[<<Erster] [<zurück] [weiter>] [Letzter>>] 21 Artikel in dieser Kategorie

Hegewald, Andreas: Ledige Sätze - Künstlerbuch

ISBN:
KB 03
Lieferbar:
sofort lieferbar sofort lieferbar
29,95 EUR
-> in Deutschland kostenfreier Versand

Aphorismen und Zeichnungen

 Limitierte und signierte Künstlerbuch-Ausgabe mit Festeinband und Originalgraphik 

80 Zeichnungen aus den namenlosen Nächten des Jahres 2002. Ledige Sätze - begonnen, fallengelassen, nahezu gleichzeitig mit dem Entstehen der "any new dimensions". Ineinandergreifend und doch für sich stehend, erscheinen Verschlingungen von Schriftzügen, bar jeglicher Extremitäten wie an den Strand gespülte Steine. So können sie sich auch nicht aneinander klammern - sich gegenseitig festhalten in der Rückbrandung. Ihr Eigengewicht läßt sie verharren, liegenbleiben in der gleichgültigen Schönheit unerkannter Torsi.

Andreas Hegewald: geboren 1953 in Sondershausen, Thomanerchor Leipzig, Küster St.-Pauli-Kirche Dresden, Studium Malerei und Graphik, 1983 Mitbegründer des Leitwolfverlages, 1986 Gründung des Elba-Projektes mit W. Krause (Berlin), 1990 Mitbegründer des riesa efau und der Galerie Adlergasse (Dresden), 1996 "Black Bloxx", 2004 Gründer der BUCHENpresse

Leseprobe:

finis terrae

Ledige Sätze - begonnen, fallengelassen, nahezu gleichzeitig mit dem Entstehen der " any new dimensions " - 150 Zeichnungen
in den namenlosen Nächten des Jahres 2003.

In formender Linienführung zur zwingenden Geschlossenheit, zum Einschluss der Fläche, die aus dem anderen Weiss des Aug-
apfels, mit dem fixierenden Punkt des Satzendes zu blicken sucht - zur Mitte des gezirkelten Kreises einer schauenden Pupille -
der schablonenhaft anmutenden Konstruktion in der farblosen Iris.

Aus dieser scheinbaren Betrachtung, einer schweifenden Spinnenwebe, im Ungreiflichen neuen Halt suchend, erscheinen 
Verschlingungen von Schriftzügen, die bar jeglicher Extremitäten wie an den Strand gespühlte Steine liegen.

So können sie sich auch nicht aneinander klammern - sich gegenseitig festhalten in der Rückbrandung.

Ihr Eigengewicht lässt sie verharren, liegenbleiben in der gleichgültigen Schönheit unerkannter Torsi.

In der Sehgeraden der Satzenden, den fragenden Augenblicken - lediglich erschaut von drahtartig durchscheinend, skelettlos
blickenden Schädeln.

Aus dem Weiss des Papiers in das undurchdringliche Dunkel des schwarzen Punktes einer Pupille - ledig jedes Gedankens - divertiert aus den Augenpaaren, erahnend und zurückfliessend in nahezu derzeitiges Sein.

Lineaturen im fleischlosen Antlitz aus der Fremde des Aussehens oder doch im nach vorn drängenden Geschiebe einer
Handschrift bis an den Rand des Punkts...?

Allein - vereint in der Schreibweise eines Gesetzes, im leeren Urteilsspruch des alles verschlingenden Chaos.

Gestürzt - nicht wissend, dass zeitlos es bleibt - alleiniger Sinn im liegengebliebenen Bleiben.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Homepage zu diesem Autor.
Webshop by Gambio.de © 2012