, graben nach etymologischen Wurzeln und bergen vergessene Worte. Gregor Mirwas Texte entstanden allesamt („ich schwöre es!“) eine Sekunde vor dem Erwachen. Gregor Mirwa treibt die Vorstellung um, dass die Gedichte Dinge sind, die einen anschauen. Oder Tiere. Oder Blätter.
Freitag, 24. März 2017, 15:00 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Leipziger Verlage stellen sich vor: Walter Thümler: Immer geschieht etwas
Walter Thümlers Gedichte thematisieren unser Eingesperrtsein in die eigene Vorstellungswelt und die unausweichliche Tatsache von Krankheit und Tod. Angesichts dessen erscheint ihm Wehmut als kontrapunktierende Stimmung einer grundsätzlichen Bejahung allen Daseins und Feier der Schönheit der Erde.
Freitag, 24. März 2017, 19:00 & 21:00, Schauspielhaus (Bosestr. 1)
Laurynas Katkus: Moskauer Pelmeni
Samstag, 25. März 2017, 18:00 Uhr, NaTo (Karl-Liebknecht-Str. 46)
Jörg Bernig im Gespräch mit Laurynas Katkus: Moskauer Pelmeni
Moderation: Silke Brohm
Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig
Samstag, 25. März 2017, 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
Salon International: Originale & Übersetzungen
- Milan Hrabal, Róža Domašcyna
- Jürgen Strasser, Maurice Genevoix
- Laurynas Katkus, Claudia Sinnig
- Mala Vikaite
- Milorad Popović / Cornelia Marks
- Cornelia Sieber, Yvonne Hendrich, Ângela Nunes, Markus Sahr, Timur Stein, Hanka Scholze, Kristin Kächele
- Cyprian Norwid, Peter Gehrisch
Beobachtungen, poetische Anmerkungen, Werkstatt – woher schöpft der Autor seine Inspiration? Wie gelingt es dem Übersetzer, dem Original gerecht zu werden und zugleich Wirkung in der Zielsprache zu erlangen?
Mit freundlicher Unterstützung des Litauischen Kulturinstituts, des Buchinstituts Krakow, der Französischen Botschaft Berlin sowie der Alzheimer-Stiftung Portugal.
Sonntag, 26. März 2017, 11:30 Uhr, Halle 5, H309, Forum die Unabhängigen
Maurice Genevoix: "Nahaufnahme des Todes"
Aus dem Französischen von Jürgen Strasser
Aus der Distanz von 60 Jahren setzt sich Genevoix mit den Geschehnissen auf den Schlachtfeldern um Verdun auseinander, als stünde der alte Mann nocheinmal dem jungen Soldaten gegenüber mit dem Ziel, „daß er und ich unsere Zeugenberichte gegenüberstellen, sie vereinen können und damit ihre Kraft verstärken und ihr Echo verlängern.“ Nahaufnahme des Todes ist das erste in deutscher Sprache erschienene Werk des französischen Erfolgsautors.Todeserfahrungen reichen bis in seine Kindheit zurück: Erkrankung an Diphterie, im Alter von 12 verliert er seine Mutter. Im Ersten Weltkrieg nimmt er an der Marne-Schlacht und an den Kämpfen um Verdun teil, wird auf einem Hügel bei Les Éparges lebensgefährlich verletzt. Nach Kriegsende erkrankt er an der spanischen Grippe. Jürgen Strasser stellt die erste Übersetzung ins Deutsche des französischen Erfolgsautors Maurice Genevoix vor.
Sonntag, 26. März 2017, 12:00, Forum Ostsüdost (Halle 4, E505)
Laurynas Katkus: Moskauer Pelmeni
Sonntag, 26. März 2017, 26.3., 13:00, Forum International (Halle 4, C500)
Laurynas Katkus: Moskauer Pelmeni
Sonntag, 26. März 2017, 15:00 Uhr, Halle 4, C500, Forum International und Übersetzerzentrum
Von Weiß bis Schwarz. Erzählungen portugiesischer Erzählerinnen der Gegenwart
Hg. von Ângela Nunes, Cornelia Sieber & Yvonne Hendrich
Die zwölf Erzählungen dieser Anthologie reflektieren ein vielfarbiges Spektrum weiblicher Denk- und Schreibtraditionen. Die teils feministischen, teils postfeministischen Stimmen unterschiedlicher Generationen skizzieren aus verschiedenen Perspektiven ein Bild des Wandels der portugiesischen Gesellschaft. Die Anthologie wird vorgestellt von Yvonne Hendrich, Cornelia Sieber, Angela Nunes, Markus Sahr, Timur Stein, Hanka Scholze & Kristin Kächele.
13. Juli 2017 / 19.30 Uhr / Literaturcafé (Haus des Buches, Leipzig)
Wolfgang Kubin: Übersetzung und Öffentlichkeit in China
Moderation: Viktor Kalinke
Was geschieht, wenn jemand aus dem Chinesischen ins Deutsche übersetzt? Was geht verloren, was kommt hinzu? Wie lang ist der Schatten, den das chinesische Zeichen wirft? Wolfgang Kubin überträgt seit vielen Jahren klassische wie moderne chinesische Dichtung, auch die Dichter im Exil wie die für den Nobelpreis gehandelten Bei Dao oder Yang Lian. Wie blickt er selbst auf sein Handwerk, seine Kunst? Akzeptabel erscheint ihm eine Äußerung des in der Schweiz geborenen Lyrikers Yang Lian: »Wer ein chinesisches Gedicht in seiner deutschen Übersetzung liest, der sollte ihm einen Platz in der deutschen Literatur geben und dann entscheiden, ob es gut oder schlecht ist.« Die Dichter also im Exil, in Neuseeland, den USA, in London, Berlin - und ihr Übersetzer? »Warum fährt ein Mensch nach Peking?«, fragt der Essayist Wolfgang Kubin Mitte der 90er Jahre unter der Maske des »Fremden« sich selbst. »Künden nicht Tag für Tag die Nachrichten von den überholtesten und abscheulichsten Dingen?« Doch, einmal vor Ort: »Sehr schnell ist er, was er immer sein wollte, ein Mensch unter Menschen.«
Wolfgang Kubin: 1945 in Celle geboren, studierte Evangelische Theologie, Japanologie, Germanistik, Philosophie und Sinologie in Münster, Wien und Bochum. Er ist Lyriker, Essayist, emeritierter Hochschullehrer und Übersetzer moderner chinesischer Lyrik. Eintritt: 3,- / 2,- EUR, Veranstaltung des Sächsischen Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig
19.9.2017, 9:30 Uhr, Deutscher Orientalistentag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Viktor Kalinke zur Übersetzung des Buches „Zhuangzi“
Vortrag
„Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ Liu Xiaogan
Im deutschen Sprachraum existierte bis jetzt keine vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen. Die Zhuangzi-Rezeption wurde von der Ausgabe aus dem Jahr 1912 von Richard Wilhelm dominiert, der den Text um ein Drittel gekürzt und neu gegliedert hat. Wilhelms übersetzerische Pionierleistung wird darüberhinaus durch seine Eigenart geschmälert, christliche Namen wie z.B. „Leviathan“ in den altchinesischen Text einzufügen, obwohl diese dort nicht vorkommen. Das daoistische Denken, das auch im Westen in den letzten Jahrzehnten eine Belebung erfahren hat, stützte sich im deutschsprachigen Raum bislang auf eine völlig unzureichende Textgrundlage. Diese Lücke wird durch die hier vorgelegte, zweisprachige Ausgabe geschlossen.
Der Deutsche Orientalistentag (DOT) ist die größte Fachveranstaltung der deutschen Orientalistik und einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Kongresse für orientalistische Studien weltweit. Das fachliche Spektrum umfasst den Alten und Modernen Vorderen Orient einschließlich Nordafrikas sowie den gesamten asiatischen Raum, mit Schwerpunkten in Zentral-, Süd- und Ostasien. Der erste DOT fand im Jahre 1921 in Leipzig statt. Mit Jena wird dieser Kongress 2017 zum ersten Mal in Thüringen abgehalten.
26.10.2017, 20:00 Uhr, im Verlag, im Rahmen des "Leipziger literarischen Herbstes"
Buchtaufe „Zhuangzi“ mit Viktor Kalinke
Feiern!
Der Dichter und Philosoph Zhuangzi erfüllte die daoistische Philosophie mit Leben und inspirierte seine Schüler und Weiterdenker zum Buch „Zhuangzi“, das maßgeblich die Entstehung des Zen-Buddhismus entlang der Seidenstraße stützte. Martin Buber, Hermann Hesse und Martin Heidegger öffneten ihr Schreiben diesem anspruchsvollsten Autor des alten China. Dennoch existierte im deutschen Sprachraum bislang keine vollständige Übersetzung des Buches „Zhuangzi“ aus dem Chinesischen. In dieser Veranstaltung stellt Viktor Kalinke erstmals in Leipzig die druckfrische, vollständige, zweisprachige Ausgabe vor, die im Rahmen eines siebenjährigen Editionsprojektes des Leipziger Literaturverlages entstand. Es wird gefeiert!
2018
Donnerstag, 11.01. 2018 um 19h, Ort: Kienzle Art Foundation, Bleibtreustrasse 54, 10623 Berlin
Lesung von Gregor Mirwa im Gespräch mit Sieglinde Geisel
Die vorliegende Auswahl umfaßt Gedichte der letzten Jahre. Im ersten Teil Raum, Schachtel, neue Heimat geht es darum, die unmittelbare Umgebung des Lebens und Arbeitens mit einem Bleistift zu zeichnen, dessen Spitze ständig abbricht. Film ohne Tonspur wurde mit der Handkamera aufgenommen – so als würde sie selbst das Drehbuch schreiben. Bei den Tronies bin ich mir des Werkzeugs nicht ganz gewiss. Sie sind zuallererst Geschenk, ein Wink mit dem Fuß. Auch die Axt geht einem unterwegs leicht zur Hand und schafft Platz. Gregor Mirwa ist Arzt und Schriftsteller. Sieglinde Geisel ist Journalistin, Lektorin und Dozentin für Schreibwerkstätten. www.tell-review.de
Wo war ich, wie ich war
Da war diese Sache,
gerade hier in Reihe 27, Platz C.
Irgendwie muss ich herunter geschaut haben.
Da war es da. So was wie ein Einfall,
eine nicht zu Ende gebrachte Formel.
Alter Kaugummi, irgendetwas,
was dem Lauf der Zeit abhanden gekommen war
und sich wie ein Beißholz
zwischen die Sekunden geschoben hatte.
LEIPZIGER BUCMESSE 2018
15.-18.3.2018
Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221
Donnerstag, 15. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag
Leipziger Literatursalon
Satire, Poesie und Kunst erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:
o Walter Thümler: Wie es wirklich ist
o Udo Kawasser: das moll in den mollusken
o Hein Semke: Hannes, der Rammer
o geheimzustände: inskriptionen no. 9
Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Sighard Gille.
Freitag, 16. März, Halle 5, 11 Uhr, Halle 5, Stand G200 (Lesebühne Junge Verlage)
Udo Kawasser: das moll in den mollusken
Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.
Freitag, 16. März, 12 Uhr, Halle 4, Stand C 402 (Stand der Republik Portugal)
Dania Schüürmann stellt den Erzählband "Zwanzig Stufen" von Hélia Correia vor
Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.
Freitag, 16. März, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Zhuangzi: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält“
Viktor Kalinke stellt die frisch erschienene deutsche Gesamtausgabe dieses Klassikers vor.
Freitag, 16. März, 24:00 Uhr, Lyrikbuchhandlung, Kunstraum D21, Demmeringstr. 21
Udo Kawasser: das moll in den mollusken
Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.
Samstag, 17. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag
Salon International - Leipziger Übersetzernacht - Originale, Übersetzungen, Kommentare
mit Robert Hodel und Dragoslav Mihailović, Eleonora Gehrisch, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann und W.S. Merwin, Viktor Kalinke und Zhuangzi, Mala Vikaite sowie Dania Schüürmann und Hélia Correia
Sonntag, 18. März, 12 Uhr, Halle 5, G221 (am Stand des LLV)
Viktor Kalinke im Gespräch mit Axel Helbig über Zhuangzi
Vorgestellt wird die erste vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält.“
Sonntag, 18. März, 12:30 Uhr, Halle 5, K600 (Forum Literatur)
W. S. Merwin, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann: Der Schatten des Sirius
Dichtung hat die Aufgabe zu sagen, was unsagbar ist – Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken – diese Gefühle, die unausdrückbar sind.
Sonntag, 18. März, 19 Uhr, Täubchenthal
Mayjia Gille liest aus den „Sarottihöfen“ und neue Texte, musikalisch begleitet von „Eisvogel“.
Wer mit Zhuangzi reist, vergißt, wo die Schuhe drücken
Zhuangzi-Tournee 2018
Zhuangzi war ein Mann aus Meng, sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge; selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. (aus: Biographie des Zhuangzi von Sima Qian, Historiker am Hof der Westlichen Han-Dynastie, 2. Jahrhundert v.u.Z.)
Sonnabend, 12. Mai 2018, 20 Uhr, in Wangelin: Wangeliner Garten, Vietlübber Str., Lehmhaus
Lesekonzert: Die Freude der Fische
Rezitation und Konzert mit Ya Dong (Pipa), Wolfram Dix (Percussion) und Viktor Kalinke (Stimme): ein stimmungsvolles Konzert in ländlicher Umgebung, wie es dem dichtenden und philosophierenden Gärtner Zhuangzi gewiß gefallen hätte.
Die Freude der Fische
Zhuangzi und Huizi gelangten beim Spazierengehen auf die Brücke, die über den Hao-Fluß führt. Zhuangzi sprach: „Wie die Fische hochspringen und umhertollen – das ist die Freude der Fische.“ Huizi sprach: „Du bist kein Fisch, woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?“ Zhuangzi sprach: „Du fragst: ‘Woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?’, dabei weißt du schon, daß ich es weiß und du fragst mich trotzdem; ich weiß es, indem ich hier am Hao-Fluß stehe und mich freue.“
Sonntag,13. Mai 2018, 19 Uhr in Magdeburg, Festung Mark, Kulturwerkstatt, Hohepfortewall 1
Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt: VVK: 12 € (zzgl. Geb.), AK: 15 €, AK (erm.): 13 €
Das Duo Dong Dix und Viktor Kalinke rezitieren Zhuangzi: Klingendes Dao zwischen Leipzig und Shanghai
In der Mai-Ausgabe der „Freien Klänge“ beehrt uns das Duo „Dong Dix“ mit ihrem Lesekonzert „Die Freude der Fische“. Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen gemacht wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.
Ya Dong (Pipa): geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.
Wolfram Dix (Perkussion): arbeitet im Bereich von I-Musik, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel ist es ihm ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks. Dix spielt nur, was sich nicht von selbst versteht, was also gespielt werden muss.
Viktor Kalinke (Rezitation): befaßt sich seit 1988 mit daoistischer Philosophie und deren Übersetzung ins Deutsche. Hier spricht er Auszüge aus seiner frisch erschienenen Übersetzung des Zhuangzi.
Veranstalter: FestungMark Magdeburg
Dienstag, 19. Juni, 18:30 Uhr, Saal der brasilianischen Josua Gemeinde, Daimlerstraße 38, (Hamburg)
Lesung mit Hélia Correia (Portugal)
Einer breiten Öffentlichkeit erstmals 1981 bekannt geworden, erzählt Hélia Correia von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet. 2015 erhielt sie mit dem Prémio Camões den wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt.
Eine Veranstaltung des Instituto Camões mit Unterstützung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft.
Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr
Lesung mit Hélia Correia: "Zwanzig Stufen"
Zu einer zweisprachigen Lesung mit der namhaften portugiesischen Autorin Hélia Correia laden wir in unsere Räume ein. Im Mittelpunkt wird Correias Buch „Zwanzig Stufen und andere Erzählungen“ stehen, das wir druckfrisch auf Deutsch in der Übersetzung von Dania Schüürmann herausgebracht haben – neben vielen anderen literarischen Perlen Portugals im Laufe der letzten Jahre. Im Anschluß wird die Ausstellung „Ver Lisboa“ mit Siebdrucken über die portugiesische Metropole eröffnet. Schriftsteller und Künstler stellen unentdeckte Orte der portugiesischen Hauptstadt vor: Das Buch Guia Ler e Ver Lisboa, das von EGEAC Cultura em Lisboa und Prado herausgegeben wurde, vereint Erzählungen von 20 bekannten zeitgenössischen portugiesischen Autoren und wurde von weiteren 20 herausragenden portugiesischen Illustratoren gestaltet. Lesung und Ausstellungseröffnung werden musikalisch begleitet vom Duo Hartmut Anacker (git) & Andreas Böttger (viol) Werke von Ernst Gottlieb Baron (1696-1760), Georg Philipp Telemann (1681-1767) u.a.
Mittwoch 20. Juni, 20 Uhr, Buchhandlung Pankebuch, Wilhelm-Kuhr-Str. 5 (Berlin)
Lesung mit Laurynas Katkus (Litauen)
Der Autor und Übersetzer Laurynas Katkus, 1972 in Vilnius/Litauen geboren, zählt zu den wichtigen Stimmen seiner Generation und ist vor allem mit Lyrik- und Essays bekannt geworden.Bei uns stellt er seine, im Leipziger Literaturverlag erschienenen und von Claudia Sinnig übersetzten, Bücher “Tauchstunden” und “Moskauer Pelmeni” vor.
Gefördert von der Botschaft der Republik Litauen. Eintritt: 8 Euro
21.06.2018, 18:30 Uhr, Berlin, Unter den Linden 1
Europäischer Autorengipfel
Mit Hélia Correia (Portugal) und Laurynas Katkus (Litauen) nehmen gleich zwei Autoren des Leipziger Literaturverlages am Europäischen Autorengipfel teil, den Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat zusammen mit Botschaften und Kulturinstituten in Berlin mit insgesamt zwanzig internationale Autorinnen und Autoren einberufen: Janne Teller aus Dänemark, Terezia Mora aus Deutschland, Geert Buelens aus Flandern, Hédi Kaddour aus Frankreich, Jacques De Decker aus der Föderation Wallonie-Brüssel, Claire North aus Großbritannien, Sjón aus Island, Hugo Hamilton aus Irland, Laurynas Katkus aus Litauen, Guy Helminger aus Luxemburg, Pierre Mejlak aus Malta, Hans Maarten van den Brink aus den Niederlanden, Maja Lunde aus Norwegen, Tomasz Rózycki aus Polen, Hélia Correia aus Portugal, Dana Grigorcea aus der Schweiz, Svetlana Žuchová aus der Slowakei, Sabine Gruber aus Südtirol und Radka Denemarková aus Tschechien. In ihren Romanen, Erzählungen, Gedichten und Sachbüchern beschreiben diese Autorinnen und Autoren, wie man in ihrem Land lebt, welche Gedanken, Erfahrungen, Sehnsüchte, Hoffnungen, Gewissheiten, Ängste und Irrtümer unsere Nachbarn beschäftigen. Gemeinsam bilden sie ein europäisches Narrativ. In den Gesprächen auf dem Blauen Sofa erfahren Sie außerdem, warum sich diese Autorinnen und Autoren als Europäer fühlen, was ihnen in Europa fehlt, welches europäisches Buch sie schreiben würden und wo Europa für sie endet.
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß nur ein begrenztes Platzkontingent verfügbar ist. Ab dem 15. Juni 2018 können Sie sich hier als Gast des Europäischen Autoren-Gipfels registrieren. Die Anmeldung ist persönlich und nicht übertragbar. Bitte halten Sie beim Einlass Ihren Personalausweis bereit. Ausschnitte vom Europäischen Autorengipfel sendet Deutschlandfunk Kultur am 24. Juni von 0:05 bis 4:00 Uhr ('Literatur im Gespräch').
Donnerstag, 28. Juni, 2018, 20 Uhr, Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Zhuangzi. Das Gesamtwerk - Lesung und Gespräch mit Viktor Kalinke
In der Reihe "Literarische Alphabete" stellt Viktor Kalinke seine Übersetzungen des "Zhuangzi" und des "Daodejing" vor. "Die Schrift gilt als eine der literarisch schönsten, interessantesten und schwierigsten der chinesischen Geistesgeschichte." schreibt Wikipedia über das Zhuangzi.
Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. & Literarische Arena e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Eintritt: 6 / 4 Euro
Donnerstag den 13.09.18 um 19:30 Uhr in der Brentano Buchhandlung (Langgasse 2, Gelnhausen)
W.S. Merwin: Der Schatten des Sirius. Lesung mit den Übersetzern Helmbrecht Breinig Susanne Opfermann
Der Schatten des Sirius, etwas, das niemand gesehen hat, ist, wie Merwin in einem Interview sagte, "reine Metapher, reine Imagination". Wir selbst sind dieser Schatten, hinter der sichtbaren Welt liegt das, was nicht sichtbar, nicht zu wissen ist. Das Unbekannte ist es, das unser Leben lenkt, und es ist die Aufgabe der Dichtung, sich diesem Unbekannten anzunähern, ohne es je zu erreichen, "zu sagen, was unsagbar ist - Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken - diese Gefühle, die unausdrückbar sind". William Stanley Merwin (der für seine Buchpublikationen die Form W.S. Merwin vorzieht) gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter unserer Epoche. Als einziger amerikanischer Dichter erhielt er zweimal den Pulitzer-Preis für Lyrik - den ersten hatte er 1971 wegen des amerikanischen Vorgehens im Vietnamkrieg abgelehnt - eines von vielen Beispielen für sein Engagement in politischen und ökologischen Fragen. Im Jahr 2010 wurde Merwin zum PoetaLaureatus der Vereinigten Staaten gewählt. The Shadow of Sirius ist ein Alterswerk, geprägt von Erinnerungen an Menschen und Tiere, Gedanken über Zeit und Vergänglichkeit und das Wesen der Dichtkunst. Die Übersetzer, die Professoren der Amerikanistik, Susanne Opfermann und Helmbrecht Breinig, lesen auf Deutsch und Englisch aus den Gedichten und berichten vom Prozess des Übersetzens. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.
Georgien im LLV
Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse ist schon seit längerem in unserem Visier. In diesem Jahr geben wir drei Titel heraus, die zum Verständnis dessen, was man georgische Identität nennen könnte, beitragen: drei altgeorgische Märtyrerlegenden, die zu den ältesten Texten überhaupt gehören, die in georgischer Sprache verfaßt wurden, über ihren dokumentarischen Anlaß hinaus aber literarische Qualitäten aufweisen. Außerdem erscheint die Biographie von Ilia Tschawtschawadse, des größten georgischen Dichters, geschrieben von Akaki Bakradse, einem zu Sowjetzeiten oppositionellen Kritiker, dessen Texte im Untergrund oder im Samisdat erschienen, sowie ein Roman über die Reise zweier Italiener nach Georgien, genauer das ehemalige Kolchis, wie es die Griechen nannten.
Mittwoch, 10.10.2018 um 15.30 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100), Frankfurter Buchmesse
Turning Points of Georgian Literature: Ana Kodzaia-Samadaschwili präsentiert "Martyrdom of Shushanik" as Beginning
Moderation: Barbara Lehnerer
The Martyrdom of Queen Shushanik is a text of major significance not only due to the fact that it is the oldest surviving piece of Georgian literature, which was written in the fifth century, but also because this small text is a wonderful novel in a certain sense. It includes a game of passions, great love, and great betrayal, an eternal story of the woman and the man. A single wrong step results into a clash and conflict of interests between two strong personalities. The book goes beyond the limitations of hagiography. The book includes brilliant dialogues, details of everyday life, descriptions of nature, and unforgettable characters. Modern Georgian reader has no difficulty in reading the original of this text that was composed so many centuries ago, fining many familiar words and breath-taking metaphors. The German translation by Elene Amashukeli is equally pleasant and wonderful.
Donnerstag, 11.10.2018 um 12:00 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100), Frankfurter Buchmesse
100 Jahre Unabhängigkeit Georgiens: der Abchasien-Krieg
Im Gespräch mit Beso Chwedelidze und Guram Odisharia
Moderation: Stefan Weidle
Sonnabend, 13.10.2018 um 14:30, Gastland Pavillion Georgien, FORUM 1, Frankfurter Buchmesse
Lascha Bakradse und Kristiane Lichtenfeld sprechen über Ilia Tschawtschawadse
Moderation: Viktor Kalinke
Sonnabend, 13.10.2018 um 15:30 Uhr Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100), Frankfurter Buchmesse
Turning Points of Georgian Literature: Viktor Kalinke präsentiert "Antonio und David" von Jemal Karchkhadse - Novel Rediscovered by New Generation
Moderation: Maia Fanjikidze
Jemal Karchkhadze's works met with fierce criticism from the literary critics of the Soviet Union. After Georgia's independence, his work was rediscovered by a new generation and his popularity grew steadily.
Antonio and David is one of those rare cases in which taut narrative and high thought merge masterfully. Thanks to its elegant style and fluid writing technique, the novel is accessible to any reader interested in history, while at the same time offering an aesthetic language pleasure for the literary connoisseur.
The books were published in the frames of the program Georgia the Guest of Honor country at the 2018 Frankfurter Buchmesse with the support of the Georgian National Book Center.
Donnerstag, 29.11.2018, ab 20 UhrDonnerstag, 29.11.2018, ab 20 Uhr
Der LLV wird 20 - ZWANZIG. FEIERN !
Wir stellen die druckfrischen Inskriptionen mit dem Titel "Ende der Genieästhetik" vor, eröffnen die Ausstellung "Die Überwindung der Trägheit" mit Arbeiten von Torsten Pfeffer, lauschen der Aufführung des Schlagzeugsolos "Madhouse - You mean an institution?" von Dominique Ehlert, öffnen die Bühne für eure Beiträge - und feiern.
Die Ausstellung Die Überwindung der Trägheit zeigt neue Arbeiten des Leipziger Künstlers und Musikers Torsten Pfeffer. Im Fokus stehen seine naturalistisch geprägten Ölgemälde. Die poetische Kombination figurativer Gesten mit Zitaten aus Flora und Fauna entfaltet im Auge des Betrachters allegorisch anmutende, vieldeutige Narrationen. Der menschliche Körper findet hierbei besondere Beachtung. Ganz im Sinne eines wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und einer im 21. Jahrhundert zumutbaren Aufklärung und Eigenverantwortlichkeit tritt der Mensch als das in Erscheinung, was er ist. Die Inskriptionen sind der Blick durch viele Augen. Im aktuellen Heft wird das Ende des einsamen auserkorenen Genies verkündet: Die Inskriptionen sind eine virtuelle Gemeinschaft, für jedermann/frau zugänglich. In ihnen offenbaren sich Alltagsmomente, aktuelle Empfindungen zur Gesellschaft, Immerwährendes wie Naturbeschreibungen und Du-Ich-Beziehungen.
LEIPZIGER BUCMESSE 2019
21.-24.3.2019
Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221
Donnerstag, 21. März um 18:00 Uhr, Galerie ARTAe, Menckestr. 3
Mayjia Gille: Seit Tagen warte ich in den Sarottihöfen
Mayjia Gilles Poesie führt durch ein Labyrinth aus Schönheit und Schrecken, Schmerz und Glück.
"Mit traumfingriger Hand fügt die Dichterin ihre Worte. Sie öffnet uns Tatsächlichen die Tür in die Welt des Möglichen... Dort finden wir, was wir lange vermissten: Liebe." Heimo Schwilk (Berlin)
Donnerstag, 21. März um 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag
Die Weltuhr klemmt. Abend der tschechischen Poesie
mit Sylvia Fischerová, Radek Fridrich, Daniela Pusch und Lubomir Typlt, Moderation: Axel Helbig
Die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE ist seit 1994 ein Schrittmacher im deutsch-tschechischen Kulturaustausch. Die Sonderausgabe Nr. 91 "Neue Texte aus Tschechien" stellt Prosa, Gedichte undEssays zur tschechischen Literaturszene sowie den Künstler Lubomir Typlt vor. Die Ausgabe wird vom Tschechischen Kulturministerium gefördert. Ein weiterer Partner ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.
Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Lubomir Tylpt. Der Künstler studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Merz und Penck, letzte Einzelausstellungen: 2018: Neutopíš se dvakrát v téže řece / Man ertrinkt nicht zweimal in demselben Fluss, Galerie Václava Špála, Prag; 2017: 370° of a circle, DSC Gallery, Prag; Ticking Man, The Prague House, Brüssel; 2016: Transition, Galerie Oneiro, Paris.
Freitag, 22. März um 11:00 Uhr, Forum OstSüdOst (Halle 4, Stand E501)
Lasha Bakradse & Viktor Kalinke: Martyrien. Altgeorgische Heiligenlegenden
Die vorliegende Anthologie verschafft dem deutschsprachigen Leser einen Zugang zu drei Meisterwerken der georgischen Prosa, die bis in das fünfte Jahrhundert zurückreicht.
Im Mittelpunkt der drei Legenden steht das Martyrium der heiligen Schuschanik, einer armenischen Königin, die ihrem Ehemann Widerstand leistete. Die Martyrien geben ein lebendiges Zeugnis vom Verhältnis des Christentums zu anderen Religionen der damaligen Zeit wie dem persischen Zoroastrismus (Mazdaismus) und dem aufkommenden Islam.
„Ist der Märtyrertod denn nur ein Tod? Nein, er ist die Geburt zu einem neuen, unsterblichen Leben...“ Gefördert von GNBC.
Freitag, 22. März um 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Jean-Michel Maulpoix „Die rote Schwalbe“
Margret Millischer stellt „Die rote Schwalbe“, die deutsche Übersetzung des neuen Buches von Jean-Michel Maulpoix, vor. Ausgangspunkt ist der schmerzhaft erlebte Tod von Vater und Mutter, das Erschrecken vor der eigenen Endlichkeit und ein Heraufbeschwören von Erinnerungen.
Sonnabend, 23. März um 11:00 Uhr, Stand Portugal (Halle 4, D400)
Markus Sahr präsentiert Yvette K Centeno 's “Herbstspiegel”
Die Zeit, von der Sanduhr gemessen, ist unumkehrbar, doch sie wird auch lang, denn Erinnerungen werden lebendig. Yvette K. Centenos Gedichte aus den Jahren 2005 bis 2011 erinnern vorwiegend, schauen zurück, dankbar und gerührt manchmal, aber auch sachlich, präzise, inmitten einer Gegenwart, die oftmals anders ist.
Sonnabend 23. März um 12:00 Uhr, Stand Portugal (Halle 4, D400)
Luís Filipe Castro Mendes und Ilse Pollack präsentieren den Band "Fremde Nähe"
Wenn „jegliche Utopie in den Händen stirbt“, so bleibt in den Worten der Poesie festgehalten, was überdauert. Sarkastisch setzt sich Mendes mit der Unerbittlichkeit des heutigen Kapitalismus auseinander.
Ja, ich habe gelesen wir Ihre Eltern lebten
in jenem Jahr als sie den Krieg verloren:
In feuchten Kellern von zerstörten Gebäuden
von einzelnen Almosen der Besatzungssoldaten.
Doch haben Sie bemerkt
wie sie danach von den Siegern behandelt wurden?
Sonnabend, 23. März um 11:00-12:00 Uhr, Café Europa (Halle 4, Stand E401)
Die Weltuhr klemmt. Neue Texte aus Tschechien
mit Sylvia Fischerová, Radek Fridrich, Daniela Pusch, Martina Lisa und Prof. Dr. Reiner Neubert, Moderation: Axel Helbig
Die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE ist seit 1994 ein Schrittmacher im deutsch-tschechischen Kulturaustausch. Die Sonderausgabe Nr. 91 "Neue Texte aus Tschechien" stellt Prosa, Gedichte und Essays zur tschechischen Literaturszene sowie den Künstler Lubomir Typlt vor. Vorgestellt werden auch neue Übersetzungen aus dem Tschechischen. Die Ausgabe wird vom Tschechischen Kulturministerium gefördert. Ein weiterer Partner ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.
Sonnabend, 23. März um 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag
"Aus der Flüstergrotte" - Leipziger Übersetzernacht: Originale, Übersetzungen, Kommentare
- Max Temmerman und Stefan Wieczorek – Die Geduld der Gärten
- Viktor Kalinke und Lascha Bakradse – Martyrien
- Margret Millischer und Jean-Michel Maulpoix – Rote Schwalbe
- Cornelia Marks und Dragana Tripkovic – Verse aus Sand
- Ilse Pollack und Luis Filipe Castro Mendes – Fremde Nähe
- Markus Sahr und Yvette Centeno – Herbstspiegel
- Jakob Taube – Aus der Flüstergrotte
Beobachtungen, poetische Anmerkungen, Werkstatt – woher schöpft der Autor seine Inspiration? Wie gelingt es dem Übersetzer, dem Original gerecht zu werden und zugleich Wirkung in der eigenen Sprache zu erzielen?
Sonntag, 24. März um 13:30 Uhr, Forum Die Unabhängigen (Halle 5, Stand H309)
Flämische Meister – Die Geduld der Gärten. Literatur aus Flandern – Max Temmerman
Viktor Kalinke spricht mit Max Temmerman und Stefan Wieczorek (Hg. u. Übersetzer)
"Max Temmerman erkundet die großen literarischen Themen wie Leben, Liebe und Tod, von denen die Poesie von Anfang an beherrscht wird.“ Patrick Peeters (Poetry International Web).
In der zweisprachigen Lesung (Niederländisch-Deutsch) stellt der Autor seinen Band „Die Geduld der Gärten“ vor. Im Gespräch wird es darum gehen, was es bedeutet, in einer ‚kleinen‘ Sprache zu schreiben, und wie sich politische und kulturelle Aspekte Belgiens in seinem Werk niederschlagen. Gefördert von Flanders Literature
17. Mai, 19:30 Uhr, Luisenpark Mannheim
Die Freude der Fische – Ein Lesekonzert mit dem Trio Zhuangzi
Vielleicht kennen Sie die musikalischen Vertreter dieses Abends bereits: Schon einige Male begeisterten sie als „Duo Dong Dix“ im Chinesischen Garten. Nun erfahren Ya Dong (Pipa) und Wolfram Dix (Percussion) durch die Rezitation von Viktor Kalinke eine bereichernde literarische Ergänzung: „Zhuangzi”, so der Titel von Kalinkes neuester Übersetzung, wird in Auszügen und mit musikalischer Begleitung vortragen. Seit den 1980er Jahren befasst sich Kalinke mit dem Daoismus und auch mit „Zhuangzi“ wird es philosophisch: Zhuangzi, der Legende nach ein begnadeter Gärtner und Wortkünstler, entdeckt Zusammenhänge, die selbst die größten Gelehrten seiner Zeit nicht zu erkennen vermochten. Das Geheimnis der glücklichen Fische jedenfalls wird an diesem Abend gelüftet! Mit kleinen asiatischen Köstlichkeiten und Snacks. Eintritt: 15 € (Lesekonzert & Snacks) inkl. Parkeintritt, Veranstalter: Konfuzius-Institut Heidelberg
Mittwoch, 30.10.2019, ab 18 Uhr
Schreibperformance mit Sabine Janz
Versuche der Beständigkeit schneller Worte.
Sümpfe, die sich auftun im Baustellenloch.
Schreiende Farben, die das Spiel verraten.
Ankommen in den Träumen der Anderen.
Visuelle Gewalten treffen auf Lautmalerei, akustische Signale und Verhüllungskunst im Dunstkreis der Sprachakrobatik mit der Schreibmaschine.
Inskriptionen No. 11: Ultra Super Grip
Texte, die Geschichten erzählen, die zu uns sprechen, das eigene Schreiben anstoßen, sowohl Texte mit Botschaft als auch Textexperimente, die auf Buchstaben stelzen, humpeln und tänzeln, Unerwartetes in sich bergen und abgenutzte Wörter meiden, Texte, in denen sich Sprachspielereien mit Biografischem und nüchternen Betrachtungen der Realität mischen.
Vernissage: Baustellen im Leben – construction sites in life mit Sabine Janz
Sabine Janz: 2007 – 2014 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildendeKünste in Braunschweig, 2010 Auslandssemester an der Academy of Arts in Tallin (EST), 2012 -2013 Auslandssemester an der Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem (ISR)
Donnerstag, 21.11.2019, 20 Uhr
Gedenklesung für Silvio Pfeuffer: mit Thomas Kunst, Viktor Kalinke u.a.
Unerwartet starb in diesem Sommer unser Freund, der Philosoph und Dichter Silvio Pfeuffer. Wir treffen uns, um seine Texte zu lesen, Texte für und über ihn, ihn im Gespräch zu hören und zu sehen im Dokumentarfilm "DichterSehen", im Geist mit ihm zu sein. Silvio Pfeuffer wurde 1969 in Suhl geboren, studierte in Leipzig Philosophie und befasste sich intensiv mit Derrida und Levinas, Nietzsche und Dostojewski. Er war Mitbegründer der Literaturzeitschrift EDIT. Gedichte veröffentlichte er im Leipziger Literaturverlag, in den Zeitschriften Ostragehege und Signum sowie als Künstlerbuch in der Sonnenbergpresse von Andrea Lange.
2020
LEIPZIGER BUCMESSE 2020
12.-15.3.2020
Sie hätten uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G223, gefunden. Die Messe ist abgesagt, aber unsere Abendveranstaltungen finden statt!
Natürlich konnte Aldous Huxley 1932 nicht wissen, wie ein Fledermaus-Virus zuerst China, dann die Menschheit im Jahr 2020 in Atem hält. Großereignisse werden abgesagt, Arbeiter bei vollem Lohnausgleich in häusliche Quarantäne geschickt – man könnte geneigt sein zu glauben, es sei eine gute Zeit zum Lesen und für die Literatur. Tatsächlich können Texte dramaturgisch kaum spannungsgeladener sein: Im mentalen Wechselbad wird einerseits verkündet, die Infektion verlaufe mild und Panik sei zu vermeiden. Andererseits wird im Halbstundentakt die Mortalitätsrate durchgesagt. Im Stil der Frontberichterstattung heißt es, der Virus rücke in Richtung Berlin vor. Nun hat er Leipzig “erobert” … (Noch ist hier niemand infiziert.) Über die an der gemeinen Virusgrippe Verstorbenen wird kein Sterbenswörtchen verloren. Geschweige über die Verkehrstoten, Opfer von Krieg und Hunger und all jenen eigentlichen Katastrophen, an die wir uns längst gewöhnt haben. Verrücktwerden eingeplant. Die Perepetie drückt sich im Bedauern eines Feuerwehrhauptwachtmeisters aus, dass sein erkrankter Kollege noch keine Temperatur messen konnte – die Meldung brachte es in die Abendnachrichten. Davon können die literarischen Neuerscheinungen dieses Frühjahrs nur träumen. Entgegen der Beteuerungen von gestern wurden die Leipziger Buchmesse und das Lesefest „Leipzig liest“ – mit tausenden Veranstaltungen die soziale Seele des Literaturbetriebs – nun doch abgesagt. Sicherheit geht vor. Zugleich ist es die Konsequenz einer kollektiven Hysterie, von der sich – kaum zu wagen, anders zu hoffen – auch die Buchbranche hat anstecken lassen. Natürlich konnten wir im Herbst 2019, als das Programm für dieses Frühjahr geplant wurde, nicht wissen, wohin es die Welt treibt. Doch es scheint, als hätten es die Autoren bereits geahnt…
Donnerstag, 12. März um 20:15 Uhr, Leipziger Literaturverlag - Kulturgenussladen - findet statt !
Die Musik vom Salzsee – Lesekonzert zur Buchpremiere der Reclam-Ausgabe des Buches "Zhuangzi", Ausstellungseröffnung mit Zhuangzi-Kalligraphien von Thomas Baumhekel
Mit freundlicher Unterstützung durch den Philipp Reclam jun. Verlag.
Zhuangzi - das Buch der daoistischen Weisheit, so der Titel von Viktor Kalinkes neuester Übersetzung, wird in Auszügen und mit musikalischer Begleitung von Ya Dong (Pipa) und Wolfram Dix (Percussion) vorgetragen. Seit den 1990er Jahren befasst sich Kalinke mit dem Daoismus, Laozi und Zhuangzi, so wird es philosophisch: Zhuangzi, der Legende nach ein begnadeter Gärtner und Wortkünstler, entdeckt Zusammenhänge, die selbst die größten Gelehrten seiner Zeit nicht zu erkennen vermochten. Das Geheimnis der Musik vom Salzsee jedenfalls wird an diesem Abend gelüftet! "Allegorisch, gleichnishaft, satirisch – dieses Buch muß man gelesen haben." Lin Xiyi
Zur Buchpremiere hören Sie ein Lesekonzert mit dem Zhuangzi-Trio und sehen die großartige Wandinstallation mit Zhuangzi-Kalligraphien von Thomas Baumhekel. Thomas Baumhekel führt seit 1992 die Beschäftigung mit dem Grenzbereich zwischen Schrift und Bild zur chinesischen Kalligraphie. Seine Kompositionen erscheinen mit ungestümer Kraft und spröden Kanten, stehen insbesondere der japanischen Avantgarde-Kalligraphie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts, aber auch der Kunst japanischer Zen-Mönche des 18. Jahrhunderts nahe. Sowohl formal als auch inhaltlich gelingt Baumhekel die Annäherung an ostasiatisches Denken und ostasiatische Ästhetik. Seine Blätter kultivieren eine Schönheit des Ursprünglichen und sind damit Ausdruck einer Naivität, deren bewusstem Einsatz im Wertekanon chinesischer Literaten höchste Bedeutung beigemessen wurde (Quelle: Museum für Ostasiatische Kunst).
