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Chronik

23.04.2022, 20 Uhr, Klanghaus am See in Klein-Jasedow

Viktor Kalinke liest aus Zhuangzi "Die Freude der Fische"

Musikalische Begleitung (Improvisation): Christine Simon & Klaus Holsten

Zhuangzi war ein Mann aus Meng (heutiges Anhui), sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten (Qiyuan) ... Es gab kein Gebiet, auf dem er sich nicht auskannte, in der Hauptsache aber berief er sich auf die Sprüche von Laozi. So schrieb er ein Buch mit mehr als 100 000 Wörtern, die überwiegend Gleichnisse darstellen. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge ... selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. Daher gelang es weder den Königen und Fürsten noch sonstigen großen Männern, ihn an sich zu binden. (Aus den Biographien des Historikers Sima Qian, 2. Jahrhundert v. u. Z.)

Die Buchmesse fällt auch 2022 aus – wir öffnen ab 16 Uhr unsere Pforten und freuen uns in entspannter Kaffeehausatmosphäre auf neugierige Leser, Zuhörer und Gesprächspartner.

Freitag, 18. März 2022, ab 16 Uhr geöffnet, Lesungen ab 17 Uhr
Leipziger Literatursalon - Die lange Lesenacht
Kurzweilige Texte, Poesie und Kunst, ein Willkommensgeschenk mit Büchern und Plakaten sowie der Preis der Meinungsfreiheit erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:

Außerdem eröffnen wir die Ausstellung "Mich rettet meine Utopie" mit Arbeiten von Dagmar Ranft-Schinke

„Kalte“ Kriegsplanung auf allen Gebieten, - im biologischen, ökologischen, technischen, atomaren und psychologischen Bereich? KI-Forschung: Wissenschaft auch hier ohne Grenzen? Freiheit braucht Verantwortungsgefühl. Dieses muß erlernt werden im menschlichen Miteinander. „Professor Smith“ (fiktive Gestalt in einigen meiner thematischen Bilder seit Jahrzehnten), Du Zauberlehrling, hast Du kein Gewissen? Phantasie, - eine herrliche evolutionäre Menschheitserrungenschaft. Aber: Muß ALLES erprobt und auch publiziert werden? Gewissenlose Nachahmungstäter gab es schon immer. Auch die Forschung braucht ethische Grenzen! Verbote werden kommen müssen, um uns Menschen und allem SEIN eine Zukunft zu geben. Ihr Magnaten und großen Militärs, habt Ihr etwa keine Kinder und Enkel? Geld wird eines Tages diese und Euch nicht retten können! Fehlt Euch die Phantasie, um alle Folgen zu erahnen, wenn Ihr Eure Machtspiele in Szene setzt? Ist Euch das Wort „Versöhnung“ unbekannt? Besiedelt doch endlich den Mars, - aber ohne Rückkehrmöglichkeit, bitte! Der „Kriegsgott Mars“ wird Euch freudig in die Arme nehmen. Vielleicht vernichtet Ihr Euch in voller Lust gegenseitig zu unserem Nutzen. Wahrscheinlich hat die Mutter Erde dann endlich ihre verdiente Ruhe und ihren Frieden. Oh, welch ein utopischer Wunsch . . .(Dagmar Ranft-Schimke, Künstlerbrief, 2019)

Musikalische Begleitung: Katja Konovalenko

Sonnabend, 19. März 2022, ab 16 Uhr geöffnet, Lesungen ab 17 Uhr
Portugiesischer Salon - Die lange Übersetzernacht
mit neuen Büchern von

In deutscher Übersetzung von Markus Sahr, Ilse Pollack, Nicole Cyron, Rosa Rodrigues, Michael Kegler, Dania Schüürmann & Renate Heß
Musikalische Begleitung: Jaqueline Conde
In Kooperation mit Edition Korrespondenzen

Die lusophone Welt ist das Reisen wert: Portugal, Mosambik, Angola, Kap Verde, São Tomé und Príncipe, Äquatorialguinea, Guinea-Bissau, Osttimor, Macau, Brasilien – portugiesischsprachige Literatur in deutscher Übersetzung bildet einen Schwerpunkt im Programm des Leipziger Literaturverlags, gefördert von Instituto Camões und DGLAB/Culture. Wer nicht reisen kann, mag in Gedanken in die Ferne schweifen und sich das Bewußtsein dafür bewahren, welche Freiheit, wieviel Kultur und Austausch über Grenzen hinweg das menschliche Leben bietet. Bereits 2021 war Portugal als Gastland zur Leipziger Buchmesse präpariert – nun geht das Program zum zweiten Mal an den Start. Die Bücher sind geblieben, stillen den Lesehunger und halten die Hoffnung lebendig.

In "Lissabonleipzig" bringt Maria Gabriela Llansol die Poesie von Künstlern, Komponisten, Dichtern und Philosophen zum Strahlen, deren geistiger Stammbaum in die Vorgeschichte der europäischen Idee der Gewissensfreiheit hineinreicht. Llansol erkennt, daß die Gewissensfreiheit ohne poetische Wurzeln zu einer fatalen Rückwärtsentwicklung des Menschen führt, die in Fundamentalismen des Glaubens oder der Vernunft mündet: Die Poesie, die den Dingen innewohnt, ist wichtiger als die Meinung, die wir von ihnen haben.

Yvette K. Centeno bekennt in ihrem jüngsten Buch über Portugal: "Tatsächlich habe ich nie aufgehört zu schreiben. Doch der Moment ist gekommen, eine Entscheidung zu treffen: veröffentliche ich den Text, wie ich ihn entworfen habe, oder ändere ich, indem ich vieles, was ich über mein Land gesagt habe, abschwäche, Dinge, die immer schwerer zu akzeptieren sind, ein faulig gewordenes Land, Ergebnis von Lastern, die unausrottbar scheinen… ich gebe zu, ich weiß es nicht."

Abdulai Silas Texte führen nach Guinea-Bissau, in ein Land, das, gerade vom Kolonialismus befreit, von Geldgier und Machthunger zerrüttet ist. Doch aussichtslos ist die Lage keineswegs. Denn wenn die Welt aus den Fugen gerät, ist es an den Ältesten, sie vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen. Die Homens-grandes genießen in der Gesellschaft großen Respekt. Mit ihrer Weisheit und spirituellen Kraft ersinnen sie einen klugen Plan, der Versöhnung möglich macht und die natürliche Ordnung wieder in Kraft setzt.

Luiz Pacheco war ein leidenschaftlicher und polemischer Kritiker, Verleger und Schriftsteller. Er wollte die Taue, die das freie Denken, die Literatur und die Kunst an einen Anker gebunden hatten, zerfetzen. Er war das Messer, und das Meer war der Lebensraum für einen freien und ehrlichen Ausdruck. Die dafür notwendige Zerstörung von etablierten Regeln und Moralvorstellungen blieb keine Philosophie, sondern war die Essenz einer Logik, die er alltäglich lebte. "Gemeinschaft" wurde 1964 im Küstenort Setubal verfasst. Pacheco lebte in kolossaler Armut. Schreibend wütet er. In eindringlicher Prosa schildert er seine derzeitige Situation, die aus einem Bett besteht, das er mit Maria Irene, Schwester der Frau, mit der er vorher zusammengelebt hatte, und drei Kindern teilt.

José Viale Moutinho versammelt Tote in seinem Buch, bekannte und weniger bekannte, die vor dem Vergessen rettet. Später wird der Ton rauer. Alter und Krankheit haben Einzug gehalten. Die Toten stammen nicht mehr (nur) aus dem Reich der Literatur, sondern immer häufiger aus dem wirklichen Leben. Auch in den Dörfern und Städten spürt der Dichter Verfall und Ende. Ende einer Ära, deren Zeuge er/man war. Verschwinden von Gebäuden und Landschaften. Entfremdung zwischen den Generationen.

Schweden und der Westen Portugals sind die Regionen, die Cristina Carvalho am meisten liebt und die ihre Persönlichkeit als vergängliches menschliches Wesen weiblichen Geschlechts, Bewohnerin des Planeten Erde und, durch Zufall, Schriftstellerin am nachhaltigsten beeinflusst haben. „Alle hier beschriebenenen Ereignisse haben sich vor vielen, vielen Jahren zugetragen, doch alles könnte ebensogut in unseren Tagen geschehen sein..."

