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Inskriptionen No. 11 - Ultra Super Grip

ISBN:
978-3-86660-248-9
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herausgegeben von Jessica Reuter, Laura Kietz & Viktor Kalinke
mit Zeichnungen von Lubomir Typlt

Erscheint im Herbst 2019 - jetzt vorbestellen!

Experimentalanordnung XI


Was haben wir in diesem Jahr aus den weiten Maschen im Inskriptionen-Netz gefischt?

Texte, die Geschichten erzählen, die zu uns sprechen, das eigene Schreiben anstoßen, sowohl Texte mit Botschaft als auch Textexperimente, die auf Buchstaben stelzen, humpeln und tänzeln, Unerwartetes in sich bergen und abgenutzte Wörter meiden, Texte, in denen sich Sprachspielereien mit Biografischem und nüchternen Betrachtungen der Realität mischen.

Die Inskriptionen leben vom Kommentar: sie ziehen den (unbekannten) Autor unter die heißkalte Wechseldusche, bieten Kritik, Fortschreibung und bisweilen Blödsinn, der sich an anderer Stelle als Ausgangspunkt für ein neues Textquellgebiet erweisen kann.

Innerhalb des Redaktions-Teams wurden die Texte durchgesehen, Meinungen geformt und eine Auswahl getroffen. Die Redaktion teilte sich dann die Arbeit auf: Kategoriensuche und Festlegung der Reihenfolge auf der einen Seite –  ergaben sich in diesem Jahrgang wie durch Zauberhand von selbst. Auf der anderen Seite das Technische, Formatierung und Satz – die deutlich länger gedauert haben.

Die Suche nach Kapitelüberschriften war ein Spaß: hatten wir zuerst nur Arbeitstitel der Art „Biographisches“, „Liebe“ oder „Orte“, fanden sich in den Texten und Kommentaren rasch passende Wendungen. „Ultra Super Grip“ sollte zunächst für das Prosa-Kapitel stehen, kristallisierte sich in der Diskussion aber uneinholbar als Titel-Favorit fürs Ganze heraus.

Wir präsentieren euch nun unsere Auswahl und hoffen, euch neugierig gestimmt zu haben.


Beteiligte Autoren:

Alphabet Pony

k.A.

Faron Bebt (Daniel Thiem)

Pseudonym und Anagramm, verdichtet und lackiert, was ihm - entrückt - die Amygdala so souffliert, lebt in Hamburg.

 crysantheme alias frau kleist

geb. 1967 in Wolfenbüttel, Studium der englischen und deutschen Literatur in Hannover, Marburg und London, Promotion über Irmgard Keun (Das kunstseidene Mädchen), Studium am Deutschen Literatur­institut Leipzig, Romanwerkstatt bei Juli Zeh, Schreibcoach, Veröffentlichungen: Lilith im blauen Kleid. Erzählungen (LLV 2005). Mit Illustrationen von Anna H. Frauendorf, Irmgard Keun: Schreiben im Spiel mit der Moderne, (Thelem 2005), Untemperiert. Hörbuch (ERATA 2009).

 Theodor Holz

gest. im März 2019, wiederauferstanden am selben Tag,  den Ewigen Kreisläufen sei Dank.
 

Christa Issinger

Geboren und aufgewachsen in Südtirol (Italien), Veröffentlichungen: Die Liebe ist nicht rot (Gedichte), herausgegeben vom HS Literaturverlag in Weiden 2012, sowie in verschiedenen Literaturzeitschriften und  Anthologien.
 

Kraba vel Jop

Inhaber einer E-mailadresse, juristische Person. Owner of Agency for Literary Promotion (alp), in den 80er Jahren zufällig Zeuge einer Festnahme im Frankfurter Stadtteil Bornheim, seitdem Mitarbeit bei Lite­ra­tur­­projekten (Sklaven/Sklavenaufstand, lose blätter, Zündblättchen u.ä.) ohne kommerzielles Interesse.

Kreon (Volkmar Böttger)

Schreibender Arbeiter, ehemals im Piesteritz-Stickstoffwerk, später Pfleger in den Beelitzer Heilstätten, nun: Rentner in Zahna (kleiner Ort an der der Elbe bei Wittenberg).
 

Mariusz Lata

geb. 1981. Lebt im Ruhrgebiet.
 

Jutta v. Ochsenstein

geb. 1960, Germanistik- und Romanistik-Studium; Trakl-Übersetzung ins Französische, Lyrik in Lesungen, Zeitschriften, Anthologien. https://juttav-ochsenstein.jimdo.com.