Freitag, 13. März um 19:30 Uhr, Hugendubel - findet statt !
Andreas F. Cornelius: Veltenhöfer spricht ab fünf
Der vierundachtzigjährige Professor Veltenhöfer sitzt gewohnheitsgemäß auf einer seiner Bänke. Er tut, was er jeden Tag tut: spricht mit jemandem, beobachtet dabei die Vorübergehenden sowie die Natur und studiert das Leben per se. Bis zu elf Stunden verharrt er täglich draußen. Des Professors Weitsicht, sein skurriler Humor und ingeniösen Denkmodelle sind einzigartig. Veltenhöfer steigert sich in eine monodialogische Explikation, die nicht aufzuhören scheint und dennoch recht abrupt endet. Denn er bemerkt etwas, was sonst niemand bemerkt. Und das verwirrt ihn reichlich.
Sonnabend, 14. März um 20:15 Uhr, Leipziger Literaturverlag - Kulturgenussladen
"Welt - wohin" - Salon Literaturen: Originale, Übersetzungen, Kommentare
Wörtertanz, skurriler Humor, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt. Mit:
- Kočo Racin und Wolfgang Eschker: Weiße Dämmerungen
- Regina Jarisch: Herzflug
- Andreas F. Cornelius: Veltenhöfer spricht ab fünf
- Mayjia Gille: Kurznachricht um acht
- Walter Thümler: Eric und Andere
- Izabela Leal und Timur Stein: Die Andere
- Teresa Balté und Viktor Kalinke: Das Aquarium aus Papier
Der illegal im kroatischen Samobor gedruckte und im November 1939 in Zagreb erschienene Band „Weiße Dämmerungen“ von Kočo Racin umfaßt nur zwölf Gedichte, doch die Bedeutung dieser Gedichtsammlung ist in ihrer kulturellen, historischen und politischen Bedeutung nicht zu überschätzen. Wolfgang Eschker hat sie in eine präzise, unsentimentale deutsche Sprache gebracht.
Donnerstag, 12. März um 19:00 Uhr, Galerie ARTAe, Menckestr. 3 - fällt aus
Mayjia Gille & Susann Klossek: Gedichte und Geschichten
Liebesgedichte aus "Kurznachricht um acht" und kurze,lustig-sarkastische Minigedichte
Moderation: Sabine Elsner
"Mayjia Gilles Gedichte machen das Herz liebestrunken, liebesbesessen, liebeshungrig, aber in all diesen Liebeszeilen, -reimen und -klagen spürt man stets auch den ontologischen Schmerz, und das ist unfassbar, wie diese Frau, die da dichtet mit ihrer ganzen Lebensfreude und Verzweiflung zugleich, es schafft, immer wieder neue, noch gänzlich unbekannte Bilder und Assoziationen in die poetische Welt zu setzen..." Artur Becker
Ein außerordentlich feiner Gedichtband." Thomas Kunst
Freitag, 13. März um 14:30 Uhr, Leseinsel Junge Verlage (Halle 5, Stand G200) - fällt aus
Mayjia Gille: Kurznachricht um acht
Liebessprache ist wie Finnisch. Ein Geheimnis, tief musikalisch, poetisch, melancholisch, unglaublich direkt, unerwartet lustig, sich von allen Sprachen abhebend, sich im Werden befreiend von allen Zwischenräumen, scheinbar von keiner Sprache ableitend, endlos, vollklanglich, radikal, ein Stocken erlaubend, schwer erlernbar, eine große Denkaufgabe, klug, handfest, sinnlich.
"Mayjia Gilles Gedichte machen das Herz liebestrunken, liebesbesessen, liebeshungrig, aber in all diesen Liebeszeilen, -reimen und -klagen spürt man stets auch den ontologischen Schmerz, und das ist unfassbar, wie diese Frau, die da dichtet mit ihrer ganzen Lebensfreude und Verzweiflung zugleich, es schafft, immer wieder neue, noch gänzlich unbekannte Bilder und Assoziationen in die poetische Welt zu setzen..." Artur Becker
Ein außerordentlich feiner Gedichtband." Thomas Kunst
Sonnabend, 14. März um 15:30 Uhr, Forum OstSüdOst (Halle 4, Stand E501) - fällt aus
Wolfgang Eschker, Kočo Racin: Weiße Dämmerungen
Wolfgang Eschker stellt die erste Gedichtsammlung in mazedonischer Sprache vor.
Der illegal im kroatischen Samobor gedruckte und im November 1939 in Zagreb erschienene Band „Weiße Dämmerungen“ von Kočo Racin umfaßt zwölf Gedichte. Die Bedeutung dieser Gedichtsammlung ist in ihrer kulturellen, historischen und politischen Bedeutung nicht zu überschätzen. Wolfgang Eschker hat sie in eine präzise, unsentimentale deutsche Sprache gebracht.
Dragana Tripkovic und Cornelia Marks: Verse aus Sand
Dieser Band trägt die Bitterkeit, mit deren Entscheidung Dragana Tripković lebt und arbeitet. »Der richtige Job ist nur / die Freiheit«, sagt sie. Und hält Ausschau nach ihrem »eigenen Triumph ohne Kampf«, um nicht am kleinmütigen Prozess der Vergebung teilzuhaben. Und der Toleranz, die im Lichte des homosexuellen Lebens und seiner Verzweiflung steht…
Dichterin und Übersetzerin sind anwesend.
Sonntag, 15. März um 15:30 Uhr, Forum DIE UNABHÄNGIGEN (Halle 5, Stand H309) - fällt aus
Izabela Leal: „Die Andere“, vorgestellt von Timur Stein
Das Buch der brasilianischen Dichterin Izabela Leal, mit dem renommierten Literaturpreis Prêmio Rio de Literatura ausgezeichnet, sucht einen Mittelweg zwischen Poesie und Prosa. Dieses Buch schildert die vergebliche Suche nach Identität, projiziert das Innenleben einer zwischen zwei Großstädten hin- und hergerissenen Frau und lauert auf jeder neuen Seite mit einem intimen Verständnis des Frau-Werdens und Schreibens auf.
Izabela Leal: geb. 1969 in Rio de Janeiro, Bachelor in Psychologie, Master in portugiesischer Literatur an der Katholischen Universität von Rio de Janeiro, Promotion, derzeit Professorin für portugiesische Literatur an der Federal University of Pará.
Timur Stein: geb. 1990 in Rybnica (Moldawien), Studium der Romanischen Philologie in Erlangen, Marburg und Bogota sowie der Translationswissenschaften in Germersheim.
Freitag, 4.9. um 20 Uhr, Ort: Kirche Großpötzschau (04571 Rötha OT Pötzschau)
erdnah : komposition von Torsten Pfeffer nach Texten von Yvette Centeno
Konzert mit nachfolgendem Künstlergespräch
Torsten Pfeffer hat, inspiriert von Yvette Centenos Texten, eine musiktheatralische Komposition für weibliche und männliche Stimme, klassische Gitarre und Klangrauminstallation geschaffen.
Öffentliche Proben: 27.8. bis 3.9. täglich 16 – 18 Uhr (außer am 30.8.)
Komposition: Torsten Pfeffer, Installation: Andreas Schröder, Performance: Torsten Pfeffer, Andreas Schröder, Regina & Detlef Vitzthum
Texte: Yvette CentenoIn Kooperation mit Förderverein Kirche Großpötzschau e.V.: Yvette Centeno: erdnah. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr - "Die bevorzugte sprachliche Form von Yvette Centeno ist die Frage, was heißt, daß dieses Schreiben eine Suche und ein Stück Weg ist." Stephen Reckert
18. Nov. 2020, 19 Uhr
Katja Winkler: Die schöne Jugendzeit - Buchpremiere online
Zoom-Meeting
25. Nov. 2020, 19 Uhr
Walter Thümler: Eric und Andere - Buchpremiere online
Zoom-Meeting
2. Dez. 2020, 19 Uhr
Mayjia Gille: Kurznachricht um halb acht - Buchpremiere online
Zoom-Meeting
9. Dez. 2020, 19 Uhr
Helmbrecht Breinig & Susanne Opfermann: Gedichte für eine neue Welt - Buchpremiere online
Zoom-Meeting
16. Dez. 2020, 19 Uhr
Teresa Balté: Aquarium aus Papier & Viktor Kalinke: Vogel Sing - Buchpremiere online
Zoom-Meeting
2021
Zeit der Unruhe - portugiesischsprachige Literatur im Fokus
07.04.2021 um 19 Uhr
Cristina Carvalho & Markus Sahr: Kater von Uppsala - Abdulai Sila & Rosa Rodrigues: Die letzte Tragödie
Zoom-Meeting
14.04.2021 um 19 Uhr
Hélia Correia & Michael Kegler & Dania Schüürmann: Das dritte Elend - Tänzer im Taumel
Zoom-Meeting
21.04.2021 um 19 Uhr
Nicole Cyron präsentiert Luiz Pacheco: Gemeinschaft - Izabela Leal & Timur Stein: Die Andere
Zoom-Meeting
28.04.2021 um 19 Uhr
Markus Sahr präsentiert Yvette Centeno: Im Fluß der Erinnerung - Viale Moutinho & Ilse Pollack: Die Flöte des Toten, präsentiert von Viktor Kalinke
Zoom-Meeting
05.05.2021 um 19 Uhr
Markus Sahr präsentiert Maria Gabriela Llansol: Falke in der Faust + Lissabonleipzig
Zoom-Meeting
Kanada - Gastland auf den Frankfurter Buchmessen 2020/21
21.10.2021 um 19 Uhr
Helmbrecht Breinig & Susanne Opfermann präsentieren: Gedichte für eine neue Welt
Kanadische Gegenwartslyrik aus der Ronsdale Press
Zoom-Meeting
Seit vielen Jahren hat der kleine, aber angesehene und überaus aktive Literaturverlag Ronsdale Press in Vancouver es sich zur Aufgabe gemacht, Bücher aus dem gesamten literarischen Spektrum Kanadas zu veröffentlichen, darunter zahlreiche Lyrikbände. Die in Gedichte für eine Neue Welt vorgestellten englischsprachigen Autorinnen und Autoren repräsentieren eine Vielfalt von Stilen und literarischen Ansätzen. Sie sind selbst repräsentativ für die multikulturelle kanadische Gesellschaft. Neben Indigenen (First Nations und Métis – ursprünglich Nachfahren von französischen Pelzhändlern und indigenen Frauen) wie Joanne Arnott, Connie Fife und Garry Gottfriedson ist mit Marya Fiamengo eine Dichterin mit kroatischen Wurzeln vertreten, und mit Inge Israel eine in Deutschland geborene jüdische Autorin, Kind russisch-polnischer Eltern. Pamela Porter war US-Amerikanerin, bevor sie nach Kanada emigrierte. Antony Di Nardo wurde im französischsprachigen Montreal geboren und ist sich seiner südeuropäischen Vorfahren bewusst. Den anglo-kanadischen Mainstream und zugleich das ländliche Kanada vertritt John Donlan. Alle schreiben über Spezifisches, das mit ihrer Herkunft und der Geschichte ihrer Vorfahren zusammenhängt, wie über Allgemeingültiges, das die Gesamtgesellschaft betrifft.
Zur Präsentation wird der Verleger Ronald B. Hatch den kanadischen Verlag Ronsdale Press vorstellen. Die Übersetzer Susanne Opfermann und Helmbrecht Breinig führen in die Autoren- und Textauswahl ihrer Anthologie "Gedichte für eine neue Welt" ein. Joanne Arnott, Antony Di Nardo und Garry Gottfriedson lesen ihre Texte im englischen Original, Susanne Opfermann & Helmbrecht Breinig tragen die deutschen Übersetzungen vor. Wir freuen uns auf Nachfragen und eine rege Diskussion. Moderation: Viktor Kalinke
Eine Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2021. Wir danken dem Canada Council for the Arts für die großzügige Unterstützung der Übersetzung und der Publikation des Buches.
2022
Leipziger Buchmesse 2022
fällt aus - unsere Lesungen finden statt,
wir öffnen ab 16 Uhr unsere Pforten und freuen uns in entspannter Kaffeehausatmosphäre auf neugierige Leser, Zuhörer und Gesprächspartner
Freitag, 18. März 2022, ab 16 Uhr geöffnet, Lesungen ab 17 Uhr
Leipziger Literatursalon - Die lange Lesenacht
Kurzweilige Texte, Poesie und Kunst, ein Willkommensgeschenk mit Büchern und Plakaten sowie der Preis der Meinungsfreiheit erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:
- Wolfgang Eschker: An
- Christine Pfammatter: Die beste aller möglichen Welten
- Stefan Wieczorek & Charlotte van den Broeck: Nachtdrift
- Tatjana Meijvogel Volk & Miloš Crnjanski: Ein Tropfen spanisches Blut
- Erich Ahrndt & Angelina Polonskaja: Möge die Nacht nicht enden
- Christine Hengevoss & Gawrill Dershawin: So werd auch ich unsterblich sein
- Viktor Kalinke: Laozi
- Gui Minhai: Ich zeichne mit dem Finger eine Tür auf die Wand
- Markus Sahr: Wallis
Außerdem eröffnen wir die Ausstellung "Mich rettet meine Utopie" mit Arbeiten von Dagmar Ranft-Schinke
„Kalte“ Kriegsplanung auf allen Gebieten, - im biologischen, ökologischen, technischen, atomaren und psychologischen Bereich? KI-Forschung: Wissenschaft auch hier ohne Grenzen? Freiheit braucht Verantwortungsgefühl. Dieses muß erlernt werden im menschlichen Miteinander. „Professor Smith“ (fiktive Gestalt in einigen meiner thematischen Bilder seit Jahrzehnten), Du Zauberlehrling, hast Du kein Gewissen? Phantasie, - eine herrliche evolutionäre Menschheitserrungenschaft. Aber: Muß ALLES erprobt und auch publiziert werden? Gewissenlose Nachahmungstäter gab es schon immer. Auch die Forschung braucht ethische Grenzen! Verbote werden kommen müssen, um uns Menschen und allem SEIN eine Zukunft zu geben. Ihr Magnaten und großen Militärs, habt Ihr etwa keine Kinder und Enkel? Geld wird eines Tages diese und Euch nicht retten können! Fehlt Euch die Phantasie, um alle Folgen zu erahnen, wenn Ihr Eure Machtspiele in Szene setzt? Ist Euch das Wort „Versöhnung“ unbekannt? Besiedelt doch endlich den Mars, - aber ohne Rückkehrmöglichkeit, bitte! Der „Kriegsgott Mars“ wird Euch freudig in die Arme nehmen. Vielleicht vernichtet Ihr Euch in voller Lust gegenseitig zu unserem Nutzen. Wahrscheinlich hat die Mutter Erde dann endlich ihre verdiente Ruhe und ihren Frieden. Oh, welch ein utopischer Wunsch . . .(Dagmar Ranft-Schimke, Künstlerbrief, 2019)
Ausstellung bis 30.5.2022
Sonnabend, 19. März 2022, ab 16 Uhr geöffnet, Lesungen ab 17 Uhr
Portugiesischer Salon - Die lange Übersetzernacht
mit neuen Büchern von
- Maria Gabriela Llansol: Lissabonleipzig, Ein Falke in der Faust
- Yvette Centeno: Im Fluß der Erinnerung
- Abdulai Sila: Die letzte Tragödie, Zwei Schüsse und ein Lachen
- Luiz Pacheco: Gemeinschaft
- José Viale Moutinho: Die Flöte des Toten
- Cristina Carvalho: Der Kater aus Uppsala
- Gonçalo M. Tavares: Herr Henri und die Enzyklopädie, Herr Calvino und der Spaziergang
- Hélia Correia: Das dritte Elend, Tänzer im Taumel
In deutscher Übersetzung von Markus Sahr, Ilse Pollack, Nicole Cyron, Rosa Rodrigues, Michael Kegler, Dania Schüürmann & Renate Heß, musikalische Begleitung: Jaqueline Conde
In Kooperation mit Edition Korrespondenzen
Die lusophone Welt ist das Reisen wert: Portugal, Mosambik, Angola, Kap Verde, São Tomé und Príncipe, Äquatorialguinea, Guinea-Bissau, Osttimor, Macau, Brasilien – portugiesischsprachige Literatur in deutscher Übersetzung bildet einen Schwerpunkt im Programm des Leipziger Literaturverlags, gefördert von Instituto Camões und DGLAB/Culture. Wer nicht reisen kann, mag in Gedanken in die Ferne schweifen und sich das Bewußtsein dafür bewahren, welche Freiheit, wieviel Kultur und Austausch über Grenzen hinweg das menschliche Leben bietet. Bereits 2021 war Portugal als Gastland zur Leipziger Buchmesse präpariert – nun geht das Program zum zweiten Mal an den Start. Die Bücher sind geblieben, stillen den Lesehunger und halten die Hoffnung lebendig. Für Gonçalo M. Tavares ist Literatur mit der Idee eines offenen Raums verbunden, der Bewegung, Spiel und Erkenntnis ermöglicht. So hat der Autor ein ganzes Viertel erschaffen und dieses mit illustren Herrschaften bevölkert; wir stoßen auf Namen wie Brecht, Breton, Calvino oder Eliot. Jeder von ihnen ist Bewohner eines eigenen kleinen Buches.
"In dreißig Jahren, wenn nicht schon früher, wird Tavares den Nobelpreis gewinnen, und ich bin sicher, meine Vorhersage wird sich erfüllen … Tavares hat kein Recht, im Alter von 35 Jahren so gut zu schreiben. Man möchte ihn schlagen!" José Saramago
Hélia Correias Hinwendung zur Poesie ist ein Streifzug durch Menschheitserinnerungen. Dies erklärt den Titel des Poems, das in dreiunddreißig Abschnitte unterteilt ist:
Das dritte Elend ist dieses von heute.
Das derer, die nicht mehr hören, nicht fragen,
Derer, die nicht erinnern.
In unserer Selbstvergessenheit spiegelt sich der gegenwärtige Sumpf, in dem Demokratien versinken. Die Agora, der edle Raum der Polis, hat seine Bedeutung verloren, ist kein Maßstab mehr für demokratische Ethik. Dieses Buch ist eine Hommage an Griechenland. Es erkennt in der Zerstörung Griechenlands einen Schrei als Warnung vor dem Schlimmsten, was das ökonomisch verwaltete Europa bewirken kann: den Verlust der Souveränität und das Versagen der Demokratie.
23.04.2022, 20 Uhr, Klanghaus am See in Klein-Jasedow
Viktor Kalinke liest aus Zhuangzi "Die Freude der Fische"
Musikalische Begleitung (Improvisation): Christine Simon & Klaus Holsten
Donnerstag, 12.05.2022, 19 Uhr, Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2
Charlotte van den Broeck & Stefan Wieczorek: Nachtdrift
Der Dichterin und Essayistin aus Flandern ist mit „Nachtdrift“ ein dicht komponierter Gedichtband gelungen, den das immer wiederkehrende Thema der gescheiterten Liebe wie ein roter Faden zusammenhält. Beim wiederholten Lesen entfalten die Gedichte immer neue Bedeutungen. Diese Poesie ist genau, wohlklingend, abenteuerlustig – und sehr authentisch. Da die Einzelgedichte keine isolierten Kompositionen darstellen, sondern in Beziehung treten zu den anderen Texten, kommt man lesend in einen Flow. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Eine melancholische Ungeduld, die Weigerung zu akzeptieren, dass alles so ist, wie es ist, durchzieht diesen Band. Patrick Wilden stellt Charlotte Van den Broeck und ihren Übersetzer Stefan Wieczorek vor. Die Lesung wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt)
Montag, 16.05.2022, 19 Uhr alte schmiede wien (Schönlaterngasse 9)
Angelina Polonskaja liest auf dem Poesiefestival dichterloh in Wien
Bis an eine Grenze verdichtet, singen die Gedichte Angelina Polonskajas den bitteren Gesang der Desillusionierung, der Trauer, des Nihilismus und lösen aus ihnen Gegentöne, Gegenstille, Gegenbilder von äußerst eindringlicher Art.