Für Gonçalo M. Tavares ist Literatur mit der Idee eines offenen Raums verbunden, der Bewegung, Spiel und Erkenntnis ermöglicht. So hat der Autor ein ganzes Viertel erschaffen und dieses mit illustren Herrschaften bevölkert; wir stoßen auf Namen wie Brecht, Breton, Calvino oder Eliot. Jeder von ihnen ist Bewohner eines eigenen kleinen Buches. Tavares selbst bezeichnet das Ensemble als »ein Asterix’sches Dorf: ein Ort, an dem man versucht, dem Eintritt der Barbarei zu widerstehen«. Nur einer der Herren entzieht sich der Nachbarschaft: Herr Walser lebt abseits, im Wald. Diese höchst vergnüglichen Bände sind kleine Hommagen, die die Sprache des jeweiligen Schriftstellers und seine spezifische Sicht auf die Welt aufnehmen und mit alltäglichen Problemen kollidieren lassen. Herr Henri ist ein Redner. Er hat zwei große Lieben: Absinth und Enzyklopädien. Solange das Absinth-Trinken anhält, schwadroniert er über die verschiedensten enzyklopädischen Themen. Seine Mitteilungen scheinen die Gesprächspartner nicht zu interessieren, doch das ist kein ausreichender Grund für Herrn Henri, den Mund zu halten. Mit zunehmender Dauer entfaltet der Absinth seine Wirkung.

"In dreißig Jahren, wenn nicht schon früher, wird Tavares den Nobelpreis gewinnen, und ich bin sicher, meine Vorhersage wird sich erfüllen … Tavares hat kein Recht, im Alter von 35 Jahren so gut zu schreiben. Man möchte ihn schlagen!" José Saramago

Hélia Correias Hinwendung zur Poesie ist ein Streifzug durch Menschheitserinnerungen. Dies erklärt den Titel des Poems, das in dreiunddreißig Abschnitte unterteilt ist:

Das dritte Elend ist dieses von heute.
Das derer, die nicht mehr hören, nicht fragen,
Derer, die nicht erinnern.

In unserer Selbstvergessenheit spiegelt sich der gegenwärtige Sumpf, in dem Demokratien versinken. Die Agora, der edle Raum der Polis, hat seine Bedeutung verloren, ist kein Maßstab mehr für demokratische Ethik. Dieses Buch ist eine Hommage an Griechenland. Es erkennt in der Zerstörung Griechenlands einen Schrei als Warnung vor dem Schlimmsten, was das ökonomisch verwaltete Europa bewirken kann: den Verlust der Souveränität und das Versagen der Demokratie.

 

Kanada - Gastland auf den Frankfurter Buchmessen 2020/21

21.10.2021 um 19 Uhr

Helmbrecht Breinig & Susanne Opfermann präsentieren: Gedichte für eine neue Welt
Kanadische Gegenwartslyrik aus der Ronsdale Press

https://us06web.zoom.us/j/88429966146?pwd=UHgzUUpzdDZxcVIzTmkyb0JMQ2FUdz09
Meeting-ID: 884 2996 6146, Kenncode: 85GWxX

Seit vielen Jahren hat der kleine, aber angesehene und überaus aktive Literaturverlag Ronsdale Press in Vancouver es sich zur Aufgabe gemacht, Bücher aus dem gesamten literarischen Spektrum Kanadas zu ver­öffent­lichen, darunter zahlreiche Lyrikbände. Die in Gedichte für eine Neue Welt vorgestellten englischsprachigen Autorinnen und Autoren repräsentieren eine Vielfalt von Stilen und literarischen Ansätzen. Sie sind selbst repräsentativ für die multikulturelle kanadische Gesellschaft. Neben Indigenen (First Nations und Métis – ursprünglich Nachfahren von französischen Pelzhändlern und indigenen Frauen) wie Joanne Arnott, Connie Fife und Garry Gottfriedson ist mit Marya Fiamengo eine Dichterin mit kroatischen Wurzeln vertreten, und mit Inge Israel eine in Deutschland geborene jüdische Autorin, Kind russisch-polnischer Eltern. Pamela Porter war US-Amerikanerin, bevor sie nach Kanada emigrierte. Antony Di Nardo wurde im französischsprachigen Montreal geboren und ist sich seiner südeuropäischen Vorfahren bewusst. Den anglo-kanadischen Mainstream und zugleich das ländliche Kanada vertritt John Donlan. Alle schreiben über Spezifisches, das mit ihrer Herkunft und der Geschichte ihrer Vorfahren zusammenhängt, wie über Allgemeingültiges, das die Gesamtgesellschaft betrifft.

Zur Präsentation wird der Verleger Ronald B. Hatch den kanadischen Verlag Ronsdale Press vorstellen. Die Übersetzer Susanne Opfermann und Helmbrecht Breinig führen in die Autoren- und Textauswahl ihrer Anthologie "Gedichte für eine neue Welt" ein. Joanne Arnott, Antony Di Nardo und Garry Gottfriedson lesen ihre Texte im englischen Original, Susanne Opfermann & Helmbrecht Breinig tragen die deutschen Übersetzungen vor. Wir freuen uns auf Nachfragen und eine rege Diskussion. Moderation: Viktor Kalinke

Eine Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2021. Wir danken dem Canada Council for the Arts für die großzügige Unterstützung der Übersetzung und der Publikation des Buches.

Zeit der Unruhe - portugiesischsprachige Literatur im Fokus

05.05.2021 um 19 Uhr

Markus Sahr präsentiert Maria Gabriela Llansol: Falke in der Faust + Lissabonleipzig

https://zoom.us/j/96265609061?pwd=ZExlWk1tbC9HUTNhUndOcTl3enFiZz09

28.04.2021 um 19 Uhr

Markus Sahr präsentiert Yvette Centeno: Im Fluß der Erinnerung - Viale Moutinho & Ilse Pollack: Die Flöte des Toten, präsentiert von Viktor Kalinke

21.04.2021 um 19 Uhr

Nicole Cyron präsentiert Luiz Pacheco: Gemeinschaft - Izabela Leal & Timur Stein: Die Andere

https://zoom.us/j/94559125054?pwd=M3hzcktjNGRyK0JWcjAxZ0RYTTY2Zz09

14.04.2021 um 19 Uhr

Hélia Correia & Michael Kegler & Dania Schüürmann: Das dritte Elend - Tänzer im Taumel

https://zoom.us/j/94194685475?pwd=MXdUaFZ0T0hlTkIvN2VlQ3crSXpEdz09

07.04.2021 um 19 Uhr

Cristina Carvalho & Markus Sahr: Kater von Uppsala - Abdulai Sila & Rosa Rodrigues: Die letzte Tragödie

https://zoom.us/j/97324947291?pwd=TURRUyt3UlJ5Tyt4Rm1iU3JpNFFqUT09

16. Dez. 2020, 19 Uhr
Teresa Balté: Aquarium aus Papier & Viktor Kalinke: Vogel Sing - Buchpremiere online
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/97309292440?pwd=YzdNd3VxYm4yTWVDVGdHUW9wZUw3UT09

9. Dez. 2020, 19 Uhr

Helmbrecht Breinig & Susanne Opfermann: Gedichte für eine neue Welt - Buchpremiere online
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/97141114073?pwd=N1EwQ09KalQwZmJJRWhFSll1SzFyUT09

2. Dez. 2020, 19 Uhr

Mayjia Gille: Kurznachricht um halb acht - Buchpremiere online
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/93281609336?pwd=L3FPWllVL0lqZ2FEd1g2M3pGRlhCQT09

25. Nov. 2020, 19 Uhr
Walter Thümler: Eric und Andere - Buchpremiere online
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/91205639684?pwd=UjU4eWV4MlV0K3E3MGhpTWl0RlI4QT09

18. Nov. 2020, 19 Uhr
Katja Winkler: Die schöne Jugendzeit - Buchpremiere online
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/91058627180?pwd=aE1YYTZlakZWbEpXUkxkUmV0VmhEQT09

Ab November 2020 veranstalten wir wieder Buchpremieren: Lesungen und Gespräche zu den druckfrischen Neuerscheinungen des Leipziger Literaturverlages - hier erfahren Sie Hintergründe zur Entstehung der Bücher, können mit den Autoren in Kontakt und ins Gespräch kommen.

Hotlist der unabhängigen Verlage: Noch bis zum 20. August

Susanne Opfermann & Helmbrecht Breinig (Hg.): Gedichte für eine neue Welt

Seit vielen Jahren hat der kleine, aber angesehene und überaus aktive Literaturverlag Ronsdale Press in Vancouver es sich zur Aufgabe gemacht, Bücher aus dem gesamten literarischen Spektrum Kanadas zu veröffentlichen, darunter zahlreiche Lyrikbände. Die in Gedichte für eine Neue Welt vorgestellten acht englischsprachigen Autorinnen und Autoren repräsentieren eine Vielfalt von Stilen und literarischen Ansätzen. Sie sind selbst repräsentativ für die multikulturelle kanadische Gesellschaft. In der Auswahl und Übersetzung von Susanne Opfermann und Helmbrecht werden sie nun erstmals deutschsprachigen Lesern vorgestellt.
Neben Indigenen (First Nations und Métis – ursprünglich Nachfahren von französischen Pelzhändlern und indigenen Frauen) wie Joanne Arnott, Connie Fife und Garry Gottfriedson ist mit Marya Fiamengo eine Dichterin mit kroatischen Wurzeln vertreten, und mit Inge Israel eine in Deutschland geborene jüdische Autorin, Kind russisch-polnischer Eltern.

