2026

Finanziell ist es natürlich schwierig

Manche unterstellen einem Verleger schöngeistiger Literatur, er habe in Mathe nicht so gut aufgepasst. Das Gegenteil ist der Fall: Wer nicht rechnen kann, sollte das Verlegen lieber sein lassen, um nicht Kunde der Schufa zu werden. Das Rechnen haben, wie es aussieht, ganz andere Geistesgrößen verlernt: 900 Milliarden Euro entsprechen nahezu dem Doppelten des gegenwärtigen Bundeshaushalts von 480 Milliarden. Gestreckt auf eine Laufzeit von 30 Jahren wird das „Sondervermögen“ bei 3% Zinsen die jährliche Schuldenlast des Bundes von bisher 8% auf 18% erhöhen – das heißt fast jeder fünfte Euro wird für die Schuldentilgung verbrannt. Dies entspricht der Höhe des aktuellen Bildungs- und Verteidigungs­haushalts zusammen. Deutschland gleicht einem Zuckerkranken, der sich mit einem Zuckerschock zu heilen versucht: Starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Trockenheit der Haut, Übelkeit, Bauchschmerzen, Atemnot, Mundgeruch und geistige Verwirrung sind die Folge. Da hilft nur die stabile Seitenlage, Warmzudecken und Warten bis der Arzt kommt. Investitionen, Kultur- und Sozialausgaben oder Steuersenkungen können wir vergessen. Der Staat wird seinen Eintrag bei der Schufa nicht mehr los. Als Verleger schöngeistiger Literatur kann man sich schon fragen, wer sich dann noch Bücher leisten wird? Finanziell ist es natürlich schwierig ...
 
Verlagsprogramm 2026 (pdf)

Weinreich, Gerhard: Die üblichen Mauern
Kriminalroman, Kirchen-Satire und Machtanalyse: Im Zentrum des Buchs steht der Monsignore Ries, Ermittler der Glaubenskongregation im Vatikan, der im Auftrag des Kardinals Bruno kirchliche Skandale diskret untersuchen soll, während in Deutschland der machtbewusste Bischof Ehrmann in ein Netz aus Korruption, Erpressung und schließlich Mord verstrickt ist. Gemeinsam mit seiner Geliebten, der Architektin Viktoria Haag, begeht er ein vermeintlich perfektes Verbrechen, um einen Mitwisser auszuschalten. Der Plot entfaltet sich als Spiel aus Vertuschung, Loyalität und Machtkalkül, in dem moralische Prinzipien systematisch gegen institutionelle Interessen ausgespielt werden. Die „üblichen Mauern“ sind dabei sowohl reale als auch metaphorische Grenzen: zwischen Wahrheit und Lüge, Glauben und Macht, Gewissen und Karriere.
24,95 EUR
-> in Deutschland für Endkunden kostenfreier Versand
Weinreich, Gerhard: Die üblichen Mauern - eBook
Kriminalroman, Kirchen-Satire und Machtanalyse: Im Zentrum des Buchs steht der Monsignore Ries, Ermittler der Glaubenskongregation im Vatikan, der im Auftrag des Kardinals Bruno kirchliche Skandale diskret untersuchen soll, während in Deutschland der machtbewusste Bischof Ehrmann in ein Netz aus Korruption, Erpressung und schließlich Mord verstrickt ist. Gemeinsam mit seiner Geliebten, der Architektin Viktoria Haag, begeht er ein vermeintlich perfektes Verbrechen, um einen Mitwisser auszuschalten. Der Plot entfaltet sich als Spiel aus Vertuschung, Loyalität und Machtkalkül, in dem moralische Prinzipien systematisch gegen institutionelle Interessen ausgespielt werden. Die „üblichen Mauern“ sind dabei sowohl reale als auch metaphorische Grenzen: zwischen Wahrheit und Lüge, Glauben und Macht, Gewissen und Karriere.
14,95 EUR
-> versandkostenfrei (für Endkunden)
1 bis 15 (von insgesamt 15)