Angelina Polonskaja, geboren in Malakhovka, einer Vorstadt von Moskau. Karriere als Eiskunstläuferin, längere Aufenthalte in Lateinamerika, den USA, dzt. wieder in Deutschland; Publikationsverbot in Russland. Gedichtbände u.a. Schwärzer als Weiß (2015) und Unvollendete Musik (2019), übersetzt von Erich Ahrndt. Polonskaja schrieb das Libretto zum Oratorium „Kursk“, einem Requiem auf die im Jahr 2000 umgekommene russische U-Boot-Besatzung, das 2011 in Melbourne uraufgeführt wurde. Seitdem ist sie für die Mächtigen im Kreml eine Dissidentin. Schnee und Kälte sind ihre Metaphern für soziale und menschliche Kälte, auch für das Leiden daran. Polonskajas Lyrik bricht mit russischen Traditionslinien, indem sie ihnen zum Schein folgt und anschließend irritiert. Ihre Texte sind politisch, ohne zu agitieren oder zu appellieren. Sie ruft Landschaften und Jahreszeiten auf die Bühne, als wären sie Mörder oder Präsidenten. Im Schnee gefriert das Blut, knarrende Türen symbolisieren den unbarmherzigen Fortgang der Geschichte, der selten ein Fortschritt ist.
2023
Sonnabend, 11.2.2023 von 13 bis 14 Uhr
Patrick Beck liest aus "Windheim" in der Lesestunde bei Radio Radio Colorado: https://coloradio.org/
Mittwoch, 22.2.2023 um 19:30 Uhr im Literaturhaus Leipzig
Was ist heute los in … Litauen? Mit Claudia Sinnig und Laurynas Katkus
Moderation: Ralf Pannowitsch
Die Länder des Baltikums gelten als EU-Musterschüler und erfreuen sich in Deutschland hoher Sympathiewerte. Litauen, das größte von ihnen, zieht mit der malerischen Altstadt von Vilnius oder den Dünen der Kurischen Nehrung zahlreiche Touristen an. Weite, freie Landschaften, eine quirlige Kulturszene in den Großstädten und ein Flair, das westlichen Besuchern vertrauter erscheint als das in manch anderem osteuropäischen Staat … Aber warum haben dann so viele Litauer nach 1990 ihr Heimatland verlassen? Und sind sie dort nicht doch ein bisschen russophob? Eine deutsche Übersetzerin und ein litauischer Übersetzer, die nicht nur in die Bücher, sondern auch sehr genau auf die Welt um sie herum schauen, gewähren Einblicke in Land, Leute und Literatur Litauens.
Claudia Sinnig war Doktorandin in Vilnius und schrieb später einen literarischen Reiseführer über Litauen. Heute lebt sie im Oderbruch und übersetzt litauische Gegenwartsliteratur, u.a. Bücher von Tomas Venclova.
Laurynas Katkus lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Vilnius. Er hat u.a. Werke von Friedrich Hölderlin und Walter Benjamin ins Litauische gebracht. Auf Deutsch liegen von ihm u.a., »Tauchstunden (Gedichte)«, »Moskauer Pelmeni« (Essay, 2017) und »Schwankende Schatten« (Roman, 2022) vor.
Eintritt: 5,- / 3,- EUR, Veranstaltung des Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Details zur Reihe »Gespräche über den Osten Europas« unter: www.faehre-sachsen.de - Gesprächsreihe extra
Freitag, 24.2.2023 um 20 Uhr im Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Deutschbalten und Moskauer Pelmeni: Lesung und Gespräch mit Laurynas Katkus
TAGE BALTISCHER LITERATUR – Der litauische Autor, Lyriker und Übersetzer über seinen ersten Roman, die Überblendung von Vergangenheit und Gegenwart und den Blick gegen Osten.
Laurynas Katkus, *1972 in Vilnius, ist Lyriker, Autor und Übersetzer. Diesen Sommer erschien – nach zwei Gedichtbänden und einem Essayband – sein erster Roman auf Deutsch: «Schwankende Schatten» (Klak Verlag 2022, aus dem Litauischen von Markus Roduner) verbindet zwei Epochen miteinander: Ein junger Philologe und angehender Autor, Vytautas, stürzt nach dem Verlust seiner Arbeit in eine Sinnkrise. Zugleich entdeckt er die abenteuerlichen Aufzeichnungen eines baltendeutschen Dichters und Piloten im Ersten Weltkrieg. Die Geschichten der beiden Männer fliessen langsam ineinander über…
Der autobiographische Essay «Moskauer Pelmeni» (Leipziger Literaturverlag 2017, aus dem Litauischen von Claudia Sinnig) erkundet die geschichtlich motivierte Hassliebe zwischen Litauern (stellvertretend für Ostmitteleuropäer) und Russen. Aufgewachsen in einer zweisprachigen Umgebung im sowjetischen Vilnius, schildert der Autor Einflüsse der russischen Denkweise, Reisen durch Russland, die Auseinandersetzung mit der russischen Literatur und Kunst sowie die Jahre der Perestroika, die Unabhängigkeitsbewegung und schliesslich persönliche Bekanntschaften mit russischen Schriftstellern und Intellektuellen. In Litauen wurde der Essay noch vor der Ukraine-Krise veröffentlicht und löste ein weites Echo in der Literaturkritik aus.
Moderation: Sylvia Sasse, Lesung: Andreas Storm, Büchertisch: mille et deux feuilles – Buchhandlung zum Mittelmeer und mehr
Freitag, 3. März 2023, 19:30 Uhr in der Kulturschlosserei, Bischofsweg 31, Gartenhaus, 01099 Dresden
poesie.premiere2: Silvio Colditz liest aus "sich selbst aufs spiel setzen" und Patrick Beck aus "Windheim"
"sich selbst aufs spiel setzen ist der erste Gedichtband von Silvio Colditz, "Windheim" der erste Roman von Patrick Beck.
Buchhandlung LeseZeichen in Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V.
Dienstag, 25. April, 19:30, Stadtmuseum Dresden (Landhaus)
Krzysztof Siwczyk: Offener Brief
Gedichte zu schreiben wurde für mich zu einem existenziellen Bedürfnis
"Ja, ich habe relativ früh debütiert, Mitte der neunziger Jahre. Das war eine goldene Zeit für die polnische Literatur und die polnische Lyrik. Nach dem Umbruch von Jahres 1989 und dem Ende des Kommunismus musste und wollte die Literatur keine allgemeinen Wahrheiten oder politisch korrekten Standpunkte mehr vertreten. Wir haben uns an der Freiheit berauscht. In der Lyrik hielt sich die Überzeugung von den „Pflichten“ des polnischen Dichters, der vor allem im Namen der von der Politik gequälten Nation zu sprechen habe. Als junger Mensch hing mir dieses Denken zum Hals heraus. In den Neunzigern erschien bei uns viel amerikanische Lyrik in Übersetzung. Aus diesen Lektüren habe ich mit vollen Händen geschöpft. Für mich war es wie Punkrock, eine Gegenkultur, die Identifikationsmöglichkeiten bot. Und Gedichte zu schreiben wurde für mich zu einem existenziellen Bedürfnis."
In Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V. und dem Polnischen Institut Leipzig
Die Götter tragen auf den Schultern dunkle Wolken...
PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2023
27.-30.4.2023
Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand C215
Donnerstag, 27. April, 20:15 Uhr, im LLV
Schleußiger Literatursalon
Kurzweilige Texte, Poesie und Kunst, ein Willkommensgeschenk mit Büchern und Plakaten sowie ein wohltuendes Flair der Inspiration erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:
- Patrick Beck, Windheim
- charlotte van der mele, kairologoi
- Franz Hodjak, Gedenkminute für verschollene Sprachen
- Axel Helbig, Der eigene Ton - Band 3
- Walter Thümler, 24 Porträts
Freitag, 28. April, 12:00 Uhr, Leseinsel Junge Verlage - Halle 5, Stand C200
Patrick Beck: Windheim
Plötzlich riss der Wind den Block los, trieb ihn aufs Meer hinaus. Niemand konnte mehr fliehen, das passierte mitten in der Nacht, als wir geschlafen haben. Wir haben geschlafen und für uns ist der Block weiter in seinen Fundamenten gestanden. Eine seltsame Erfahrung ist das für uns gewesen, als es hell wurde und wir aus dem Fenster geblickt und erkannt haben, dass nur das Meer um uns war, kein Land weit und breit, nur Wasser, Wellen, Wind. Und da ist uns klar geworden, dass wir mitten auf dem Meer trieben, dass wir in einem Haus mitten auf dem Meer trieben. Da ist also niemand dabei gewesen, der ein Haus steuern konnte, niemand, der ein Schiff steuern konnte, niemand der segeln konnte, und auch niemand, der Luv und Lee oder einen Achterstek von einem Sextanten unterscheiden konnte, niemand, niemand.
Freitag, 28. April 2023, 11:30 – 12:30 Uhr, Messestand Portugal - Halle 4, Stand D300
Christina Carvalho: Der Kater von Uppsala
Moderation: Markus Sahr
Nach dem Tod des Schwiegervaters begeben sich Elvis und Agnetta auf den Weg, um ihren großen Traum zu verwirklichen: bei der Jungfernfahrt der Vasa in Stockholm mit auf dem Schiff zu sein. Agnettas geliebter Kater begleitet sie. Ganz Schweden strömt in Stockholm zusammen. Doch Agnetta wird von bösen Ahnungen geplagt...
Veranstalter: Botschaft von Portugal / Camões Berlim
Freitag, 28. April 2023, 14:00 – 15:30 Uhr, Messestand Portugal - Halle 4, Stand D300
"Was zählt, ist die Reise und nicht das Ziel"
Christina Carvalho, Afonso Reis Cabral & Carla Bessa – Ein Gespräch
Moderation: Sabine Kieselbach
Der portugiesische Essayist und Philosoph Eduardo Lourenço, dessen hundertster Geburtstag im Jahr 2023 gefeiert wird, sagte weise: "Was zählt, ist die Reise und nicht das Ziel". Mit diesem Gedanken im Hinterkopf möchten wir ein Gespräch zwischen zwei Autorinnen anregen, die neben verschiedenen anderen Themen über Reisen schreiben. Reisen, die sie unternommen haben, entweder auf der Suche nach einer Geschichte oder um sich selbst oder andere besser kennen zu lernen. Ist die Reise wirklich das, was zählt, und das Ende des Weges zweitrangig? Steht diese Frage im Zusammenhang mit dem Sinn des Lebens selbst, einer Reise, von der sich die meisten Menschen wünschen, dass sie niemals endet? Es wird interessant sein zu erfahren, was Cristina Carvalho und Carla Bessa über diese Fragen denken.
Veranstalter: Botschaft von Portugal / Camões Berlim
Freitag, 28. April, 22:00 Uhr, Polnisches Institut Leipzig
Krzysztof Siwczyk: Offener Brief
Gedichte von Krzysztof Siwczyk in deutscher Übersetzung von Bernhard Hartmann
Der preisgekrönte Dichter, Essayist und Darsteller Krzysztof Siwczyk gab sein Debüt 1995 mit dem Band Dzikie dzieci (Wilde Kinder). Er ist Mitbegründer der Gruppe Na Dziko und schreibt als Literaturkritiker für Polityka. Im Jahr 1999 spielte er die Titelrolle in Lech Majewskis Film Wojaczek, 2010 in Adam Sikoras Film Wydalony. Er veröffentlichte zahlreiche Lyrikbände, u.a. Emil i my (1999), Dane dni (2001), Wiersze dla palacych (2001), Zdania z trescia (2003), W panstwie srodka (2005), Centrum likwidacji szkód (2008), Koncentrat (2010), Gdzie indziej jest teraz (2011), Gody (2012), Dokad badz (2014), Jasnopis (2016), Kolo miejsca/Elementarz (2016), Mediany (2018), Osobnikt (2020), Krematoria 1 und Krematoria 2 (2021). Der vorliegende Lyrikband enthält eine repräsentative Auswahl seiner Gedichte in deutscher Übersetzung.
Veranstalter: Polnisches Institut Leipzig, Polnisches Buchinstitut Krakow
Samstag, 29. April, 15:30, Forum Literatur - Halle 5, Stand E602
Krzysztof Siwczyk: Offener Brief
Gedichte zu schreiben wurde für mich zu einem existenziellen Bedürfnis
Krzysztof Siwczyk: geb. 1977, Dichter und Essayist, hat Hauptrollen in zwei Filmen gespielt: Wojaczek (Regie: Lech Majewski, 1999) und Wydalony (Regie: Adam Sikora, 2010); eine Auswahl seiner Gedichte wurde in Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien und den Vereinigten Staaten veröffentlicht; Gewinner von u.a.: Preis der Koscielski-Stiftung (2014), Gdynia-Literaturpreis in der Kategorie Essay (2017), Vaclav-Burian-Preis (2021); arbeitet am Mikolow-Institut, lebt in Gliwice.
Bernhard Hartmann: geb. 1972 in Gerolstein/Eifel. Polonist und freier Übersetzer u. a. von Tadeusz Różewicz, Julia Hartwig, Hanna Krall, Adam Zagajewski und Tomasz Różycki. 2013 mit dem Karl-Dedecius-Preis ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Duisburg.
Mitveranstalter: Polnisches Buchinstitut Krakow
Samstag, 29. April, 16:30 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel
Patrick Beck liest aus "Windheim"
Samstag, 29. April, 20:15 Uhr, im LLV
Salon international
Wörtertanz, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt, Blicke über den Tellerrand.
- Cristina Carvalho & Markus Sahr: Der Kater von Uppsala
- Teresa Balté & Markus Sahr: Tragbare Horizonte
- Amadú Dafé & Rosa Rodrigues: Jasmim
- Abdulai Sila & Renate Hess: Die Tage von Kubukare. Eine Erzählung aus Guinea-Bissau
- Krzysztof Siwczyk & Bernhard Hartmann: Offener Brief
- Bora Stanković & Robert Hodel: Erzählungen vom Balkan
Samstag, 29.04.2023, 20:15 - 21:45, Galerie KUB
„Wir haben keine Sehnsucht; die Sehnsucht ist es, die hat uns“
Isabela Figueiredo, Luís Quintais und Cristina Carvalho – Ein Gespräch
Moderation: Benjamin Meisnitzer
Die Sehnsucht ist in der portugiesischen Seele sehr präsent und prägt in vielen Fällen die literarischen Erzählungen. Die Suche nach jemandem, die Suche nach einer verlorenen Zeit, die Berufung auf etwas, das nicht mehr möglich ist, sind Quelle der Inspiration für verschiedene Werke der Poesie oder der Fiktion. Im Gespräch zwischen den Autoren soll erörtert werden, ob es möglich und wünschenswert ist, uns von diesem Mantel der Nostalgie zu befreien, damit wir nicht zu einem Objekt dieser Nostalgie werden. Veranstalter: Botschaft von Portugal / Camões Berlim
31.5.2023, 19 Uhr, Gerhard-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90 in Düsseldorf
Auf nächtlicher Reise. Gedichte
Lesung und Gespräch mit dem Lyriker Krzysztof Siwczyk und Bernhard Hartmann
Obwohl der 1977 geborene Dichter und Schauspieler Krzysztof Siwczyk, der im oberschlesischen Gliwice (ehemals Gleiwitz) lebt und arbeitet, für sein lyrisches Schaffen in Polen bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, ist er bislang in Deutschland wenig bekannt. Glücklicherweise liegen seit 2022 bereits drei Gedichtbände vor: "Im Reich der Mitte", übersetzt von Andre Rudolph, „Auf nächtlicher Reise“ übersetzt von Artur Becker und „Offener Brief“ übersetzt von Bernhard Hartmann. Das Polnische Institut Düsseldorf präsentiert im Rahmen seiner Reihe zur polnischen Gegenwartslyrik, welche anlässlich des 100. Geburtstags der 1996 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Dichterin Wisława Szymborska (1923–2012) durchgeführt wird, Krzysztof Siwczyks Schaffen, unterstützt von dem versierten Übersetzer Bernhard Hartmann.
In Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf, im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage 2023
14.06.2023, 18 Uhr im LLV
Die Fähre - Verein zur Förderung des literarischen Übersetzens - lädt ein
Wir möchten auf das kommende Jahr schauen, Ideen und Vorschläge sammeln und gemeinsam überlegen und planen, was wir in diesem und auch im nächsten Jahr auf die Beine stellen könnten. Es wird Wein und Knabbereien geben und die Gelegenheit zu Gesprächen über Literatur und übers Übersetzen, zu Veranstaltungsformaten und Spielorten und allen sonstigen Möglichkeiten, die Vereinsarbeit ebenso anregend und lebendig wie literarisch und berufspolitisch zu gestalten. Strömt zahlreich herbei und bringt gern externe Interessenten und Interessentinnen mit! Der Vorstand: Anja Kootz, Silke Brohm, Markus Sahr
Freitag, den 11. August, 20 Uhr im Ostra-Dome (Zur Messe 9a, Dresden)
Palaissommer: Songs, Gedichte und Geschichten!
Große Wiese. Coole Bühne. Gastronomie. Wasserfläche. Büchertisch
mit Görda (Konzert) / Manuela Bibrach / Verica Trickovic / Marcel Beyer (Lesung)
Moderation: Volker Sielaff
Weil sich zu den Gedichten nun auch Geschichten und Songs hinzugesellen, heißt das kultige Format jetzt ‚Songs, Gedichte & Geschichten‘. Es wird ein so kurzweiliger Abend, wie das Publikum ihn seit Jahren gewohnt ist. Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung, Performance und wunderbarer Musik, bei dem namhafte Dichter, ein Romancier und ein berauschendes Songwriterinnen-Duo dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern ihre Lieder und Texte vorstellen. Ein Novum beim diesjährigen Abend von "Songs, Gedichte und Geschichten": Am Schluss des Abends wird jeder Autor gemeinsam mit Görda zu deren Musik noch ein Gedicht performen ("Music meets Poetry"). Man darf gespannt sein!
Freitag, 15.09.2023 | ab 19:00 Uhr open end, Wittenberg Evangelische Akademie, Schloßplatz 1d
Portugiesische Kulturnacht
Portugal hat nicht nur eine faszinierende Geschichte, sondern auch eine lebendige Kultur. Die Kulturnacht wird mit einer Fotoausstellung von Paul F. Martin eröffnet. Viktor Kalinke vom Leipziger Literaturverlag stellt mit dem Übersetzer Markus Sahr portugiesische Gegenwartsliteratur vor, u.a. "Myra oder Zwei Tage Glück" und "Im Garten der Nußbäume" . Musikalisch von Jaqueline Conde mit Fado-Klängen umrahmt, laden wir ein bei Portwein oder einem Vinho Verde ins Gespräch zu kommen.
Donnerstag, 28.09.2023 um 19:30, Zentralbibliothek im Kulturpalast, Besuchereingang: Wilsdruffer Straße, Dresden
Axel Helbig »Der eigene Ton«
Literarisches Gespräch zum neuen Interviewband mit Dichtern
Die von Axel Helbig geführten Gespräche mit Autor*innen ermöglichen einen vertieften Zugang zur Literatur. Sie ergründen Geheimnisse und Privates, das unsichtbar hinter den Werken steht, mitunter geradezu verdeckt werden soll. Axel Helbig, Jahrgang 1955, lebt als Autor und Herausgeber in Dresden. Er ist Redakteur und Mitherausgeber von Ostragehege. Zeitschrift für Literatur und Kunst. Im Leipziger Literaturverlag erschienen bereits drei Bände Der eigene Ton. Gespräche mit Dichtern. Moderation: Karin Großmann
Freitag, 06.10.2023, ab 19 Uhr, Wittenberg Evangelische Akademie, Schloßplatz 1d
im Rahmen der Tagung "China verstehen. Eine kulturhistorisch-politische Annäherung"
Chinas Einfluss auf die Weltpolitik wie auf die globale Wirtschaft ist kaum zu überschätzen. Dabei bleibt China aus einer europäischen Perspektive fremd. Auf der Tagung werden die Grundlagen des chinesischen Denkens – der „geheime Notenschlüssel“ – vorgestellt.