Die druckfrische Anthologie steht seit Anfang Juli auf der Hotlist der unabhängigen Verlage. Noch zwei Wochen lang, nämlich bis inklusive 20. August, ist das Wahllokal zur Abstimmung über die Hotlist 2020 geöffnet. Jede einzelne Stimme kann das wesentliche Zünglein an der Waage sein.

Deshalb: Auf zur Website und zum Wählen! Jede und jeder hat eine Stimme, und die drei Bücher mit der höchsten Internet-Stimmenzahl haben ihren Platz auf der Hotlist 2020 garantiert.

Beeren und reife Gedichte
Für den möglichen Fall, dass wir einander wieder begegnen,
habe ich eine Schale reifer Gedichte vorbereitet,
mit denen wir unseren Hunger stillen können,
habe ein aus Erinnerungen gewebtes Tischtuch aufgelegt,
jede schmeckt nach wilden Beeren in frühem Morgentau.
Ich habe Sterne in einen Wandteppich über jeden Türrahmen genäht,
die Wolken zurückgezogen und die Laken,
die aus einem lachenden Mond gemacht sind, über das Bett gelegt,
neben dem ein leerer Kürbis steht,
in Erwartung unserer Geschichten, die wir getragen haben
durch das Herzland der Entfernung, die wir gereist sein werden.

Connie Fife

 

Freitag, 4.9. um 20 Uhr, Ort: Kirche Großpötzschau (04571 Rötha OT Pötzschau)

erdnah : komposition von Torsten Pfeffer nach Texten von Yvette Centeno

Konzert am mit nachfolgendem Künstlergespräch

Torsten Pfeffer hat, inspiriert von Yvette Centenos Texten, eine musiktheatralische Komposition für weibliche und männliche Stimme, klassische Gitarre und Klangrauminstallation geschaffen.

Öffentliche Proben: 27.8. bis 3.9. täglich 16 – 18 Uhr (außer am 30.8.)
Komposition: Torsten Pfeffer
Installation: Andreas Schröder
Pferformance: Torsten Pfeffer, Andreas Schröder, Regina & Detlef Vitzthum
Texte: Yvette CentenoIn Kooperation mit Förderverein Kirche Großpötzschau e.V.


Yvette Centeno: erdnah. Aus dem Portugiesischen von Markus Sahr

"Die bevorzugte sprachliche Form von Yvette Centeno ist die Frage, was heißt, daß dieses Schreiben eine Suche und ein Stück Weg ist." Stephen Reckert

Welt - wohin?

PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2020

Sie hätten uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G223, gefunden. Die Messe ist abgesagt, aber unsere Abendveranstaltungen finden statt!

Natürlich konnte Aldous Huxley 1932 nicht wissen, wie ein Fledermaus-Virus zuerst China, dann die Menschheit im Jahr 2020 in Atem hält. Großereignisse werden abgesagt, Arbeiter bei vollem Lohnausgleich in häusliche Quarantäne geschickt – man könnte geneigt sein zu glauben, es sei eine gute Zeit zum Lesen und für die Literatur.

Tatsächlich können Texte dramaturgisch kaum spannungsgeladener sein: Im mentalen Wechselbad wird einerseits verkündet, die Infektion verlaufe mild und Panik sei zu vermeiden. Andererseits wird im Halbstundentakt die Mortalitätsrate durchgesagt. Im Stil der Frontberichterstattung heißt es, der Virus rücke in Richtung Berlin vor. Nun hat er Leipzig “erobert” … (Noch ist hier niemand infiziert.)

Über die an der gemeinen Virusgrippe Verstorbenen wird kein Sterbenswörtchen verloren. Geschweige über die Verkehrstoten, Opfer von Krieg und Hunger und all jenen eigentlichen Katastrophen, an die wir uns längst gewöhnt haben. Verrücktwerden eingeplant.

Die Perepetie drückt sich im Bedauern eines Feuer­wehr­hauptwachtmeisters aus, dass sein erkrankter Kollege noch keine Temperatur messen konnte – die Meldung brachte es in die Abendnachrichten.

Davon können die literarischen Neuerscheinungen dieses Frühjahrs nur träumen. Entgegen der Beteuerungen von gestern wurden die Leipziger Buchmesse und das Lesefest „Leipzig liest“ – mit tausenden Veranstaltungen die soziale Seele des Literaturbetriebs – nun doch abgesagt. Sicherheit geht vor. Zugleich ist es die Konsequenz einer kollektiven Hysterie, von der sich – kaum zu wagen, anders zu hoffen – auch die Buchbranche hat anstecken lassen.

Natürlich konnten wir im Herbst 2019, als das Programm für dieses Frühjahr geplant wurde, nicht wissen, wohin es die Welt treibt. Doch es scheint, als hätten es die Autoren bereits geahnt…

Donnerstag, 12. März um 20:15 Uhr, Leipziger Literaturverlag - Kulturgenussladen - findet statt !

Die Musik vom Salzsee – Lesekonzert zur Buchpremiere der Reclam-Ausgabe des Buches "Zhuangzi", Ausstellungseröffnung mit Zhuangzi-Kalligraphien von Thomas Baumhekel

Mit freundlicher Unterstützung durch den Philipp Reclam jun. Verlag.

Zhuangzi - das Buch der daoistischen Weisheit, so der Titel von Viktor Kalinkes neuester Übersetzung, wird in Auszügen und mit musikalischer Begleitung von Ya Dong (Pipa) und Wolfram Dix (Percussion) vorgetragen. Seit den 1990er Jahren befasst sich Kalinke mit dem Daoismus, Laozi und Zhuangzi, so wird es philosophisch: Zhuangzi, der Legende nach ein begnadeter Gärtner und Wortkünstler, entdeckt Zusammenhänge, die selbst die größten Gelehrten seiner Zeit nicht zu erkennen vermochten. Das Geheimnis der Musik vom Salzsee jedenfalls wird an diesem Abend gelüftet!

Allegorisch, gleichnishaft, satirisch – dieses Buch muß man gelesen haben. Lin Xiyi

Das Buch Zhuangzi gilt als die „Bibel des Daoismus“: allegorischer, gleichnishafter Stil, schillernde Erzählprosa, auf die philosophische Spitze getriebene Dialoge. Martin Buber, Hermann Hesse, Martin Heidegger – um nur einige zu nennen – öffneten sich diesem anspruchsvollsten Autor des alten China. „Dieses Buch muß man gelesen haben und es ist zugleich das am schwierigsten zu lesende Buch.“ (Lin Xiyi 林系逸, 1210-1273) Der heute in Hongkong lehrende Forscher Liu Xiaogan stellte fest: „Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ Und Gregor Dotzauer schrieb im Tagesspiegel: „Von daher ist es nicht genug zu rühmen, dass soeben das erste vollständige, direkt aus dem Chinesischen übersetzte Zhuangzi erschienen ist. In einem sieben Jahre währenden Marathon hat Viktor Kalinke das Werk in ein zeitgemäß präzises Deutsch gebracht und kommentiert. Und siehe da: Richard Wilhelms Patina ist weg... Auch des Chinesischen Unkundige bekommen so eine Ahnung von der Auslegungsbreite des Texts.“

Zur Buchpremiere hören Sie ein Lesekonzert mit dem Zhuangzi-Trio und sehen die großartige Wandinstallation mit Zhuangzi-Kalligraphien von Thomas Baumhekel.

Ya Dong (Pipa) geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.

Wolfram Dix (Perkussion) arbeitet im Bereich von Improvisation, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel mit anderen Musikern ist es ihm ein Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks.

Thomas Baumhekel führt seit 1992 die Beschäftigung mit dem Grenzbereich zwischen Schrift und Bild zur chinesischen Kalligraphie. Seine Kompositionen erscheinen mit ungestümer Kraft und spröden Kanten, stehen insbesondere der japanischen Avantgarde-Kalligraphie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts, aber auch der Kunst japanischer Zen-Mönche des 18. Jahrhunderts nahe. Sowohl formal als auch inhaltlich gelingt Baumhekel die Annäherung an ostasiatisches Denken und ostasiatische Ästhetik. Seine Blätter kultivieren eine Schönheit des Ursprünglichen und sind damit Ausdruck einer Naivität, deren bewusstem Einsatz im Wertekanon chinesischer Literaten höchste Bedeutung beigemessen wurde (Quelle: Museum für Ostasiatische Kunst).

