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Chronik ab Januar 2018

Wer mit Zhuangzi reist, vergißt, wo die Schuhe drücken

Zhuangzi-Tournee 2018

„Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ Liu Xiaogan

Zhuangzi war ein Mann aus Meng, sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge; selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. (aus: Biographie des Zhuangzi von Sima Qian, Historiker am Hof der Westlichen Han-Dynastie, 2. Jahrhundert v.u.Z.)

Sonnabend, 12. Mai 2018, 20 Uhr, in Wangelin: Wangeliner Garten, Vietlübber Str., Lehmhaus

Zhuangzi: Die Freude der Fische

Zhuangzi und Huizi gelangten beim Spazierengehen auf die Brücke, die über den Hao-Fluß führt. Zhuangzi sprach: „Wie die Fische hochspringen und umhertollen – das ist die Freude der Fische.“ Huizi sprach: „Du bist kein Fisch, woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?“ Zhuangzi sprach: „Du fragst: ‘Woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?’, dabei weißt du schon, daß ich es weiß und du fragst mich trotzdem; ich weiß es, indem ich hier am Hao-Fluß stehe und mich freue.“

Rezitation und Konzert mit Ya Dong (Pipa), Wolfram Dix (Percussion) und Viktor Kalinke (Stimme): ein stimmungsvolles Konzert in ländlicher Umgebung, wie es dem dichtenden und philosophierenden Gärtner Zhuangzi gewiß gefallen hätte.

Sonntag,13. Mai 2018, 19 Uhr in Magdeburg, Festung Mark, Kulturwerkstatt, Hohepfortewall 1

Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt: VVK: 12 € (zzgl. Geb.), AK: 15 €, AK (erm.): 13 €

Duo Dong Dix und Viktor Kalinke rezitieren Zhuangzi: Klingendes Dao zwischen Leipzig und Shanghai

In der Mai-Ausgabe der „Freien Klänge“ beehrt uns das Duo „Dong Dix“ mit ihrem Lesekonzert „Die Freude der Fische“. Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen gemacht wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.

Ya Dong (Pipa): geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.

Wolfram Dix (Perkussion): arbeitet im Bereich von I-Musik, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel ist es ihm ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks. Dix spielt nur, was sich nicht von selbst versteht, was also gespielt werden muss.

Viktor Kalinke (Rezitation): befaßt sich seit 1988 mit daoistischer Philosophie und deren Übersetzung ins Deutsche. Hier spricht er Auszüge aus seiner frisch erschienenen Übersetzung des Zhuangzi.

Veranstalter: FestungMark Magdeburg

 

 

Wie es wirklich ist ...

PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2018

Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221

Donnerstag, 15. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Leipziger Literatursalon

Satire, Poesie und Kunst erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:

o Walter Thümler: Wie es wirklich ist
o Udo Kawasser: das moll in den mollusken
o Hein Semke: Hannes, der Rammer
o geheimzustände: inskriptionen no. 9

Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Sighard Gille.

 

Freitag, 16. März, Halle 5, 11 Uhr, Halle 5, Stand G200 (Lesebühne Junge Verlage)

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

Freitag, 16. März, 12 Uhr, Halle 4, Stand C 402 (Stand der Republik Portugal)

Dania Schüürmann stellt den Erzählband "Zwanzig Stufen" von Hélia Correia vor

Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.

 

Freitag, 16. März, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel

Zhuangzi: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält“

Viktor Kalinke stellt die frisch erschienene deutsche Gesamtausgabe dieses Klassikers vor.

Freitag, 16. März, 24:00 Uhr, Lyrikbuchhandlung, Kunstraum D21, Demmeringstr. 21

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

 

Samstag, 17. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Salon International - Leipziger Übersetzernacht - Originale, Übersetzungen, Kommentare

mit Robert Hodel und Dragoslav Mihailović, Eleonora Gehrisch, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann und W.S. Merwin, Viktor Kalinke und Zhuangzi, Mala Vikaite sowie Dania Schüürmann und Hélia Correia

Sonntag, 18. März, 12 Uhr, Halle 5, G221 (am Stand des LLV)

Viktor Kalinke im Gespräch mit Axel Helbig über Zhuangzi

Vorgestellt wird die erste vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält.“

 

Sonntag, 18. März, 12:30 Uhr, Halle 5, K600 (Forum Literatur)

W. S. Merwin, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann: Der Schatten des Sirius

Dichtung hat die Aufgabe zu sagen, was unsagbar ist – Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken – diese Gefühle, die unausdrückbar sind.

 

Sonntag, 18. März, 19 Uhr, Täubchenthal

Mayjia Gille liest aus den „Sarottihöfen“ und neue Texte, musikalisch begleitet von „Eisvogel“.

 

Donnerstag, 11.01. 2018 um 19h, Ort: Kienzle Art Foundation, Bleibtreustrasse 54, 10623 Berlin

Lesung von Gregor Mirwa im Gespräch mit Sieglinde Geisel

Die vorliegende Auswahl umfaßt Gedichte der letzten Jahre. Im ersten Teil Raum, Schachtel, neue Heimat geht es darum, die unmittelbare Umgebung des Lebens und Arbeitens mit einem Bleistift zu zeichnen, dessen Spitze ständig abbricht. Film ohne Tonspur wurde mit der Handkamera aufgenommen – so als würde sie selbst das Drehbuch schreiben. Bei den Tronies bin ich mir des Werkzeugs nicht ganz gewiss. Sie sind zuallererst Geschenk, ein Wink mit dem Fuß. Auch die Axt geht einem unterwegs leicht zur Hand und schafft Platz.

"Wo war ich, wie ich war
Da war diese Sache,
gerade hier in Reihe 27, Platz C.
Irgendwie muss ich herunter geschaut haben.
Da war es da. So was wie ein Einfall,
eine nicht zu Ende gebrachte Formel.
Alter Kaugummi, irgendetwas,
was dem Lauf der Zeit abhanden gekommen war
und sich wie ein Beißholz
zwischen die Sekunden geschoben hatte.
..."

Gregor Mirwa ist Arzt und Schriftsteller.
Sieglinde Geisel ist Journalistin, Lektorin und Dozentin für Schreibwerkstätten.
www.tell-review.de

 

 


 

 

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