19.00 Uhr Podium – die Schulen des chinesischen Denkens
Paul Martin und Viktor Kalinke
20.15 Uhr Einführung in die Denktraditionen Chinas
Viktor Kalinke
Sonnabend, 07.10.2023, 15:30 Uhr, Gohliser Schlösschen – Westarkade (Menckestr. 23)
im Rahmen des LEIPZIGER MYTHEN-TAGES 2023 - Mythos Buch
Viktor Kalinke: Laozi als Gesprächspartner bei Kongzi und Zhuangzi - reale Person oder Legende?
Laozi 老 子 (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse, wörtlich „Alter Meister“, Rufname Lao Dan, Geburtsname Li Er) war ein legendärer chinesischer Philosoph und königlicher Schrifthüter - doch hat es ihn wirklich gegeben oder ist er nur eine Legende? In der chinesischen Tradition tritt er als ein älterer Zeitgenosse des Kongzi auf, im Westen bekannt als Konfuzius (551–479 v.u.Z.). 1500 Jahre später, also vor etwa 1000 Jahren begannen Neokonfuzianer an der Echtheit dieser Berichte zu zweifeln. Sind sich die beiden Philosophen tatsächlich begegnet? Neuere Erkenntnisse aus Archälogie und Sinologie werfen Licht ins Dunkel der Skeptiker.
17. Oktober, 19.30 Uhr, Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden
Uwe Claus & Uwe Salzbrenner: Um unsere Sinne zu schärfen
Lesung mit Bild und Musik
Jemand will fortgehen, das geschieht noch in der DDR. Andere laufen Spießruten, das ist ganz einfach Mobbing. Wieder andere haben seltsame Talente in einer ebenso seltsamen „Zone“, das ist womöglich eine Bedrohung für die Gesellschaft. Uwe Claus stellt Gedichte, Prosatexte und Fotografien vor, Uwe Salzbrenner einen Auszug seines demnächst erscheinenden Romans "Die Talente". Schonungslos zeigen sie mögliche Konflikte. Der Musiker Jochen Sobe improvisiert dazu. Uwe Claus und Uwe Salzbrenner, beide Jahrgang 1960 und in Dresden ansässig, schreiben Prosa und Lyrik. Von Claus erschien zuletzt „Vokabeln des Lichts — 149 Haikus“, von Salzbrenner der Novellenband „Hinter der Membran“ im Leipziger Literaturverlag. Jochen Sobe lebt in Radeberg und musiziert sonst bei Saitensprung und Sören Glaser & Band. Die Lesung ist Teil der Reihe „Haltungen“ der Unabhängigen Schriftsteller Assoziation Dresden e.V., gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.
Autorentreffen im Literarischen Colloquium Berlin: Utopie Osteuropa
01.12.2023 um 19:30 am Haus der Kulturen der Welt in Berlin
Einstiegsvortrag: Yevgenia Belorusets
Lesungen: Gintaras Grajauskas, Uljana Wolf, Necati Öziri, Ivana Sajko, Anastasiia Kosodii und Yuriy Gurzhi
Moderation: Max Czollek und Sasha Marianna Salzmann
02.12.2023 um 19:30 am Haus der Kulturen der Welt in Berlin
Einstiegsvortrag: Mely Kiyak
Lesungen: Anna Hetzer, Anja Zag Golog, Julia Cimafiejeva, Krzysztof Siwczyk, Miruna Vlada und Deniz Utlu
Moderation: Max Czollek und Sasha Marianna Salzmann
Im symbolischen Gefüge namens „Europa“ nimmt Osteuropa einen seltsamen Platz ein: Zwar Teil des Kontinents, hat es jedoch keine Aufnahme in das viel beschworene europäische „Wir“ gefunden. Osteuropa ist immer das, was „Wir“ nicht sind. Ein Ort der Gewalt und der politischen Krisen. Das ist bei den Demonstrationen in Belarus 2020/21 und mit der Kriegserweiterung Russlands in der Ukraine am 24. Februar 2022 neuerlich klar geworden. Zugleich dominierte in der Berichterstattung hierzulande das Bild der weißen, christlichen, weiblichen Geflüchteten, so als handelte es sich um einen Spiegel der eigenen rassistischen Vorannahmen. Dem steht eine osteuropäische Realität gegenüber, die historisch und gegenwärtig vom Zusammenleben unterschiedlicher Menschen und Nationen geprägt ist. Ein Ort, der mehr mit der pluralen deutschen Gesellschaft zu tun hat, als es manchmal den Eindruck hat. Darum werden Autorinnen und Autoren zu einem Treffen eingeladen, bei dem deutlich werden soll: Die Literatur, die heute in Deutschland entsteht, ist nicht zu trennen von Realitäten jenseits seiner geografischen Grenzen. Ein Gespräch über ein gemeinsames Schreiben der Gegenwart.
Montag, 4. Dezember 2023, 14-16 Uhr, Konfuzius-Institut Leipzig
Viktor Kalinke stellt die deutsche Übersetzung des Zhuangzi vor
„Warum überhaupt eine weitere Übertragung und weitere Deutung von Zhuang Zi?“ fragt der Bonner Sinologe und Übersetzer Wolfgang Kubin (2013, S. 8) in der Einleitung zu seiner bei Herder erschienenen Textauswahl. Hat sich die Diskussion um diesen altchinesischen Klassiker nicht erschöpft?
Das Buch Zhuangzi gilt als die „Bibel des Daoismus“: Es zeichnet sich aus durch einen allegorischen, gleichnishaften Stil, schillernde Erzählprosa und auf die philosophische Spitze getriebene Dialoge. Martin Buber, Hermann Hesse, Martin Heidegger – um nur einige zu nennen – öffneten ihr Denken diesem anspruchsvollsten Autor des alten China. Trotz seines ehrwürdigen Alters und dank seiner „Häutungen“ in über 500 Kommentaren ist dieses Buch von erstaunlicher, auch den Westen betreffender Aktualität.
„Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ (Liu Xiaogan)
Die Rezeption hierzulande wurde von der Ausgabe Richard Wilhelms, einer Pionierleistung aus dem Jahr 1912, dominiert, die den textus receptus nach Guo Xiang (gest. 312) um etwa ein Drittel gekürzt und verfälscht wiedergibt.
Im ersten Teil dieses Vortrags werden Autor und Buch in die zeitgeschichtlichen Strömungen der chinesischen Philosophie eingeordnet. Viktor Kalinke skizziert anhand ausgewählter Passgen die Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen sich die Übersetzer gegenüber sehen und erläutert die Herangehensweise an die Übersetzung, die dieser Neuausgabe zugrundeliegt.
Im zweiten Teil kommen Auszüge aus dem Buch Zhuangzi in Form einer Lesung zu Gehör.
Veranstaltung im Rahmen des Dies Academicus
2024
Samstag, 24. Februar 2024, 19:00 bis 0:00 Uhr, Haus der Kulturen der Welt ( Adresse John-Foster-Dulles-Allee 10, Berlin)
Ohne Lyrik wären wir gar nicht mehr da! Lyriknacht mit Julia Cimafiejeva, Gintaras Grajauskas, Anna Hetzer, Anastasiia Kosodii, Ivana Sajko, Krzysztof Siwczyk, Miruna Vlada, Uljana Wolf
Im Chaos des Weltgeschehens ist Poesie oft einer der letzten verbleibenden Anker. Eine Stimme des Trosts oder schlicht ein Mittel, um nicht den Verstand zu verlieren. Am historischen Datum der Kriegsausweitung in der Ukraine lesen internationale Lyriker*innen aus ihren Werken – gegen die Verzweiflung, für Solidarität und ein Miteinander, das sich nicht in nationale Lager spalten lässt. In ihren Versen sind sie vereint.
Mit Musik von Vesna
06.03.2024, Theater der Jungen Welt Leipzig
Yvette K. Centeno: erdnah. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr
Musikperformance nach einer Komposition von Torsten Pfeffer | Mit Detlef Vitzthum und Torsten Pfeffer
Zum Bühnenjubiläum von Detlef Vitzthum wollen wir Herzlichen Glückwunsch und Dankeschön sagen und einladen zur einmaligen konzertanten Aufführung der Musikperformance ERDNAH, die 2020 unter Mitwirkung von Detlef Vitzthum entstand. Das Projekt ERDNAH wurde von dem Leipziger Komponisten Torsten Pfeffer und dem Leipziger Künstler Andreas Schröder initiiert. 2020 fand die Uraufführung als Installations- und Musikperformance in der Kirche von Großpötzschau statt. Die musikalische und sprachliche Komposition basiert auf der gleichnamigen Gedichtpublikation der portugiesischen Autorin Yvette K. Centeno. Es gibt fremde, unbestimmte Worte und Bilder, die in deine Welt eindringen wie ein zarter Splitter ins Fleisch. Kaum mehr als ein Haar von deiner Stirn. Doch kein Luftzug weht es fort, keine Zange kann es greifen. Leckst du darüber, so kratzt seine winzig feine Spitze eine tiefe unsichtbare Furche in deine ausgehungerten Sinne, die lustvoll aufbegehren. Du kannst nicht umhin den Worten nachzugreifen, dich nach ihnen umzudrehen, die Stille in ihrer Mitte erwartungsvoll zu füllen und diesen Klang zu suchen, diesen Klang der hinter der Sprache liegt, hinter dem Dies & Das und hinter dir selbst.
17.03.2024, 16 Uhr, Interkulturelles Zentrum Heidelberg
Abdulai Sila: Die letzte Tragödie. Aus dem Portugiesischen von Rosa Rodrigues
Leipziger Buchmesse 2024
21.-24.3.2024
Sie finden sisifo / Leipziger Literaturverlag und ostragegehege auf dem Messegelänge in Halle 5 an Stand D217 sowie abends in der Brockhausstraße 56
Donnerstag, 21. März 2024, 10:15 Uhr, Stand B307 »So geht sächsisch« in Halle 4
Benjamin Baumann, Kollateralschädel
Donnerstag, 21.3.2024, 11.00 Uhr, Stand der Republik Portugal, Halle 4, Stand C300
Amadú Dafé: Jasmim
Übersetzung: Rosa Rodrigues, Lesung der deutschsprachigen Passagen
Veranstalter: Botschaft der Republik Portugal / Instituto Camões
Donnerstag, 21.3.2024, 16.00 Uhr, Stand der Republik Portugal, Halle 4, Stand C300
Poesia em tempos conturbados: Gespräch zwischen Yara Monteiro und Amadú Dafé
Moderation: Timo Berger
Veranstalter: Botschaft der Republik Portugal / Instituto Camões
Donnerstag, 21. März 2024, 12:45 Uhr, Stand B307 »So geht sächsisch« in Halle 4
Axel Helbig, Der eigene Ton
Donnerstag, 21. März 2024, 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
Schleußiger Literatursalon – die lange Lesenacht
Kurzweilige Texte, Poesie und Kunst sowie wohltuende Inspiration und die Eröffnung der Ausstellung "Neue Zeichnungen und Aquarelle" von Ute Ludwig (Berlin) erwarten die Besucher des Salons:
Uwe Salzbrenner, Die Talente
Axel Helbig, Der eigene Ton
Walter Thümler, 24 Porträts
Benjamin Baumann, Kollateralschädel
Freitag, 22.3.2024, 18.00 Uhr, naTo ( Kulturhaus "Nationale Front"), Karl-Liebknecht-Straße 46
As novas restrições à liberdade literária. Gespräch zwischen Yara Monteiro, Rosário Alçada Araújo und Amadú Dafé
Moderation: Benjamin Meisnitzer
Veranstalter: Botschaft der Republik Portugal / Instituto Camões
Freitag, 22. März 2024, 19:00, Buchhandlung Hugendubel
Uwe Salzbrenner präsentiert seinen druckfrischen, opulenten utopischen Dresden-Roman "Die Talente"
Sonnabend, 23.3.2024, 12.30 Uhr, Forum die UNABHÄNGIGEN, Halle 5, Stand E313
Amadú Dafé: Jasmim
Übersetzung: Rosa Rodrigues, Lesung der deutschsprachigen Passagen
Sonnabend, 23. März 2024, 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
Salon International: Originale, Übersetzungen, Kommentare
Wörtertanz, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt, Blicke über den Tellerrand
Cristine Hengevoss & Sergej Sawaljow: nahe der brandung
Amadú Dafé & Rosa Rodrigues: Jasmim
Viktor Kalinke: Die Kunst der Jadekammer. Auszüge aus dem Fangnei
Mit freundlicher Unterstützung durch den Deutschen Übersetzerfonds, DGLAB/Culture & Instituto Camões und FÄHRE e.V.
Sonntag, 24. März 2024, 11:45 Uhr, Stand B307 »So geht sächsisch« in Halle 4
Cristine Hengevoss & Sergej Sawaljow: nahe der brandung
Sonntag, 24. März 2024, 14:45 Uhr, Stand B307 »So geht sächsisch« in Halle 4
Amadú Dafé & Rosa Rodrigues: Jasmim
Montag, der 25.03.2024, im Schwalbennest der Moritzbastei, Leipzig, 19.00 Uhr
Benjamin Baumann liest aus Essays, aktuellen Gedichten und seinem literarischen Debüt Kollateralschädel
Moderation: Eileen Mätzold
Der durstige Pegasus ist die älteste durchgehende Literaturreihe Europas – seit 1976 gibt es sie monatlich in der Moritzbastei zu Leipzig.
Der Eintritt ist frei!
Dienstag, 26.3., 19:30 Uhr, Buchhandlung TFM, Große Seestraße 47, Frankfurt a. M.
Sessão literária com Amadú Dafé
Donnerstag, 28.3.2024, 18.00 Uhr, Simón-Bolívar-Saal, IAI Ibero-Amerikanisches Institut, Potsdamer Str. 37, Berlin
Amadú Dafé: Jasmim. Nova literatura da Guiné-Bissau
Donnerstag, 28. März 2024, 19.30 Uhr, Haus des Buches Leipzig, „Literaturcafé“
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
(Veranstaltung des Freundeskreises Sciencefiction e.V.)
15. Mai 2024, 19 Uhr, Vamed Klinik Schloss Pulsnitz
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
(Veranstaltung des Ernst-Rietschel-Kulturring e.V.)
Dienstag, 28. Mai 2024, 20 Uhr im Beyerhaus (Leipzig)
Demokratie-Slam u.a. mit Benjamin Baumann, Kollateralschädel
https://www.tixforgigs.com/Event/56595
Sonntag, 2. Juni 2024, 11 Uhr, Kulturfabrik Hoyerswerda
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
(Im Rahmen der Veranstaltung „Das literarische Frühstyxsei“)
15. bis 16. Juni 2024, Heinrichsplatz Meißen
Der LLV auf dem Literaturfest Meißen: besuchen Sie uns am Stand und lauschen unseren Autoren auf der Bühne:
- Samstag, 15.06.2024 um 13 Uhr: Benjamin Baumann, Kollateralschädel
- Sonntag, 16.06.2024 um 13 Uhr: Markus Sahr, Wallis
Benjamin Baumann gewinnt mit "Kollateralschädel" den Preis des Meißner Literaturfestes 2024.
19. Juni 2024, 17 Uhr, Zentralbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109
Regina Jarisch liest aus "herzflug" und Unveröffentlichtes zum Thema "zeitverstrickt"
28. Juni 2024, 19 Uhr, Erich Kästner Haus für Literatur Dresden; „Asso-Lesefest“
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
(Veranstaltung der Unabhängigen Schriftsteller Assoziation Dresden e.V.)
Sonntag, 09. Juni 2024, 19 Uhr, Galerie KUB (Leipzig)
- "Machtübernahme - Poetry Party zur Wahl" u.a. mit Benjamin Baumann, Kollateralschädel
https://transformatorenwerk-leipzig.de/events/machtuebernahme-show-down-poetry-party.html
12. September 2024, Moritzbastei Leipzig, 20 Uhr
"Pinzette vs. Kneifzange" - Lesungen mit Mona Li, Lars Reyer & Benjamin Baumann, Kollateralschädel
17. September 2024, Gesellschaft für deutsche Sprache Wiesbaden, 17 Uhr
Live Stream mit Benjamin Baumann, Kollateralschädel (Lesung & Gespräch)
Veranstalter: GdS - Link zur Veranstaltung
26. September 2024, 20 Uhr, Café Tanteleuk Dresden
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
(Veranstaltung von büchers best, Dresden)
28. September von 12 bis 18 Uhr, Haus des Buches Leipzig (Gerichtsweg)
Elster-Con Büchertisch mit Uwe Salzbrenner und seinemRoman "Die Talente"
Dienstag, 29. Oktober 2024, 20:00 Uhr, Filmhaus Köln, Maybachstraße 111
Amadú Dafé (Guinea-Bissau): Lesung aus seinem Roman JASMIM & Gespräch
Amadú Dafé, geboren in Guinea-Bissau, lebt seit über zehn Jahren in Portugal. Er ist Mitglied des Schriftstellerverbands und des PEN- Zentrums von Guinea-Bissau und einer der vielversprechendsten Autoren der zeitgenössischen portugiesischen Literatur. Auf der Leipziger Buchmesse 2024 sorgte sein Roman Jasmim . aus dem Portugiesischen übersetzt von Rosa Rodrigues, für Furore. Carla de Andrade Hurst moderiert Lesung und Gespräch, Gabriela Baptista verdolmetscht ins Deutsche, Azizè Flittner liest die deutschen Textauszüge.
Eine Veranstaltung von Stimmen Afrikas, in Kooperation mit Portugiesisch-Brasilianisches Institut der Universität zu Köln, Camões - Instituto da Cooperação e da Língua, Deutsche Gesellschaft für die Afrikanischen Staaten Portugiesischer Sprache, Global South Studies Center Cologne, Filmhaus Köln, Theodor Wonja Michael Bibliothek
Eintritt: 12 / 10 / 8 Euro
Mittwoch, 13. November 2024, 19:00 Uhr, Gedenkstätte Albert Schweitzer, Kegelplatz 4, Weimar
"Unterwegs": Lesung Lyrik und Prosa mit Rita Dorn, Regina Jarisch und Ursula Krieger
Die Autorinnen lesen veröffentlichte und unveröffentlichte Texte, unter anderem aus "herzflug" und "tatsächlich tanzen".
Donnerstag, 14. November, Stallwache Leipzig, 19 Uhr
"Literarische Destille" u.a. mit M. Kruppe & Benjamin Baumann, Kollateralschädel
Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr, Galerie Fantom Berlin (Hektorstr. 9)
Autorenlesung mit Walter Thümler aus "24 Portraits" und "Wahrenberger Stanzen"
Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Ute Lydia Ludwig
Donnerstag, 21. November 2024, 19:30, Escuela Suiza de Barcelona (Sala de actos)
KARL-GUSTAV RUCH liest aus seinem neuen Roman LINAS BAUM
begleitet von RALPH ZURMÜHLE mit Eigenkompositionen auf dem Piano
Sonntag, 24. November 2024, 11 Uhr, im Schloss Leuk, Wallis (Schweiz)
Christine Pfammatter liest aus: Blumen für Rosa Luxemburg
Sonntag, 24.11. 2024 um 16 Uhr, sisifo Literatursalon
Benjamin Baumann: Farben. Formationen - Bilder, Lesung & Musik zur Vernissage

Unter dem Titel "Farben. Formationen" laden wir zur ersten Ausstellung des Autors & Künstlers Benjamin Baumann ("Kollateralschädel") in die Räume des Literaturverlags Leipzig ein. Gezeigt werden Bilder, deren farbintensive Abstraktionen aus der Sehnsucht resultieren, die Grenzen literarischer Texte in einen vorsprachlichen Raum hinein zu verschieben: Wo die Poesie endet, beginnt die unmittelbare Anschauung. Auch zum gegenwärtigen Verhältnis von Kunst, Literatur & Politik wird es in kleinen Lesungen einiges zu hören geben. Zur Vernissage freuen wir uns zudem auf den Musiker, Autor und Philosophen Friedrich Schollmeyer (Gitarre) mit dem wir bei Kaffee & Kuchen ebenso ins Gespräch kommen möchten wie mit unseren Gästen. Sie alle sind uns herzlich willkommen!
Verweigern wir den Anspruch auf Wahrheit.
Erzählen wir uns Träume.
Betrachten wir Bilder.
Und gleich im Anschluß:
Sonntag, 24.11. 2024 um 18 Uhr, sisifo Literatursalon
Albrecht Goette liest aus "Windheim" von Patrick Beck, Torsten Reitz spielt dazu Stücke von Thuon Burtevitz
Der Roman „Windheim“ von Patrick Beck und die Klavierstücke „Intensionen“ der Komponistin Thuon Burtevitz vereint zu einem Gesamtkunstwerk.