 
Federico Palatino

geb. 287 v. Chr. , seine Erfindung diverser Siglen und beweglicher Lettern, die mit Hebelkraft zu bedienen sind, geriet in Vergessenheit, wurde erst 1949 wiederentdeckt, seitdem aus keinem Personalcomputer mehr wegzudenken.
 

rapunzel

pseudonym für eine in erfurt, würzburg und marburg studierte germanistin, die sich in den weichen kissen von inskriptionen ausruht von den merkwürdigkeiten ihres mittlerweile 18-jährigen berufsalltags in der verwaltung.

 

CatherinaSforza (Virginia Millais)

k. A.
 

Sigune (Sigune Schnabel)

geb. 1981 in Filderstadt, Diplomstudium Literaturübersetzen in Düsseldorf, zahlreiche Veröffentlichun­gen in Anthologien und Zeitschriften, z. B. Die Rampe, Krautgarten, Wortschau und mosaik, verschiedene Preise, u. a. Thuner Literaturfestival Literaare und Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2017 sowie post­poetry.NRW 2018, Einzeltitel: Apfeltage regnen, Geest-Verlag, Vechta 2017; Spuren vergessener Zweige, Geest-Verlag, Vechta 2019.
 

Eleadora Stein

geb. am 12. 6. 1954 in Wilkau-Haßlau, besuchte die Pestalozzi-Schule in Glauchau. Der Mann ihrer Heimatkundelehrerin war Jäger. Die Wohnung ihrer Eltern befand sich in einer alten Ärztevilla, direkt auf der Grenze zwischen dem Kreiskrankenhaus und der sowjetischen Kaserne. In der Kindheit suchte sie Kastanien im weitläufigen Krankenhausgelände und tauschte bei den sowjetischen Soldaten vom Vater geliehene Zigeretten gegen Abzeichen („Kamerad Snatschock?“). Spielte häufig auf dem direkt hinter dem Krankenhaus angelegten Truppenübungsplatz in Sichtweite eines ausgebrannten T-34. Bei der Wiedervereinigung der 1990er Jahre vertrat sie vereinigungskritische Positionen gegenüber der Mehrheitsmeinung.

Werner Weimar-Mazur

geb. 1955 in Weimar. Aufgewachsen in Karlsruhe. Studium der Geologie. Lebt im Raum Freiburg i.B. Schreibt Lyrik und Prosa. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sowie drei Gedichtbände, zuletzt: herzecho.lyrische sonogramme, Verlag Rote Zahlen, Buxtehude 2016, www.weimar-mazur.de.
 

Zhenja

geb. 1968 in Belaja Poljana (Russland); seit 1990 in Deutschland  ansässig; lebte und arbeitete in Chemnitz, Berlin, Warschau, Paris,  Torgau, Leipzig, Odessa und Frankfurt am Main.

Lubomír Typlt 

geb. 1975, Nová Paka, ehemalige Tschechoslowakei, ist einer der wichtigsten Vertreter zeitgenössischer Malerei Tschechiens. Akademisch geprägt wurde er sowohl durch den tschechischen Maler Jiří Nadčeradský, der sein Professor an der Brünner Kunstakademie war, als auch durch seine Profes­soren an der Düsseldorfer Kunstakademie: Markus Lüpertz, Gerhard Merz und A.R. Penck. Ebenso wie Lüpertz und Penck hat auch Typlt in seiner Malerei eine besondere Neigung zu Variationen, Bildserien, Provokationen und nicht zuletzt zum großen Format. Motivisch hat sich Typlt dabei eine ganz und gar eigene Welt geschaffen. Arbeitete er auf älteren Bildserien mit praktischen Alltags­gegenständen wie Fahrrädern, Handkarren, Stühlen, Gießkannen, Wannen, Tonnen oder Regenschirmen, stattet er seine Protagonisten – vorzugsweise Gruppen von Jungen oder Mädchen am Rande der Adoleszenz – in seinen jüngsten Werken mit mystischen Objekten wie strahlenden Kugeln oder Augäpfeln aus. Es entstehen spannungsgeladene, oft beunruhigende Situationen, die dem Betrachter Rätsel aufgeben. Beim Nachsinnen über das Dargestellte hat man häufig das Gefühl, der Ursprung der Spannungsquelle stehe außerhalb der Grenzen des Bildrahmens

 

 



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