 

Freitag, 13. März um 19:30 Uhr, Hugendubel - findet statt !

Andreas F. Cornelius: Veltenhöfer spricht ab fünf

Der vierundachtzigjährige Professor Veltenhöfer sitzt gewohnheitsgemäß auf einer seiner Bänke. Er tut, was er jeden Tag tut: spricht mit jemandem, beobachtet dabei die Vorübergehenden sowie die Natur und studiert das Leben per se. Bis zu elf Stunden verharrt er täglich draußen. Er hat eine Vorliebe für Holsten Bier und Schwimmlehrerinnen, wohingegen er sich über Desinteresse, die zunehmende Abstumpfung, den Mangel an Achtung sowie den braunen Sud erregt. Wer ist dieser Mensch? Ein Irrer? Ein Alltagsphilosoph ersten Ranges, ein zu Groll neigender Einzelgänger oder nur ein einsamer, alter Mann auf der Suche nach ein wenig Zuspruch und Respekt?
Des Professors Weitsicht, sein skurriler Humor und ingeniösen Denkmodelle sind einzigartig. Veltenhöfer steigert sich in eine monodialogische Explikation, die nicht aufzuhören scheint und dennoch recht abrupt endet. Denn er bemerkt etwas, was sonst niemand bemerkt. Und das verwirrt ihn reichlich.

 

Sonnabend, 14. März um 20:15 Uhr, Leipziger Literaturverlag - Kulturgenussladen

"Welt - wohin" - Salon Literaturen: Originale, Übersetzungen, Kommentare

Wörtertanz, skurriler Humor, verbale Befreiungsschläge in einer vom Nutzdenken aufgezehrten Welt. Mit:

- Kočo Racin und Wolfgang Eschker: Weiße Dämmerungen

- Regina Jarisch: Herzflug

- Andreas F. Cornelius: Veltenhöfer spricht ab fünf

- Mayjia Gille: Kurznachricht um acht

- Walter Thümler: Eric und Andere

- Izabela Leal und Timur Stein: Die Andere

- Teresa Balté und Viktor Kalinke: Das Aquarium aus Papier

Der illegal im kroatischen Samobor gedruckte und im November 1939 in Zagreb erschienene Band „Weiße Dämmerungen“ von Kočo Racin umfaßt nur zwölf Gedichte, doch die Bedeutung dieser Gedichtsammlung ist in ihrer kulturellen, historischen und politischen Bedeutung nicht zu überschätzen. Wolfgang Eschker hat sie in eine präzise, unsentimentale deutsche Sprache gebracht.

In Regina Jarischs Gedichten steckt die Suche nach den Wurzeln, nach dem Begreifen der Zeitläufe und der eigenen Gefühle. Trauer, Ängste, Zweifel, Glück, Liebe und Hoffnungen verweben sich zu Sprachnetzen, die einladen zum Nachspüren und Nachdenken. Die Wörter tanzen und spielen, erfinden sich neu und erzeugen Bilder.

Andreas F. Cornelius vollzieht eine einzigartige Tour ins Leben: pfeilgerade, von Null auf Hundert und gleichwohl illustrativ als auch spekulativ. Sein Held Veltenhöfer imponiert mit Weitsicht, skurrilem Humor und ingeniösen Denkmodellen.

Mayjia Gilles Gedichte machen das Herz liebestrunken, liebesbesessen, liebeshungrig, aber in all diesen Liebeszeilen, -reimen und -klagen spürt man stets auch den ontologischen Schmerz, und das ist unfassbar, wie diese Frau, die da dichtet mit ihrer ganzen Lebensfreude und Verzweiflung zugleich, es schafft, immer wieder neue, noch gänzlich unbekannte Bilder und Assoziationen in die poetische Welt zu setzen.

Walter Thümlers Erzählfigur Eric ist mit Anderen unterwegs in einer von Nutzanwendungen und Kapitalanreicherungen verbrauchten Welt. Diesen Realitäten zum Trotz sucht er wahre Empfindung“, „reales Geschehen“, sucht Freundschaft, sucht Zärtlichkeit. Die Anderen, das sind z.B. A., der im Hintergrund eines Kriegsberichts herumläuft, Figuren aus der Malerei, die zum Leben erwachen, eine für ihre Dienste werbende Telefonsexarbeiterin, Rolf, der Bibliothekar und Hobby-Bergwanderer, schließlich ein mit Eric befreundeter Dichter.

Izabela Leals „Die Andere“ erforscht das Innenleben einer zwischen zwei brasilianischen Großstädten hin- und hergerissenen Frau und das resignierte Zusammenleben der Erzählerin mit der nicht identifizierbaren „intrusa“ (weibliche Form von „Eindringling“)...

Teresa Baltés „Aquarium aus Papier“ eröffnet eine neue Reihe im Leipziger Literaturverlag: Bücher für Klein und Groß, Kinderbücher, die auch von Erwachsenen mit Gewinn geschmökert werden können. Dieses Buch dreht sich um Kunst und Wirklichkeit – es wimmelt darin von Bildern schwimmender Fische. Warum Fische?, dachte der Maler. Wir alle sind Fische: groß, klein, hässlich, schön. Wir alle fangen uns eines tags im Netz, das nur uns zusteht. So bekommen wir unser Gesicht. Der Rest ist Wasser aus dem alles kam, zu dem alles zurückfindet.

Zur Information: Was fällt aus ...

Donnerstag, 12. März um 19:00 Uhr, Galerie ARTAe, Menckestr. 3 - fällt aus

 

Mayjia Gille & Susann Klossek: Gedichte und Geschichten

Liebesgedichte aus "Kurznachricht um acht" und kurze,lustig-sarkastische Minigedichte

Moderation: Sabine Elsner

"Mayjia Gilles Gedichte machen das Herz liebestrunken, liebesbesessen, liebeshungrig, aber in all diesen Liebeszeilen, -reimen und -klagen spürt man stets auch den ontologischen Schmerz, und das ist unfassbar, wie diese Frau, die da dichtet mit ihrer ganzen Lebensfreude und Verzweiflung zugleich, es schafft, immer wieder neue, noch gänzlich unbekannte Bilder und Assoziationen in die poetische Welt zu setzen..." Artur Becker

Ein außerordentlich feiner Gedichtband." Thomas Kunst

Freitag, 13. März um 14:30 Uhr, Leseinsel Junge Verlage (Halle 5, Stand G200) - fällt aus

Mayjia Gille: Kurznachricht um acht

Liebessprache ist wie Finnisch. Ein Geheimnis, tief musikalisch, poetisch, melancholisch, unglaublich direkt, unerwartet lustig, sich von allen Sprachen abhebend, sich im Werden befreiend von allen Zwischenräumen, scheinbar von keiner Sprache ableitend, endlos, vollklanglich, radikal, ein Stocken erlaubend, schwer erlernbar, eine große Denkaufgabe, klug, handfest, sinnlich.

"Mayjia Gilles Gedichte machen das Herz liebestrunken, liebesbesessen, liebeshungrig, aber in all diesen Liebeszeilen, -reimen und -klagen spürt man stets auch den ontologischen Schmerz, und das ist unfassbar, wie diese Frau, die da dichtet mit ihrer ganzen Lebensfreude und Verzweiflung zugleich, es schafft, immer wieder neue, noch gänzlich unbekannte Bilder und Assoziationen in die poetische Welt zu setzen..." Artur Becker

Ein außerordentlich feiner Gedichtband." Thomas Kunst

Freitag, 13. März um 19:30 Uhr, Hugendubel - dafür liest Andreas F. Cornelius - siehe oben!

Die Autorin ist leider nicht anwesend.

Izabela Leal: „Die Andere“, vorgestellt von Timur Stein

Das Buch der brasilianischen Dichterin Izabela Leal, mit dem renommierten Literaturpreis Prêmio Rio de Literatura ausgezeichnet, sucht einen Mittelweg zwischen Poesie und Prosa. Dieses Buch schildert die vergebliche Suche nach Identität, projiziert das Innenleben einer zwischen zwei Großstädten hin- und hergerissenen Frau und lauert auf jeder neuen Seite mit einem intimen Verständnis des Frau-Werdens und Schreibens auf.

Izabela Leal: geb. 1969 in Rio de Janeiro, Bachelor in Psychologie, Master in portugiesischer Literatur an der Katholischen Universität von Rio de Janeiro, Promotion, derzeit Professorin für portugiesische Literatur an der Federal University of Pará.