„Und da ist uns klar geworden, dass wir mitten auf dem Meer trieben, dass wir in einem Haus mitten auf dem Meer trieben. Da ist also niemand gewesen, der ein Haus steuern konnte, niemand, der ein Schiff steuern konnte, niemand der segeln konnte, und auch niemand, der Luv und Lee oder einen Achterstek von einem Sextanten unterscheiden konnte, niemand, niemand.“
Patrick Beck hat eine ganz eigene, poetisch-musikalische Sprache geschaffen, die mit ihren Rhythmen und Wiederholungen Gedanken und Klangmotive fortspinnt und entfaltet. Daraus entwickelt sich der Roman mit offenen Rändern, die mittels der Klavierstücke „Intensionen“ und „ara“ der Komponistin Thuon Burtevitz, gelesen von dem Staatsschauspieler Albrecht Goette und interpretiert von dem Pianisten Torsten Reitz, zu einem Gesamtkunstwerk verbunden werden.
Albrecht Goette wurde 1950 geboren, ist in Leipzig-Schleußig aufgewachsen und war über viele Jahre hinweg Staatsschauspieler in Dresden. Torsten Reitz wurde 1985 in Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz, geboren. Er ist Pianist, Komponist und Mitbegründer des Ensembles „El Perro Andaluz“.
Donnerstag, 28. 11. 2024 um 19:00 Uhr in der SLUB Dresden
Albrecht Goette liest aus "Windheim" von Patrick Beck
Torsten Reitz spielt dazu Stücke von Thuon Burtevitz
Freitag, 01. November 2024, 19 Uhr, Georado Dorfhain, „Kulturfeierabend“
Uwe Salzbrenner stellt seinen neuen Dresden-Roman vor: Die Talente
Donnerstag, 05.12.2024, 19:00 - 20:30 Uhr, Ehemalige Synagoge (Mittelgasse 16, 69502 Hemsbach)
Andreas F. Cornelius: "Veltenhöfer spricht ab fünf", Autorenlesung und Ausstellung. Ein Abend der Worte und der Bilder
Der vierundachtzigjährige Professor Veltenhöfer sitzt gewohnheitsgemäß auf einer seiner Bänke in Heidelberg, spricht mit jemandem, beobachtet dabei die Vorübergehenden sowie die Natur und studiert das Leben per se. Wer ist dieser Mensch? Ein Irrer? Ein Alltagsphilosoph ersten Ranges, ein zu Groll neigender Einzelgänger oder nur ein einsamer, alter Mann auf der Suche nach ein wenig Zuspruch und Respekt? Der Heidelberger Autor Andreas F. Cornelius liest aus seinem im Jahr 2020 im Leipziger Literaturverlag erschienenen Roman auf kurzweilige und mitreißende Art. Am selben Abend haben Sie die Gelegenheit, in eine Welt der bildgewordenen Begriffe einzutauchen. Dabei können Sie Ihre eigenen Vorstellungen von Sprache und den damit verknüpften Bildern mit den Werken des Konzeptkünstlers in der Ausstellung von 53 Fotografien vergleichen.
Dienstag, 10.12.2024, Sächsische Staatskanzlei Dresden
Axel Helbig erhält den Bundesverdienstorden
Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht stellvertretend für den Bundespräsidenten den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Axel Helbig. Mit dieser Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich in den Bereichen Politik, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. In der Begründung heißt es: "Axel Helbig (69) engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der sächsischen Literaturszene. Der Autor war bis Anfang 2024 zugleich Mitherausgeber der deutschen Literatur- und Kunstzeitschrift »Ostragehege«, die sich unter anderem der Begegnung von mittel- und osteuropäischen Kulturen widmet. Auch die Nachwuchsförderung ist ihm schon lange ein wichtiges Anliegen. So gilt er neben seiner wichtigen Rolle als Netzwerker auch als Anreger und Gestalter verschiedener literarischer Projekte und Publikationen, darunter als Mitherausgeber der sächsischen Anthologie »Es gibt eine andere Welt«. Geschätzt wird auch seine Arbeit im Fachbeitrat Literatur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und sein großes ehrenamtliches Engagement an gemeinsamen Projekten mit dem Sächsischen Literaturrat e. V." Wir haben über 20 Jahre mit Axel Helbig als Redakteur der Zeitschrift "ostragehege" eng zusammengearbeitet, gemeinsam Buchprojekte vorangetrieben, Lesungen und Messeauftritte veranstaltet. Im Leipziger Literaturverlag ist sein Opus Magnum, die dreibändige Ausgabe "Der eigene Ton. Gespräche mit Dichtern" erschienen (Band 1, Band 2, Band 3), darüberhinaus seine Verführungen zur Literatur als "Annäherung an das Unsichtbare" sowie die Anthologie "Skeptische Zärtlichkeit" - wir gratulieren herzlich!
27. Dezember 2024, KOHI Slam Karlsruhe, 20 Uhr
u.a. mit Stefan Unser und Benjamin Baumann, Kollateralschädel
2025
Vorstellung des Gedichtbandes „tatsächlich tanzen“, musikalische Begleitung von Michael Pein-Kuceja
Musik: Marc Ottiker
Andrea Richter & Regina Jarisch: „träumen und tanzen“
Andrea Richter liest Prosa, Regina Jarisch Lyrik; musikalische Begleitung von Michael Pein-Kuceja
Mittwoch, 12. März 2025, 16 Uhr, Zoom
Benjamin Baumann liest aus "Kollateralschädel" und im Gespräch
Zoom-Meeting-ID: 878 3142 7239, Kenncode: 019927
Mittwoch, 19. März 2025 um 19:30 Uhr in Erfurt, Haus Dacheröden, Anger 37
"Glücksucher und Märchenfädchen"
Regina Jarisch stellt den Gedichtband „tatsächlich tanzen“ vor, Anke Engelmann liest Romanauszüge
21.03.2025, Welttag der Poesie
Lyrik-Empfehlungen 2025
Benjamin Baumann ist mit seinem Debüt Kollateralschädel bei den Lyrik-Empfehlungen 2025 dabei! Wir freuen uns und gratulieren herzlich!
"Natürlich empfand ich Sehnsucht. Aber wie ich sollte ich diese Sehnsucht beschreiben. Sehnsucht sollte man nicht beschreiben. Das vertreibt sie. Und was dann übrigbleibt, ist ohne Sehnsucht. Und ohne Sehnsucht lässt sich nicht leben."
Benjamin Baumann: Kollateralschädel. Ein Gedicht zu später Stunde
Was sind die Lyrik-Empfehlungen? Gemeinsam mit dem Haus für Poesie, dem Lyrik Kabinett, dem Deutschen Bibliotheksverband und dem Deutschen Literaturfonds gibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die Lyrik-Empfehlungen bekannt. Eine Runde aus Kritikerinnen und Lyrikern wählt zehn deutschsprachige und zehn ins Deutsche übersetzte Gedichtbände aus und stellt sie auf der Leipziger Buchmesse der Öffentlichkeit vor. Am Welttag der Poesie, am 21. März, werden die Lyrik-Empfehlungen bundesweit in vielen Buchhandlungen und Bibliotheken präsentiert. Bereits im zweiten Jahr gibt es nun auch die Lyrik-Empfehlungen für Kinder. Ziel ist es, eine Orientierungshilfe im Bereich der Lyrik zu bieten und besonders empfehlenswerte Gedichtbände hervorzuheben.
Zum Buch: Kollalateralschädel
Benjamin Baumann sehen und hören: Lesung & Gespräch (ganz frisch auf YT)
Leipziger Buchmesse
Tagsüber sind wir auf dem Messegelände in Halle 5 am Stand G217 zu finden.
Mittwoch, 26.03.2025, ab 19 Uhr, Gewandhaus Leipzig
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung
Der Preis geht 2025 an den belarussischen Schriftsteller Alhierd Bacharevič - bereits 2010 ist im Leipziger Literaturverlag sein erstes Buch in deutscher Übersetzung erschienen: "Die Elster auf dem Galgen" - wir gratulieren herzlich. Der Roman schildert das Leben der jungen Weißrussin Vieranika, die sich in der Verwaltung der „Virtuellen Konzentrationslager“ hochgearbeitet hat. Ein Buch über Minsk, über Belarus und zugleich ein Buch über Europa. Aufschlussreich und erschreckend.
„Ich bin fest davon überzeugt, daß dies sein erstes Opus magnum ist, mit dem er europaweit von sich reden machen wird.“ Jan Maksymiuk
Donnerstag, 27. März 2025 ab 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
sisifo Literatursalon – die lange Lesenacht
Kurzweilige Texte, Poesie sowie Kunst und Inspiration erwarten die Besucher des sisifo Literatursalons:
- Regina Jarisch: „tatsächlich tanzen“ - Regina Jarisch schlägt in diesem Gedichtband einen weiten Bogen: von den Wurzeln der Kindheit über die Zeit der Jugend, späteren Reifeprozessen bis hin zu augenzwinkernd beschriebenen „alterbeschwerden“. Auf diesem Weg durch die äußere und innere Welt gehen die Leser ein Stück mit ihr, über holprige Steine, nicht ganz alltägliche Wunder, Märchen und Träume im Gepäck. Poetische Fotografien von Gudrun Wiesmann eröffnen besondere Blicke und und schaffen Nachdenkpausen zwischen den Texten.
- Karl-Gustav Ruch: „Linas Baum“ - Als Lina stirbt, soll ihre Asche unter ihrem Lieblingsbaum in den Wind gestreut werden. Ihr Sohn Henrik wird zum Ermittler. Er beginnt im Nachlass nach dem geheimen Leben seiner Mutter zu forschen und stößt auf Fotos, Liebes- und Abschiedsbriefe. Henriks Mutter hat in der Familie nie von früheren Beziehungen erzählt, auch nicht von ihrer Adoption und ihrem biologischen Vater. Henrik reist auf den Spuren Linas durch Schweden und lernt so eine andere Frau kennen als jene, die er als seine Mutter kannte. Sie wird ihm zum Mysterium.
- Christine Pfammatter: „Blumen für Rosa Luxemburg“ - Diese Welterkundungen sind Denkanregung und literarischer Genuss. Erneut erweist sich die Autorin als präzise Beobachterin der Gegenwart. Sei es eine Wiese im Wallis, eine stille Strasse mitten in Berlin oder Menschen, die Verluste erleben. Und was macht Rosa Luxemburg? Ihr wird ein Strauss gewunden als fiktives Kunstwerk. Trotz düsterer Weltlage stirbt die Hoffnung zuletzt. Nach dem Untergang folgt der Neubeginn.
- Katja Winkler: „Eine verdammte Sache“ - Caro und Mimmo suchen miteinander etwas Unerklärliches. Mimmo sagt, es heiße „Rong de schong parterre“ – aber was ist das? Die Geschichte, wie die beiden zusammen kommen, miteinander verbunden sind und wieder auseinander gehen, hat etwas von einem Gleichnis, es ist eine Parabel über die Liebe. Dementsprechend erzählt Katharina Küstner die Geschichte in Bildern aus abstrakten Elementen in leuchtendem Rot, Grün, Blau und Orange. Die Farben hat die Künstlerin in mehreren Schichten gespachtelt. Sie entfalten so, in der Abstraktion, ihre Kraft.
- Narragramme von Katharina Küstner, aus: "Eine verdammte Sache": Das Besondere der als „Narragramme“ bezeichneten Grafiken und Malereien von Katharina Küstner sind erzählerische Techniken. Die Werke sind in der für Kati Küstner charakteristischen Spachteltechnik in Acryl, in großformatigen Tafelbildern gearbeitet. Beim Betrachten der Narragramme Kati Küstners verharrt das Auge nicht nur im Genuß der Farben, es wird von rätselhaften Figurationen angezogen. Katharina Küstner: geb. 1975 in Leipzig, Studienaufenthalte am University College Cork, Irland und an der Universidade de Coimbra, Portugal, bühnenbildnerische Arbeit am Granary Theatre Cork und am Landestheater Vorpommern, Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und des Evangelischen Studienwerks Villigst e. V. Sie unterrichtete in Leipzig und forschte zu comiczeichnenden Jugendlichen. Im LLV bereits erschienen: Narragramme.
Freitag, 28.03.2025 um 16:00 am Stand der IG Autorinnen Autoren (Halle 4, E 209)
literadio-Gespräch mit Margret Millischer über "Der Garten unter dem Schnee"
Zum Nachhören: https://literadio.org/archiv/
Freitag, 28. März 2025, 19:00 Uhr, Buchhandlung Hugendubel
Viktor Kalinke: „Fangnei oder die Spielregeln der Liebeskunst“ von Tamba Yasuyori
Das Fangnei wird in Fernost als die ›Bibel des Sex‹ gefeiert. So wird aus der Liebe eine Liebeskunst. Männer können sie erlernen, damit Frauen glücklich werden. Erstmals in deutscher Sprache. Veranstaltung in der Reihe "Leipziger Verlage stellen sich vor".
Sonnabend, 29. März 2025, 12:30 Uhr, Forum die Unabhängigen (Messegelände, Halle 5)
Margret Millischer: „Der Garten unter dem Schnee“ von Jean-Michel Maulpoix
Das Hauptthema dieser Texte ist das Vergehen der Zeit: Alter und Tod, Erinnerungen und Kindheit, das Schreiben und der Prozess, das Leben in Worte zu verwandeln. Die Stimmung ist melancholisch, aber der Autor findet Hoffnung in der Natur, seinem Garten und vor allem im Schnee, der alles mit seinem Weiß bedeckt.
Nachschauen auf Youtube
Sonnabend, 29. März 2025 ab 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
Salon International: Originale, Übersetzungen, Kommentare
Wörtertanz, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt, Blicke über den Tellerrand:
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Margret Millischer: „Der Garten unter dem Schnee“ von Jean-Michel Maulpoix - Das Hauptthema dieser Texte ist das Vergehen der Zeit: Alter und Tod, Erinnerungen und Kindheit, das Schreiben und der Prozess, das Leben in Worte zu verwandeln. Die Stimmung ist melancholisch, aber der Autor findet Hoffnung in der Natur, seinem Garten und vor allem im Schnee, der alles mit seinem Weiß bedeckt.
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Stefanie Golisch: „Selbstporträt am Heizkörper“ von Christian Bobin - In seinen Aufzeichnungen hält der Autor die täglichen Eindrücke und Gedanken nach dem Tod einer geliebten Frau fest. Sein Buch sei aber gar kein Tagebuch, sagt er selbst, sondern ein Licht, das er entzünde oder ein Tier, das er füttere. Durch radikale Introspektion gelingt es ihm, ein facettenreiches Bild dessen zu entwerfen, was ein Mensch über sich selbst erfahren kann: Wie sehr wünschen wir uns, geliebt zu werden. Ebenso gegenwärtig wie der Tod ist in seinen Aufzeichnungen allemal das Leben.
- Michael Wittschier: „Auf dem Weg ins südliche Blütenland" - „Zhuangzi besser verstehen“ - Die hier erzählte Geschichte verwebt Situationen aus dem Leben des altchinesischen Denkers Zhuangzi mit seinen „wilden Worten der Weisheit“. Die Geschichte vermittelt die ganze Bandbreite der eng mit der Natur und den Lebensgewohnheiten der Menschen verbundenen daoistischen Weisheitslehre mit überraschenden Antworten auf aktuelle Fragen. Das Buch bietet einen leichten Zugang zu Zhuangzi's Philosophie und ist illustriert mit Zeichnungen von Michael Wittschier.
- Viktor Kalinke: „Fangnei oder die Spielregeln der Liebeskunst“ von Tamba Yasuyori - Das Fangnei wird in Fernost als die ›Bibel des Sex‹ gefeiert. Für sein Kompendium standen Tamba Yasuyori Texte zur Verfügung, die später zum Großteil verloren gegangen sind. Von Viktor Kalinke erstmals ins Deutsche übertragen, eingeleitet und kommentiert, widmet sich dieses Buch der Frage, wie es gelingen kann, mit Hilfe sexueller Praktiken das Leben zu verlängern. Es geht um innere Anziehung, passende und reizvolle Stellungen, aphrodisierende Substanzen und um den Umgang mit unvermeidlichen körperlichen Unzulänglichkeiten. So wird aus der Liebe eine Liebeskunst. Männer können sie erlernen, damit Frauen glücklich werden. Die Texte stehen in einer über 2000 Jahre alten Tradition chinesischer Handbücher zur Sexualität und gehörten zum Geheimwissen der Kaiser von Japan.
Sonntag, 30. März 2025 um 16 Uhr, Gießerstr. 16, Leipzig
Benjamin Baumann liest aus "Kollateralschädel", mit Hauke Grimm u.a.
Mittwoch, 2. April 2025 um 18 Uhr im Deutsch-Chinesischen Zentrum Leipzig, Europa-Haus Leipzig, Markt 10
Musik ist Freude — Texte von Zhuangzi und Xunzi zu Musik aus dem alten China
Der Übersetzer Viktor Kalinke und der Musiker wie auch China-Kenner Andreas Ebert holen die beiden altchinesischen Meister Zhuangzi und Xunzi in die Gegenwart - eine unerwartete Begegnung. Begleitung: Haifeng Zendeh - Guqin und Hao Shiying - Guzheng.
Freitag, 11. April 2025 um 19:30 Uhr im Schillergäßchen 2, Jena
Lyrik in Schillers Gartenhaus
Es lesen Regina Jarisch und Tina Neumann
Montag, 14. April 2025, 19 - 20 Uhr, WDR 5 (nachgeholte Sendung vom 10.3.)
Michael Wittschier im "Philosophischen Radio" mit Jürgen Wibicke über Daoismus als Lebenskunst
Samstag, 26. April 2025 um 19 Uhr in Ilmenau, KLEINOD, Karl-Zink-Str. 6
„Zwischen Lust und Frust – alles Liebe“
Prosa und Lyrik von Rita Dorn und Regina Jarisch, musikalische Begleitung von Michael Pein-Kuceja
Mittwoch, 30. April 2025 um 19:30 Uhr im Stadtmuseum Dresden (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2
Wahre Worte werden nicht gesprochen. Daoistische Klassiker übersetzen - ein Abend mit dem Dichter, Übersetzer und Verleger Viktor Kalinke - Übers Verlegen spannender Bücher, über die Eigenarten der chinesischen Sprache, über den Daoismus und vieles mehr!
Viktor Kalinke ist ein literarischer Tausendsassa. Nach seinem Studium der Mathematik und Psychologie in Dresden, Leipzig und Beijing lernte er früh die altchinesische Sprache und schrieb in dieser Zeit auch erste Gedichte. 1996 erschien sein erster Roman. Gedichtbände, Prosa sowie wissenschaftliche Sachbücher folgten bald. 1998 gründete er, zusammen mit Marion Quitz, den Verlag Edition Erata, heute bekannt als Leipziger Literaturverlag. Bücher herausragender Autoren wie Anna Achmatowa, Gennadij Aigi oder Miloš Crnjanski sind dort genauso erschienen wie Neuerscheinungen zahlreicher deutschsprachiger Schriftsteller. Vom Feuilleton hochgelobt sind Kalinkes Übersetzungen daoistischer Klassiker wie z.B. das "Daodejing" (oder: "Tao-Te-King") des Laozi, das "Buch der daoistischen Weisheit" von Zhuangzi oder, jüngst, das "Fangnei - Spielregeln der Liebeskunst", einer Art fernöstlichen "Bibel des Sex".
