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Chronik ab Januar 2018

Georgien im LLV

Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse ist schon seit längerem in unserem Visier. In diesem Jahr geben wir drei Titel heraus, die zum Verständnis dessen, was man georgische Identität nennen könnte, beitragen: drei altgeorgische Märtyrerlegenden, die zu den ältesten Texten überhaupt gehören, die in georgischer Sprache verfaßt wurden, über ihren dokumentarischen Anlaß hinaus aber literarische Qualitäten aufweisen. Außerdem erscheint die Biographie von Ilia Tschawtschawadse, des größten georgischen Dichters, geschrieben von Akaki Bakradse, einem zu Sowjetzeiten oppositionellen Kritiker, dessen Texte im Untergrund oder im Samisdat erschienen, sowie ein Roman über die Reise zweier Italiener nach Georgien, genauer das ehemalige Kolchis, wie es die Griechen nannten.

Mittwoch, 10.10.2018 um 15.30 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

Turning Points of Georgian Literature: Ana Kodzaia-Samadaschwili präsentiert "Martyrdom of Shushanik" as Beginning

Moderation: Barbara Lehnerer

The Martyrdom of Queen Shushanik is a text of major significance not only due to the fact that it is the oldest surviving piece of Georgian literature, which was written in the fifth century, but also because this small text is a wonderful novel in a certain sense. It includes a game of passions, great love, and great betrayal, an eternal story of the woman and the man. A single wrong step results into a clash and conflict of interests between two strong personalities. The book goes beyond the limitations of hagiography. The book includes brilliant dialogues, details of everyday life, descriptions of nature, and unforgettable characters. Modern Georgian reader has no difficulty in reading the original of this text that was composed so many centuries ago, fining many familiar words and breath-taking metaphors. The German translation by Elene Amashukeli is equally pleasant and wonderful.

Donnerstag, 11.10.2018 um 12:00 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

100 Jahre Unabhängigkeit Georgiens: der Abchasien-Krieg

Im Gespräch mit Beso Chwedelidze und Guram Odisharia

Moderation: Stefan Weidle

Sonnabend, 13.10.2018 um 14:30, Gastland Pavillion Georgien, FORUM 1

Lascha Bakradse und Kristiane Lichtenfeld sprechen über Ilia Tschawtschawadse

Moderation: Viktor Kalinke

Sonnabend, 13.10.2018 um 15:30 Uhr Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

Turning Points of Georgian Literature: Viktor Kalinke präsentiert "Antonio und David" von Jemal Karchkhadse - Novel Rediscovered by New Generation

Moderation: Maia Fanjikidze

Jemal Karchkhadze's works met with fierce criticism from the literary critics of the Soviet Union. After Georgia's independence, his work was rediscovered by a new generation and his popularity grew steadily.

Antonio and David is one of those rare cases in which taut narrative and high thought merge masterfully. Thanks to its elegant style and fluid writing technique, the novel is accessible to any reader interested in history, while at the same time offering an aesthetic language pleasure for the literary connoisseur.

 

The books were published in the frames of the program Georgia the Guest of Honor country at the 2018 Frankfurter Buchmesse with the support of the Georgian National Book Center.

 

Donnerstag den 13.09.18 um 19:30 Uhr in der Brentano Buchhandlung (Langgasse 2, Gelnhausen)

W.S. Merwin: Der Schatten des Sirius. Lesung mit den Übersetzern Helmbrecht Breinig Susanne Opfermann

Der Schatten des Sirius, etwas, das niemand gesehen hat, ist, wie Merwin in einem Interview sagte, "reine Metapher, reine Imagination". Wir selbst sind dieser Schatten, hinter der sichtbaren Welt liegt das, was nicht sichtbar, nicht zu wissen ist. Das Unbekannte ist es, das unser Leben lenkt, und es ist die Aufgabe der Dichtung, sich diesem Unbekannten anzunähern, ohne es je zu erreichen, "zu sagen, was unsagbar ist - Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken - diese Gefühle, die unausdrückbar sind".
William Stanley Merwin (der für seine Buchpublikationen die Form W.S. Merwin vorzieht) gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter unserer Epoche. Als einziger amerikanischer Dichter erhielt er zweimal den Pulitzer-Preis für Lyrik - den ersten hatte er 1971 wegen des amerikanischen Vorgehens im Vietnamkrieg abgelehnt - eines von vielen Beispielen für sein Engagement in politischen und ökologischen Fragen. Im Jahr 2010 wurde Merwin zum PoetaLaureatus der Vereinigten Staaten gewählt.
The Shadow of Sirius ist ein Alterswerk, geprägt von Erinnerungen an Menschen und Tiere, Gedanken über Zeit und Vergänglichkeit und das Wesen der Dichtkunst.