Timur Stein: geb. 1990 in Rybnica (Moldawien), Studium der Romanischen Philologie in Erlangen, Marburg und Bogota sowie der Translationswissenschaften in Germersheim.

 

Sonnabend, 14. März um 15:30 Uhr, Forum OstSüdOst (Halle 4, Stand E501) - fällt aus

Wolfgang Eschker, Kočo Racin: Weiße Dämmerungen

Wolfgang Eschker stellt die erste Gedichtsammlung in mazedonischer Sprache vor.

Der illegal im kroatischen Samobor gedruckte und im November 1939 in Zagreb erschienene Band „Weiße Dämmerungen“ von Kočo Racin umfaßt zwölf Gedichte. Die Bedeutung dieser Gedichtsammlung ist in ihrer kulturellen, historischen und politischen Bedeutung nicht zu überschätzen. Wolfgang Eschker hat sie in eine präzise, unsentimentale deutsche Sprache gebracht.

Dragana Tripkovic und Cornelia Marks: Verse aus Sand

Dieser Band trägt die Bitterkeit, mit deren Entscheidung Dragana Tripković lebt und arbeitet. »Der richtige Job ist nur / die Freiheit«, sagt sie. Und hält Ausschau nach ihrem »eigenen Triumph ohne Kampf«, um nicht am kleinmütigen Prozess der Vergebung teilzuhaben. Und der Toleranz, die im Lichte des homosexuellen Lebens und seiner Verzweif­lung steht…

Dichterin und Übersetzerin sind anwesend.

 

Sonntag, 15. März um 15:30 Uhr, Forum DIE UNABHÄNGIGEN (Halle 5, Stand H309) - fällt aus

Die Autorin ist leider nicht anwesend.

Izabela Leal: „Die Andere“, vorgestellt von Timur Stein

Das Buch der brasilianischen Dichterin Izabela Leal, mit dem renommierten Literaturpreis Prêmio Rio de Literatura ausgezeichnet, sucht einen Mittelweg zwischen Poesie und Prosa. Dieses Buch schildert die vergebliche Suche nach Identität, projiziert das Innenleben einer zwischen zwei Großstädten hin- und hergerissenen Frau und lauert auf jeder neuen Seite mit einem intimen Verständnis des Frau-Werdens und Schreibens auf.

Izabela Leal: geb. 1969 in Rio de Janeiro, Bachelor in Psychologie, Master in portugiesischer Literatur an der Katholischen Universität von Rio de Janeiro, Promotion, derzeit Professorin für portugiesische Literatur an der Federal University of Pará.

Timur Stein: geb. 1990 in Rybnica (Moldawien), Studium der Romanischen Philologie in Erlangen, Marburg und Bogota sowie der Translationswissenschaften in Germersheim.

 

 

 

Donnerstag, 21.11.2019, 20 Uhr

Gedenklesung für Silvio Pfeuffer: mit Thomas Kunst, Viktor Kalinke u.a.

Unerwartet starb in diesem Sommer unser Freund, der Philosoph und Dichter Silvio Pfeuffer. Wir treffen uns, um seine Texte zu lesen, Texte für und über ihn, ihn im Gespräch zu hören und zu sehen im Dokumentarfilm "DichterSehen", im Geist mit ihm zu sein.

Silvio Pfeuffer wurde 1969 in Suhl geboren, studierte in Leipzig Philosophie und befasste sich intensiv mit Derrida und Levinas, Nietzsche und Dostojewski. Er war Mitbegründer der Literaturzeitschrift EDIT. Gedichte veröffentlichte er im Leipziger Literaturverlag, in den Zeitschriften Ostragehege und Signum sowie als Künstlerbuch in der Sonnenbergpresse von Andrea Lange.

Mittwoch, 30.10.2019, ab 18 Uhr

Schreibperformance mit Sabine Janz

Versuche der Beständigkeit schneller Worte.
Sümpfe, die sich auftun im Baustellenloch.
Schreiende Farben, die das Spiel verraten.
Ankommen in den Träumen der Anderen.

Visuelle Gewalten treffen auf Lautmalerei, akustische Signale und Verhüllungskunst im Dunstkreis der Sprachakrobatik mit der Schreibmaschine.

Inskriptionen No. 11: Ultra Super Grip

Texte, die Geschichten erzählen, die zu uns sprechen, das eigene Schreiben anstoßen, sowohl Texte mit Botschaft als auch Textexperimente, die auf Buchstaben stelzen, humpeln und tänzeln, Unerwartetes in sich bergen und abgenutzte Wörter meiden, Texte, in denen sich Sprachspielereien mit Biografischem und nüchternen Betrachtungen der Realität mischen.

Austellungsumbau zur Vernissage

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Arbeiten von Lubomir Tylpt
Baustellen im Leben – construction sites in life mit Sabine Janz
Lubomir Tylpt studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Merz und Penck, letzte Einzelausstellungen: 2018: Neutopíš se dvakrát v téže řece / Man ertrinkt nicht zweimal in demselben Fluss, Galerie Václava Špála, Prag; 2017: 370° of a circle, DSC Gallery, Prag; Ticking Man, The Prague House, Brüssel; 2016: Transition, Galerie Oneiro, Paris.

Sabine Janz: 2007 – 2014
Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildendeKünste in Braunschweig, 2010
Auslandssemester an der Academy of Arts in Tallin (EST), 2012 -2013
Auslandssemester an der Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem (ISR)

 

 

17. Mai, 19:30 Uhr, Luisenpark Mannheim

Die Freude der Fische – Ein Lesekonzert mit dem Trio Zhuangzi

Vielleicht kennen Sie die musikalischen Vertreter dieses Abends bereits: Schon einige Male begeisterten sie als „Duo Dong Dix“ im Chinesischen Garten. Nun erfahren Ya Dong (Pipa) und Wolfram Dix (Percussion) durch die Rezitation von Viktor Kalinke eine bereichernde literarische Ergänzung: „Zhuangzi”, so der Titel von Kalinkes neuester Übersetzung, wird in Auszügen und mit musikalischer Begleitung vortragen. Seit den 1980er Jahren befasst sich Kalinke mit dem Daoismus und auch mit „Zhuangzi“ wird es philosophisch: Zhuangzi, der Legende nach ein begnadeter Gärtner und Wortkünstler, entdeckt Zusammenhänge, die selbst die größten Gelehrten seiner Zeit nicht zu erkennen vermochten. Das Geheimnis der glücklichen Fische jedenfalls wird an diesem Abend gelüftet!

Mit kleinen asiatischen Köstlichkeiten und Snacks.
Eintritt: 15 € (Lesekonzert & Snacks) inkl. Parkeintritt

Veranstalter: Konfuzius-Institut Heidelberg

Aus der Flüstergrotte

PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2019

Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221

 

Donnerstag, 21. März um 18:00 Uhr, Galerie ARTAe, Menckestr. 3

Mayjia Gille: Seit Tagen warte ich in den Sarottihöfen

Mayjia Gilles Poesie führt durch ein Labyrinth aus Schönheit und Schrecken, Schmerz und Glück.

"Mit traumfingriger Hand fügt die Dichterin ihre Worte. Sie öffnet uns Tatsächlichen die Tür in die Welt des Möglichen... Dort finden wir, was wir lange vermissten: Liebe." Heimo Schwilk (Berlin)

 

 

Donnerstag, 21. März um 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag


Die Weltuhr klemmt. Abend der tschechischen Poesie

mit Sylvia Fischerová, Radek Fridrich, Daniela Pusch und Lubomir Typlt, Moderation: Axel Helbig

Die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE ist seit 1994 ein Schrittmacher im deutsch-tschechischen Kulturaustausch. Die Sonderausgabe Nr. 91 "Neue Texte aus Tschechien" stellt Prosa, Gedichte undEssays zur tschechischen Literaturszene sowie den Künstler Lubomir Typlt vor. Vorgestellt werden auch neue Übersetzungen aus dem Tschechischen.

Die Ausgabe wird vom Tschechischen Kulturministerium gefördert. Ein weiterer Partner ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.

Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Lubomir Tylpt. Der Künstler studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Merz und Penck, letzte Einzelausstellungen: 2018: Neutopíš se dvakrát v téže řece / Man ertrinkt nicht zweimal in demselben Fluss, Galerie Václava Špála, Prag; 2017: 370° of a circle, DSC Gallery, Prag; Ticking Man, The Prague House, Brüssel; 2016: Transition, Galerie Oneiro, Paris.


Freitag, 22. März um 11:00 Uhr, Forum OstSüdOst (Halle 4, Stand E501)

 

Lasha Bakradse & Viktor Kalinke: Martyrien. Altgeorgische Heiligenlegenden

Die vorliegende Anthologie verschafft dem deutschsprachigen Leser einen Zugang zu drei Meisterwerken der georgischen Prosa, die bis in das fünfte Jahrhundert zurückreicht.