Laozi und Zhuangzi werden meist als philosophische Texte gelesen, mal mehr aus politischer mal mehr aus lebenspraktischer Perspektive. Tatsächlich wurzeln beide Texte im Poetischen. Wie kein zweites Buch aus dem alten China hat das Zhuangzi die Volkssprache (baihua) inspiriert und geprägt. Zhuangzis Idiome ermöglichen es bis in die Gegenwart, dass Chinesen mit poetischen Codes kommunizieren - meist in Form viersilbiger Zeichenketten, die für sich genommen hermetisch erscheinen, da sie die Zusammenfassung oder Überschrift einer Legende oder Anekdote darstellen. Für Uneingeweihte ergibt sich ein lyrisches Rätselspiel, doch ist es auf diese Weise möglich, ohne konkret werden zu müssen, präzise und diplomatisch Intentionen auszudrücken. Laozi wiederum besticht durch seine in der altchinesischen Literatur einmalige Kürze und Prägnanz. Es wurde viel dazu geforscht und diskutiert, ob seine Textvignetten nicht eigentlich Gedichte oder Lieder seien. Sie haben nicht unerheblich dazu beigetragen, die dreihundertjährige Kriegszeit der Streitenden Reiche (6. - 3. Jahrhundert v.u.Z.) zu beenden, den Weg zur Einigung Chinas vorzubereiten und schließlich in den dialektischen Humanismus der frühen Han-Dynastie zu münden, an den die bis heute dominanten konfuzianischen Schulen anknüpften. Doch ohne ihre Verwurzelung im Poetischen hätten die beiden Best- und Longseller Laozi und Zhuangzi kaum eine 2500jährige Rezeptionsgeschichte hingelegt, für die auch weiterhin kein Ende absehbar ist. Im Gespräch mit Volker Sielaff zitiert Viktor Kalinke poetische Passagen aus beiden Büchern in seiner aktuellen Übersetzung und zieht Querverbindungen zum späteren praktischen Daoismus am Beispiel des altchinesischen Konzepts der körperlichen Liebe. Last not least offenbart er "Betriebsgeheimnisse" des Leipziger Literaturverlags, den es ohne diese Klassiker vermutlich nicht mehr geben würde.
Für den Verleger und Übersetzer Viktor Kalinke, der sich seit seiner Jugend mit chinesischer Kultur, Sprache und Geschichte beschäftigt, hat die Aufforderung „Tue das Nichtstun und nichts bleibt ungetan“ des altchinesischen Philosophen und Dichters Zhuangzi durchaus auch eine politische Bedeutung: „Inmitten der Kriege, die damals sehr häufig geführt wurden zwischen den einzelnen Fürstentümern, geht es darum, dass der Staat ermöglicht, dass die Menschen in Unbekümmertheit und Muße leben können, dass sie sich entfalten können. Das ist die Idee der individuellen Freiheit als Qualität einer guten Regierung. Als Forderung aus dem vierten Jahrhundert vor Christus fand ich das schon sehr umwerfend.“ (Deutschlandfunk)
Im Gespräch mit Volker Sielaff zitiert Viktor Kalinke poetische Passagen aus beiden Büchern in seiner aktuellen Übersetzung und zieht Querverbindungen zum späteren praktischen Daoismus am Beispiel des altchinesischen Konzepts der körperlichen Liebe. Last not least offenbart er den Zuhörern einige "Betriebsgeheimnisse" des Leipziger Literaturverlags und empfielt ausgewählte Bücher des Verlages.
Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden, Reihe "Literarische Alphabete"
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden.
Lesung und Gespräch. Eintritt: 6 / 4 Euro.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz. Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Freitag, 2. Mai 2025 um 18 Uhr in der Salzkirche Werben (Hinterstr. 10)
Walter Thümler liest aus "24 Portraits" und "Wahrenberger Stanzen", Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Ute Lydia Ludwig
Montag, 12. Mai 2025 um 19:30 Uhr im Hanse-Wissenschaftskolleg (Lehmkuhlenbusch 4, Delmenhorst), Hörsaal
Myron Hurna: Neuester Sprachpurismus: Über politisch korrekte Sprache
Politisch korrekte Sprache möchte ein neues Sprachbewusstsein und einen neuen Sprachgebrauch etablieren, um die sozialen Beziehungen harmonischer zu gestalten. Politische Korrektheit ist dabei teils bereits zu einem Lebensstil geworden. Politisch korrektes Sprechen ist einmal die Vermeidung von negativen Ausdrücken. Hinzu kommt aber auch die häufige Verwendung von positivem und bürokratischem Vokabular oder Stilmitteln, um Wörter auffällig zu gestalten. Was einst als legitimes moralisches Anliegen begann, verändert immer mehr das Sprachleben. Der Vortrag nimmt die Perspektive eines durchschnittlichen Sprechers ein, der sich mit den vielen neuen Ansprüchen an sein Sprechen auseinandersetzen muss. Die Betrachtung wird neben dem typischen Merkmal politisch korrekter Sprache, nämlich Zensur und Wortverbesserungen, auch das positive Vokabular und viele weitere Aspekte der korrekten Sprache beleuchten: Warum wird das altbekannte Recycling zum hippen Upcycling? Warum soll es Russlandkrieg statt Ukrainekrieg heißen? Welche alten Sprechkonventionen werden außer Kraft gesetzt, welche neuen etabliert? Wieso heißt es am besten nicht problemorientiert, sondern lösungsorientiert? Warum geht positives Vokabular gut mit behördlichen Formulierungen zusammen? Der Vortrag setzt sich auch mit den Thesen der Vertreter des politisch korrekten Sprechens auseinander, etwa mit der Behauptung, dass man mit Sprache Macht ausüben kann oder dass Sprache unser Denken beeinflusst. Am Ende werden auch Tipps gegeben, wie man bewusster und besser spricht, ohne politisch korrekt zu sprechen.
ONLINE auf https://hanse-ias.de/digital
Mittwoch, 14. Mai 2025 um 18 Uhr, Zoom
Michael Wittschier und Viktor Kalinke im Gespräch über Laozi und Zhuangzi
Viktor Kalinke und Michael Wittschier tauschen sich über ihre Begegnung mit der altchinesischen Philosophie des Daoismus aus, erkunden Besonderheiten der chinesischen Schriftsprache, diskutieren, warum Laozi und Zhuangzi unterschiedlich bekannt geworden sind, welche Poesie ihren Texten innewohnt und nicht zuletzt, was sie uns heutigen Lesern im Westen sagen können. Sie können das Gespräch hier nachhören und nachschauen.
Mittwoch, 28. Mai 2025, 20:00 Uhr, sphères ( Hardturmstrasse 66, Zürich)
Zürcher Buchtaufe: Karl-Gustav Ruch- Linas Baum
Musikalische Lesung mit Karl-Gustav Ruch und am Saxophon Hans Schütz.
Als Lina stirbt, soll ihre Asche unter ihrem Lieblingsbaum in den Wind gestreut werden. Auf dem Friedhof findet ihr Sohn Henrik ...
https://www.spheres.cc/buehne/kalender
Samstag, 14. Juni um 19:30 Uhr, Hufelandstr. 35 Berlin (Prenzlauer Berg)
Katrin Heinau liest aus "Wehe. Ein matriarchaler Roman"
im Rahmen der "Bücher ohne Messe" 2
Sonntag, den 15. Juni von 13 bis 17:30 Uhr, Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten
Lyrikmarkt im Rahmen des 26. poesiefestival berlin
Verlage, Zeitschriften und Antiquariate, die sich auf Lyrik spezialisiert haben, präsentieren und verkaufen hier ihre Gedichtbände.
Eröffnet wird das Hauptfestival bereits am 3.6. mit der Berliner Rede zur Poesie in der Akademie der Künste. Anschließend finden zahlreiche Poesiegespräche, Performances, das ZEBRA Poetry Film Festival und Themenabende wie „Writing Identities“ im silent green statt. Für das Abschlusswochenende am 14. und 15.6. kehrt das Festival wieder in die Akademie der Künste zurück: Am Samstag widmen sich unter dem Motto „Writing Sports“ verschiedene Lesungsformate der Verbindung zwischen Poesie und Sport. Am Sonntag schließt das Festival mit dem Lyrikmarkt, Lesungen im Buchengarten, Poesiegesprächen und „Weltklang – Nacht der Poesie“, mit acht internationalen Dichterinnen und Dichtern. Weitere Informationen, Programm und Tickets
Mittwoch, 18. Juni 2025 um 18:00 Uhr im sisifo Literatursalon, Brockhausstr. 56, Leipzig
LETTERWOMANTALK „ARME POETEN“: VON SELBSTAUSBEUTERN, FREIBEUTERN UND DEM GESCHÄFT MIT DER LITERATUR - LESUNG UND GESPRÄCH UND MUSIK
mit Markus Sahr (Übersetzer, Autor) Benjamin Baumann (Lyriker), Viktor Kalinke (Autor, Übersetzer, Verleger) Kurt Mondaugen (Autor, Performance Künstler) und Mayjia Gille (Lyrikerin, Autorin, Musikerin, Moderatorin)
LITERATUR - kann man davon leben? Und wie lebt es sich in dieser Zeit im Kontext mit der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft? Wie passt die Vision, das Werk eines Schriftstellers mit den Zielen eines Verlages zusammen in diesen Zeiten? Und was, wenn nicht… In diesem 10jährigen Jubiläums-„Letterwomantalk“ möchten wir die POESIE von einer Seite betrachten, die in der Öffentlichkeit eher selten zu Wort kommt. Ebenso ist es ein Abend feiner Lesungen. Sie hören Texte, Lieder und Gedichte aller anwesenden Literaten und sind eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.
Mittwoch, 18. Juni 2025 um 20:00 Uhr in der Kneipe “Alter Schwede” in Berlin-Wedding, Schwedenstr. 11A, 13357 Berlin, Nähe U-Bahnhof Osloer Str.
Wir sind noch nicht auf den Hund gekommen.
Katja Winkler und Ulrike Gramann lesen Prosa und Lyrik.
Freitag, 20. Juni um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Golda, Anklamer Straße 39, Berlin
Christine Pfammatter: "Blumen für Rosa Luxemburg" - Berlin-Premiere
Samstag und Sonntag, 28. und 29. Juni 2025 von 11 – 19 Uhr, Bebelplatz in Berlin-Mitte
Berliner Bücherfest
Mit mehr als 100 Verlags- und Buchhandlungsständen sowie einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm lädt das Fest Menschen aller Generationen, Vielleser und Lesefaule und Neugierige dazu ein, die Vielfalt der Buchbranche zu feiern. Der diesjährige Themen-Schwerpunkt »Wie wollen wir leben?« rückt Demokratie, Meinungsfreiheit, Austausch und Zukunftsperspektiven in den Fokus. Auf drei Bühnen stellen Autorinnen und Autoren ihre Bücher vor; Podiumsdiskussionen bieten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Für junge Leser gibt es ein vielfältiges Kinder- und Jugendprogramm mit Lesungen, Workshops und Mitmach-Aktionen. Zudem stellen zahlreiche Verlage vor Ort ihre Bücher persönlich vor und gewähren spannende Einblicke in den Verlagsalltag. Auch Berliner Buchhandlungen präsentieren sich auf dem Bebelplatz – mit ihrem ausgewählten Sortiment und ausgesuchten Programmen von nicht in Berlin ansässigen Verlagen machen sie den Platz zu einer gigantischen Freiluftbuchhandlung! sisifo wird präsentiert durch die Buchhandlung "GOLDA books and more", die sämtliche Bücher von Christine Pfammatter sowie "Iris Berlina" von Milos Crnjanski im Gepäck hat.
Mittwoch, 2. Juli 2025 um 14 Uhr - Zoom-Buchpremiere
Karl-Gustav Ruch- Linas Baum
Die Buchpremiere wird zum Nachschauen und Nachhören auf Youtube zu finden sein.
Mittwoch, 2. Juli 2025 um 19 Uhr im Literaturhaus Magdeburg, Thiemstr. 7
„Herzflüge und Wörtertanz“
Lyrik Regina Jarisch und musikalische Begleitung von Martin Müller, Akkordeon
Mittwoch, 13. August 2025 um 14 Uhr - Zoom-Buchpremiere
Regina Jarisch stellt ihren Gedichtband "tatsächlich tanzen" vor
Lesung und Gespräch werden zum Nachschauen und Nachhören auf Youtube zu finden sein.
Mittwoch, 3. September 2025 um 19:30 Uhr im Melanchthonhaus Jena, Hornstr. 4
„Zwischen Lust und Frust – alles Liebe“ Prosa von Rita Dorn, Lyrik Regina Jarisch
musikalische Begleitung von Michael Pein-Kuceja
Samstag, 6. September 2025, 16 - 21 Uhr in der Werner-Heisenberg-Schule Leipzig-Gohlis
Lange Nacht der Kunst: Benjamin Baumann liest aus Kollateralschädel
Samstag, 6. September um18 Uhr im St. Albert Konvent, Georg-Schumann-Str. 336, Leipzig
Mayjia Gille: Lesung und Konzert
Mittwoch, 29. Oktober 2025 um 19 Uhr im Konfuzius-Institut Leipzig (Otto-Schill-Str. 1)
Daoistische Klassiker übersetzen. Themenabend mit Viktor Kalinke
Laozi und Zhuangzi werden meist als philosophische Texte gelesen, mal mehr aus politischer mal mehr aus lebenspraktischer Perspektive. Tatsächlich wurzeln beide Texte im Poetischen. Daraus erklärt sich unter anderem der Erfolg dieser beiden Bücher, der sich in ihrer mehr als 2000jährigen Rezeptionsgeschichte widerspiegelt. Laozi besticht durch seine in der altchinesischen Literatur einmalige Kürze und Prägnanz. Es wurde viel dazu geforscht und diskutiert, ob seine Textvignetten nicht eigentlich Gedichte oder Lieder seien. Als ein weitaus wichtigeres Stilmittel als der Reim erweist sich für das Verständnis dagegen die Systematik der Mehrdeutigkeit, die mit dem Rhythmus und der Syntax zusammenhängt. Das Buch Zhuangzi dagegen ist viel mehr von der Volkssprache (baihua) geprägt. Zhuangzis Idiome - meist in Form viersilbiger Zeichenketten, die für sich genommen hermetisch erscheinen, da sie die Zusammenfassung oder Überschrift einer Legende oder Anekdote darstellen - ermöglichen es, gewissermaßen mit Abkürzungen und Codes zu kommunizieren. Anhand von Textbeispielen gibt Viktor Kalinke ein lebendiges Bild, in welcher Form den übersetzerischen Herausforderungen begegnet werden kann. Im Kontrast dazu schildert er die Besonderheiten eines tausend Jahre jüngeren Textes, des Kapitels "Fangnei" aus dem berühmten Ishinpo, das altchinesische Konzepte der körperlichen Liebe beschreibt und eine Vielzahl anatomischer Begriffe bietet, für die es in der deutschen Sprache keine Entsprechung gibt.
Veranstalter: Die Fähre. Verein zur Förderung der literarischen Übersetzung
November 2025
Michael Hummel startet seine Kampagne für "Lootbox"
Bald ist es soweit! Mein drittes Buch erscheint im Leipziger Sisifo-Verlag
Dienstag, 18. November 2025 um 18 Uhr im Café Grundmann (Leipzig)
Michael Hummel liest aus "Lootbox"
Freitag, 21. November 2025 zwischen 10 und 11.30 Uhr (quasi mitten in der Nacht) am Taro-Gymnasium Leipzig
Bundesweiter Vorlesetag
Am Taro-Gymnasium wird Benjamin Baumann lesen und die Lehrkräfte zersetzen :-)
Dienstag, 2. Dezember 2025 um 20 Uhr - Eisenbahnstraße 97, Leipzig
Solidarische Lesebühne mit Benjamin Baumann u.a.
Mittwoch, 3. Dezember 2025 um 19 Uhr im sisifo-Salon des Leipziger Literaturverlages
Weniger Herbst: Ährenlese & Nebelkerzen von Thomas Böhme
Die Zeit läuft spürbar langsamer, dehnt sich aus, gerinnt zu erinnerten oder geisterhaften Szenerien und manchmal bleiben die Uhren ganz stehen. In diesen Zeit-Räumen sind Götter und Sterne ebenso zu Hause wie Tiere, Pflanzen, Äpfel oder Walnusskerne. Die Menschen, deren Handeln oft Widersinn oder Vergeblichkeit anhaftet, bewegen sich wie Schlafwandler an den Rändern des Daseins oder nehmen ihre Umgebung verzerrt wahr. Ganz bei sich sind sie nur in der Kindheit mit ihren Ängsten, Sehnsüchten, ihrem Schmerz. Ihr Verlust bedeutet Minderung, selbst wenn dem Erwachsenen Lustgewinn, Erkenntnis oder Ruhm winken. Mit diesem Soloabend mit Altmeister Thomas Böhme, der gerade seinen 70. gefeiert hat, laden wir zur letzten Lesung im laufenden Jahr - neben dem neuen Buch von Thomas Böhme werden auch die anderen Bücher des jungen Verlages "anderort" und die Neuerscheinungen von sisifo // Leipziger Literaturverlag zu haben sein. Es gibt in gemütlicher analoger Atmosphäre Gedankenkost und Gelegenheit für gute Gespräche.
Veranstalter: anderort - verlag für lyrik (Paul F. Martin)
3.-5.12. | 12 - 19 Uhr | Botschaft von Portugal
Buchmarkt der portugiesischen Sprache
Die Botschaft von Portugal/Camões Berlim freut sich, Sie zur zweiten Ausgabe des Buchmarkts der portugiesischen Sprache einzuladen, die vom 3. bis 5. Dezember in den neuen Räumlichkeiten der Botschaft von Portugal stattfindet. Das Programm umfasst am 4. Dezember, um 17.30 Uhr, eine Präsentation der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift Metamorphosen, das sich dem Thema Meine Heimat ist die portugiesische Sprache widmet. Der brasilianische Dichter Ricardo Domeneck wird unter anderem Auszüge aus Werken einiger der in der Publikation erwähnten Autoren vorlesen.
2026
Freitag, 23. Januar 2026 um 18:30 Uhr in der Stadtteilbibliothek In Dortmund-Aplerbeck
Gerhard Weinreich liest: Die üblichen Mauern
Der Finanzchef eines bayerischen Bistums stirbt unerwartet, offiziell „natürlich“. Monsignore Ries beginnt im Auftrag des Vatikans mit einer Untersuchung – und landet mitten in einem Machtkampf zwischen einem launischen Bischof, der unfehlbaren Kurie und einem künftigen Papstanwärter. Der Roman ist eine Mischung aus Kirchenkrimi, Satire und Gesellschaftsroman. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Voranmeldung erforderlich!
Montag, 26.01.2026 um 19 Uhr, Leipzig: Moritzbastei (Schwalbennest)
Der erste Durstige Pegasus im neuen Jahr
mit Benjamin Baumann und Eileen Mätzold
Walter Thümler liest aus seiner Erzählprosa "24 Portraits" die Erzählung "Mirijam", eine zeitgenössische Maria,
sowie aus seinem kürzlich erschienenen neuen Gedichtband "Was immer leuchtet"
Freitag, 6. Februar um 19 Uhr in der Stadtteilbibliothek Dortmund-Hombruch
Gerhard Weinreich liest: Die üblichen Mauern
Der Finanzchef eines bayerischen Bistums stirbt unerwartet, offiziell „natürlich“. Monsignore Ries beginnt im Auftrag des Vatikans mit einer Untersuchung – und landet mitten in einem Machtkampf zwischen einem launischen Bischof, der unfehlbaren Kurie und einem künftigen Papstanwärter. Der Roman ist eine Mischung aus Kirchenkrimi, Satire und Gesellschaftsroman.
Dienstag, 10.2.2026 Literaturhaus Leipzig um 19.30 Uhr
Radikalität, Widerstand und Literatur - Wie schreibt es sich in einer Welt aus den Fugen?
Lesung und Gespräch mit Benjamin Baumann, Udo Grashoff und Kurt Mondaugen
Literatur macht das Fremde als Eigenes erfahrbar. In der imaginierenden Überwindung von
Sprachräumen, von konfessionellen oder ethnischen Grenzen wird Literatur zum utopischen – und
zugleich öffentlichen – Ort radikaler Menschlichkeit.
Ist das wirklich so? Oder disqualifiziert die privilegierte Positon von Literatur einen solchen Ort von
vornherein? Lässt es sich engagiert schreiben, ohne in die Falle ideologischer Banalität zu tappen?
Oder ist umgekehrt diese vermeintliche Falle eine Ausrede für fehlenden Mut des Kulturbetriebs, die
eigenen ethischen Ansprüche konsequent zu Ende zu denken?
Erschöpt sich Widerstand im literarischen Entwurf des Möglichen gegenüber der zwingenden Not
des Wirklichen? Und ist das Wirkliche momentan tatsächlich aus den Fugen?
Drei Leipziger Autoren fragen an diesem Abend mit ihren Texten und im kontroversen Austausch mit
dem Publikum nach den Regeln von Kunst und Literatur und ihrem Verhältnis zur Macht, nach der
Möglichkeit, radikal zu schreiben und der Rolle von Widerstand für das eigene Leben.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Transformatorenwerk Leipzig e.V. und Expediton
Philosophie e.V.
