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Klässner, Bärbel: Der zugang ist gelegt

ISBN:
978-3-86660-047-8
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gedichte und fließtexte. Mit einem Nachwort von Wulf Kirsten

"So begann ich die sprache mit meiner spucke zu zersetzen darin lag der geschmack staubiger märchen und der schweiß der magdeburger zeitungsdrucker die druckten die volksstimme und hatten noch echte lettern aus blei sie konnten nichts für die macht der transparente die ich sah und dann sah ich das lächerliche im großen und ganzen und die schönheit im schaufenster von pfund & gress meinem lieblingsladen schul und zeichenbedarf hier begann die heimat und ging die halberstädter chaussee hinunter auf der geraden seite und auf der ungeraden wieder herauf später wollte ich die sprache durch mich selbst ersetzen ..." (B. K.)

Bärbel Klässner: geb.1960 in Magdeburg, lebte viele Jahre in Thüringen, seit 2004 in Essen, Stipendien vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst; von der Stiftung Kulturfonds Berlin, vom Deutschen Literaturfonds für das Textwerk-Lyrikseminar im Literaturhaus München

"Die Lyrik der Bärbel Klässner ist erfrischend anders, auch oder gerade weil es Lyrik vom Feinsten ist. Unbedingt lesenswert!" Silvia Tornau

Bärbel Klässner fügt die Sprache so poetisch wie gewitzt, so bissig wie geschmeidig." Andreas Heidtmann

„Eigens erfinde ich für Bärbel Klässner eine weibliche Form des Pilgrims: Pilgrima. Sie ist eine Wanderin durch etliche Wechselbäder der deutschen Geschichte ...“ Wulf Kirsten

"Hingabe an das Zeitliche, an das sinnlich erfahrbare Wortkonstrukt, als ein Hineingehen mit ihm ins Unabänderliche, wissend, daß das Wort nur vorläufigen Widerstand leisten kann, nicht Erlösung." Heinz Weißflog


Leseprobe:

Europa,

ich wandere von einer kulturhauptstadt
in die nächste

Also:

Wenn schon denn
grüßt weimar die
ruhrstadt durch
mich

schau hin
der weberplatz blüht
mandelfarben
das wetter gewinnt
an fahrt bald werden die spitzen
der statistik gebrochen
das gemeinwohl an
die wände gekalkt

es geht um die wurst
an der armentafel
gebeutelte beutetiere
am arm die alditüte
der weberplatz blüht

Hoch die kassen hoch die
kultur hoch die konjunktur
kopf hoch hintern

Europa!











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