Im Mittelpunkt der drei Legenden steht das Martyrium der heiligen Schuschanik, einer armenischen Königin, die ihrem Ehemann Widerstand leistete. Die Martyrien geben ein lebendiges Zeugnis vom Verhältnis des Christentums zu anderen Religionen der damaligen Zeit wie dem persischen Zoroastrismus (Mazdaismus) und dem aufkommenden Islam.

„Ist der Märtyrertod denn nur ein Tod? Nein, er ist die Geburt zu einem neuen, unsterblichen Leben...“

Gefördert von

Freitag, 22. März um 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel 

Jean-Michel Maulpoix „Die rote Schwalbe“

Margret Millischer stellt „Die rote Schwalbe“, die deutsche Übersetzung des neuen Buches von Jean-Michel Maulpoix, vor. Ausgangspunkt ist der schmerzhaft erlebte Tod von Vater und Mutter, das Erschrecken vor der eigenen Endlichkeit und ein Heraufbeschwören von Erinnerungen.

Maulpoix‘ Sprache ist kunstvoll, bezieht sich auf alle Sinneseindrücke – Töne, Farben – und die Sprache als Werkzeug des Dichters, der angesichts von Tod und Trauer gegen Ohnmacht und Sprachlosigkeit ankämpft: ein Aufbegehren dagegen und ein Bekenntnis zur Liebe und zum Leben.

Gefördert von

 


Sonnabend, 23. März um 11:00 Uhr, Stand Portugal (Halle 4, D400)

Markus Sahr präsentiert Yvette K Centeno 's “Herbstspiegel”

Die Zeit, von der Sanduhr gemessen, ist unumkehrbar, doch sie wird auch lang, denn Erinnerungen werden lebendig. Yvette K. Centenos Gedichte aus den Jahren 2005 bis 2011 erinnern vorwiegend, schauen zurück, dankbar und gerührt manchmal, aber auch sachlich, präzise, inmitten einer Gegenwart, die oftmals anders ist.

Gefördert von

 

Sonnabend 23. März um 12:00 Uhr, Stand Portugal (Halle 4, D400)

Luís Filipe Castro Mendes und Ilse Pollack präsentieren den Band "Fremde Nähe"

Wenn „jegliche Utopie in den Händen stirbt“, so bleibt in den Worten der Poesie festgehalten, was überdauert. Sarkastisch setzt sich Mendes mit der Unerbittlichkeit des heutigen Kapitalismus auseinander.

"Ja, ich habe gelesen wir Ihre Eltern lebten

in jenem Jahr als sie den Krieg verloren:

In feuchten Kellern von zerstörten Gebäuden

von einzelnen Almosen der Besatzungssoldaten.

Doch haben Sie bemerkt

wie sie danach von den Siegern behandelt wurden?"

Gefördert von

Sonnabend, 23. März um 11:00-12:00 Uhr, Café Europa (Halle 4, Stand E401)

Die Weltuhr klemmt. Neue Texte aus Tschechien

mit Sylvia Fischerová, Radek Fridrich, Daniela Pusch, Martina Lisa und Prof. Dr. Reiner Neubert, Moderation: Axel Helbig

Die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE ist seit 1994 ein Schrittmacher im deutsch-tschechischen Kulturaustausch. Die Sonderausgabe Nr. 91 "Neue Texte aus Tschechien" stellt Prosa, Gedichte und Essays zur tschechischen Literaturszene sowie den Künstler Lubomir Typlt vor. Vorgestellt werden auch neue Übersetzungen aus dem Tschechischen. Die Ausgabe wird vom Tschechischen Kulturministerium gefördert. Ein weiterer Partner ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.

 

Sonnabend, 23. März um 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

"Aus der Flüstergrotte" - Leipziger Übersetzernacht: Originale, Übersetzungen, Kommentare

- Max Temmerman und Stefan Wieczorek – Die Geduld der Gärten

- Viktor Kalinke und Lascha Bakradse Martyrien

- Margret Millischer und Jean-Michel Maulpoix – Rote Schwalbe

- Cornelia Marks und Dragana Tripkovic – Verse aus Sand

- Ilse Pollack und Luis Filipe Castro Mendes – Fremde Nähe

- Markus Sahr und Yvette Centeno Herbstspiegel

- Jakob Taube Aus der Flüstergrotte

Beobachtungen, poetische Anmerkungen, Werkstatt – woher schöpft der Autor seine Inspiration? Wie gelingt es dem Übersetzer, dem Original gerecht zu werden und zugleich Wirkung in der eigenen Sprache zu erzielen?

 


Sonntag, 24. März um 13:30 Uhr, Forum Die Unabhängigen (Halle 5, Stand H309)

 

Flämische Meister – Die Geduld der Gärten. Literatur aus Flandern – Max Temmerman

Viktor Kalinke spricht mit Max Temmerman und Stefan Wieczorek (Hg. u. Übersetzer)

"Max Temmerman erkundet die großen literarischen Themen wie Leben, Liebe und Tod, von denen die Poesie von Anfang an beherrscht wird.“ Patrick Peeters (Poetry International Web).

In der zweisprachigen Lesung (Niederländisch-Deutsch) stellt der Autor seinen Band „Die Geduld der Gärten“ vor. Im Gespräch wird es darum gehen, was es bedeutet, in einer ‚kleinen‘ Sprache zu schreiben, und wie sich politische und kulturelle Aspekte Belgiens in seinem Werk niederschlagen.

Gefördert von

 

 

Donnerstag, 29.11.2018, ab 20 Uhr

Der LLV wird 20

ZWANZIG. FEIERN !

Wir stellen die druckfrischen Inskriptionen mit dem Titel "Ende der Genieästhetik" vor, eröffnen die Ausstellung "Die Überwindung der Trägheit" mit Arbeiten von Torsten Pfeffer, lauschen der Aufführung des Schlagzeugsolos "Madhouse - You mean an institution?" von Dominique Ehlert, öffnen die Bühne für eure Beiträge - und feiern.

Die Ausstellung Die Überwindung der Trägheit zeigt neue Arbeiten des Leipziger Künstlers und Musikers Torsten Pfeffer. Im Fokus stehen seine naturalistisch geprägten Ölgemälde. Die poetische Kombination figurativer Gesten mit Zitaten aus Flora und Fauna entfaltet im Auge des Betrachters allegorisch anmutende, vieldeutige Narrationen. Der menschliche Körper findet hierbei besondere Beachtung. Ganz im Sinne eines wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und einer im 21. Jahrhundert zumutbaren Aufklärung und Eigenverantwortlichkeit tritt der Mensch als das in Erscheinung, was er ist.

 

Die Inskriptionen sind der Blick durch viele Augen. Im aktuellen Heft wird das Ende des einsamen auserkorenen Genies verkündet: Die Inskriptionen sind eine virtuelle Gemeinschaft, für jedermann/frau zugänglich. In ihnen offenbaren sich Alltagsmomente, aktuelle Empfindungen zur Gesellschaft, Immerwährendes wie Naturbeschreibungen und Du-Ich-Beziehungen.

 

 

Georgien im LLV

Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse ist schon seit längerem in unserem Visier. In diesem Jahr geben wir drei Titel heraus, die zum Verständnis dessen, was man georgische Identität nennen könnte, beitragen: drei altgeorgische Märtyrerlegenden, die zu den ältesten Texten überhaupt gehören, die in georgischer Sprache verfaßt wurden, über ihren dokumentarischen Anlaß hinaus aber literarische Qualitäten aufweisen. Außerdem erscheint die Biographie von Ilia Tschawtschawadse, des größten georgischen Dichters, geschrieben von Akaki Bakradse, einem zu Sowjetzeiten oppositionellen Kritiker, dessen Texte im Untergrund oder im Samisdat erschienen, sowie ein Roman über die Reise zweier Italiener nach Georgien, genauer das ehemalige Kolchis, wie es die Griechen nannten.

Mittwoch, 10.10.2018 um 15.30 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

Turning Points of Georgian Literature: Ana Kodzaia-Samadaschwili präsentiert "Martyrdom of Shushanik" as Beginning

Moderation: Barbara Lehnerer

The Martyrdom of Queen Shushanik is a text of major significance not only due to the fact that it is the oldest surviving piece of Georgian literature, which was written in the fifth century, but also because this small text is a wonderful novel in a certain sense. It includes a game of passions, great love, and great betrayal, an eternal story of the woman and the man. A single wrong step results into a clash and conflict of interests between two strong personalities. The book goes beyond the limitations of hagiography. The book includes brilliant dialogues, details of everyday life, descriptions of nature, and unforgettable characters. Modern Georgian reader has no difficulty in reading the original of this text that was composed so many centuries ago, fining many familiar words and breath-taking metaphors. The German translation by Elene Amashukeli is equally pleasant and wonderful.