Benjamin Baumann ist Arbeiterkind, Philosoph, (politscher) Autor, Lyriker und Künstler. 2024
erschien im Leipziger Literaturverlag sein Debüt >Kollateralschädel<. Es erhielt den Meißner
Literaturpreis und wurde in die Liste der Lyrikempfehlungen 2025 aufgenommen. Baumann lebt in
Leipzig und geht 2026 auf literarische Europareise.
Udo Grashoff ist Sohn einer Gärtnerin und eines Lehrers, Historiker und Lyriker. Er hat bisher die
Lyrikbände „Schiefe Menhire“ und „Ein Stück Schnee verteidigen“ veröffentlicht. Zwei neue
Gedichtbände sind in Vorbereitung. Gemeinsam mit der Künstlerin Clara Rueprich entstand das
Projekt „Abwesen“ zum Artensterben in Mitteleuropa.
Kurt Mondaugen ist Spoken-Word-Autor, Performer und Philosoph. Unter seinem bürgerlichen
Namen Rainer Totzke organisiert er an der Schnittstelle von Philosophie und Kunst
Veranstaltungsreihen zu gesellschaftlich drängenden Themen (u.a. das Festival „Leipzig denkt“).
Aktuelles ökologisch-aktvistsches Projekt: „Vom Verschwinden“ (www.vomverschwinden.de)
10 / 7 Euro
Leipziger Buchmesse 2026
Halle 5, Stand G217
Mittwoch, 18. März 2026 um 23:00 Uhr in der Lyrikbuchhandlung in der Galerie KUB (Kantstr. 18)
Svenja Ohlsen liest aus "Finanziell ist es natürlich schwierig"
Gedichte, die mit dem Echolot in die Tiefe fühlen
Donnerstag, 19. März 2026 um 15:30 Uhr am Stand der Republik Portugal (Halle 4, Stand C300)
Markus Sahr stellt den Band „In der Stunde des Todes leuchten die Sterne am hellsten“ von Yvette K. Centeno vor
Die beiden Erzählungen in diesem Band kreisen um existentielle Grenzerfahrungen – Krankheit, Erinnerung, Exil und Tod – und verbinden autobiographische Reflexion mit literarischer Selbstbefragung. Yvette K. Centenos Mutter stammte aus Lodz, aus einer großen Familie mit vielen Kindern, die größtenteils im Holocaust ums Leben kamen. Centenos Vater war ein Portugiese in frontalem Widerstand gegen Salazar. Die Eltern lernten sich in Paris kennen. Beide Texte sind durchzogen von Fragen nach Identität, Herkunft, Schreiben und Glauben. Sie spiegeln zentrale Erfahrungen des 20. Jahrhunderts: jüdische Fluchtgeschichten, das Holocaust-Trauma, politische Diktaturen, Exilerfahrung. Zugleich reichen sie in die Gegenwart mit Verweisen auf Krieg, gesellschaftliche Krisen und Krankheitserfahrungen einer alternden Generation.
Donnerstag, 19. März 2026 um 16 Uhr im Forum Globale Perspektiven (Halle 4, E303)
Gerhard Weinreich: "Die üblichen Mauern"
Die Donau ist der europäischste Fluß. Er verbindet und trennt Welten. Diesen Spannungen folgt Gerhard Weinreich in seinem Roman „Die üblichen Mauern“, angesiedelt in Rauenbrunn, einer fiktiven bayerischen Donaustadt. Der Roman wird geprägt vom Konflikt zwischen der Moderne und der Vergangenheit. Ein Ermittler der altehrwürdigen römischen Glaubenskongregation stößt dort bei einem Todesfall im Bistum mit der örtlichen Staatsanwaltschaft zusammen: hier moderne Forensik und Aktenroutine, dort ein Priester, der sich auf geschulte Intuition und seinen klaren Verstand verläßt. Seine Methode ist selbst im Vatikan umstritten – doch er bleibt ihr treu. Er bevorzugt es, gegen den Strom zu schwimmen. Unerwartet stirbt der Finanzleiter des bayerischen Bistums. Während die Staatsanwaltschaft von einer natürlichen Todesursache ausgeht, wird die Glaubenskongregation in Rom hellhörig und setzt Monsignore Ries auf den Fall an. Handelt es sich in Wahrheit um ein Verbrechen, in das ein Kirchenvertreter verwickelt ist? Der Verdacht fällt rasch auf den Bischof – ein Mann mit allzu weltlichen Geheimnissen. Die Untersuchung spitzt sich zu, als der Papst im Sterben liegt. Sein baldiger Nachfolger hat ausgerechnet diesen Bischof als neuen Präfekten der Glaubenskongregation auserkoren, so daß Monsignore Ries gegen seinen künftigen Vorgesetzten ermittelt. Je näher er der Wahrheit kommt, desto tiefer gerät er in ein erbarmungsloses Machtspiel.
Donnerstag, 19. März 2026 ab 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
sisifo Literatursalon – die lange Lesenacht
Kurzweilige Texte, Poesie sowie Kunst und Inspiration erwarten die Besucher des sisifo Literatursalons: Svenja Ohlsen liest Gedichte aus "Finanziell ist es natürlich schwierig", Gerhard Weinreich erzählt von den "üblichen Mauern", einem Romanthriller über Intrigen des Vatikans, Michael Hummel stellt seinen Roman "Lootbox" vor, vom Aufstieg und Fall eines deutschlandweit berühmten Start-Ups; schließlich verneigen wir uns vor dem 2025 verstorbenen Wortkünstler Franz Hodjak und geben Aphorismen aus seinem postum erschienenen Band "Wäre es gegangen, wäre es anders gelaufen" zum Besten. Außerdem eröffnen wir an diesem Abend die Ausstellung "Meer und mehr" mit Orginalarbeiten von Anett Richter, die als Bildstrecke in Svenja Ohlsens Buch zu finden sind. Musikalisch umrahmt wird dieser Abend von Improvisationen des Duo fratz (Franz Schollmeyer: Klarinette, Klavier & Friedrich Schollmeyer: Gitarre - https://www.youtube.com/@naugelpading)
Freitag, 20. März 2026 um 15:30 Uhr auf der Indie-Bühne (Messegelände, Halle 5, G200)
Svenja Ohlsen liest aus "Finanziell ist es natürlich schwierig"
Gedichte, die mit dem Echolot in die Tiefe fühlen
„Wie kannst du vom Schreiben leben?“ Skepsis dieser Art hören Dichterinnen und Dichter oft. Doch sollte die Frage nicht eher heißen: „Wie kannst du ohne Poesie leben?“ Svenja Ohlsens Gedanken bilden einen poetischen Fluss, der durch die Landschaften des Alltags, der Natur und der inneren Welt strömt. Sie fängt den Funken des Augenblicks ein und beobachtet, wie er ein Feuerwerk entfacht. Die Gedichte schweben zwischen Reflexion und Hingabe. Sie tauchen ein in die verwirrenden, widersprüchlichen, aber auch leuchtenden Momente des Lebens und lassen sich von vermeintlichen Banalitäten wie Marzipanrobben oder einer Wetterdienst-App anstacheln, mit dem Echolot in die Tiefe zu fühlen.
Freitag, 20. März 2026, um 17:00 Uhr im Café der Buchhandlung Hugendubel
Michael Hummel stellt seinen Roman "Lootbox" vor
"Lootbox" dreht sich um den rasanten Aufstieg und Fall eines Internetunternehmens aus der Sicht eines jungen Anwalts, der Teil des Spiels ist, dann aber beobachtet, welche illegalen Geschäftsmethoden hinter den Kulissen praktiziert werden. Ähnlichkeiten mit einem einst bundesweit beliebten Start-up sind rein zufälliger Natur...
Sonnabend, 21. März 2026 ab 20:15 Uhr im Leipziger Literaturverlag
Salon international
Wörtertanz, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt, Blicke über den Tellerrand:
- Markus Sahr aus dem Portugiesischen: „In der Stunde des Todes leuchten die Sterne am hellsten“ von Yvette K. Centeno
- Robert Hodel aus dem Serbischen: „Der sechste Tag“ von Rastko Petrović
- Viktor Kalinke aus dem Chinesischen: „Huainanzi. Das Handbuch der Regierungskunst“
Sonntag, 22. März 2026 um 11:00 bis 12:00 Uhr auf der Donau-Bühne (Halle 4, D300/301)
Von Ufer zu Ufer: Übersetzerinnen und Übersetzer als Brückenbauer
Wo Flüsse sind, sind Brücken nötig. Auch die sprachlichen Ufer müssen miteinander verknüpft werden. Diese Aufgabe erfüllen seit jeher Übersetzerinnen und Übersetzer. Zwei sind auf dem Podium. Ohne sie würden wir von der Vielfalt des Donauraums gar nichts erfahren. Lukáš Cabala, Robert Hodel und Stefanie Bose diskutieren mit Stephan Ozsváth
Robert Hodels neue Übersetzung: „Der sechste Tag“ von Rastko Petrović
Rastko Petrović wurde 1898 an der Donau, genauer gesagt am Zusammenfluss der Donau und der Sava in Belgrad geboren. Sein Leben spiegelt in kosmopolitischer Weise die Übergangszeit zwischen den beiden Weltkriegen. Im Ersten Weltkrieg ging er zunächst als Freiwilliger an die Front, durchquerte Albanien und zog nach Frankreich. In Paris traf er viele Dichter und Künstler um Pablo Picasso, Paul Éluard, André Breton. Er schrieb Gedichte, Erzählungen und Berichte über Kunstausstellungen. Dabei entwickelte er seinen eigenen, provokanten Stil und galt in den 1920ern als einflussreichster Dichter Jugoslawiens. 1936 zog er nach Washington, um dort als Sekretär der Botschaft zu arbeiten. Er bereiste die USA, Kanada, Mexiko, Kuba und Afrika.
Freitag, 17. April 2026 um 18 Uhr in der Stadtteilbibliothek Dortmund-Lütgendortmund
Gerhard Weinreich liest aus "Die üblichen Mauern"
Ein Finanzchef eines bayerischen Bistums stirbt unerwartet, offiziell „natürlich“. Monsignore Ries beginnt im Auftrag des Vatikans mit einer Untersuchung – und landet mitten in einem Machtkampf zwischen einem launischen Bischof, der unfehlbaren Kurie und einem künftigen Papstanwärter. Der Roman ist eine Mischung aus Kirchenkrimi, Satire und Gesellschaftsroman.
Freitag, 24. April 2026 um 19 Uhr in der Auferstehungskapelle Dortmund-Berghofen
Gerhard Weinreich liest aus "Die üblichen Mauern"
Ein Finanzchef eines bayerischen Bistums stirbt unerwartet, offiziell „natürlich“. Monsignore Ries beginnt im Auftrag des Vatikans mit einer Untersuchung – und landet mitten in einem Machtkampf zwischen einem launischen Bischof, der unfehlbaren Kurie und einem künftigen Papstanwärter. Der Roman ist eine Mischung aus Kirchenkrimi, Satire und Gesellschaftsroman.
Dienstag 28. April 19 Uhr im LIGAMUS in Tbilisi
Benjamin Baumann liest in Tblissi
Zur Veranstaltung
28 აპრილს, 19:00 საათზე, ილიას სახელმწიფო უნივერსიტეტის წიგნის სახლში „ლიგამუსი“ გერმანული ენის საზოგადოების (GfdS) თბილისის განყოფილების ორგანიზებით გაიმართება შეხვედრა გერმანელ პოეტ ბენიამინ ბაუმანთან.
შეხვედრაზე პოეტი წაიკითხავს თავის ნაწარმოებებს, შემდეგ კი გაიმართება დისკუსია თემაზე „ლიტერატურა, პოლიტიკა და ევროპა. როგორ ვწეროთ შერყეულ სამყაროში?“ („Literatur, Politik & Europa. Wie schreibt es sich in einer Welt aus den Fugen?“).
ბენიამინ ბაუმანი სწავლობდა ფილოსოფიას, სოციოლოგიას, თეოლოგიას და გერმანისტიკას დრეზდენის ტექნიკურ უნივერსიტეტში. მაგისტრის ხარისხი მოიპოვა იენის უნივერსიტეტში გამოყენებითი ეთიკის მიმართულებით.
მისი ნაწარმოებები იბეჭდება სხვადასხვა გერმანულენოვან გამოცემაში და პოლიტიკური თხზულებები აქტიურად იდგმება სცენაზე. არის არაერთი პოეტური შეჯიბრების (Poetry Slam) გამარჯვებული.
ბენიამინ ბაუმანის პოეზიის წამყვანი თემებია პირადი და საჯარო სივრცეების ურთიერთმიმართება და ეთიკური თვითგამორკვევის პრობლემა ინფორმაციის მოზღვავების პირობებში. მის ტექსტებში ისმის კითხვები: ვინ ვართ ჩვენ, როდესაც ვცდილობთ, შევინარჩუნოთ თანაგრძნობის უნარი და წინ აღვუდგეთ გულგრილობას? როგორია ხელოვანისა და ხელოვნების დანიშნულება თანამედროვე სამყაროში?
ავტორისა და მისი უკანასკნელი წიგნის შესახებ ინფორმაცია იხილეთ ბმულზე: https://l-lv.de/neu/baumann-benjamin-kollateralschaedel.html
სამუშაო ენა: გერმანული
დრო: 28 აპრილი, 19:00 საათი
ადგილმდებარეობა: წიგნის სახლი „ლიგამუსი“, ი. ჭავჭავაძის გამზ. N32
დასწრება თავისუფალია.
Am 28. April um 19:00 Uhr findet im Buchhaus „Ligamus“ der Staatlichen Ilia-Universität eine Veranstaltung des Vereins für deutsche Sprache (GfdS), Sektion Tiflis, ein Treffen mit dem deutschen Dichter Benjamin Baumann veranstalten.
Bei der Veranstaltung wird der Dichter aus seinen Werken lesen, gefolgt von einer Diskussion zum Thema: „Literatur, Politik & Europa. Wie schreibt es sich in einer Welt aus den Fugen?“
Benjamin Baumann studierte Philosophie, Soziologie, Theologie und Germanistik an der Technischen Universität Dresden. Er erwarb seinen Master in Angewandter Ethik an der Universität Jena.
Seine Werke erscheinen in verschiedenen deutschsprachigen Publikationen, und seine politischen Texte werden aktiv aufgeführt. Er ist Preisträger zahlreicher Poesiewettbewerbe (Poesie-Slam).
Die Hauptthemen von Benjamin Baumanns Lyrik sind das Verhältnis zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit sowie das Problem der ethischen Selbstbestimmung angesichts der Informationsflut. Seine Texte werfen Fragen auf: Wer sind wir, wenn wir versuchen, unsere Empathiefähigkeit zu bewahren und der Apathie zu widerstehen? Welche Rolle spielen der Künstler und die Kunst in der modernen Welt?
Informationen über den Autor und sein neuestes Buch finden Sie unter folgendem Link: https://l-lv.de/neu/baumann-benjamin-kollateralschaedel.html
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Zeit: 28. April, 19:00 Uhr
Ort: Buchhandlung Ligamus, I. Chavchavadze-Allee 32
Der Eintritt ist frei.
Sonntag, 3. Mai ab 16:30 Uhr im Künstlerforum Bonn (Hochstadenring 22)
Konzert "Karavane nach Belgrad"
Legacy of Milian & Magi - core members of iconic YU-art band EKV (Ekaterina Velika)
Freitag, 8. Mai 2026 um 18:30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Dortmund-Huckarde
Gerhard Weinreich liest aus "Die üblichen Mauern"
Ein Finanzchef eines bayerischen Bistums stirbt unerwartet, offiziell „natürlich“. Monsignore Ries beginnt im Auftrag des Vatikans mit einer Untersuchung – und landet mitten in einem Machtkampf zwischen einem launischen Bischof, der unfehlbaren Kurie und einem künftigen Papstanwärter. Der Roman ist eine Mischung aus Kirchenkrimi, Satire und Gesellschaftsroman.
Samstag, 9. Mai ab 16:30 Uhr im Künstlerforum Bonn
Konzert "Karavane nach Belgrad von hier aus"
mit Prof. Johannes Schwarz (Fagott), Prof. Ulrike Schwarz (Saxophon) und Milica Helena (Gitarre)
Sandra Prüfer über das Projekt:
Die Künstlergruppe Bonn organisiert im Frühjahr (Vernissage am 26. April ab 13 Uhr - Finisage am 17. Mai) eine Portrait Ausstellung im Künstlerforum Bonn. Das Konzept findet sich hier. Sie bietet die Gelegenheit, in einem Raum im ersten Stock (ca. 24 m2) einen Einblick in die Porträtkunst aus dem Balkan zu geben, die bis in die Mittelsteinzeit reicht. Die multimediale Präsentation knüpft an die biografische und kulturelle Vermittlungsarbeit von Milorad Živojnov an – ein in Bonn lebender Journalist, Autor und Musiker, der seit über zwei Jahrzehnten als informeller Kulturbotschafter der „Jugosphäre“ im deutschsprachigen Raum fungiert und das Begleitprogramm mitgestaltet. Sie greift den von Tim Judah geprägten Begriff der Yugosphere als lebendigen Kultur- und Resonanzraum auf, der trotz der Jugoslawienkriege weiterhin durch Migration, Austausch und gemeinsame Erinnerungen geprägt ist. Im Zentrum steht serbische Porträtkunst von gestern und heute als Zugang zu transnationalen Identitäten, Biografien und kulturellen Kontinuitäten. Die Ausstellung schafft einen Raum für Begegnung, Dialog und neue Perspektiven auf Serbien und die Jugosphäre – als Einladung, kulturelle Nähe jenseits politischer Brüche neu zu entdecken – und thematisiert. Milan Mladenović (1958 – 1994) war ein bedeutender Musiker und Rock-Poet im ehemaligen Jugoslawien, bekannt als der Frontmann der alternativen Art-Rock-Band Ekatarina Velika (aka EKV, Katharina die Große) und ein “Neue Welle” Wegbereiter. Er zählt als eine Ausnahmeerscheinung der modernen südslawischen Lyrik. Seine Liedtexte genießen bis heute Kultstatus. In dem Lyrikband “Kind aus dem Wasser” wurde eine Auswahl 2012 im Leipziger Literaturverlag in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Als Sohn einer kroatischen Mutter und eines serbischen Vaters, der ein Offizier der jugoslawischen Volksarmee war, verbrachte Mladenović seine ersten Lebensjahre in Zagreb. Als er sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Sarajevo, wo er einen Großteil seiner Kindheit verbrachte, bis sie kurz vor seinem 12. Geburtstag nach Belgrad umzogen ist. Auf dem Gymnasium befreundete er sich mit an Kunst und Musik interessierten Mitschülern, gründete mit seinem Schulkameraden Gagi Mihajlović die Hardrock-Band Limunovo Drvo (Zitronenbaum). Als Dušan Kojić (Bassist) und Ivan Vdović (Schlagzeug) hinzu kamen, schlug die Band eine neue Musikrichtung ein (von Punkrock zu New Wave) und nannte sich fortan Šarlo Akrobata (Akrobatin Šarlo). Die Band veröffentlichte nur ein Album. Aus der 1981 gegründeten Band “Katharina II” entstand, nach dem Ausstieg einiger Mitglieder, Ekatarina Velika, kurz EKV. Das gleichnamige, im Jahr 1985 veröffentlichte Debütalbum brachte den musikalischen Durchbruch. EKV löste sich nach dem tragischen Tod des Bandleaders auf. Mladenovic starb am 5. November 1994 im Alter von 36 Jahren an Bauchspeichel- drüsenkrebs. Sein künstlerischer Nachlass wird von der Milan Mladenović Stiftung verwaltet. In Kooperation mit der Stiftung soll in der Portrait-Ausstellung das künstlerische Erbe des Rock-Poetens gewürdigt werden. Neben 2-3 Fotografien ist eine Multimedia Installation angedacht mit ausgewählten Liedtexten, einer über QR Code abrufbaren Song Liste, Schallplatten und Videos, darunter ein Kurzfilm vom Fotoshooting für das Plattencover des 1991 erschienenen EKS Albums Dum Dum und das Musikvideo zum gleichnamigen Lied. Es handelt vom Kampf um die Macht und die Skrupellosigkeit der Menschen, die dafür kämpfen.
„Die Lieder Milan Mladenovićs sind ein kostbares poetisches Dokument für die im Hades des Krieges, der Flucht, der Emigration und der Hoffnungslosigkeit verloren gegangenen Generationen – sie sind der Wegweiser und das Porträt eines Menschen, der sich nicht auf Gleichgültigkeit einlassen wollte.“ – Petar Luković