Die Übersetzer, die Professoren der Amerikanistik, Susanne Opfermann und Helmbrecht Breinig, lesen auf Deutsch und Englisch aus den Gedichten und berichten vom Prozess des Übersetzens.
Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Dienstag, 19. Juni, 18:30 Uhr, Saal der brasilianischen Josua Gemeinde, Daimlerstraße 38, (Hamburg)

Lesung mit Hélia Correia (Portugal)

Einer breiten Öffentlichkeit erstmals 1981 bekannt geworden, erzählt Hélia Correia von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet. 2015 erhielt sie mit dem Prémio Camões den wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt.

Eine Veranstaltung des Instituto Camões mit Unterstützung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft.

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr

Lesung mit Hélia Correia: "Zwanzig Stufen"

Zu einer zweisprachigen Lesung mit der namhaften portugiesischen Autorin Hélia Correia laden wir in unsere Räume ein. Im Mittelpunkt wird Correias Buch „Zwanzig Stufen und andere Erzählungen“ stehen, das wir druckfrisch auf Deutsch in der Übersetzung von Dania Schüürmann herausgebracht haben – neben vielen anderen literarischen Perlen Portugals im Laufe der letzten Jahre.

Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.

Im Anschluß wird die Ausstellung „Ver Lisboa“ mit Siebdrucken über die portugiesische Metropole eröffnet. Schriftsteller und Künstler stellen unentdeckte Orte der portugiesischen Hauptstadt vor: Das Buch Guia Ler e Ver Lisboa, das von EGEAC Cultura em Lisboa und Prado herausgegeben wurde, vereint Erzählungen von 20 bekannten zeitgenössischen portugiesischen Autoren und wurde von weiteren 20 herausragenden portugiesischen Illustratoren gestaltet. Sie teilen mit den Lesern ein geheimnisvolles, nostalgisches, historisches, verlorenes, unterirdisches oder auch utopisches Lissabon. Entstanden ist ein gleichzeitig literarischer wie visueller Stadtrundgang durch die portugiesische Hauptstadt.Vertreten sind die Autoren Afonso Cruz, Alice Vieira, Ana Margarida de Carvalho, Bruno Vieira Amaral, Catarina Fonseca, David Machado, Gonçalo M. Tavares, Joana Bértholo, Kalaf Epalanga, Luísa Costa Gomes, Mário Zambujal, Miguel Real, Patrícia Portela, Patrícia Reis, Ricardo Adolfo, Rui Cardoso Martins, Rui Zink, Sandro William Junqueira, Valério Romão und die Illustratoren Alex Gozblau, Ana Ventura, André Carrilho, André Letria, António Jorge Gonçalves, Bárbara Assis Pacheco, Bernardo Carvalho, Danuta Wojciechowska, Gonçalo Viana, João Fazenda, Paulo Galindro, Pedro Lourenço, Rui Sousa, Teresa Lima, Tiago Albuquerque, Yara Kono.

Lesung und Ausstellungseröffnung werden musikalisch begleitet vom Duo Hartmut Anacker (git) & Andreas Böttger (viol) Werke von Ernst Gottlieb Baron (1696-1760), Georg Philipp Telemann (1681-1767) u.a.

Mittwoch 20. Juni, 20 Uhr, Buchhandlung Pankebuch, Wilhelm-Kuhr-Str. 5 (Berlin)

Lesung mit Laurynas Katkus (Litauen)

Der Autor und Übersetzer Laurynas Katkus, 1972 in Vilnius/Litauen geboren, zählt zu den wichtigen Stimmen seiner Generation und ist vor allem mit Lyrik- und Essays bekannt geworden.Bei uns stellt er seine, im Leipziger Literaturverlag erschienenen und von Claudia Sinnig übersetzten, Bücher “Tauchstunden” und “Moskauer Pelmeni” vor.