Donnerstag, 11.10.2018 um 12:00 Uhr, Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

100 Jahre Unabhängigkeit Georgiens: der Abchasien-Krieg

Im Gespräch mit Beso Chwedelidze und Guram Odisharia

Moderation: Stefan Weidle

Sonnabend, 13.10.2018 um 14:30, Gastland Pavillion Georgien, FORUM 1

Lascha Bakradse und Kristiane Lichtenfeld sprechen über Ilia Tschawtschawadse

Moderation: Viktor Kalinke

Sonnabend, 13.10.2018 um 15:30 Uhr Gastland Pavillion Georgien (Halle 5, B100)

Turning Points of Georgian Literature: Viktor Kalinke präsentiert "Antonio und David" von Jemal Karchkhadse - Novel Rediscovered by New Generation

Moderation: Maia Fanjikidze

Jemal Karchkhadze's works met with fierce criticism from the literary critics of the Soviet Union. After Georgia's independence, his work was rediscovered by a new generation and his popularity grew steadily.

Antonio and David is one of those rare cases in which taut narrative and high thought merge masterfully. Thanks to its elegant style and fluid writing technique, the novel is accessible to any reader interested in history, while at the same time offering an aesthetic language pleasure for the literary connoisseur.

 

The books were published in the frames of the program Georgia the Guest of Honor country at the 2018 Frankfurter Buchmesse with the support of the Georgian National Book Center.

 

Donnerstag den 13.09.18 um 19:30 Uhr in der Brentano Buchhandlung (Langgasse 2, Gelnhausen)

W.S. Merwin: Der Schatten des Sirius. Lesung mit den Übersetzern Helmbrecht Breinig Susanne Opfermann

Der Schatten des Sirius, etwas, das niemand gesehen hat, ist, wie Merwin in einem Interview sagte, "reine Metapher, reine Imagination". Wir selbst sind dieser Schatten, hinter der sichtbaren Welt liegt das, was nicht sichtbar, nicht zu wissen ist. Das Unbekannte ist es, das unser Leben lenkt, und es ist die Aufgabe der Dichtung, sich diesem Unbekannten anzunähern, ohne es je zu erreichen, "zu sagen, was unsagbar ist - Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken - diese Gefühle, die unausdrückbar sind".
William Stanley Merwin (der für seine Buchpublikationen die Form W.S. Merwin vorzieht) gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter unserer Epoche. Als einziger amerikanischer Dichter erhielt er zweimal den Pulitzer-Preis für Lyrik - den ersten hatte er 1971 wegen des amerikanischen Vorgehens im Vietnamkrieg abgelehnt - eines von vielen Beispielen für sein Engagement in politischen und ökologischen Fragen. Im Jahr 2010 wurde Merwin zum PoetaLaureatus der Vereinigten Staaten gewählt.
The Shadow of Sirius ist ein Alterswerk, geprägt von Erinnerungen an Menschen und Tiere, Gedanken über Zeit und Vergänglichkeit und das Wesen der Dichtkunst.

Die Übersetzer, die Professoren der Amerikanistik, Susanne Opfermann und Helmbrecht Breinig, lesen auf Deutsch und Englisch aus den Gedichten und berichten vom Prozess des Übersetzens.
Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Dienstag, 19. Juni, 18:30 Uhr, Saal der brasilianischen Josua Gemeinde, Daimlerstraße 38, (Hamburg)

Lesung mit Hélia Correia (Portugal)

Einer breiten Öffentlichkeit erstmals 1981 bekannt geworden, erzählt Hélia Correia von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet. 2015 erhielt sie mit dem Prémio Camões den wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt.

Eine Veranstaltung des Instituto Camões mit Unterstützung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft.

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr

Lesung mit Hélia Correia: "Zwanzig Stufen"

Zu einer zweisprachigen Lesung mit der namhaften portugiesischen Autorin Hélia Correia laden wir in unsere Räume ein. Im Mittelpunkt wird Correias Buch „Zwanzig Stufen und andere Erzählungen“ stehen, das wir druckfrisch auf Deutsch in der Übersetzung von Dania Schüürmann herausgebracht haben – neben vielen anderen literarischen Perlen Portugals im Laufe der letzten Jahre.

Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.

Im Anschluß wird die Ausstellung „Ver Lisboa“ mit Siebdrucken über die portugiesische Metropole eröffnet. Schriftsteller und Künstler stellen unentdeckte Orte der portugiesischen Hauptstadt vor: Das Buch Guia Ler e Ver Lisboa, das von EGEAC Cultura em Lisboa und Prado herausgegeben wurde, vereint Erzählungen von 20 bekannten zeitgenössischen portugiesischen Autoren und wurde von weiteren 20 herausragenden portugiesischen Illustratoren gestaltet. Sie teilen mit den Lesern ein geheimnisvolles, nostalgisches, historisches, verlorenes, unterirdisches oder auch utopisches Lissabon. Entstanden ist ein gleichzeitig literarischer wie visueller Stadtrundgang durch die portugiesische Hauptstadt.Vertreten sind die Autoren Afonso Cruz, Alice Vieira, Ana Margarida de Carvalho, Bruno Vieira Amaral, Catarina Fonseca, David Machado, Gonçalo M. Tavares, Joana Bértholo, Kalaf Epalanga, Luísa Costa Gomes, Mário Zambujal, Miguel Real, Patrícia Portela, Patrícia Reis, Ricardo Adolfo, Rui Cardoso Martins, Rui Zink, Sandro William Junqueira, Valério Romão und die Illustratoren Alex Gozblau, Ana Ventura, André Carrilho, André Letria, António Jorge Gonçalves, Bárbara Assis Pacheco, Bernardo Carvalho, Danuta Wojciechowska, Gonçalo Viana, João Fazenda, Paulo Galindro, Pedro Lourenço, Rui Sousa, Teresa Lima, Tiago Albuquerque, Yara Kono.

Lesung und Ausstellungseröffnung werden musikalisch begleitet vom Duo Hartmut Anacker (git) & Andreas Böttger (viol) Werke von Ernst Gottlieb Baron (1696-1760), Georg Philipp Telemann (1681-1767) u.a.

Mittwoch 20. Juni, 20 Uhr, Buchhandlung Pankebuch, Wilhelm-Kuhr-Str. 5 (Berlin)

Lesung mit Laurynas Katkus (Litauen)

Der Autor und Übersetzer Laurynas Katkus, 1972 in Vilnius/Litauen geboren, zählt zu den wichtigen Stimmen seiner Generation und ist vor allem mit Lyrik- und Essays bekannt geworden.Bei uns stellt er seine, im Leipziger Literaturverlag erschienenen und von Claudia Sinnig übersetzten, Bücher “Tauchstunden” und “Moskauer Pelmeni” vor.

Gefördert von der Botschaft der Republik Litauen. Eintritt: 8 Euro

21.06.2018, 18:30 Uhr, Berlin, Unter den Linden 1

Europäischer Autorengipfel

Mit Hélia Correia (Portugal) und Laurynas Katkus (Litauen) nehmen gleich zwei Autoren des Leipziger Literaturverlages am Europäischen Autorengipfel teil, den Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat zusammen mit Botschaften und Kulturinstituten in Berlin mit insgesamt zwanzig internationale Autorinnen und Autoren einberufen:

Janne Teller aus Dänemark, Terezia Mora aus Deutschland, Geert Buelens aus Flandern, Hédi Kaddour aus Frankreich, Jacques De Decker aus der Föderation Wallonie-Brüssel, Claire North aus Großbritannien, Sjón aus Island, Hugo Hamilton aus Irland, Laurynas Katkus aus Litauen, Guy Helminger aus Luxemburg, Pierre Mejlak aus Malta, Hans Maarten van den Brink aus den Niederlanden, Maja Lunde aus Norwegen, Tomasz Rózycki aus Polen, Hélia Correia aus Portugal, Dana Grigorcea aus der Schweiz, Svetlana Žuchová aus der Slowakei, Sabine Gruber aus Südtirol und Radka Denemarková aus Tschechien.

In ihren Romanen, Erzählungen, Gedichten und Sachbüchern beschreiben diese Autorinnen und Autoren, wie man in ihrem Land lebt, welche Gedanken, Erfahrungen, Sehnsüchte, Hoffnungen, Gewissheiten, Ängste und Irrtümer unsere Nachbarn beschäftigen. Gemeinsam bilden sie ein europäisches Narrativ. In den Gesprächen auf dem Blauen Sofa erfahren Sie außerdem, warum sich diese Autorinnen und Autoren als Europäer fühlen, was ihnen in Europa fehlt, welches europäisches Buch sie schreiben würden und wo Europa für sie endet.

Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß nur ein begrenztes Platzkontingent verfügbar ist. Ab dem 15. Juni 2018 können Sie sich hier als Gast des Europäischen Autoren-Gipfels registrieren. Die Anmeldung ist persönlich und nicht übertragbar. Bitte halten Sie beim Einlass Ihren Personalausweis bereit.

Ausschnitte vom Europäischen Autorengipfel sendet Deutschlandfunk Kultur am 24. Juni von 0:05 bis 4:00 Uhr ('Literatur im Gespräch').

 

Donnerstag, 28. Juni, 2018, 20 Uhr, Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Zhuangzi. Das Gesamtwerk - Lesung und Gespräch mit Viktor Kalinke

Eintritt: 6 / 4 Euro

In der Reihe "Literarische Alphabete" stellt Viktor Kalinke seine Übersetzungen des "Zhuangzi" und des "Daodejing" vor.

"Die Schrift gilt als eine der literarisch schönsten, interessantesten und schwierigsten der chinesischen Geistesgeschichte." schreibt Wikipedia über das Zhuangzi.

Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. & Literarische Arena e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

 

Wer mit Zhuangzi reist, vergißt, wo die Schuhe drücken

Zhuangzi-Tournee 2018

„Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“ Liu Xiaogan

Zhuangzi war ein Mann aus Meng, sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge; selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. (aus: Biographie des Zhuangzi von Sima Qian, Historiker am Hof der Westlichen Han-Dynastie, 2. Jahrhundert v.u.Z.)

Sonnabend, 12. Mai 2018, 20 Uhr, in Wangelin: Wangeliner Garten, Vietlübber Str., Lehmhaus

Zhuangzi: Die Freude der Fische

Zhuangzi und Huizi gelangten beim Spazierengehen auf die Brücke, die über den Hao-Fluß führt. Zhuangzi sprach: „Wie die Fische hochspringen und umhertollen – das ist die Freude der Fische.“ Huizi sprach: „Du bist kein Fisch, woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?“ Zhuangzi sprach: „Du fragst: ‘Woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?’, dabei weißt du schon, daß ich es weiß und du fragst mich trotzdem; ich weiß es, indem ich hier am Hao-Fluß stehe und mich freue.“

Rezitation und Konzert mit Ya Dong (Pipa), Wolfram Dix (Percussion) und Viktor Kalinke (Stimme): ein stimmungsvolles Konzert in ländlicher Umgebung, wie es dem dichtenden und philosophierenden Gärtner Zhuangzi gewiß gefallen hätte.

Sonntag,13. Mai 2018, 19 Uhr in Magdeburg, Festung Mark, Kulturwerkstatt, Hohepfortewall 1

Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt: VVK: 12 € (zzgl. Geb.), AK: 15 €, AK (erm.): 13 €

Duo Dong Dix und Viktor Kalinke rezitieren Zhuangzi: Klingendes Dao zwischen Leipzig und Shanghai

In der Mai-Ausgabe der „Freien Klänge“ beehrt uns das Duo „Dong Dix“ mit ihrem Lesekonzert „Die Freude der Fische“. Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen gemacht wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.

Ya Dong (Pipa): geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.

Wolfram Dix (Perkussion): arbeitet im Bereich von I-Musik, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel ist es ihm ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks. Dix spielt nur, was sich nicht von selbst versteht, was also gespielt werden muss.

Viktor Kalinke (Rezitation): befaßt sich seit 1988 mit daoistischer Philosophie und deren Übersetzung ins Deutsche. Hier spricht er Auszüge aus seiner frisch erschienenen Übersetzung des Zhuangzi.

Veranstalter: FestungMark Magdeburg

 

 

Wie es wirklich ist ...

PROGRAMM ZUR LEIPZIGER BUCMESSE 2018

Sie finden uns auf dem Messegelände in Halle 5, Stand G221

Donnerstag, 15. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Leipziger Literatursalon

Satire, Poesie und Kunst erwarten die Besucher des Leipziger Literatursalons:

o Walter Thümler: Wie es wirklich ist
o Udo Kawasser: das moll in den mollusken
o Hein Semke: Hannes, der Rammer
o geheimzustände: inskriptionen no. 9

Außerdem eröffnen wir eine Ausstellung mit Arbeiten von Sighard Gille.

 

Freitag, 16. März, Halle 5, 11 Uhr, Halle 5, Stand G200 (Lesebühne Junge Verlage)

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

Freitag, 16. März, 12 Uhr, Halle 4, Stand C 402 (Stand der Republik Portugal)

Dania Schüürmann stellt den Erzählband "Zwanzig Stufen" von Hélia Correia vor

Hélia Correia erzählt von Ausgegrenzten und Andersartigen, von Blinden, Prostituierten und Mördern, von Menschlichem und Unmenschlichem mit einem ganz besonderen, gelegentlich auch unheimlichen Zauber, der Sogwirkung entfaltet.

 

Freitag, 16. März, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel

Zhuangzi: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält“

Viktor Kalinke stellt die frisch erschienene deutsche Gesamtausgabe dieses Klassikers vor.

Freitag, 16. März, 24:00 Uhr, Lyrikbuchhandlung, Kunstraum D21, Demmeringstr. 21

Udo Kawasser: das moll in den mollusken

Aus einer Position des Eingetauchtseins schaltet sich Udo Kawasser mit seiner anfälligkeit für windgedichte ins Gespräch der Landschaft ein. Zwischen raumohnmacht und lautirrtümern frühmorgens führt sein filmischer Blick mit harten Schnitten querfeldein, lässt das denken über die flusshaut gleiten und nimmt dabei das mögliche Verhältnis von Mensch und Natur ins Visier.

 

Samstag, 17. März, 20:15 Uhr, Kulturgenussladen im Verlag

Salon International - Leipziger Übersetzernacht - Originale, Übersetzungen, Kommentare

mit Robert Hodel und Dragoslav Mihailović, Eleonora Gehrisch, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann und W.S. Merwin, Viktor Kalinke und Zhuangzi, Mala Vikaite sowie Dania Schüürmann und Hélia Correia

Sonntag, 18. März, 12 Uhr, Halle 5, G221 (am Stand des LLV)

Viktor Kalinke im Gespräch mit Axel Helbig über Zhuangzi

Vorgestellt wird die erste vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche: „Ein Narr ist, wer klammheimlich zu wissen glaubt, wie es sich verhält.“

 

Sonntag, 18. März, 12:30 Uhr, Halle 5, K600 (Forum Literatur)

W. S. Merwin, Helmbrecht Breinig, Susanne Opfermann: Der Schatten des Sirius

Dichtung hat die Aufgabe zu sagen, was unsagbar ist – Liebe, Kummer, Zorn auszudrücken – diese Gefühle, die unausdrückbar sind.

 

Sonntag, 18. März, 19 Uhr, Täubchenthal

Mayjia Gille liest aus den „Sarottihöfen“ und neue Texte, musikalisch begleitet von „Eisvogel“.

 

Donnerstag, 11.01. 2018 um 19h, Ort: Kienzle Art Foundation, Bleibtreustrasse 54, 10623 Berlin

Lesung von Gregor Mirwa im Gespräch mit Sieglinde Geisel

Die vorliegende Auswahl umfaßt Gedichte der letzten Jahre. Im ersten Teil Raum, Schachtel, neue Heimat geht es darum, die unmittelbare Umgebung des Lebens und Arbeitens mit einem Bleistift zu zeichnen, dessen Spitze ständig abbricht. Film ohne Tonspur wurde mit der Handkamera aufgenommen – so als würde sie selbst das Drehbuch schreiben. Bei den Tronies bin ich mir des Werkzeugs nicht ganz gewiss. Sie sind zuallererst Geschenk, ein Wink mit dem Fuß. Auch die Axt geht einem unterwegs leicht zur Hand und schafft Platz.

"Wo war ich, wie ich war
Da war diese Sache,
gerade hier in Reihe 27, Platz C.
Irgendwie muss ich herunter geschaut haben.
Da war es da. So was wie ein Einfall,
eine nicht zu Ende gebrachte Formel.
Alter Kaugummi, irgendetwas,
was dem Lauf der Zeit abhanden gekommen war
und sich wie ein Beißholz
zwischen die Sekunden geschoben hatte.
..."

Gregor Mirwa ist Arzt und Schriftsteller.
Sieglinde Geisel ist Journalistin, Lektorin und Dozentin für Schreibwerkstätten.
www.tell-review.de

 

 


 

 

Chronik 1998 - Juli 2005

Chronik August 2005 - Dezember 2017