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Laozi: Daodejing

ISBN:
978-3-86660-120-8
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Der Klassiker vom Weg und seiner Wirkkraft. Aus dem Chinesischen von Viktor Kalinke. Mit Kalligraphien von Thomas Baumhekel

Das Daodejing entstand in einer politischen Wendezeit. Während sich die autoritären Lehren des Konfuzius als Staatsideologie durchsetzten, deren Kenntnis von den Beamten gefordert wurde, war das Daodejing dank seiner vieldeutigen Metaphorik und subversiv-kritischen Aussagen der heimliche Klassiker der gelehrten Beamten. Das Faszinierende des Daodejing besteht in einer einzigartig anmutenden Bündelung kosmischer, seelischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge, die mit Recht als unio mystica bezeichnet werden kann.

Laozi (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse): Legendärer chinesischer Philosoph, der der Sage nach ein älterer Zeitgenosse des Kongzi (Konfuzius) gewesen sei und als königlicher Schrifthüter gearbeitet habe. Die Schilderung eines Treffens, bei dem Kongzi (5. Jh. v. Chr.) von Laozi über die Riten belehrt, findet sich bei Zhuangzi und gilt als phantasievolle Erfindung ohne historischen Gehalt. Auch die „Biographie“ des Laozi, die der chinesische Hofhistoriker Sima Qian (2. Jh. v. Chr.) wiedergibt, beruht auf Gerüchten. Ob je ein Mann namens „Laozi“ (wörtlich: „Alter Meister“) gelebt hat, wird von der Forschung bezweifelt. Die ihm zugeschriebene Aphorismensammlung „Daodejing“ entstand vermutlich zu Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. als Meditationsgrundlage für philosophische Schulen. Die heute übliche Kanonisierung des Textes in 81 Kapitel geht auf den Han-Kaiser Han Gi Di (156-140 v.Chr.) zurück.

Viktor Kalinke: geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing, Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig.

"Es ist eine große Arbeit, die Sie geleistet haben. Ihr Fleiß und Ihre Beharrlichkeit verdienen besondere Anerkennung. Der Nutzen Ihrer Publikation steht außer Frage. Ich wünsche den Bänden, daß sie gut angenommen werden." Prof. Dr. Ralf Moritz (Universität Leipzig, Ostasiatisches Institut)

"Mit großem Interesse studiere ich Ihre Ausgabe vom Daodejing, die interessanteste Ausgabe, die mir bis jetzt begegnet ist." Ulrich Hasler (Trogen, Schweiz
)

Leseprobe:

Kapitel 20

Wirf ab, was du gelernt hast

und du hast keinen Kummer

Wie wenig trennen Ja und Nein?

Wie wenig unterscheidet gut und schlecht?

Gibst du den Menschen Anlaß zum Fürchten

und ist es unmöglich, sich nicht zu fürchten

so hat die Not kein Ende!

 

Alle freuen und vergnügen sich

als gingen sie zum Opferfest Tailao

als zögen sie im Frühling auf Terrassen

nur ich ruhe still und ohne Zeichen

dem Säugling gleich, der – noch nicht Kind –

noch nicht gelächelt hat, müde, immer müde

als fehlte mir ein Ort zur Heimkehr

 

Alle leben sie im Überfluß

nur ich verschenke noch

 

Eines Narren Herz und Geist hab ich: einfältig, unverdorben

Die gewöhnlichen Menschen sehen klar

nur ich bin dunkel und wirr

Die gewöhnlichen Menschen unterscheiden scharf

nur ich bin dumpf und stumpf

Dahintreibend wie das Meer

unaufhörlich wie der Wind

Alle verdingen sich nützlich

nur ich bin unvermögend wie ein Tölpel

nur ich bin von den andern verschieden

und achte die nährende Mutter

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