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Kalinke, Viktor: Studien zu Laozi Daodejing, Bd. 1

ISBN:
3-934015-15-8
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Text und Übersetzung / Zeichenlexikon. Mit Kalligrammen von Thomas Baumhekel

Bei den von Viktor Kalinke konzipierten "Studien zu Laozi · Daodejing" handelt es sich um die einzige Ausgabe im deutschsprachigen Raum, die auch den chinesischen Text wiedergibt (orientiert an der Standardversion nach Wang Bi), die ausdrücklich die Mehrdeutigkeiten "des" Originals sowohl in der Übersetzung als auch im Kommentar berücksichtigt, und die ein Zeichenlexikon mit Konkordanz enthält.

Das Faszinierende des Daodejing besteht in einer einzigartig anmutenden Bündelung kosmischer, seelischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge, die mit Recht als unio mystica bezeichnet werden kann.

Eine neuerliche Herausgabe des Daodejing erscheint angesichts der Vielzahl an Übersetzungen überflüssig. Doch gerade die Einseitigkeit der Texte, der Anspruch, eben eine schlüssige Auslegung des chinesischen Originals vorzulegen, begründet die Unzufriedenheit des Lesers, der verschiedene Versionen miteinander vergleicht. Die hier vorgelegte Variante nimmt die mehrdeutigen Passagen als mehrdeutig auf, um die Vielschichtigkeit des Daodejing zu erhalten.

Laozi (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse): Legendärer chinesischer Philosoph, der der Sage nach ein älterer Zeitgenosse des Kongzi (Konfuzius) gewesen sei und als königlicher Schrifthüter gearbeitet habe. Die Schilderung eines Treffens, bei dem Kongzi (5. Jh. v. Chr.) von Laozi über die Riten belehrt, findet sich bei Zhuangzi und gilt als phantasievolle Erfindung ohne historischen Gehalt. Auch die „Biographie“ des Laozi, die der chinesische Hofhistoriker Sima Qian (2. Jh. v. Chr.) wiedergibt, beruht auf Gerüchten. Ob je ein Mann namens „Laozi“ (wörtlich: „Alter Meister“) gelebt hat, wird von der Forschung bezweifelt. Die ihm zugeschriebene Aphorismensammlung „Daodejing“ entstand vermutlich zu Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. als Meditationsgrundlage für philosophische Schulen. Die heute übliche Kanonisierung des Textes in 81 Kapitel geht auf den Han-Kaiser Han Gi Di (156-140 v.Chr.) zurück.

Viktor Kalinke: geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing, Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig.

"Es ist eine große Arbeit, die Sie geleistet haben. Ihr Fleiß und Ihre Beharrlichkeit verdienen besondere Anerkennung. Der Nutzen Ihrer Publikation steht außer Frage. Ich wünsche den Bänden, daß sie gut angenommen werden." Prof. Dr. Ralf Moritz (Universität Leipzig, Ostasiatisches Institut)

"Mit großem Interesse studiere ich Ihre Ausgabe vom Daodejing, die interessanteste Ausgabe, die mir bis jetzt begegnet ist." Ulrich Hasler (Trogen, Schweiz)

"Ein herrliches Buch, wenn man sich mit dem dao de jing vertieft auseinandersetzen will. Die einzelnen Kapitel werden im Orginal und in einer deutschen Übersetzung dargestellt - mit dem Zeichenlexikon kann das bedeutungsspektrum der einzelnen chinesischen zeichen erschließen." (Taoismus-Board)

"Ich danke Ihnen sehr für die beiden so hervorragenden Bände zu Laozi. Ich habe darin bereits etwas lesen können, bin begeistert, v.a. aufgrund der Authetizität des Wiedergegebenen. Nach meinen bescheideneren Kenntnissen in Bezug auf Laozi vermute ich, dass Sie der Erste sind, der den alten Chinesen für den deutschen Leser so gründlich aufgearbeitet hat." (Peter Gehrisch, Dresden)

"Hochachtung! Profund, ergiebig, einer der wenigen echten Beiträge, die weiterführen!" (Dr. Hilmar Klaus, Aachen)


"Neben der deutschen Übersetzung werden auch die chinesischen Schriftzeichen des verwendeten Originaltextes wiedergegeben, was diese Ausgabe zur Ausnahme unter den deutschen Übersetzungen macht. Im zweiten Band geht der Verfasser detailliert auf die Bedeutung einzelner chinesischer Schriftzeichen ein. Auch dies wird von anderen deutschen Ausgaben nicht geboten und bietet besonders demjenigen neue Möglichkeit, der sich über das normale Maß hinaus mit dem Text auseinandersetzen will." (Matthias Claus, Das klassische China, Weinheim)


Leseprobe:


Kapitel 1

Über das Dao sprechen, ist möglich

doch nicht als dauerhaft bleibendes Dao

einen Namen nennen, ist möglich

doch nicht als dauerhaft bleibenden Namen

 

Namenlos / Nichts genannt:

des Himmels, der Erde Beginn

zu Dasein gekommen / benannt:

der zahllosen Dinge Mutter

 

Darum:

Wer nichts anstrebt / sich dauerhaft Nichtseiendem zuwendet

erkennt daran die (verborgenen) Feinheiten

Wer erfüllt ist von Bestreben / sich dauerhaft Seiendem zuwendet

erkennt daran die (äußeren) Umrisse

 

Diese beiden:

Gemeinsam treten sie hervor

unterscheiden sich nur nach dem Namen

gemeinsam bedeuten sie das Vielschichtige

Dort, wo das Vielschichtige nochmals vielschichtig ist

liegt die Pforte zu allen Feinheiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

    

 

 

 

  

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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