Gefördert von der Botschaft der Republik Litauen. Eintritt: 8 Euro

21.06.2018, 18:30 Uhr, Berlin, Unter den Linden 1

Europäischer Autorengipfel

Mit Hélia Correia (Portugal) und Laurynas Katkus (Litauen) nehmen gleich zwei Autoren des Leipziger Literaturverlages am Europäischen Autorengipfel teil, den Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat zusammen mit Botschaften und Kulturinstituten in Berlin mit insgesamt zwanzig internationale Autorinnen und Autoren einberufen:

Janne Teller aus Dänemark, Terezia Mora aus Deutschland, Geert Buelens aus Flandern, Hédi Kaddour aus Frankreich, Jacques De Decker aus der Föderation Wallonie-Brüssel, Claire North aus Großbritannien, Sjón aus Island, Hugo Hamilton aus Irland, Laurynas Katkus aus Litauen, Guy Helminger aus Luxemburg, Pierre Mejlak aus Malta, Hans Maarten van den Brink aus den Niederlanden, Maja Lunde aus Norwegen, Tomasz Rózycki aus Polen, Hélia Correia aus Portugal, Dana Grigorcea aus der Schweiz, Svetlana Žuchová aus der Slowakei, Sabine Gruber aus Südtirol und Radka Denemarková aus Tschechien.

In ihren Romanen, Erzählungen, Gedichten und Sachbüchern beschreiben diese Autorinnen und Autoren, wie man in ihrem Land lebt, welche Gedanken, Erfahrungen, Sehnsüchte, Hoffnungen, Gewissheiten, Ängste und Irrtümer unsere Nachbarn beschäftigen. Gemeinsam bilden sie ein europäisches Narrativ. In den Gesprächen auf dem Blauen Sofa erfahren Sie außerdem, warum sich diese Autorinnen und Autoren als Europäer fühlen, was ihnen in Europa fehlt, welches europäisches Buch sie schreiben würden und wo Europa für sie endet.

Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß nur ein begrenztes Platzkontingent verfügbar ist. Ab dem 15. Juni 2018 können Sie sich hier als Gast des Europäischen Autoren-Gipfels registrieren. Die Anmeldung ist persönlich und nicht übertragbar. Bitte halten Sie beim Einlass Ihren Personalausweis bereit.

Ausschnitte vom Europäischen Autorengipfel sendet Deutschlandfunk Kultur am 24. Juni von 0:05 bis 4:00 Uhr ('Literatur im Gespräch').

 

Donnerstag, 28. Juni, 2018, 20 Uhr, Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Zhuangzi. Das Gesamtwerk - Lesung und Gespräch mit Viktor Kalinke

Eintritt: 6 / 4 Euro

In der Reihe "Literarische Alphabete" stellt Viktor Kalinke seine Übersetzungen des "Zhuangzi" und des "Daodejing" vor.

"Die Schrift gilt als eine der literarisch schönsten, interessantesten und schwierigsten der chinesischen Geistesgeschichte." schreibt Wikipedia über das Zhuangzi.

Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. & Literarische Arena e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

 

Wer mit Zhuangzi reist, vergißt, wo die Schuhe drücken

Zhuangzi-Tournee 2018

„Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ Liu Xiaogan

Zhuangzi war ein Mann aus Meng, sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge; selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. (aus: Biographie des Zhuangzi von Sima Qian, Historiker am Hof der Westlichen Han-Dynastie, 2. Jahrhundert v.u.Z.)

Sonnabend, 12. Mai 2018, 20 Uhr, in Wangelin: Wangeliner Garten, Vietlübber Str., Lehmhaus

Zhuangzi: Die Freude der Fische

Zhuangzi und Huizi gelangten beim Spazierengehen auf die Brücke, die über den Hao-Fluß führt. Zhuangzi sprach: „Wie die Fische hochspringen und umhertollen – das ist die Freude der Fische.“ Huizi sprach: „Du bist kein Fisch, woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?“ Zhuangzi sprach: „Du fragst: ‘Woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?’, dabei weißt du schon, daß ich es weiß und du fragst mich trotzdem; ich weiß es, indem ich hier am Hao-Fluß stehe und mich freue.“

Rezitation und Konzert mit Ya Dong (Pipa), Wolfram Dix (Percussion) und Viktor Kalinke (Stimme): ein stimmungsvolles Konzert in ländlicher Umgebung, wie es dem dichtenden und philosophierenden Gärtner Zhuangzi gewiß gefallen hätte.

Sonntag,13. Mai 2018, 19 Uhr in Magdeburg, Festung Mark, Kulturwerkstatt, Hohepfortewall 1

Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt: VVK: 12 € (zzgl. Geb.), AK: 15 €, AK (erm.): 13 €

Duo Dong Dix und Viktor Kalinke rezitieren Zhuangzi: Klingendes Dao zwischen Leipzig und Shanghai

In der Mai-Ausgabe der „Freien Klänge“ beehrt uns das Duo „Dong Dix“ mit ihrem Lesekonzert „Die Freude der Fische“. Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen gemacht wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.

