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Klemm, Torsten: Delinquenz, Haftfolgen und Therapie mit Straffälligen

ISBN:
3-934015-33-6
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Konzepte, Erfahrungen, Evaluation - Leipziger Gefängnisstudie

Das Buch beschreibt den internationalen Erkenntnisstand kriminaltherapeutischer psychosozialer Maßnahmen unter Haftbedingungen. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, daß Haft ohne rückfallpräventive Behandlung auf die Insassen labilisierend wirkt und gerade bei längerem Aufenthalt ihre Gefährlichkeit steigert, was sowohl dem Resozialisationsanspruch als auch dem Sicherheitsbedürfnis der Allgemeinheit entgegenläuft. Zugleich zeigt diese Arbeit jedoch auch, daß der justizielle Druck therapeutisch sinnvoll genutzt werden kann, indem auf die vorhandene Behandlungsmotivation der Insassen mit spezifischen Angeboten reagiert wird. Zur Umsetzung dieser Erkenntnisse fordert das Buch zu Änderungen in der Struktur des Strafvollzuges auf.

"Ohne Zweifel eine Bereicherung des methodischen Repertoirs von Therapeuten in Haft- und Maßregelvollzugseinrichtungen."
(Prof. Dr. Norbert Nedopil, Universität München)

"Der Verfasser hat eine Reihe sehr interessanter empirischer Ergebnisse vorgelegt, z.B. daß die Deliktschwere erstaunlicherweise mit keiner der untersuchten Persönlichkeitsauffälligkeiten korreliert, wohl aber die Delikthäufigkeit. Erschreckend, wenn auch nicht unerwartet, ist, daß die Inhaftierten am Haftende gestörter sind als bei Haftbeginn. Die Effektivität des Trainings wird überzeugend nachgewiesen. Die Arbeit dürfte sowohl Theoretiker als auch Praktiker des Strafvollzugs sehr interessieren." (Prof. Dr. Jürgen Guthke, Universität Leipzig)

"Die Arbeit läßt es es nicht bei einer Darstellung der empirischen Befunde bewenden, sondern erörtert aus einer psychologischen Perspektive in differenzierter Weise auch entsprechende rechtspolitische Konsequenzen."
(Prof. Dr. Thomas Fabian, HTWK Leipzig)

"Haft ohne rückfallpräventive Behandlung ist gelinde gesagt kontraproduktiv. Dies weist Klemm in seiner Arbeit nach und bietet dabei formidable 'Werkschau' der entsprechenden Tools. Diese auf empirischer Basis fundierte Arbeit sollte Anlass sein, sich im Vollzug diesen Instrumenten zu bedienen, wenn nicht aus humanistischer dann aus sicherheitsorientierter Sicht." (Das Dosierte Leben)


Zum Leipziger Selbstkontrolltraining:

Grundstufe: Sensibilisierung und soziale Kompetenz
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Aufbaustufe: Lebensplanung, Familientraditionen und Sexualität, Beziehungsgestaltung
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Inhaltsverzeichnis:

1  Therapie mit Straftätern: verlorene Liebesmüh?  9

1.1 Historischer Rahmen  9

1.2 Erfordernisse einer modernen Vollzugspraxis  10

1.3     Verhaltensnormen und Devianz  12

1.4 Ist Therapie mit Straftätern möglich?  16

2   Situative Differenzen: Freiheit versus Gefängnis  17

2.1 Die psychische Situation bei der Begehung einer Straftat 17

2.2 Die psychische Situation im Gefängnis  19

3     Delinquenz und Haftfolgen  25

3.1 Ansätze    25

3.2 Zur Psychologie der Delinquenz  33

3.3     Persönlichkeitsauffälligkeiten und Rückfall 46

3.4 Haft: Enttäuschung ohne Ende?  50

4     Intramurale Straftäterbehandlung  67

4.1 Zur Therapiemotivation unter Haftbedingungen  67

4.2 Wirkfaktoren psychologischer Straftäterbehandlung  69

4.3 Die Gestaltung eines kriminaltherapeutischen Settings  70

4.4     Therapeutische Ansätze  72

4.5     Auftragsklärung im institutionellen Setting Gefängnis  76

4.6 Institutionelle Aufträge  78

4.7 Konzept eines Bonussystems für jugendliche Inhaftierte  82

4.8     Kunsttherapeutische Spielräume im Gefängnis  85

4.9 Zur Nutzung von Ritualen im Gefängnis  86

4.10 Deliktspezifische Besonderheiten  89

4.11 Suizidprävention im Justizvollzug  91

5     Selbstkontrolle, Sensibilisierung und Kompetenz  96

5.1     Therapeutische Intention  96

5.2 Formaler Ablauf der Sitzungen  98

5.3 Inhalt der Sitzungen  100

5.4     Familientherapeutische Erweiterungen  106

6     Praktische Erfahrungen  110

6.1     Vorgeschichten  110

6.2 Zu Techniken und Verfahrensweisen  118

6.3     Therapieverläufe  122

7    Evaluation  131

7.1 Anmerkungen zur Methodik  131

7.2     Persönlichkeitsauffälligkeiten inhaftierter Straftäter  134

7.3 Vergleich zwischen Delinquentengruppen im Regelvollzug  138

7.4     Suchtmittelabhängige im Gefängnis  143

7.5     Veränderungen bei Inhaftierten ohne Therapie  146

7.6     Veränderungen bei den Therapieteilnehmern  151

7.7 Die Effektstärke des Gruppentrainings  155

7.8     Therapieteilnehmer vs. Inhaftierte ohne Behandlung  157

8     Schlussfolgerungen  161

8.1 Effekte des Regelvollzuges  161

8.2     Behandlungseffekte  162

8.3 Zur Effektivität des Selbstkontrolltrainings  163

8.4     Straftätertherapie: Individualisierung eines sozialen Problems?                                              165

9   Anhang  174

9.1 Kleines Wörterbuch der Knastsprache  174

9.2 Aktivitäts-Nachweisbogen  179

9.3     Erkennungsbogen Suizidalität 181

9.4 SKT: Ankündigung und Zertifikat 182

9.5 Arbeitsblätter  184


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