Ya Dong (Pipa): geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.

Wolfram Dix (Perkussion): arbeitet im Bereich von I-Musik, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel ist es ihm ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks. Dix spielt nur, was sich nicht von selbst versteht, was also gespielt werden muss.

Viktor Kalinke (Rezitation): befaßt sich seit 1988 mit daoistischer Philosophie und deren Übersetzung ins Deutsche. Hier spricht er Auszüge aus seiner frisch erschienenen Übersetzung des Zhuangzi.

Veranstalter: FestungMark Magdeburg

 

 

Wie es wirklich ist ...

PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2018

Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221

Donnerstag, 15. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Leipziger Literatursalon

Satire, Poesie und Kunst erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:

o Walter Thümler: Wie es wirklich ist
o Udo Kawasser: das moll in den mollusken
o Hein Semke: Hannes, der Rammer
o geheimzustände: inskriptionen no. 9

Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Sighard Gille.

 

Freitag, 16. März, Halle 5, 11 Uhr, Halle 5, Stand G200 (Lesebühne Junge Verlage)

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

Freitag, 16. März, 12 Uhr, Halle 4, Stand C 402 (Stand der Republik Portugal)

Dania Schüürmann stellt den Erzählband "Zwanzig Stufen" von Hélia Correia vor

Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.

 

Freitag, 16. März, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel

Zhuangzi: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält“

Viktor Kalinke stellt die frisch erschienene deutsche Gesamtausgabe dieses Klassikers vor.

Freitag, 16. März, 24:00 Uhr, Lyrikbuchhandlung, Kunstraum D21, Demmeringstr. 21

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

 

Samstag, 17. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Salon International - Leipziger Übersetzernacht - Originale, Übersetzungen, Kommentare

mit Robert Hodel und Dragoslav Mihailović, Eleonora Gehrisch, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann und W.S. Merwin, Viktor Kalinke und Zhuangzi, Mala Vikaite sowie Dania Schüürmann und Hélia Correia

Sonntag, 18. März, 12 Uhr, Halle 5, G221 (am Stand des LLV)

Viktor Kalinke im Gespräch mit Axel Helbig über Zhuangzi

Vorgestellt wird die erste vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält.“

 

Sonntag, 18. März, 12:30 Uhr, Halle 5, K600 (Forum Literatur)

W. S. Merwin, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann: Der Schatten des Sirius

Dichtung hat die Aufgabe zu sagen, was unsagbar ist – Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken – diese Gefühle, die unausdrückbar sind.

 

Sonntag, 18. März, 19 Uhr, Täubchenthal

Mayjia Gille liest aus den „Sarottihöfen“ und neue Texte, musikalisch begleitet von „Eisvogel“.

 

Donnerstag, 11.01. 2018 um 19h, Ort: Kienzle Art Foundation, Bleibtreustrasse 54, 10623 Berlin

Lesung von Gregor Mirwa im Gespräch mit Sieglinde Geisel

Die vorliegende Auswahl umfaßt Gedichte der letzten Jahre. Im ersten Teil Raum, Schachtel, neue Heimat geht es darum, die unmittelbare Umgebung des Lebens und Arbeitens mit einem Bleistift zu zeichnen, dessen Spitze ständig abbricht. Film ohne Tonspur wurde mit der Handkamera aufgenommen – so als würde sie selbst das Drehbuch schreiben. Bei den Tronies bin ich mir des Werkzeugs nicht ganz gewiss. Sie sind zuallererst Geschenk, ein Wink mit dem Fuß. Auch die Axt geht einem unterwegs leicht zur Hand und schafft Platz.

"Wo war ich, wie ich war
Da war diese Sache,
gerade hier in Reihe 27, Platz C.
Irgendwie muss ich herunter geschaut haben.
Da war es da. So was wie ein Einfall,
eine nicht zu Ende gebrachte Formel.
Alter Kaugummi, irgendetwas,
was dem Lauf der Zeit abhanden gekommen war
und sich wie ein Beißholz
zwischen die Sekunden geschoben hatte.
..."

Gregor Mirwa ist Arzt und Schriftsteller.
Sieglinde Geisel ist Journalistin, Lektorin und Dozentin für Schreibwerkstätten.
www.tell-review.de

 

 


 

 

Chronik 1998 - Juli 2005

Chronik August 2005 - Dezember 2017